Kameras Pentax

Warum Canon & Nikon die Pentax K-1 (nicht) fürchten müssen

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Die Pentax K-1 scheint eine hervorragende neue Kamera zu sein. Doch wird sie sich gegen die Konkurrenz von Canon und Nikon behaupten können?

Die Pentax K-1 wirft einige Fragen auf

Am 18. Februar 2016 hatte das Warten vieler Pentax Anhänger ein Ende, denn an diesem Tag hat Pentax mit der K-1 die erste eigene Vollformatkamera präsentiert. Und mit 36 Megapixeln, einem beweglich gelagerten Sensor, dem wetterfesten Gehäuse, 33 AF-Messfeldern und einem Preis von 2.000 Euro ist die K-1 auf dem Papier auch eine verdammt interessante Kamera.

Doch vielen Nutzern werden vermutlich ziemlich schnell einige Fragen in den Sinn gekommen sein: Wird sich Pentax mit der K-1 gegen die Konkurrenz von Canon, Nikon und Sony behaupten können? Wo liegen die Schwächen und Stärken der K-1? Kam Pentax Einstieg in den Vollformat-Bereich zu spät?

Diesen Fragen wollen wir in diesem Artikel ein wenig auf den Grund gehen.

Die direkten Konkurrenten der K-1

Um Vermutungen anstellen zu können, wie sich die Pentax K-1 im Vergleich zur Konkurrenz schlagen wird, muss man zunächst einmal herausfinden, welches denn die direkten Konkurrenten der Pentax K-1 sind. Das heißt wir suchen Vollformatkameras, die sich im Preisbereich von etwa 2.000 Euro bewegen. Es kommen also folgende Modelle in Frage:

  • Nikon D810 (ca. 2.950 Euro)
  • Nikon D750 (ca. 1.700 Euro)
  • Nikon D610 (ca. 1.360 Euro)
  • Canon EOS 6D (ca. 1.380 Euro)
  • Canon EOS 5D Mark III (ca. 2.300 Euro)
  • Sony A99 (ca. 1.650 Euro)
  • Sony A7r (ca. 1.530 Euro)
  • Sony A7 II (ca. 1.500 Euro)

Das sind die 8 Kameras von Canon, Nikon und Sony, die ganz grob gesehen als Pentax K-1 Konkurrenten betrachtet werden können. Sortieren wir weiter aus: Nikon D610 und Canon EOS 6D sind zu günstig, sie fallen in eine andere Preisklasse. Die Nikon D810 ist zu teuer, hat aber wie die Pentax K-1 auch 36 Megapixel zu bieten – aus dieser Perspektive heruas könnte man D810 und K-1 also doch wieder miteinander vergleichen. Und bei diesem Vergleich hätte die K-1 schon mal den ganz großen Vorteil auf ihrer Seite, dass sie 1.000 Euro weniger als die D810 kostet.

Mit Sicherheit werden sich einige, die unvoreingenommen sind und rund 2.000 Euro in eine neue Vollformatkamera investieren möchten, sowohl für die K-1 als auch die Sony A7r oder  A7 II interessieren. Doch wir vermuten mal, dass es bei dieser Entscheidung in erster Linie eine große Rolle spielen wird, ob man zu DSLR oder DSLM tendiert. Und auch wenn ein Vergleich zwischen A7r und K-1 sicherlich spannend wäre, sehen wir die spiegellosen Sony Vollformatkameras nicht als direkte Konkurrenten der Pentax K-1 an – schlicht und einfach deshalb, weil die DSLMs mit ihrem fehlenden Spiegel irgendwie in eine andere Kategorie fallen.

Es bleiben also folgende Pentax K-1 Konkurrenten übrig: Nikon D750, Canon EOS 5D Mark III und Sony A99.

Vergleich: Pentax K-1 vs. Canon 5D Mark III vs. Nikon D750 vs. Sony A99

Zunächst einmal wollen wir natürlich die technischen Daten dieser vier Kameras in einer Tabelle gegenüberstellen:

