Canon Kameras

Meine Meinung zur Canon EOS 5D Mark IV

Ist die Canon EOS 5D Mark IV eine herausragende neue Kamera? Oder doch eher eine große Enttäuschung? Meine Meinung zu Canons neustem Flaggschiff.

Die Beurteilung der Canon EOS 5D Mark IV ist eine sehr subjektive und individuelle Geschichte. Das liegt schlicht und einfach daran, dass es sehr unterschiedliche Typen von Fotografen gibt. Und jeder dieser Typen stellt ganz unterschiedliche Ansprüche an eine Kamera – mal ganz davon abgesehen, dass manche mit der Fotografie ihr Geld verdienen und es für andere nur ein Hobby ist. Da verwundert es im Grunde nicht weiter, dass es sehr unterschiedliche Meinungen zu Kameras im Allgemeinen und insbesondere zu Flaggschiffen wie der Canon EOS 5D Mark IV gibt.

5 Stereotypen in der Welt der Fotografie

Gehen wir doch spaßeshalber mal ein paar dieser unterschiedlichen Typen durch und prüfen (auf eine nicht ganz seriöse Art und Weise) wie diese Typen wohl die 5D Mark IV beurteilen würden:

Der Analoge

Der Analoge vertritt die Ansicht, dass es keine sonderlich gute Kamera braucht, um ein gutes Foto zu schießen. Neue Kameras sind zu teuer und haben viel zu viel Schnickschnack zu bieten, den man eigentlich gar nich benötigt.

Meinung zur 5D Mark IV: „Wer braucht sowas?“

Der Technikbegeisterte

Der Technikbegeisterte ist stets auf der Suche nach Innovationen. Er liebt neue Technik, neue Möglichkeiten und erwartet, dass neue High-End-Kameras etwas Aufregendes zu bieten haben und sich von der Konkurrenz abheben – und zwar deutlich!

Meinung zur 5D Mark IV: „Nicht genug Innovationen, nicht fortschrittlich genug – die ist nichts für mich.“

Der Nörgler

Der Nörgler hat immer irgendetwas auszusetzen. Kameras sind entweder zu teuer, bringen zu viele unnötige Funktionen mit oder sind nicht innovativ genug. Oder sie sehen einfach nur doof aus.

Meinung zur 5D Mark IV: „Viel zu teuer, außerdem zu wenige Innovationen.“

Der Profi

Der Profi analysiert nüchtern, welche Spezifikationen und Merkmale einer Kamera für ihn persönlich wichtig sind. Wenn die Kamera in den für ihn wichtigen Punkten sehr gut abschneidet, wird sie gekauft.

Meinung zur 5D Mark IV: „Nicht perfekt, aber sieht nach einem sehr guten Allrounder aus. Könnte etwas für mich sein.“

Der Canon Fan

Der Canon Fan hat tausende Bilder mit seiner alten Mark III geschossen und war immer absolut zufrieden mit den Canon Produkten. Über ein paar Schwächen sieht er bei seinem Hersteller deshalb gerne hinweg.

Meinung zur 5D Mark IV: „Shut up and take my money!“

Die Bewertung einer Kamera ist meist subjektiv

Ja, ich übertreibe vielleicht ein wenig und bediene das ein oder andere Klischee. Doch was ich sagen will wird glaube ich deutlich: Jeder Fotograf stellt andere Ansprüche an eine Kamera. Und letztendlich hat jeder das Recht, seine eigene Meinung zu vertreten. Niemand hat hier Recht oder Unrecht, keiner dieser Stereotypen ist „gut“ oder „schlecht“, denn wie ich bereits erwähnt habe: Die Antwort auf die Frage, ob eine neue Kamera für die eigene Person interessant ist oder nicht, ist eine sehr subjektive Geschichte.

Wenn ich persönlich eine Kamera beurteile, versuche ich eigentlich immer so objektiv wie möglich zu sein und mich in jeden der beschriebenen Typen ein bisschen hineinzuversetzen. Das gelingt natürlich nicht zu 100 Prozent, aber ich gebe mir Mühe. Am wenigsten bin ich wahrscheinlich der „Analoge“, dafür steckt ein bisschen was vom „Technikbegeisterten“ in mir. Liegt ja auch irgendwie nahe – schließlich betreibe ich hier eine Seite, in der es um neue Kameras und aktuelle sowie zukünftige Technik geht.

Keine neuen Speicherkarten für die 5D Mark IV. Canon verzichtet auf CFast und UHS-II. | Quelle Bild: Canon
Keine neuen Speicherkarten für die 5D Mark IV. Canon verzichtet auf CFast und UHS-II. | Quelle Bild: Canon

Was mir an der 5D Mark IV nicht gefällt

Veraltete Speicherkarten

Ich beginne gleich mal damit, was mir an der Canon EOS 5D Mark IV nicht gefällt. Hier sollte ich vielleicht vorausschieben, was ich persönlich von einer neuen High-End-Kamera erwarte. Im Grunde ist meine Erwartung relativ simpel: Ich wünsche mir, dass eine neue Kamera auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Das wünsche ich mir vor allem vor dem Hintergrund, dass ich eine Kamera wie die 5D Mark IV auch einige Jahre lang nutzen wollen würde. Und wenn die Kamera zum Zeitpunkt der Präsentation in einigen Punkten schon deutlich veraltet ist, dann ärgert mich das.

Wer meinen Artikel „Die größte Enttäuschung der Canon EOS 5D Mark IV“ gelesen hat, der weiß sicher schon, worauf ich hier abziele: Canon setzt bei den Speicherkarten der 5D Mark IV nicht auf einen schnellen CFast-Slot und unterstützt auch keine UHS-II Speicherkarten. Hier ist die 5D Mark IV also nicht so schnell unterwegs, wie sie es sein könnte – und das schadet unter anderem der Serienbildgeschwindigkeit.

Schlecht umgesetzte 4K-Videos

Was mir ebenfalls nicht gefällt sind die 4K-Videos. Natürlich nicht die 4K-Videos an sich, sondern vielmehr die Art und Weise, wie Canon diese umgesetzt hat.

