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Sigma SD Quattro & SD Quattro H: Neue DSLMs vorgestellt

Sigma SD Quattro

Sigma hat zwei neue spiegellose Systemkameras vorgestellt! Sigma SD Quattro und SD Quattro H werden beiden mit Foveon X3 Sensoren arbeiten.

Neue DSLMs mit Foveon-Sensoren

Damit hatte im Vorfeld wohl niemand gerechnet: Sigma hat die heutige Präsentation genutzt, um zwei neue spiegellose Systemkameras vorzustellen. Diese sollen auf die Namen Sigma SD Quattro und Sigma SD Quattro H hören, mit Sigmas SA-Objektiven kompatibel sein und Foveon X3 Sensoren zu bieten haben.

Die Highlights dieser Kameras sind natürlich ganz klar die beiden Foveon-Sensoren, die mit der bereits bekannten Foveon-Technologie aufwarten können. Beim Sensor der normalen SD Quattro wird es sich um einen Foveon-Sensor in APS-C-Größe handeln, während die SD Quattro H mit einem etwas größeren APS-H-Sensor daherkommen wird.

Umgerechnet auf die herkömmlichen Bayer-Sensoren hat die Sigma SD Quattro ungefähr eine Auflösung von 39 Megapixeln zu bieten, während die SD Quattro H sogar mit grob 51 Megapixeln aufwarten kann. Vor allem in Kombination mit der Foveon-Technologie sollte so eine wirklich erstklassige Bildqualität möglich sein, von der beispielsweise Landschaftsfotografen profitieren können.

Sigma SD Quattro & SD Quattro H: Weitere Merkmale

Allerdings kommen Foveon-Sensoren auch nicht gänzlich ohne Nachteile daher, so wissen sie in Sachen Lichtempfindlichkeit beispielsweise nur eingeschränkt zu überzeugen. Im Fall der neuen Sigma DSLMs reicht der ISO-Bereich von 100 bis 6.400. Außerdem soll es wohl nur 9-AF-Punkte geben, die Serienbildgeschwindigkeit beträgt 3,6 bzw. 3,8 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung.

Zu den weiteren technischen Daten von Sigma SD Quattro und SD Quattro H wird unter anderem ein elektronischer Sucher mit einer Auflösung von 2,36 Millionen Bildpunkten gehören, des Weiteren soll ein 3 Zoll großes Display mit 1.62 Millionen Pixeln verbaut werden. Videos wird man mit den neuen Kameras, die mit einem außergewöhnlichen Design daherkommen, wohl nicht aufnehmen können.

Wann genau die neuen DSLMs von Sigma auf den Markt kommen und welchen Preis der Hersteller dann aufrufen wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Quelle: Sigma

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat. Auch zu finden auf Google+.

8 Kommentare

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  • Erstmal gucken, welche Preise aufgerufen werden. Die „H“ mit dem größeren Sensor wäre wohl ein Traum. Völlig unklar ist für mich, welche Objektive mit Sigma-Bajonett passen, ohne daß es schwarze Ecken gibt.

  • Sigma schafft es doch tatsächlich immer wieder die eigene Nische neu zu beleben. Die neuen Foveon-Kameras werden wohl auch diesmal eher „Tageslicht-(2.)Kameras“ bleiben. Architektur, Portrait und Studio sind hier die sinnvollsten Einsatzgebiete. Typische Landschaftsfotografie (als bei eher widrigen Lichtverhältnissen) war zumindest unter allen Vorgängermodellen keine Freude. Geringer Dynamikumfang, Artefakte bei der Bearbeitung (zB Steifen), starkes Rauschen und mangelnde Farbempfindlichkeit in den Tiefen, Cyan-Magenta Problem in grauen Flächen (zB. in Wolken, Nebel etc) und Schatten…
    Unter günstigen Bedingungen liefern die Sensoren jedoch einzigartige Aufnahmen, die sich erfrischend deutlich vom Einheitsbrei abheben. Der Sensor der SDQ-H (der bisher größte Foveon?) ist eine Neuentwicklung, ich bin gespannt ob ggf. auch ein paar Verbesserungen eingeflossen sind. Schön wärs ja …

  • „… Umgerechnet auf die herkömmlichen Bayer-Sensoren hat die Sigma SD Quattro eine Auflösung von 39 Megapixeln zu bieten, während die SD Quattro H sogar mit satten 51 Megapixeln aufwarten kann. …“

    Diese Aussagen sollte man mit Vorsicht genießen. Der Sensor der SDQ-H hat 25MP auf der obersten Sensor-Schicht und das bedeutet, dass das resultierende Image eben auch „nur“ 25MP Auflösung haben wird – Ende aus. Durch die spezielle Sensorkonstruktion ergibt sich jedoch eine sehr gute Detailabbildung, welche auf dem Niveau deutlich höher auflösender Bayer-Sensoren liegen kann.

    • Danke für deine Ergänzungen Marco :) Diese 51 Megapixel dienen natürlich in erster Linie als Orientierung, aber da Sigma selbst von 51 Megapixeln spricht („Dieser neue, größere Foveon-Sensor bietet die hohe Auflösung von 51 Megapixel, die für noch mehr ausdrucksstarke Details sorgen.“) haben wir das gerne mal so übernommen.

      • Sigma führte mit dieser „Interpretation“ technischer Eigenheiten schon bei den Merrills in die Irre. Sigma lässt gerne unter den Tisch fallen, dass die unter der obersten 25.x MP Sensor-Schicht liegenden Schichten (welche auch geringer auflösen) lediglich für die Erfassung von Farbinformation zuständig (bzw. notwendig) sind und die Pixel-Dichte nicht erhöhen.

        Sigma selbst rechnet so:
        Effective Pixels: Approx. 44.8MP T(Top): 6,200×4,152 / M(Middle): 3,348×2,232 / B(Bottom): 3,348×2,232
        Total Pixels: Approx. 45MP

        Wie man erkennt, ergeben die 3 Layer des Sensors *zusammen* ca. 45 MP. Auf 51 MP kommt Sigma wohl ggf. aufgrund der Kamera internen S-HI-Ausgabe (8,768×3,752 nur JPG!). S-HI ist jedoch nur eine aufgeblasene (sprich hoch interpolierte) Version des 25.x MP Raws. Und vielleicht (Achtung Spekulation), ist diese ja einem 50 MP Bayer-Sensor Foto in puncto Detailtreue nahezu ebenbürtig.

        Ich hoffe ich konnte etwas Licht in die Sache bringen :-)

      • Erneut vielen Dank für diese ausführlichen Ergänzungen :) So wirklich genau lässt sich das ja schlicht und einfach nicht auf den Bayer-Sensor umrechnen – aber dieser Wert von ungefähr 51 Megapixeln soll ja auch nur eine Orientierung sein. Und auch wenn die echte Auflösung nur bei 25 MP liegt, würde diese Angabe bei Kunden, die mit der Foveon-Technologie nicht vertraut sind, irgendwie ein falsches Bild erzeugen. Ich habe im Artikel oben aber mal noch ein „ungefähr“ und „grob“ vor den umgerechneten MP-Zahlen ergänzt… 😉