 Pentax K-1Nikon D750Canon EOS 5D Mark IIISony A99
Auflösung36 Megapixel (Sensor beweglich!), Pixel Shift Technologie24 Megapixel22 Megapixel24 Megapixel
ISO100 bis 204.800100 bis 12.800 (erweiterbar auf 50 bis 51.200)100 bis 25.600 (erweiterbar auf 50 bis 102.400)100 bis 25.600
Autofokus33 AF-Punkte (25 Kreuzsensoren)51 AF-Punkte, (15 Kreuzsensoren)61 AF-Punkte (41 Kreuzsensoren)19 AF-Punkte (11 Kreuzsensoren)
Verschluss1/8.000 bis 30 s1/4.000 bis 30 s1/8.000 bis 30 s1/8.000 bis 30 s
Sucher100% Bildfeldabdeckung, 0,7-fache Vergrößerung100% Bildfeldabdeckung, 0.7-fache Vergrößerung100% Bildfeldabdeckung, 0,71-fache Vergrößerung100% Bildfeldabdeckung, 0,71-fache Vergrößerung, elektronischer Sucher, 2.359.000 Pixel
Display3,2 Zoll, 1.037.000 Pixel, sehr flexibel3,2 Zoll, 1.229.000 Pixel, kippbar3,2 Zoll, 1.040.000 Pixel, fest verbaut3 Zoll, 1.229.000 Pixel, flexibel
Serienbild Geschwindigkeit4,4 fps6,5 fps6 fps6 fps
VideosFull HD mit 30pFull HD mit 60pFull HD mit 30pFull HD mit 60p
Akkulaufzeit760 Bilder1230 Bilder950 Bilder500 Bilder
Gewicht1010 g750 g950 g812 g
Maße137 x 110 x 86 mm141 x 113 x 78 mm152 x 116 x 76 mm147 x 111 x 78 mm
SonstigesWetterfest, WiFi, GPS, Dual-SD-Slot, USB 2.0, DNG-Format, Kopfhörer-Ausgang, Mikrofon-EingangDual-SD-Slot, USB 2.0, Kopfhörer-Ausgang, Mikrofon-Eingang, gegen Staub und Spritzwasser geschütztCF- und SD-Slot, GPS, USB 2.0, Mikrofon-Eingang, Kopfhörer-Ausgang, gegen Staub und Spritzwasser geschütztDual-SD, USB 2.0, GPS, Mikrofon-Eingang, Kopfhörer-Ausgang, gegen Staub und Spritzwasser geschützt
Vorgestellt im...Februar 2016September 2014März 2012September 2012
Preis2.000 Euroca. 1.700 Euroca. 2.300 Euroca. 1.650 Euro

Wir möchten an dieser Stelle keinen ausführlichen Vergleich zwischen diesen vier Kameras anstellen. Doch wenn man sich die Tabelle im Detail anschaut, dann wird zumindest eines klar: Pentax muss sich mit der K-1 nicht verstecken – ganz im Gegenteil. In einigen Punkten lässt man die Konkurrenz sogar hinter sich. Um mal ein paar Highlights der Pentax K-1 zu nennen:

  • Mit 36 Megapixeln höchste Auflösung
  • Größter ISO-Bereich
  • Beweglicher Sensor (die Vorteile, die sich daraus ergeben, können unserem ausführlichen Pentax K-1 Artikel entnommen werden)
  • Wetterfestes Gehäuse
  • WiFi & GPS
  • DNG-Format
  • Extrem flexibles Display
Pentax K-1 flexibles Display
Das Display der Pentax K-1 ist sehr flexibel und kann in unterschiedlichste Positionen gebracht werden

Müssen Canon, Nikon und Sony die Pentax K-1 also fürchten? Ja, ein bisschen mit Sicherheit! Denn mit den hier genannten Highlights der K-1 können die anderen Vollformat-DSLRs nicht aufwarten. Vor allem der Sensor mit der speziellen Pixel-Shift-Technologie gibt auf dem Papier ein hervorragendes Bild ab und sicherlich werden sich einige Fotografen von den Besonderheiten der K-1 überzeugen lassen.

Ein Satz noch zur Robustheit: „Wetterfest“ ist nach den Angaben der Hersteller jede der vier Kameras. Doch wetterfest ist ein sehr dehnbarer Begriff und wir würden mal sehr stark vermuten, dass die Pentax K-1 das „wetterfesteste“ bzw. robusteste Gehäuse vorzuweisen hat. Das erkennt man beispielsweise auch am Gewicht.

Insgesamt kann man also sagen, dass Pentax mit der K-1 eine hervorragende neue Kamera gelungen zu sein scheint. Auch der aufgerufene Preis von 2.000 Euro wirkt fair und bewegt sich in einem Bereich, der für viele interessant sein könnte. Zwischenfazit: Ja, Canon & Nikon müssen sich teilweise vor der Pentax K-1 „fürchten“.