Nehmen wir zum Beispiel die Größe der 4K-Videos. Wer ein 4K-Video mit einer Länge von einer Stunde aufnehmen möchte, muss mit einer Datei-Größe von 226 GB rechnen. 226 GB! Nimmt man ein ebenso langes 4K-Video mit einer Kamera der Sony A7 Serie oder eine Panasonic GH4 auf, erhält man eine etwa 40 GB große Datei. Das ist schon ein enormer Unterschied. Und nein, die Qualität der Videos ist bei der 5D Mark IV nicht um ein vielfaches besser als bei den anderen Kameras. Die Dateien sind nur einfach größer. Wer viel mit Videos arbeitet muss sich also auf enorme Datenmengen einstellen. Auch hier wären schnellere Speicherkarten definitiv von Vorteil gewesen.

Des Weiteren finde ich es enttäuschend, dass bei 4K-Videos lediglich rund 25 Prozent des Sensors genutzt werden. Dadurch ergibt sich ein Crop-Faktor von 1.75, was wiederum bedeutet, dass mit der Canon EOS 5D Mark IV Weitwinkelaufnahmen fast unmöglich sind.

Sowohl in Sachen Speicherkarten als auch in Sachen 4K-Videos habe ich das Gefühl, dass die 5D Mark IV nicht auf dem aktuellen technischen Stand ist und dass Canon das ziemlich einfach hätte ändern können. Hier wurde meine Erwartung also nicht erfüllt.

Ich bin mir aber natürlich im Klaren darüber, dass viele Fotografen über beide Punkte in der Praxis ganz gut hinwegsehen können. Und wer wahnsinnig viel mit Videos arbeitet wird sich eh eine DSLM oder einen Camcorder zulegen, messen wir den Video-Funktionen der 5D Mark IV also mal nicht zu viel Bedeutung bei. Die Kritik ist in meinen Augen aber durchaus berechtigt, denn man muss immer im Hinterkopf behalten, dass Kameras wie die 5D Mark II oder auch die 5D Mark III in der Video-Szene Maßstäbe gesetzt haben! Das schafft Canon bei der 5D Mark IV leider nicht mehr.

Einordnung von Bildqualität und Autofokus

Insgesamt sind Dinge wie Bildqualität oder Autofokus für die meisten die wichtigsten Faktoren bei einer Kamera. So richtig final beurteilen kann man die Bildqualität der Canon EOS 5D Mark IV zwar noch nicht, doch mein erster Eindruck anhand der ersten Testergebnisse (siehe Artikel: „Canon EOS 5D Mark IV: Die Tests zum Dynamikumfang sind da“ und „Canon EOS 5D Mark IV: Wie gut ist die Bildqualität?„) sieht folgendermaßen aus:

  • Deutliche Verbesserungen im High-ISO-Bereich
  • Verbesserungen in Sachen Dynamikumfang
  • Im Vergleich zu anderen Kameras zu wenig Schärfe und Details

Ja, mit dem Sensor der EOS 5D Mark IV macht Canon einen großen Schritt nach vorne. So richtig beeindruckt kann man von der Bildqualität aber nicht sein, wenn man Vergleiche mit der Canon EOS 5DS R, der Nikon D810, Sony A7r II oder der Pentax K-1 anstellt. Die Pentax K-1 gefällt mir persönlich was die Bildqualität angeht im Übrigen immer besser. Vor allem eben für den Hintergrund, dass sie gerade mal 2.000 Euro kostet!

Ich würde in Sachen Bildqualität also zu folgendem Fazit kommen wollen: Die Canon EOS 5D Mark IV hat eine sehr gute Bildqualität zu bieten, die für 97 Prozent aller Fotografen absolut ausreichend ist. Wer auf der Suche nach der besten Bildqualität ist, findet aber bessere Produkte auf dem Markt. Hier hat es Canon verpasst, sich an die Spitze zu setzen. Man hat lediglich ein wenig Boden gut gemacht.

In Sachen Autofokus gibt es nicht viel zu sagen. Hier dürfte die Canon EOS 5D Mark IV herausragend abschneiden, man kann hier also mehr als zufrieden sein. Auch wenn der Autofokus auf dem Papier nicht übermäßig spektakulär aussieht. Aber hier kommt es definitiv darauf an, wie der Kamera in der Praxis abschneidet.

Kameras wie die Canon EOS 5D Mark II und die Mark III waren unter anderem bei Videographen sehr beliebt.
Kameras wie die Canon EOS 5D Mark II und die Mark III waren unter anderem bei Videographen sehr beliebt.

Preis: Gerechtfertigt oder zu teuer?

Ja, ich finde die Canon EOS 5D Mark IV ist zu teuer. Doch ich befürchte, dass wir in der gesamten Branche in den nächsten Monaten und Jahren einen Preisanstieg erleben werden. Das mag vielleicht nicht auf alle Hersteller zutreffen, doch Unternehmen wie Canon und Sony haben die Preise bereits deutlich angezogen. In ein oder zwei Jahren werden Preise wie die der Canon EOS 5D Mark IV also möglicherweise normal sein. Und dann wird man eventuell auch die 4.065 Euro, die Canon für die 5D Mark IV aufruft, nicht mehr als allzu überteuert empfinden.

Ich bin ein sehr sportbegeisterter Mensch und verfolge zum Beispiel die Geschehnisse in der NBA, der nordamerikanischen Basketball-Profiliga. Als ich über den Preis der 5D Mark IV nachgedacht habe, musste ich unter anderem daran denken, dass Tristan Thompson, ein Spieler der Cleveland Cavaliers, im letzten Jahr einen neuen Vertrag unterschieben hat, den die allermeisten als viel zu teuer bezeichnet haben. 82 Millionen sollte Thompson innerhalb von 5 Jahren verdienen. Das ist ein unglaublich hoher Preis für einen Spieler wie Thompson, der zwar gut, aber keineswegs herausragend ist.

