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Canon: Wann erscheint die spiegellose Vollformatkamera?

Canon Kamera

Wann erscheint Canons spiegellose Vollformatkamera? Eine Quelle rückt neue Informationen heraus. Und: Canon will dem EOS M System insgesamt mehr Aufmerksamkeit schenken.

Fokus auf der Canon EOS M4

Wird Canon im nächsten Jahr den gesamten Sektor rund um spiegellose Systemkameras ernster nehmen? Möglich, wenn man sich die aktuellen Gerüchte anschaut. Denn erst kürzlich war bekannt geworden, dass das EOS M System und damit die Canon EOS M4 im Jahr 2016 mehr in den Fokus rücken sollen (siehe Artikel hier) und nun behauptet eine Quelle zusätzlich, dass auch die spiegellose Vollformatkamera 2016 auf den Markt kommen könnte.

Canon spiegellose Vollformatkamera

Angeblich soll ein Prototyp der spiegellosen Vollformatkamera bereits existieren, allerdings soll sich die Kamera noch in der Entwicklung befinden und es wurden auch noch keine Modelle getestet, was normalerweise viele Monate vor der offiziellen Präsentation geschieht. Es wird also in jedem Fall noch einige Monate dauern, bis die spiegellose Vollformatkamera auf den Markt kommen könnte – was für eine Präsentation bei der photokina 2016 im kommenden September sprechen würde.

Die Sony A7r II ist die derzeit beste spiegellose Vollformatkamera auf dem Markt.
Die Sony A7r II ist die derzeit beste spiegellose Vollformatkamera auf dem Markt.

Handfeste Informationen fehlen

Insgesamt muss man diese Gerüchte aber in jedem Fall mit Vorsicht genießen, denn Informationen zu einer spiegellosen Vollformatkamera von Canon kursieren schon seit einigen Jahren und es hieß schon einige Male, dass die Präsentation der Kamera bald erfolgen soll. Doch dass Canon an einer solchen Kamera arbeitet und diese wirklich existiert, ist ziemlich wahrscheinlich, wie beispielsweise diese Informationen zeigen. Unserer Meinung nach ist eine Präsentation Ende 2016 also im Bereich des Möglichen, allerdings gibt es noch jede Menge Fragezeichen. Sicher sein, dass die neue Kamera in rund einem Jahr erscheinen wird, kann man sich in jedem Fall noch nicht.

Sowohl Canon als auch Nikon verlieren immer mehr den Anschluss an Sony und das A7 System. Gerade mit der A7r II hat Sony kürzlich eine Kamera vorgestellt, die für viele die erste ernstzunehmende Alternative zu einer Vollformat-DSLR darstellt. Wir sind gespannt, ob Canon im nächsten Jahr wirklich zum großen Gegenschlag ausholt – wünschenswert wäre es in jedem Fall.

Quelle: Canonwatch

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

3 Kommentare

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  • Ich hatte mal genannt, dass ich es mir wünschte die Spiegellose von Canon der ,,a7s Killer“ ist. Dies jedoch unwahrscheinlich. Die Kamera wird sich an dem größtmöglichen Käuferkreis richten und damit eher in die a7II Richtung gehen.
    Nur….., wenn Canon dies wirklich vor hat muss! da eine Kamera kommen, die deutliche Vorteile Gegenüber die a7 bringen wird.
    Technisch glaube ich nicht daran und Canon ist nicht gerade dafür bekannt sich mit irgendwas Neuem ,die Finger zu verbrennen‘.
    Canon täte, aus meiner Sicht, eigentlich gut daran ein Nischenprodukt zu produzieren, wo der Markt eben nicht wie bei einer a7II bereits gut Ausgestattet ist.

  • Systemkamera die zweite – oder “die Latte höher gelegt”.

    Über den Entwicklungsstau der beiden Nochmarktführer habe ich (und viele andere) gebloggt.

    Hier noch mal der Versuch (zum aktuell technischen Stand) den Systemvergleich der beiden Welten zu wagen. Dabei möchte ich mich dem Funktionsprinzip der veraltet-bewährten DSLR-Technologie nur im Ansatz widmen.

    Auch der Größen-/Gewichtsvergleich spielt keine entscheidende Rolle. Und wer ausschließlich nach den Kriterien von Preis&Leistung entscheidet ist mit einer DSLR immer noch gut bedient.

    Die vielzitierte Universalität mit einer breiten Zubehörpalette von Original- und Fremdherstellern muss ich zumindest unter einem Aspekt in Frage stellen: Die Adaption von Objektiven an eine Systemkamera ist so leicht und preisgünstig – mit rein mechanischen Adaptern ist so gut wie jedes optische Projektionssystem anzuschließen.

    An meine Fuji X-Kameras kann ich das komplette Nikon-Objektivprogramm aus meinem Kameraschrank anschließen. Insbesondere die “alten Schätzchen” mit Blendenring am Objektiv funktionieren problemlos in der Zeitautomatik.

    Als lichtgestaltender Fotograf sehe ich den Hauptvorteil der Systemkameras im “WYSIWYG” (What You See Is What You Get) in der available light-Fotografie. Im großen und hellen hochauflösenden Sucher sehe ich das Belichtungsergebnis bereits vor dem Druck auf den Auflöser. Evtl. sogar schon das von der finalen jpg-engine aufbereitete Bild.

    Bei Einsatz eines Blitzgerätes, im Studio (Blitzanlage!) oder der Sportfotografie schwindet dieser Vorteil allerdings. In allen anderen Genres ist dieses System den “Klapp(er)spiegelkabinetten” der DSLR hoch überlegen. Ganz abgesehen davon, dass ich das fertige Bild unabhängig vom Umgebungslicht und hochaufgelöst im elektronischen Sucherdisplay kontrollieren kann.

    In der Sportfotografie kommen DSLRs zumindest bei der Bildfolgezeit schon an ihre technisch bedingten Systemgrenzen. Bei einer Systemkamera (mit elektronischem Verschluss) entscheidet nur noch die Leistungsfähigkeit der Kameraelektronik und der Speicherkarte – wenn man nicht gleich einen Videoclip dreht und das beste Bild herausschneidet.

    Ich bin gespannt, mit welcher Systemkamerainnovation die Nochmarktführer Mr. SONY Paroli bieten wollen. Jedenfalls war der verzweifelte Versuch, mit einer weit unterhalb des Premiumsegments angesiedelten spiegellosen Kamerafamilie, kleinen Sensoren und einer neuen Objektivreihe das Ergebis halbherziger Unternehmensentscheidungen. Geprägt von Kannibalisierungsangst.

    Noch haben sie die Chance wegen des eher dünnen Objektivangebots, aber die Zeit läuft… und wenn sich ein Kunde für das derzeit innovativste Kamerasystem entscheidet, dann ist die Zeit davongelaufen!

    Dieser Kunde kehrt nie (!) mehr zurück.

    Michael Kurz
    Im September 2015