Kommt die Pentax K-1 zu spät?

Im Netz wurde viel darüber diskutiert, ob die Präsentation der Pentax K-1 zu spät kam. Im ersten Moment würden wir da mal sagen: Nein, eine gute Kamera kommt nie zu spät. Und wenn man das Phrasenschwein noch ein bisschen füttern möchte, könnte man noch ergänzen: Besser spät als nie.

Trotzdem lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es für Pentax mit Sicherheit vorteilhaft gewesen wäre, wenn man die K-1 schon vor einigen Monaten vorgestellt hätte. Denn im Grunde sind die direkten Konkurrenten der Pentax K-1 gar nicht die Canon EOS 5D Mark III, die Sony A99 und die Nikon D750. Die direkten Konkurrenten sind die Canon EOS 5D Mark IV, die Canon EOS 6D Mark II, die Sony A99 II und die Nikon D760! Ok, die Nikon D760 muss man zugegebenermaßen ausklammern, denn zu dieser neuen Kamera gibt es noch keinerlei Gerüchte – auch wenn es durchaus möglich wäre, dass Nikon Ende des Jahres den D750 Nachfolger vorstellen wird. Doch bei der Canon EOS 5D Mark IV und der Sony A99 II (sowie der Canon EOS 6D Mark II) kann man sich im Gegensatz zur Nikon D760 sehr sicher sein, dass sie im Laufe des Jahres 2016 vorgestellt werden. Schließlich findet im September die photokina statt.

Folgendes Beispiel: Ich bin Besitzer der Canon EOS 5D Mark III, bin nicht mehr ganz zufrieden und möchte mir eine neue Kamera zulegen. Die Pentax K-1 finde ich sehr interessant, ich weiß aber auch, dass irgendwann in den nächsten Wochen oder Monaten die Mark IV präsentiert wird. Kaufe ich mir dann die K-1 oder warte ich lieber noch ein paar Wochen? Ich warte natürlich. Und vermutlich (das nehmen wir jetzt einfach mal an) wird mich die 5D Mark IV überzeugen und ich verabschiede mich wieder von dem Gedanken, die Pentax K-1 zu kaufen. Überhaupt werden mit Sicherheit einige Fotografen, die es mit dem Kauf einer neuen Kamera nicht allzu eilig haben, die photokina 2016 mit all ihren Neuheiten abwarten. Auf ein paar Monate wird es vielen nicht ankommen. Und im Herbst diesen Jahres wird die Pentax K-1 sich gegen wesentlich stärkere Konkurrenz behaupten müssen als im Moment.

Hätte Pentax die K-1 im Sommer oder Herbst 2015 vorgestellt, hätten einige vielleicht nicht ein ganzes Jahr auf die photokina 2016 warten wollen und hätten die K-1 dementsprechend sofort vorbestellt. Aber hätte hätte – die Pentax K-1 wurde nicht im Jahr 2015, sondern Anfang 2016 enthüllt. Und sie ist insgesamt eine tolle Kamera und wird mit Sicherheit ihre Abnehmer finden. Doch ob wirklich viele von Canon oder Nikon zu Pentax wechseln werden, das bleibt – unter anderem wegen des Zeitpunkts der Präsentation – fraglich.

Canon EOS 5D Mark IV Vorgänger
Die Canon EOS 5D Mark IV könnte in den nächsten Wochen vorgestellt werden – davon gehen zumindest viele aus.

Das Problem mit den Objektiven

Denn so ein System-Wechsel ist natürlich noch mit einem ganz anderen Problem verbunden – Stichwort Objektive. Wer bereits x teure Canon oder Nikon Objektive sein Eigen nennen kann, der wird sich mit einem Wechsel zur Pentax K-1 schwer tun, selbst wenn die K-1 vielleicht all das mitbringt, was man sich von einer aktuellen Vollformat-DSLR wünscht.

Pentax bietet von vorne herein zwölf Vollformatobjektive für die K-1 an. Neben den neu vorgestellten HD DFA 28-105mm f/3.5-5.6 ED DC WR und HD DFA 15-30mm f/2.8 ED SDM WR sind das die fünf älteren FA-Objektive, die mit 31, 35, 43, 50 und 77 Millimetern Brennweite und Lichtstärken von f/1.8, f/1.4 oder f/2.0 daherkommen, sowie die spritzwassergeschützten Telezooms HD DFA 150-450mm f/4,5-5,6 ED DC AW und  HD DFA* 70-200mm f/2,8 ED DC AW. Hinzu kommen noch zwei Makroobjektive mit 50 und 100mm Brennweite sowie das spritzwassergeschützte Standardzoom HD DFA 24-70mm f/2.8 ED SDM WR.