Dieser Vertrag wurde im Sommer 2015 vergeben. Heute, ungefähr ein Jahr später, muss man feststellen, dass Cleveland eigentlich einen guten Deal gemacht hat. Denn inzwischen sind in der NBA aufgrund von steigenden Einnahmen solch hochdotierte Verträge für „gute“ Spieler keine Seltenheit mehr, ganz im Gegenteil.

Was ich damit sagen will: Heute ist die Canon EOS 5D Mark IV im direkten Vergleich mit anderen Kameras zu teuer. In zwei Jahren ist sie es möglicherweise nicht mehr.

Fazit

Kommen wir zum Fazit. Wenn ich mir jetzt die ganzen Infos und die ersten Testergebnisse zur Canon EOS 5D Mark IV anschaue, dann verspüre ich (wenn ich ehrlich bin) keine große Begeisterung. Die Kamera löst in mir nicht dieses „Haben-Will-Gefühl“ aus und ich empfinde auch keine große Aufregung, wie ich sie bei den Präsentationen anderer Neuheiten hin und wieder verspüre.

Mir fehlt hier irgendwie das eine oder andere Highlight. Ich hatte Hoffnungen, dass die Dual-Pixel-RAWs vielleicht dieses Highlight sein könnten. Den ersten Tests zufolge wird das wohl aber nicht der Fall sein (siehe Artikel: „Canon EOS 5D Mark IV: Dual-Pixel-RAWs wohl große Enttäuschung„). Canon hat mit den Kameras der 5D-Serie oft Maßstäbe gesetzt, mit der 5D Mark IV gelingt das jetzt nicht mehr. Das ist zumindest mein erster Eindruck. Man hält zwar mit der Konkurrenz mit und schließt auf, doch nehmen wir mal an, dass Canon den Nachfolger der Mark IV wieder erst in mehr als vier Jahren präsentieren wird – dann sind Sony und Co. bis dahin deutlich davongezogen.

Wer große Innovationen erwartet hat, wird von der Canon EOS 5D Mark IV also definitiv enttäuscht sein. Klar, die Erwartungshaltung war natürlich auch sehr hoch, doch daran ist Canon ja gewissermaßen selbst „Schuld“ – hätten sie mal in der Vergangenheit nicht so erstklassige und fortschrittliche Kameras präsentiert. 😉

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Die Canon EOS 5D Mark IV haut mich also nicht vom Hocker. Doch gleichzeitig bin ich mir ziemlich sicher, dass wir es hier mit einer sehr guten Kamera zu tun haben. Nicht sehr gut im Sinne von „sie wird Maßstäbe setzen“. Eher sehr gut im Sinne von „absolut solide und zuverlässig“. Canon liefert hier ein erstklassiges Gesamtpaket ohne große Schwächen, was die Kamera sicherlich für Profis oder Fotografen, die bereits zahlreiche Canon Objektive besitzen, sehr interessant macht!

Kommen wir nochmal kurz auf die eingangs beschriebenen Stereotypen zurück. Der „Technikbegeisterte“ sieht sich nach der Präsentation der 5D Mark IV vielleicht darin bestätigt, dass er zur Sony A7r II greifen sollte. Für den „Profi“, der in den letzten vier Jahren mit der 5D Mark III gearbeitet hat, kommt die A7r II allerdings nicht in Frage – kein Dual-SD-Slot und eine viel zu kurze Akkulaufzeit. Das sind für ihn wichtige Faktoren. Da reißt es auch die minimal bessere Bildqualität der A7r II nicht heraus, die in der Praxis oftmals gar nicht relevant wird. Fazit: Er greift zur 5D Mark IV, die vielleicht keine bahnbrechende Neuheit ist, aber die einfach komplett wirkt. Ein klassisches Arbeitstier, wie man es von Canon gewohnt ist.

Jeder muss also für sich selbst entscheiden, ob die Canon EOS 5D Mark IV zu den eigenen Anforderungen passt oder nicht.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

27 Kommentare

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  • Hallo Mark,

    du sprichst mir mit deinem Beitrag voll aus der Seele. Ich fotografiere nun schon seit der Markteinführung mit der 5D Mark III und habe als Reisefotograf seither so das ein oder andere Problem mit der Kamera – auch wenn ich grundsätzlich sehr zufrieden bin. Zum einen wären das die Grösse, das Gewicht und die Schärfe-/Detailprobleme der Kamera. Da hat sich nur minimal etwas verbessert, was schade ist. Zum anderen ist es aber auch der Dynamikumfang. Auf Reisen ist man oft mit extremen Lichtbedingungen konfrontiert. Da hat mich die Mark III schon oft im Stich gelassen und ich musste mir mit diversen Filtern umständlich aushelfen. Nun scheint Canon die Dynamik tatsächlich deutlich verbessert zu haben, was mich freut. Allerdings ist mir das bisher keine 4000Euro Wert, da es für mich das einzige wirklich Kaufargument darstellt. Ich bin ich einer von denen, der gern auf die A7IIR wechseln möchte. Sie hat zwar einige nicht unwichtige Nachteile, aber auch enorme Vorteile (EVF, Grösse, Gewicht, noch mehr Dynamik, Bildqualität etc.) für mich als Reisefotograf. Ich wollte aber auf die Mark IV warten und Canon eine Chance geben mich zum Bleiben zu überzeugen. Das hat Canon leider nicht geschafft und meine Absicht zu Sony zu wechseln wird immer realistischer. Schade, Canon.

    • Die Kölner Fotomesse abwarten und dann in Ruhe eine Entscheidung treffen.

      Die letzten zwei Jahrzehnte mit Canon waren für mich eine erfolgreiche Zeit. Für meine Arbeit ist die Serienbildgeschwindigkeit oder die Videofunktion nicht so wichtig. Für meine Filme verwende ich ein anderes System weil mir der Umbau von DSLR zur Videokamera zu umständlich ist und weil dann die Kamera für schnelle Fotos blockiert ist. Dazu muss ich noch die Teilerneuerung meiner Objektiv Palette rechnen, weil die neuen Sensoren bessere Gläser benötigen.

