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Die Nikon D4 im Test

Der Preis für die neue Nikon D4 liegt bei knapp 6.000 Euro. Dafür bietet Nikon seinen Kunden „nur“ 16, 2 Megapixel, überzeugt allerdings mit einer Top-Bildqualität und einem extrem hohen Arbeitstempo.

Wer die Daten der Profi-DSLR D4 aus dem Hause Nikon überfliegt, wird vermutlich zunächst einmal über die 16,2 Megapixel stoßen. Denn für eine Kamera die knapp 6.000 Euro kostet ist das eine etwas magere Auflösung. Doch natürlich hat sich Nikon auch etwas bei der Sache gedacht. Denn als Zielgruppe für die D4 benennt Nikon sowohl Sport- als auch Reportagefotografen – und für die sind hauptsächlich ein schnelles Arbeitstempo, beispielsweise in Form einer schellen Bildverarbeitung, entscheidend. Und eines kann gesagt sein: Hier punktet die D4 auf der ganzen Linie!

Arbeitstempo und Bildqualität der Nikon D4

In Sachen Tempo macht der Nikon D4 niemand etwas vor. Denn dank des neuen Expeed 3-Prozessors schafft die D4 sage und schreibe 10,5 Bilder pro Sekunde – Rekord! Dank der extrem schnellen Bildverarbeitung füllt sich auch der Zwischenspeicher erst recht spät, somit sind extrem viele Bilder in Folge möglich (mit einer teuren XQD-Karte sind es 73 RAW-Bilder in Folge). Hier bestätigt sich also die Zielgruppe der Sport-, Reportage- und Promifotografen.

Die Bildqualität der D4 ist exzellent, muss sich aber einigen Konkurrenten wie der Fujifilm X-Pro1 oder der hauseigenen D800 geschlagen geben. Besonders auffallend ist das geringe Bildrauschen, erst ab ISO-Werten um 6.400 fallen erste Störpixel auf. Ebenfalls exzellent ist die hohe Schärfenleistung der Nikon D4, 1,449 Linienpaare sind es bei ISO 400, auch in höheren ISO-Bereichen nimmt die Kantenschärfe kaum ab. Optimierungsfunktionen wie die 5-stufige „D-Lighting“-Funktion und ein „HDR“-Modus, der mit stimmigen Aufhellungen der Schatten überzeugt, runden die erstklassige Bildqualität der Nikon D4 ab.

Ausstattung und Videofunktion

Drei Displays, zahlreiche Bedienelemente und Anschlussmöglichkeiten, ein Gehäuse, das sämtlichen Naturkräften zu trotzen scheint und einen Hochformat-Handgriff bietet – in Sachen Ausstattung hat Nikon alles richtig gemacht. Zu den besonderen Highlights der Ausstattung zählen außerdem ein 3,2 Zoll großes Display mit 921.000 Bildpunkten, ein AF-Sensormodus, das mit 51 Autofokusfeldern arbeitet und ein optischer Prismensucher mit einer 100-prozentigen Bildfeldabdeckung. Einzig und allein der Akku fällt als möglicher Kritikpunkt ins Auge, dieser schafft nicht einmal die Hälfte der Bilder einer Canon EOS 1D Mark IV. Und für den Ersatzakku Typ EN-EL18 will Nikon 120 Euro sehen – Punktabzug!

Die Videofunktion der Nikon D4 hingegen ist klasse und wird auch Profis zufriedenstellen. Gefilmt wird selbstverständlich in Full-HD (wahlweise mit 30p, 25p oder 24p), der Autofokus arbeitet zuverlässig und neben dem beinahe obligatorischen Eingang für ein externes Mikro bietet Nikon erstmals auch einen Audio-Ausgang, der es möglich macht, den Ton direkt über Kopfhörer zu kontrollieren. Auch das Bildformat lässt sich unkompliziert wechseln, zur Auswahl stehen Vollformat (FX), APS-C-Format (DX) oder natives Full-HD-Format.

Fazit zur Nikon D4

Die D4 ist zurecht das neue Flaggschiff aus dem Hause Nikon. Eine absolut rasante Geschwindigkeit in Sachen Verarbeitung bzw. Serienbildfunktion, eine exzellente Bildqualität und ein extrem hochwertiges Gehäuse lassen nur ein Fazit zu: Das Ding ist das Geld wert!

Quelle der Bilder: Nikon

 

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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