Prinzipiell lassen sich dank Crop-Modus der Pentax K-1 im Übrigen auch alle APS-C-Objektive nutzen. Dank der hohen Auflösung von 36 Megapixeln stehen dann immer noch rund 16 Megapixel zur Verfügung. Praktisch!

Keine schlechte Auswahl für den Anfang – doch im Universum von Canon und Nikon gibt es schlicht und einfach mehr Auswahl. Und das könnte neben der Tatsache, dass man als Fotograf nicht so schnell von einem Hersteller zum anderen wechselt (schon gar nicht im photokina Jahr), ein weiterer Grund sein, warum Canon und Nikon die Pentax K-1 nicht zu sehr fürchten müssen.

Zusammenfassung

Warum Canon, Nikon und Sony die Pentax K-1 fürchten müssen:

  • Günstigste Vollformat-DSLR mit 36 Megapixeln
  • Günstigste Vollformat-DSLR mit absolut wetterfestem Gehäuse
  • Erstklassige Spezifikationen (auch viele interessante Details, die in der Tabelle oben nicht auftauchen)
  • Fairer Preis

Pentax ist mit der K-1 wirklich eine hervorragende neue Kamera gelungen, an der es quasi nichts zu meckern gibt. Und wenn es ausschließlich Universal-Objektive gäbe, die man an jeder Kamera ohne Einschränkungen nutzen könnte, dann würden mit Sicherheit viele jetzt den Geldbeutel zücken und die Pentax K-1 kaufen.

Es gibt aber keine Universal-Objektive – leider. Und das ist auch der Grund, warum Canon und Nikon vermutlich nur wenige Kunden an Pentax verlieren werden. Zudem wissen natürlich viele, dass in den nächsten Wochen/Monaten Modelle wie die Canon EOS 5D Mark IV auf den Markt kommen werden und warten erstmal ab. Und wenn dann die Canon, Sony und Nikon Neuheiten mit ebenfalls beeindruckenden technischen Daten daherkommen, wird die Begeisterung rund um die K-1 mit ziemlicher Sicherheit wieder abflachen.

Trotzdem hat Pentax die Messlatte natürlich hoch gelegt und ein paar kleine Marktanteile wird die Konkurrenz mit Sicherheit abgeben müssen. Und da aktuell auch Sony an Canon und Nikon in Sachen Verkaufszahlen von Vollformatkameras vorbeigezogen ist (siehe Artikel hier), muss vor allem Canon im Laufe des Jahres abliefern. Ansonsten wird der Marktführer seine Vormachtstellung in den nächsten Jahren möglicherweise nach und nach verlieren. Wir sind gespannt.

Wer von euch wird sich die Pentax K-1 zulegen? Und wer wartet lieber erstmal die kommenden Neuheiten von Canon und Nikon ab?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat. Auch zu finden auf Google+.

22 Kommentare

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  • Es ist so wie beschrieben, schon seit fast zwei Jahren trage ich mich mit dem Gedanken zu einem anderen KB System zu wechseln weil mein Anbieter nichts wirklich besseres, neueres anbietet. Zwar ist ein 50 Mio Pixel Bolide auf dem Markt, aber der ist mir ehrlich gesagt zu teuer und funktioniert nur mit 4 von meinen 10 Objektiven, Stichwort Objektiv Auflösung.

    Bedenken sollte man außerdem das für die rechenintensive Bildbearbeitung solcher Mega Dateien im Photoshop ein neuer Rechner sinnvoll wäre.

    Was ich für mich gerne hätte ist ein Sensor mit einem wesentlich verbesserten Dynamikumfang, ähnlich den Mittelformat Rückteilen die 14 Blendenstufen anbieten. Ob der dann 30 oder 40 Mio Pixel bietet ist nicht so wichtig, denn das reicht allemal für die anfallende Arbeit.

    Also werde ich aus finanziellen Gründen (Systemwechsel) wohl noch warten was mein Anbieter bis zur großen Fotomesse im Herbst noch bringen wird.