      Jetzt scheint endlich die Zeit für eine Spiegellose Mittelformat (Hasselblad, Fuji?) reif zu sein. Die haben genau das was ich benötige, leicht transportabel, Dynamikumfang satt und vor allem Detailtreue bis zum abwinken. Dazu kommt noch der geringe preisliche Abstand zur KB Canon Mark lV.

      Ich glaube das es vernünftiger ist in das nächst höhere System zu wechseln als ein kleineres System auszuquetschen.

    • Hallo Mark

      Zum Thema Schärfe: hattest du die 5D4 dann schon selber in der Hand oder berichtest du von den Tests die im Netz zu sehen sind?
      Mich würde das Thema «Schärfe» vor allem im Vergleich zum Vorgängermodell interessieren (ob man da wenigstens auf demselben Niveau bleiben konnte oder sich sogar was verschlechtert hat?!?!).
      Bitte um Feedback 🙂

    • @Andy, danke für deinen Kommentar! Ich denke es schadet nicht, noch ein paar weitere Tests der Mark IV abzuwarten, aber insgesamt würde es mich schon wundern, wenn Canon die A7r II in Sachen Bildqualität übertreffen würde. Ich denke also auch, dass für dich als Reisefotograf der Wechsel zu Sony Sinn machen könnte. Die Vorteile sprichst du ja selbst schon an. Falls du tatsächlich wechselst melde dich gerne nochmal mit einem kurzen Erfahrungsbericht! 🙂

      @Alfred, absolut, photokina abwarten, Kamera im besten Fall selbst mal ausprobieren, dann eine Entscheidung treffen. Auf ein paar Tage kommt es nach den 4 1/2 Jahren ja jetzt auch nicht mehr an 😉 Ich bin auch schon sehr gespannt, ob Fuji wirklich eine Mittelformatkamera vorstellen wird und wie genau diese dann aussehen wird. „Geringer preislicher Abstand zur Mark IV“ wird sicherlich Ansichtssache sein, würde schon damit rechnen, dass sie etwa doppelt so teuer wird. In jedem Fall aber eine spannende Sache, wie sich das Mittelformat in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

      @Patrick, sorry dass ich auf deinen letzten Kommentar nicht mehr geantwortet hatte! Hatte viel um die Ohren. Meine erste Einschätzung zur Bildqualität kennst du ja jetzt 🙂 Ich beziehe mich dabei aber ausschließlich auf die Tests, die aktuell im Netz zu sehen sind. Insbesondere den von DPReview. Das Thema Schärfe scheint für dich sehr wichtig zu sein, deshalb würde ich in jedem Fall noch weitere Tests abwarten. Wie ich es auch oben geschrieben im Artikel geschrieben habe – final beurteilen kann man die Bildqualität noch nicht. In Bezug auf die Details/Schärfe wird es aber sicher bessere Kameras geben. Schon alleine wegen des Tiefpassfilters der 5D Mark IV. Glaube für dich ist aber vor allem der Vergleich mit der Mark III wichtig und wie groß das Upgrade ausfällt. Deshalb einfach noch ein bisschen abwarten!

      LG, Mark

  • Da hab ich es ja einfach, die Canon 5D Mark IV passt zu meinen Anforderungen. Ich brauche einfach ein Arbeitstier, worauf ich mich 8 Std am Tag verlassen kann.

    Ich arbeite digital mit Canon seit dem die Canon 10D erschienen ist,
    und es hat mich in den 15 Jahren noch keine Kamera von Canon im Stich gelassen. Immer wurden sie ein Stückchen besser.

    Was nützt mit eine tolle Sony, mit schlechten Akkulaufzeiten und nicht vernünftigen Systemblitzen,.. da habe ich nichts von. Zur Speichertechnik bin ich sogar froh. Mit schnellen Karten hätte es auch nicht mehr Serienbilder gegeben, da diese ja erstmal vom internen Prozessor verarbeitet werden müssen. So sind die Karten günstiger und ich kann meine vorhandenen Karten weiterbenutzen.

    Wenn Canon Videos nicht komprimiert, werde sie wissen warum. Vielleicht weil es dann einfach Wärmeprobleme geben kann. Einen Kameraausfall oder eine Aufnahmepause kann Canon sich da nicht leisten.

    Aber wie hier im Artikel schon richtig beschrieben, hat jeder andere Anfordrungen, und dass ist ja auch gut so.
    So verteilt sich der Markt ein wenig und jeder bekommt ein Stück vom Kuchen ab.

    • Hallo Peter! Den Eindruck hatte ich in den letzten Tagen auch schon, dass die 5D Mark IV für dich die richtige Wahl sein wird 🙂 Und wie du richtig sagst – jeder hat ein bisschen andere Anforderungen, Bei dem ein oder anderen Punkt gehen unsere Meinungen glaube ich etwas auseinander, aber das ist ja vollkommen legitim 🙂 Würde mich in jedem Fall sehr über deinen persönlichen Erfahrungsbericht freuen, sobald du deine Mark IV erhalten hast.

      LG, Mark

  • Diese Crop-Geschichte geistert nun seit der ersten Betrachtung von philip-bloom im Netz herum. Was bei Video (auf nem Fotosensor) zählt, ist die Betrachtung des horizontalen Beschnitts. Die Diagonale (oder ein Flächenverhältnis) macht absolut keinen Sinn – damit wären auch 5DIII und a7RII nur Crop 1,05. Tatsächlich ist der Crop des 4K-Outputs „nur“ ~1.64 und entspricht also etwa Super35 oder APSC. So groß wie die Sensorfläche einer FS55 oder C300. Was wohl bei der Betrachtung auch immer übersehen wird: Es ist DCI 4K mit einem Verhältnis von 17:9 – Ihr müsst nicht mehr die Filmbalken oben und unten rübermaskieren 😉

    [codec] Der mjpg-Codec ist vielleicht nicht die Optimalwahl, aber weit entfernt von sinnlos. Er bietet 4:2:2 Output, beansprucht – abseits der Dateigröße – den Prozessor weit weniger, ist also auch auf schwächeren Prozessoren sehr gut nutzbar.

