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Sony A6300 Test: „So gut wie eine DSLR!“

Sony A6300 Test

Wie schlägt sich die Sony A6300 im Test? Das haben die Kollegen von TheCameraStoreTV in einem exzellenten Test-Video herausgefunden.

Sony A6300 im Test

Die Sony A6300 gehörte bisher zu den interessantesten Kamera-Neuheiten des Jahres. Doch die Meinungen über die neue Sony DSLM sind geteilt – schließlich ist die Kamera deutlich teurer als ihre Vorgängerin. Auch wir haben die A6300 bereits in einem ausführlichen Kommentar unter die Lupe genommen, doch natürlich ist eine solche Beurteilung aus der Ferne nicht mit einem echten Test gleichzusetzen. Deshalb haben wir nach einem ausführlichen und empfehlenswerten Test-Video gesucht und uns (mal wieder) für den Test von TheCameraStoreTV entschieden.

Fantastischer Autofokus

Beginnen wir mit der vielleicht wichtigsten Aussage des Videos: Die A6300 ist so gut wie eine DSLR. Nicht unbedingt besser, aber eben in vielen Hinsichten genauso gut wie eine DSLR. Chris spielt bei dieser Aussage in erster Linie auf den „fantastischen Autofokus“ und den tollen Sucher an, bei dem es keinerlei erkennbare Lags mehr geben soll. Der Autofokus überzeugt auch und vor allem im Sport-Bereich, wo man es mit vielen schnellen und hektischen Bewegungen zu tun hat. Auch profitiert die A6300 hier natürlich von der verbesserten Serienbildgeschwindigkeit.

Kleine Schwächen des Autofokus werden beispielsweise im Video-Bereich deutlich, wo Canon nach Aussage von Video-Experte Jordan nach wie vor die Nase vorne hat. Auch werden fehlenden Möglichkeiten zur individuellen Belegungen von einzelnen Tasten oder überhaupt das gesamte Handling ein wenig von den beiden kritisiert. Generell liegt das Gehäuse aber wohl gut in der Hand und hinterlässt einen sehr stabilen und robusten Eindruck.

Adapter und „Overheating“

Chris hat die Sony A6300 im Test auch mit einem Metabones Adapter und Canon Objektiven ausprobiert und seiner Meinung nach ist diese Kombination zum Beispiel bei Porträts problemlos möglich. Lediglich im Sport-Bereich muss man natürlich beim Autofokus größere Abstriche in Kauf nehmen.

Auch das Thema Hitzeentwicklung wurde kurz behandelt – und auch wenn sich im Netz einige Berichte von Overheating in Kombination mit 4K-Videos häufen, so konnten zumindest im Test-Video keinerlei Probleme festgestellt werden.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man die folgenden Punkte festhalten:

Vorteile der A6300:

  • Erstklassiger Autofokus (nicht perfekt, aber gerade für eine DSLM erstklassig)
  • Toller elektronischer Sucher
  • Leicht verbesserte Bildqualität (zum Beispiel im Low-Light-Bereich)
  • Robustes und kompaktes Gehäuse
  • Erstklassige Video-Funktionen

Nachteile der A6300:

  • Bedienung nicht immer optimal
  • Autofokus bei Videos nicht immer ganz zuverlässig
  • Schwache Bildqualität bei 120p Videos
  • Kein integrierter Bildstabilisator (den man zum Beispiel bei der Sportfotografie aber auch nicht wirklich braucht)

Insgesamt also ein sehr positiver Test zur Sony A6300! Es lohnt sich auch in jedem Fall einen Blick in das Video zu werfen:

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

2 Kommentare

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  • Natürlich hat sich etwas in den letzten Jahren getan und seitens Fuji wurde ich auch überzeugt, dass sich sogar noch ein Hauch (aber auch nicht mehr, wie leider so oft behauptet wird!) aus der Firmware herausholen lässt. Aber dass der AF so schnell ist wie bei einer DSLR kann ich weder bei der A6300, noch einer anderen Kamera bestätigen, die ich bisher – wenn auch nur kurz – zwischen den Fingern hatte. Jedenfalls nicht, wenn ich FAIR (z. B. durch gleich schnelle Objektive!) mit einer einigermaßen aktuellen Spiegelreflex vergleiche.

    Das sollte auch keiner schönreden, denn genau solche Erwartungen sorgen später für die größte Enttäuschung. Was ich aber unterschreiben kann, dass wenn die DSLM trifft, dann trifft sie auch. 😉 Fehlfokusierungen wie damals auch an der 5DIII hab ich kaum noch. Und schlecht kalibrierte Linsen sind dank Kontrast-AF eh kein Thema mehr.

    • Ich denke es kommt darauf an von welchen Autofokus-Modi man spricht. Bei AF-S fokussiert meine OM-D E-M1 praktisch verzögerungsfrei. Bei AF-C kann sie hingegen nicht mithalten.

      Die Genauigkeit des Kontrast-Fokus ist echt der Hammer. Das ist auch der Grund warum ich mir zusätzlich zu meiner Nikon D5500 noch eine E-M1 gekauft habe.