    • Den Wunsch nach einem verbesserten Dynamikumfang haben in den letzten Wochen und Monaten viele Kunden dieses ganz bestimmten Anbieters geäußert 😉 Hoffentlich wird da in den nächsten Wochen eine neue Kamera mit entsprechenden Verbesserungen präsentiert – dann müsstest du dich nicht mit einem Systemwechsel herumschlagen. Guter Einwand auch mit dem leistungsfähigen Rechner. Das sind auch Kosten, die man am Anfang oftmals gerne übersieht.

  • Leider hast Du vergessen zu erwähnen, dass die Sony Alpha 99 auch GPS an Board hat,
    welcher auch hervoragend funktioniert und sehr empfindlich ist, da auch oft in Gebäuden funktionsfähig.
    Das Display und die damit verbundene Bewegungsfreiheit ist genial gelöst bei der Pentax.

    • Und mit der Sony kann man ganz gut,die besseren Minolta Objektive benutzen.Welche es relativ Preiswert gibt,habe auch schon welche-welche ich mit der 77-2 benutze.Das Display an der Pentax ist aber deutlich unkapattbarer an der Pentax,als an der Sony.Bleibt nur abzuwarten wie schnell das Live View ist.Bei der Pentax K3-2,da funktioniert das GPS auch im fahrenden Zug,im IC nach Sylt da funzte es echt gut.Ob es auch im ICE funzt weiß ich nicht.Es ist sehr schwierig,nimmt man die Sony slt a 99V,wegen den Preis,oder warten bis Pentax kommt?

    • Stimmt, du hast Recht! Habe ich natürlich noch in der Tabelle ergänzt, danke für den Hinweis. Das Display ist tatsächlich klasse, finde ich auch. Hoffentlich ist die Konstruktion wirklich stabil und nicht anfällig für „Verletzungen“. Aber davon gehe ich eigentlich nicht aus.

  • Das Hauptproblem sind die Objektive. Wer bereits mit KB fotografiert, hat auch die entsprechenden Optiken zuhause und ein Wechsel wird, trotz günstigem Preis der Kamera, extrem teuer.

    Auch wenn ein direkter Vergleich mit Canon EOS 6D hier nicht vorgenommen wurde so darf man doch nicht vergessen das diese bei Markteinführung auch rund 2000€ gekostet hat.
    Auch sie verfügt über ein Spritzwasser und Staub geschütztes Gehäuse.
    Auch ist die Anzahl der FPS , GPS, Full HD bei 30p, WiFi und die (etwas bessere) Akkulaufzeit ein Gleichstellungsmerkmal.
    Dann noch die Riesenauswahl an hervorragenden Objektiven.
    Die Optiken von Pentax müssen ihre optischen Qualitäten bei 36 Mpix erst noch unter Beweis stellen.

    Ich denke diese Kamera ist nur für Umsteiger von APSC oder hochwertigen Kompakten interessant.
    Besitzer einer Nikon, Canon oder Sony Vollformat Kamera und deren entsprechenden Objektiven haben genug Alternativen in Ihrem „System“.

    • Da hast du absolut Recht Stefan, eigentlich wäre die Canon EOS 6D ein direkter Konkurrent für die K-1. Aber sie einfach schon ziemlich alt und inzwischen deutlich günstiger, deshalb habe ich sie in diesem Artikel mal nicht als echte Alternative aufgelistet. Habe mich da in erster Linie am Preis orientiert. Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Wenn die Canon EOS 6D Mark II kommt, wird sie vielleicht die größte Konkurrenz für die K-1 sein, da sich sich dann höchstwahrscheinlich in einem sehr ähnlichen Preisbereich bewegen wird.

  • Die K-1 wird auf jeden Fall meine nächste Kamera (z.Zt. 2x K-5)
    Hohe ISO, hohe Auflöseng Moire-Filter schaltbar, Sensor beweglich- viele Funktionen u.a. Tilt-Shift, Wifi, GPS, voll fernsteuerbar vom Tablet aus, – eigentlich gibt es nichts, was sie nicht kann. Wenn dann noch die Bildqualität stimmt, siehe DXOmark.com, wie schlecht Canon abschneidet …
    Dann weiß ich, was 2016 unterm Weihnachtsbaum liegt – die Objektive habe ich ja schon passend 😉

    • Wenn du schon passende Objektive hast, dann spricht tatsächlich so einiges für die K-1 😉 Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die K-1 in Sachen Bildqualität überzeugen wird.