    Da ist nichts außergewöhnlich schlecht – es wird nur von einer techspec-KB-verliebten Videogemeinde nicht verstanden. Vor Allem hat Canon nie Highclass-Video im DSLR-Bereich versprochen – es ist eine rein community-basierende Wunschprojektion. High-Hopes.

    • Hm, ich bin Foto- und Videojournalist und könnte mein geliebtes 24-70 2.8 L II dank des Crop-Faktors nicht mehr für Weitwinkel nutzen … aber vielleicht bin ich einfach zu technikverliebt.

      Ich fand es erstaunlich, in den letzten Wochen seltsame Verteidigungs-Artikel auf Tech-Seiten zu lesen, mit absurden Nebelkerzen-Argumenten. Alles, um den Elefanten im Wohnzimmer zu verschleiern, der da trompetet: „Die Canon-Entwickler haben es nicht hinbekommen, 4K ohne Crop zu realisieren. Jede Menge Videoprofis, die mit 5Ds arbeiten, werden sich in den Arsch beißen, wenn sie (rund 2018) wg. Kundenwunsch auf 4K umstellen müssen.“ Frage mich, wie viel sich Canon die Astroturfing-Agenturen kosten lässt …

  • Hey Mark,
    alles was du schreibst und sämtliche Schlüsse die du ziehst beruhen auf Bilder die andere gemacht, bearbeitet und online gestellt haben, richtig? Oder konntest du schon ein einziges Bild mit der Mark4 machen können und hast dieses Bearbeitet, getestet etc.?

    Des weiteren lese ich immer das Wort Innovation im Kontext mit Canon – wo ist dieser denn bei Nikon…sagen wir mal von einer D4 auf eine D5??? Da spricht keiner drüber, auch nicht darüber das bei dem 6.500€ Flaggschiff von Nikon der DR sich im Bereich der früheren Canons bewegt – ist Nikon – ist egal.

    Was ist mit Sony – wo ist da die Innovation von der A7r auf die A7r II, ich spreche nicht von Verbesserungen, also einem neuen Sensor, besserem Eye-AF etc, denn Verbesserungen bietet die MK4 zur MK3 in absolut jedem Bereich. Ich spreche von Innovation.

    • Hallo René! Korrekt, ich beziehe mich auf die bisherigen Tests, die im Netz zu finden sind. In der Hand hatte ich die 5D Mark IV noch nicht. Eine endgültige Beurteilung der Bildqualität ist also noch nicht möglich. Das habe ich im Artikel glaube ich auch deutlich gemacht:

      „So richtig final beurteilen kann man die Bildqualität der Canon EOS 5D Mark IV zwar noch nicht, doch mein erster Eindruck anhand der ersten Testergebnisse (siehe Artikel: „Canon EOS 5D Mark IV: Die Tests zum Dynamikumfang sind da“ und „Canon EOS 5D Mark IV: Wie gut ist die Bildqualität?„) sieht folgendermaßen aus: […]“

      Du schreibst weiter unten in deinem anderen Kommentar:

      „Ganz genau Marc, wie ich oben ebenfalls erwähnt habe – es ist tatsächlich so das man sich ein Urteil über die Schärfe erlaubt ohne jemals ein Bild mit der Cam gemacht zu haben…das ist alles, nur keine fundierte Aussage – und wenn es um Meinung geht, dann darf man solche Fakten wie Schärfe nicht ansprechen, denn das hat nichts mit Meinung oder subjektiven Empfinden zu tun, das sind Zeilen/mm etc. das sind Fakten und über diese kann man erst schreiben wenn man selbst Fotos damit gemacht hat und die Auflösung gemessen hat!“

      Du hast teilweise Recht, man sollte eine Kamera immer selbst ausprobieren, bevor man sich ein finales Urteil bildet. Ich muss dir hier dennoch widersprechen. Ich muss die 5D Mark IV nicht selbst in der Hand gehabt haben, um ganz allgemein festzustellen, dass es Verbesserungen im High-ISO-Bereich und in Sachen Dynamikumfang gibt. Hier reichen die Testergebnisse von DPReview & Co. vollkommen aus. Und ich würde mal behaupten diese Testergebnisse liefern teilweise sogar die verlässlicheren „Infos“, vor allem für mich als jemanden, der kein Profi-Fotograf ist. Denn mir steht keine optimierte Testumgebung zur Verfügung, kein „Labor“, außerdem hab ich hier mal nicht eben 10 andere Profi-DSLRs rumliegen, um die Bildqualität der verschiedenen Kameras in einer identischen Umgebung zu testen und miteinander zu vergleichen.

      Für eine GROBE Einordnung, wie ich sie im Artikel vorgenommen habe, reichen die professionellen (!) Testergebnisse von anderen also meiner Meinung nach vollkommen aus. Bei einem direkten Vergleich zwischen 5D Mark IV und Kamera X wäre das vielleicht nochmal etwas anderes. Doch darum ging es hier nie. Es ging um einen ersten Eindruck.

      Und dass die 5D Mark IV in Sachen Details/Schärfe nicht die neue Nummer 1 auf dem Markt sein wird, das ist nicht meine Meinung, das ist Fakt. Dazu muss ich theoretisch noch nichtmal Testergebnisse sehen (doch spätestens die bestätigen das). Die 5D Mark IV hat 30 Megapixel und einen Tiefpassfilter. Die 5DS R hat 50 Megapixel und keinen Tiefpassfilter. Mehr Infos braucht man da eigentlich nicht. Achtung: Ich spreche hier von den Details, nicht von der Bildqualität insgesamt!

      Ich bin also ziemlich sicher, dass ich mit meinem Fazit zur Bildqualität richtig liege. Sehr gute Bildqualität, deutliche Verbesserungen, aber nicht die neue Nummer 1 auf dem Markt. Das war alles was ich gesagt habe. Ja, ein ganz kleines bisschen lehne ich mich da vielleicht aus dem Fenster. Denn theoretisch wäre es möglich, dass DPReview irgendwie total schlampig beim Test gearbeitet hat und die Testergebnisse gewissermaßen manipuliert sind. Aber mal ehrlich: Glaubst du das?