  • Zusätzlich zu den zwölf im Text genannten KB-Objektiven werden derzeit sieben weitere Objektive von Pentax verkauft, welche den Bildkreis des 35mm-Bildsensors vollständig ausleuchten:
    DA 35mm 2.4
    FA 35mm 2.0
    FA 50mm 1.4
    DA 50mm 1.8
    DA* 55mm 1.4
    DA* 200mm 2.8
    DA* 300mm 4.0
    HD DA 560mm 5.6

    Dazu kommen etliche Objektive von Sigma, Tamron & Tokina sowie das „Altglas“ von Pentax.
    Als Beispiel das F(A)* 250-600mm 5.6 oder F(A)* 600mm 4.0.
    http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1669570

    • Vielen Dank für diese Ergänzung Chris! Aber wie ist es mit den DA Objektiven… sind die wirklich komplett vollformattauglich und kommen ohne Vignettierungen in den Ecken daher? Weißt du das zufällig? Bin leider mit den Pentax Objektiven nicht ganz so vertraut.

      • Das 560er hat ganz leichte Vignettierung(liegt am tubus – nicht an der Optik die eigentich eine echte Vollformat-Optik ist), die die Kamera aber von Haus aus rausrechnet.
        Für solche Objektive sind Profile in der Kamera abgespeichert. Im Prototypen zumindestens eben für das 560er.
        Das 200er und das 300er sind auch echte Vollformatoptiken und haben(laut diversen Berichten) keine Vignettierungen.
        Das 55er(welches übrigens auch AW/WR ist) geht auch schon weitoffen.
        35er DA L(auf keinen Fall das „DA Limited“) sowie das 40er XS(da geht angeblich auch die ltd. version) braucht man nur einen vollen Stop abblenden. Genauso verhält es sich laut Tests auf Filmbodies auch mit dem DA 70 ltd.

        Ich würde aber noch nicht anfangen zu looten, sondern erst mal abwarten ob nicht vielleicht doch noch Vollformat-Versionen der Plastic-Sisters(35mm und 50mm) rauskommen.

  • Ich finde,dass Pentax den Anschluss zum Vollformat verpasst hat.
    Viele arbeiten mit Nikon und Canon seit Jahren besonders im
    Vollformatsbereich.Ich selbst fotografiere mit verschiedenen Kameras von
    Nikon und bin vollzufrieden damit.Deshalb warum soll man jetzt zum Pentax wechseln ?
    Was man demnächst immer neben dem Vollformat wünscht ist
    Spiegellose Kamera.Durch immer schnellere AF ,tolle Sucher,geringe Gewicht
    hat die spiegellose Kamera gute Zukunft.

    • Ganz einfach, wegen der Handhabung. Mich beschäftigt zwar der Drift der K-1 in Richtung „Canon-Nikon Prämisse“ dass professionelle Kameras unbedingt 1000e von Knöpfchen und Rädchen haben müssten. Aber es ist noch nicht soo schlimm.(Gar arg fällt das Schalter-Knopf-Gewirr bei Olympus aus) Bis jetzt war IMHO eine Pentax in der Verarbeitung und Handhabung den anderen zwar nicht haushoch überlegen aber immerhin schon 2 Köpfe grösser.
      1. Sie ist TATSÄCHLICH wetterfest. Bei den anderen ist das mit weathersealing eher so eine halbseidene Sache.
      2. Die Kameras sind sehr handlich und meist so klein wie möglich.(K-S2 ist umerklich „tiefer“ als die kleinste Canon, dafür aber auch noch wetterfest)
      3. Die Profi-Kameras von Pentax sind meist ein wenig schwerer als der Mitbewerber bzw. fühlt man durch die Verarbeitung mehr Masse und hält sie daher von Haus aus ruhiger.
      4. Foto-Industrie lebt quasi wortwörtlich vom Betrug. Aber bei Pentax ist das Preis-Leistungsverhältnis viel besser. Wer gerne taktiert, dem wird klar sein, dass er mit einem Umstieg auf Pentax dahingehend eventuell was bewegen kann.
      5. Nochmal: Die HANDHABUNG. Ich hab schon viele Kameras in der Hand gehabt. Aber bei sinnlosen/sinnfreien Interfaces(ein Beispiel wäre jetzt die AW 1) und seltsamen Menüführungen sind Canon, Nikon und andere Weltmarktführer.
      Pentax und Ricoh halten es hier eher einfacher und daher auch schneller.
      Während der Sony Nutzer noch auf seinem Display herumtatscht und der Canon Benutzer noch immer im Menü in Richtung Blitzeinstellungen herumrudert, da hab ich meine Pentax schon zwei mal eingestellt, richte gerade das Stativ am Griff aus und hab die Hand am Auslöser.
      6. Features die man bei anderen Herstellern nur mit Firmware-Hack bekommt.(Ihr könnt gerne eine Pentax Anleitung lesen) Bei uns gibt es Dinge wie Catch-In Focus von Haus aus.
      Wenn ich mit meiner K-3 inkl. manuellem Objektiv bei Mittenfokus mit halbgedrücktem Auslöser am Fokusring drehe bekomme ich optische und akkustische Bestätigung wenn ich den Punkt den ich anvisiert habe im Fokus habe.
      7. Die schier unendlich Auswahl an manuellen Objektiven die alle ein wenig anders zeichnen.
      Nur um Missverständnissen vorzubeugen:
      Es funktionieren alle PENTAX Objektive die jemals am Markt waren…in Kombination mit einem Bajonettring funktionieren auch alle M42 Objektive. Pentax hat IMHO nie das Auflagemaß geändert. Von daher hat man auch mit M42-Objektiven seine Freude, man kann sie alle auf „Nahaufnahmegrenze“ und „Unendlich“ fokussieren. (leider nicht im A modus, Adapter für einen Schlag auf den Blendenauslösestift gibt es bis dato keinen.)
      K-Mount war mal sehr verbreitet. Wer mit manuellen Objektiven was anfangen kann, der wird seine wahre Freude mit der K-1 haben, denn die Auswahl an Objektiven ist alles andere als gering. Geht eher gegen Unendlich. Es sind schon einige Rohre von Tamron, Tokina(auch AF) und Sigma auch erhältlich. Vor allem Sigma hat geschätzte 70% seines Angebots auch immer mit K-Mount auf den Markt gebracht. Von „Art“ Objektiven bis Superteles gibts da alles. Wer jetzt nicht „gut ausschauen“ muss, der kann auf ein sehr reichhaltiges Objektivangebot zurückgreifen.
      Autofocus gab es ab der Pentax F serie wenn man von einem nicht AF-antriebskompatiblen Objektiv(KF) absieht aus der Zeit in der Canon und Nikon Benutzer von AF nur träumen konnten.)
      Es reihen sich
      non-smc K-mount Objektive(1975)
      SMC Takumar K-Mount, KF(war AF – zeitgleich mit M und ist ausgestorben),M, A, F, FA,

      In der A Reihe gab es eine Premium-Reihe „A*“; Diese Objektive werden noch teilweise zu über Tausend Euro gehandelt.

      Es empfiehlt sich der Wikipedia Artikel:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Pentax_K-mount

      Gibt auch ne Menge Blitze(nur Nissin spart sich aus) und mittlerweile auch direkte wireless P-TTL Übertragung.
      Siocore bietet auch eigene Wireless(Funk) P-TTL Blitze an die ohne Transceiver auskommen.
      Ein Transceiver der P-TTL beherrscht: Acon R930 – auf Anfrage ist angeblich auch eine Version mit HSS-Trickery in der Firmware für ältere Studioblitze erhältlich.
      Priolite bietet ein eigenes System für seine Studioblitze an mit denen definitiv auch Verschlusszeiten bis 1/8000s möglich sind.
      Das einzige was man bei Pentax vermisst sind hauseigene Tilt-Shift Optiken.
      Es sind aber T/S-Adapter für Mittelformat-Objektive(meist besser) und Fremdhersteller T/S-Objektive erhältlich.
      Weiters lassen sich viele andere Optiken adaptieren. Unter anderem gibt es auch Möglichkeiten alte Nikon, Olympus OM, Contax/Yashica und Konica-Optiken zu adaptieren. (auch mit Focus auf unendlich)

      Gründe genug.
      Einzig die Videomodi lassen zu wünschen übrig.

      • Sieht jemand beim Pressefotograf ein Pentaxkamera dazwischen ?
        Pentax ist sicher eine gute Kamera aber bleibt für immer die zweite Wahl.