      Ich lasse mich generell aber immer gerne eines Besseren belehren! Und wenn du mir professionelle Vergleichsbilder vorlegst und zeigst, dass die 5D Mark IV die beste Bildqualität auf dem Markt zu bieten hat, dann schreibe ich auch gerne einen ausführlichen Artikel darüber 😉

      Abschließend noch kurz zu diesem Absatz:

      „Des weiteren lese ich immer das Wort Innovation im Kontext mit Canon – wo ist dieser denn bei Nikon…sagen wir mal von einer D4 auf eine D5??? Da spricht keiner drüber, auch nicht darüber das bei dem 6.500€ Flaggschiff von Nikon der DR sich im Bereich der früheren Canons bewegt – ist Nikon – ist egal.“

      In diesem Artikel ging es um Canon, nicht um Nikon. Nikon habe ich auch schon oft genug kritisiert, teilweise heftiger als Canon. Zum Beispiel in diesem Artikel: http://www.photografix-magazin.de/blog/2014/06/02/der-fall-nikons/

      Und die Mark III / Mark IV in Sachen Innovation mit der A7r / A7r II zu vergleichen… ich weiß nicht, ich finde der Vergleich hinkt etwas. Denn die A7 Serie ist insgesamt einfach schon wesentlich innovativer als die 5D Serie. Außerdem lag eine viel kürzere Zeit zwischen der Präsentation der A7r und der A7r II als das bei der 5D Mark IV und der Mark III jetzt der Fall war.

      LG, Mark

      • Hi Mark,
        vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

        Klar muss man sich an irgendwas orientieren um eine Cam, auch ohne das man sie schon selbst testen konnte, zu „beurteilen“.

        Das Problem bei dpreview ist aber das alle Bilder in der Ansicht gleich groß und somit skaliert sind.
        Die Jungs von dpreview werden die Bilder mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit nicht vergrößern, hat zur Folge das die Bilder aus der A7rII, D810 und K1, auf die 30Mp der MK4 verkleinert worden sind – und genau da ist der Casus_knacksus.

        Das beste Mittel gegen Rauschen ist ein Bild zu verkleinern, wenn wir also ein Bild aus der 5D Mark4 bei echten 100% und ein A7RII Bild ca. 76% Größe sehen, ist kein echter visueller Vergleich mehr möglich – das gilt für die Beurteilung des Rauschens genauso wie für die Beurteilung der Schärfe.

        LG, René

      • Hallo René!

        Okay, verstehe was du meinst! Allerdings kann man bei DPReview einstellen, ob alle Bilder in der Ansicht gleich groß sein sollen oder ob die Originalgröße angezeigt werden soll. Und wenn man ganz rechts oben die Originalgröße auswählt, dann sieht man hier zum Beispiel sehr deutlich, dass die Ausschnitte eben nicht gleich groß sind:

        http://www.photografix-magazin.de/wp-content/uploads/Screenshot-DPReview.jpg

        Wir können aber auf jeden Fall festhalten, dass sich die Bildqualität ein wenig „ändert“, je nachdem ob man „Full“ oder „Comp“ auswählt. Da hast du Recht. Und bei Originalgröße schneidet die A7r II zum Beispiel teilweise schlechter ab als bei der Vergleichsgröße. Doch egal welche Einstellungen ich da letztendlich wähle, ich sehe in den meisten Fällen die Nikon D810 oder die Pentax K-1 vorne. Ich denke also nach wie vor dass meine Aussage (5D Mark IV nicht die neue Nummer 1 in Sachen Bildqualität) korrekt ist 🙂

        LG, Mark

  • Mich hat die 5D4 ehrlich gesagt sehr enttäuscht. Nach so langer Zeit, die sie auf sich warten lassen hat, habe ich einfach viel mehr erwartet. Dabei hätte ich als ehemaliger 5D3-Besitzer nun gar keine großen Ansprüche gestellt. Es sind eben so Kleinigkeiten, die man hätte verbessern können, sei es z. B. ein aktueller Speicherkarten-Stand wie du ja auch bemängelst.

    Insgesamt rechtfertigt die 5D4 in meinen Augen ihren Preis nicht. Insbesondere nicht, da man von ausgehen kann, dass sich nach wie vor auch in Sachen Firmware-Updates nicht viel tun wird. Für meine 5D3 gab es damals lediglich mal ein paar Fixes. Mit Fuji die ein oder andere Funktion.

    Wäre ich bei Canon geblieben, wüsste ich nicht, ob ich umsteigen würde. Mit gegenüber der 5D3 sehe ich kaum relevante Vorteile.

    • Was konkret, außer den Speicherkarten, der die Bilder bestimmt besser macht, bei dem Preis 😉, hast du denn erwartet? Was genau hat sie nicht was du gern hättest, das technisch in einer SLR auch geht?
      Noch nie was ein Update so umfänglich wir von der MK3 auf die MK4. Erinner dich mal an von MK2 auf MK3…. Da hat auch keiner geschrien.
      Also, was fehlt dir, was haben andere Hersteller von SLR’s was die MK4 nicht hast?

  • Hallo Mark,

    auch ich verfolge sämtliche Veröffentlichungen über die 5D4 mit großen Interesse und bin Dir für Deine Ausführungen und den Versuch einer „Objektivierung“ durchaus dankbar. Was mir persönlich zunehmend auf den Geist geht, ist die Tatsache, dass – von wenigen Ausnahmen abgesehen – augenscheinlich noch kaum einer der zahlreichen Rezensenten die 5D4 tatsächlich in der Hand hatte und sich – pardon – somit auch kein Urteil insbesondere über deren Performance erlauben kann. Vielleicht hoffen wir gemeinsam, dass sich dies mit der Auslieferung der Kamera (wohl ab KW 37) endlich ändert…

    Gruß, Marc

    • Ganz genau Marc, wie ich oben ebenfalls erwähnt habe – es ist tatsächlich so das man sich ein Urteil über die Schärfe erlaubt ohne jemals ein Bild mit der Cam gemacht zu haben…das ist alles, nur keine fundierte Aussage – und wenn es um Meinung geht, dann darf man solche Fakten wie Schärfe nicht ansprechen, denn das hat nichts mit Meinung oder subjektiven Empfinden zu tun, das sind Zeilen/mm etc. das sind Fakten und über diese kann man erst schreiben wenn man selbst Fotos damit gemacht hat und die Auflösung gemessen hat!

      • Ich habe noch nie in meinem Leben ein Foto gemacht, um die Auflösung zu messen. Ich habe Hunderttausende Fotos gemacht, aber ein Siemensstern war noch nie dabei.

      • @Jürgen

        och, zu Zeiten der Canon 10D hab ich auch mal 5 EUR Scheine und Siemensterne fotografiert.
        Mittlerweile kann man sich auch einfach so ein Bild machen, ob was passt oder nicht.
        Das einzige was ich wirklich noch mache, den optimalen Schärfepunkt der Objektive ermitteln und
        in der Kamera feinzujustieren. Bei der 5D Mark II und 5D Mark III passte aber auch so alles, ohne Korrektur schon optimal.

        Aber nun ist es ja nicht mehr lang, bis die 5D Mark IV ausgeliefert wird. 🙂

    • Hallo Marc! Das hoffen wir definitiv gemeinsam. Und bevor man die 5D Mark IV wirklich final beurteilt, sollte man weitere Tests abwarten und die Kamera im Idealfall selbst in der Hand gehabt haben.

      In dem Artikel wollte ich lediglich meine Meinung anhand der bisherigen Informationen kundtun. Ich hoffe das ist nicht falsch rübergekommen – denn ein Testbericht ist es natürlich nicht! Auch keine finale Beurteilung.

      Manche Dinge kann man aber eben jetzt schon ganz gut einordnen denke ich. Die Serienbildgeschwindigkeit ist so wie sie ist, die Speicherkarten sind so wie sie sind usw… lediglich bei der Bildqualität muss man noch ein bisschen vorsichtig sein, so man diese denn im Detail bewerten will. Doch auch hier denke ich (wie ich auch etwas weiter oben in meinem langen Kommentar geschrieben habe), dass ich mit meiner groben Einschätzung nicht allzu falsch liege. Sehr gute Bildqualität, nicht die neue Nummer 1 auf dem Markt. Oder denkst du, dass ich mich da irre? Was ist dein bisheriger Eindruck, wirst du sie mal ausprobieren?

      LG, Mark

      • Schlimmer, Mark, ich habe die 5D4 sogar vorbestellt, da ich bereits mit der 5D3 begeistert gearbeitet habe und jetzt nicht mehr in die „veraltete“ Modellreihe investieren wollte. Außerdem habe ich u. a. die WIFI-Funktion an der Canon 6D schätzen und lieben gelernt!

        Ich bin also einer der Unbelehrbaren, die in diesem Fall sogar die berühmte Katze im Sack kaufen. Andererseits bin ich schon von der Qualität der 5D3 derart überzeugt, dass ich meines Erachtens nichts falsch machen konnte. Ich freue mich – ungeachtet der ganzen Negativpresse – wie ein Kind auf die neue Cam, zumal ich weder filme noch Fotos im 102.400 ISO-Bereich brauche. Deshalb bleibe ich bei den ganzen Vergleichen mit angeblich höherwertigen Konkurrenzprodukten von Nikon, Sony (und wie sie alle heißen) auch relativ gelassen…

      • „Schlimmer“ 😀 Daran ist doch überhaupt nichts schlimm 😉 Ja, viele sind enttäuscht von der 5D Mark IV und auch ich habe Kritik geübt. Gleichzeitig bin ich mir absolut sicher, dass die Mark IV eine tolle Kamera ist. Falsch gemacht hast du also definitiv nichts. Und letztendlich kommt es doch auch darauf an, welche Kamera man haben WILL. Wo es am meisten in den Fingern juckt. Du hattest Lust auf die Mark IV – insofern viel Spaß und Freunde mit deiner neuen Kamera 🙂 Melde dich gerne mit einem kurzen Feedback, sobald du sie ausprobieren konntest. Würde mich freuen.

  • Hallo Mark, hallo interessierte Fotobegeisterte
    Ich bin seit 40 Jahren Berufsfotograf für Werbung, Architektur und andere Teilgebiete. Bis 2003 hatte ich ein großes Studio mit 3 Mitarbeitern. Mein fotografischer Anfang begann 1976 schon mit Fachkameras wie Linhof und später Sinar P2 und Mamyia Mittelformat 6×7. Meine Kunden waren große Katalogfirmen wie Quelle, Universal etc.
    Seit 1999 unterrichte ich an der Berufsschule für Fotografie bis 2013 und seit 2001 an der HTL für Grafik und Kommunikationsdesign bis heute. Ich wurde in beide Schulen berufen, da ich in Österreich einer der Pioniere in Sachen digitaler Fotografie (seit 1996) bin. Eure Beträge finde ich sehr interessant, da ich das Gefühl habe, dass hier große Begeisterung mitschwingt. Ob ich alle Argumente teile, sei hier dahingestellt.
    Ich bin ebenso begeisterter Technikfreak wie die meisten von Euch. Seit ca 5 Jahren bin ich etwas enttäuscht von der übertriebenen „Technikgeilheit“ der meisten Anwender und Hersteller. Es heißt fast nurmehr Schärfe, Schärfe… HD…4K und noch mehr tolle Argumente……
    Auf was kommt es wirklich an?
    Eine kleine Anekdote: Ich sehe mir in einem Urlaubshotel einen spannenden Film (an einem wirklich schlechten Flachbildfernseher) an. Nach 5 min nörgeln wegen der schlechten Qualität waren wir begeistert von dem spannenden Staffelfinale. Keine Rede mehr von wegen ……kein HD!!
    Worum geht es eigentlich? Ich denke um schöne, authentische und begeisternde Motive oder Filme die einen Betrachter wirklich ansprechen und beeindrucken wegen des Inhalts…..
    Auch nur einen minimalen Einsatz von Photoshop würde ich empfehlen. Was hätten wir in analogen Zeiten getan?
    Ich verwende heute noch eine 5D MKII und liefere meinen Kunden sehr zufrieden stellende Bilder ab. Die passende Optik ist viel wichtiger als der ganze Firlefanz an Features……
    Und trotzdem, wenn ich das erste Mal eine MarkIV in den Händen halte……werde ich vielleicht schwach werden
    oder doch eine Andere nehmen ????