      • Und dann gab ’s da noch einen Helmut Newton … zu dessen photographischen Werkzeug eine LX gehörte.
        Zu besichtigen im Museum hinter dem Bahnhof Zoo. Fand ich toll das so ein „Riese“ auch so ’ne Kamera benutzt hatte. :-)

  • >>michael, 2. März 2016 um 22:31
    Sieht jemand beim Pressefotograf ein Pentaxkamera dazwischen ?
    Pentax ist sicher eine gute Kamera aber bleibt für immer die zweite Wahl.<<

    Für wen die 2.Wahl? Es gibt nicht DIE Kamera.
    Pressefotografen nehmen Canon wg. des schnellsten Autofokus.
    Nikon wird wg. der überragenden Bildqualität gewählt.
    Pentax wird seine Käufergruppe auch finden. Mehr Qualität, mehr Funktionalität und kleiner Preis, Pentax wird sich sein Marktsegment zurückerobern.
    Man beachte die Pentax 645z.

  • Die Pentax K1 ist eine gute Kamera derzeit. Leider läuft Pentax immer hinterher statt neue Innovation zu bringen.Der Preis ist schon ein Schnäppchen für Nikon und Canon Fotografen. Aber was macht man mit solcher Gehäuse wenn die gute Objektive fehlen und auch sehr teuer.

  • Das komische schiebbare Display sollte Pentax lieber ersparen. Stattdessen lieber 4K Video und Bildfrequenz mehr als 7/Sek sonst interessiert sich heutzutage doch keine. Im Profisegment herrschen derzeit und in Zukunft wie immer Nikon und Canon.
    Pentax soll lieber spiegellose Kamera bauen dann hat er noch die Chance auf dem Markt zu bleiben.

  • Als ich meinen Beruf des Fotografen erlernt habe durfte ich mit allen Formaten 20x25cm bis KB arbeiten. Das waren beruflich immer deutsche oder Schwedische Markengeräte, privat hat es gerade mal eben für eine Pentax Spotmatic (KB) und eine Yashica Mat 124 (6×6) gereicht. Beide Geräte funktionieren heute noch, nur mit den Batterien für den Belichtungsmesser hapert es.

    Heute könnte ich mir nicht vorstellen einen Auftrag „analog“ machen zu müssen. Am Anfang meiner „Digitalisierung“ waren die Kisten irre teuer und hatten eine „Halbwertzeit“ von sechs Monaten. Man hatte Schwierigkeiten beim Finanzamt mit der vorzeitigen Abschreibung.

    Mittlerweile sind hochwertige KB Systeme für kleines Geld zu haben. Die Pentax K-1 gehört dazu. Selbst im Mittelformat haben sich die Preise (dank Pentax 645) stabilisiert.

    So findet wohl jeder sein zur Arbeit passendes Werkzeug, egal was es für eine Marke ist. Für mich hat Pentax heute noch seinen Ruf gute und preiswerte Kameras zu liefern nicht verloren. Die K-1 beweist es.

  • Die K-1 wird meine nächste Kamera. Den Schritt zum Vollformat wollte ich schon länger machen, wollte aber die Entwicklung bei Pentax Ricoh abwarten bevor ich einen Systemwechsel durchführe.
    Die K-1 könnte aus meiner Feder entstanden sein. Nicht weil ich denke sie sei die beste Kamera überhaupt, sondern weil sie die beste Kamera für mich ist. Ich bin recht groß und habe Probleme mit leichten, sehr kleinen Kameras. (z.B. at mich die Sony A6000 durch ihr winziges Äußeres feinmechanisch überfordert) Ich bin zum Fotografieren oftmals weit draußen und forderne meinem Equipment einiges ab. Da ist es sehr beruhigend sicher sein zu können, dass meinem Equipment der Schneesturm, Starkregen, Wüstenwind oder die gelegentliche Kollision mit dem Fels weniger ausmacht als mir.
    Wichtiger noch ist für mich die intuitive Handhabung und das wertige Gefühl in der Hand. Ich könnte Nägel mit der Kamera einschlagen. Da verzichte ich gerne auf eine ultraleichte Bauweise.
    Spannend werden die neuen Festbrennweiten. Werden die drei amigos (31, 43, 77 mm) neu aufgelegt oder geht Pentax den Standardweg. Ich hoffe auf eine wertige Versiegelung, bei den Festbrennweiten verzichtete Pentax aus mir unbekannten Gründen in der Vergangenheit oftmals darauf.
    Ich habe einige Vollformat taugliche Objektive und freue mich sehr auf die K-1.
    Sie ist bestimmt keine Kamera für jeden, aber sicher eine für mich.

    • Das angekündigte mittlere Teleobjektiv wird sehr wahrscheinlich etwas neues werden. Für ein mittleres Tele sind 135mm üblich.
      Alle (D)FA Objektive der letzten Jahre waren WR oder AW, abgedichtet wird es bestimmt auch sein.