    • Bin voll auf deiner Linie Mark! Bin zwar keine Profi in Sachen Photographie, doch mit deiner Meinung über die ‚Technikgeilheit‘ bin ich bei dir. Auch hier zu eine Anekdote. Ich fahre seit über 30 Jahren Motorrad. Dann kommen die mit hochgezüchteten und Elektronik vollgestopften Maschinen, die dann in den Dolomiten oder anderen Bergregionen kläglich versagen, weil sie das alles nicht beherrschen.

      Genauso ist es mit der Photographie, der Mensch macht das Bild, nicht die Technik! Es wird auch immer Fraktionen geben, die ‚Ihre Marke‘ bevorzugen, das ist mit allem so! Ich bin der Meinung, das Teil in die Hand nehmen, und wenn es passt dann passt es. Es gibt immer ein für und wieder.

      Ich für meine Teil, habe eine Canon und bleibe bei Canon. Mit hat noch nie eine, auch unter miesen Bedingungen im Stich gelassen und war immer sehr zufrieden (genauso wie mit meiner Honda 😉

  • Canon 5D Mark IV kaufen oder Systemwechsel (Erfahrungsbericht),

    ich habe mir 2009 die Canon 5D Mark II gekauft und war über Jahre ein begeisterter Fan dieser Kamera. Canon hatte alles „richtig“ gemacht und war den meisten Kameraherstellern voraus. 2014 erschien die Nikon d810 –wow – ein echter Sprung. Seit dem wartete ich voller Sehnsucht auf eine vergleichbare Kamera von Canon. Insbesondere der Sensor bei der Nikon – ein Traum. 2016 erschien die Canon 5D Mark IV – und ich dachte lange und ernsthaft über einen Systemwechsel nach – und doch habe ich mich im Januar 2017 für die Canon 5D Mark IV entschieden. Meine Überlegungen, die zum Kauf geführt haben, sind vielleicht für den ein oder anderen von Euch hilfreich.

    Meine Überlegungen vor dem Kauf:
    – Der Preis 4065 EUR (Preispolitik von Canon Deutschland???) Ich war nicht bereit diesen zu zahlen.
    – Im Vergleich mit anderen Kameraherstellern landet die Canon 5D Mark IV bei http://www.dxomark.com auf Platz 15 (hinter Sony, Nikon, Pentax).
    – Der Sensor mit 30 MP sehr gut, wenn er 2012 in die Canon 5D Mark III eingebaut worden wäre. 2016 hinkt er den Sony-Sensoren deutlich hinterher (speziell in der Auflösung).

    Meine Überlegungen die zum Kauf der Canon 5D Mark IV geführt haben:
    – Ich habe 5 Objektive von Canon – mit hohem Verlust verkaufen und die gleichen von Nikon kaufen? – nicht wirklich interessant.
    – Sehr wichtig war, dass ich bei ebay die Canon 5D Mark IV für 2830 EUR!!! bekomme (aus England).
    – Das Herzstück – der Sensor – hat zwar „nur“ 30 MP aber schneidet im Vergleich (Qualität – Dynamik, Lichtempfindlichkeit) mit dem Top-Modell von Sony ähnlich gut ab (siehe http://www.traumflieger.de). Beide Sensoren sind auf einem so hohen Niveau angekommen, dass der Unterschied in der Praxis kaum von Bedeutung ist.
    – An dieser Stelle hier ein großes Lob an Stefan Gross (www.traumflieger.de) für seine hervorragende Arbeit. Der Aufwand mit dem er die Kameras und Objektive testet sucht seinesgleichen. Ein großes Lob auch für die sehr gute Berichterstattung auf dieser Web-Seite. DANKE!

    Meine Überlegungen nach dem Kauf der Canon 5D Mark IV
    – Ende Januar habe ich mich entschieden die Kamera bei ebay zu kaufen. Acht Tage später war sie da. (auf die Bewertung des Verkäufers habe ich bei dieser Summe sehr genau geachtet).
    – All die positiven Eigenschaften des Sensor kann ich bestätigen – hervorragend – und ein deutlicher Unterschied zu meiner Canon 5D Mark II.
    – Mehr Knöpfe und mehr Einstellmöglichkeiten gefunden.

    Fazit:
    – Eine tolle Kamera, wenn man sie für 2800 EUR kauft. 4000 EUR ist sie aus meiner Perspektive 2016 nicht Wert. Und gerne hätte ich diese Kamera für 2800 EUR in Deutschland gekauft (Ihr lieben Kamerahändler, Ihr solltet mal mit Canon Deutschland reden).
    – Der Mehrwehrt der vielen Einstellmöglichkeiten und Knöpfe in der Praxis wird sich noch zeigen (manchmal ist weniger mehr).
    – Mir persönlich fehlt eigentlich nur der Blitz wie bei den Nikon-Modellen. In vielen Situationen wie z. B. bei Gegenlicht brauche ich so einen kleinen Blitz zum Aufhellen des Hauptmotivs – ohne, dass ich erst den großen Blitz aufstecke muss.
    – Die vielen kleinen Plus- und Minus-Aspekte der Kamera wurden schon an anderer Stelle ausführlich besprochen.

    • Danke für deinen Erfahrungsbericht, Daniel! 2.800 Euro sind absurd wenig für die 5D Mark IV – und wenn die Sache (wie in deinem Fall) keinen Haken hatte (was bei einem solchen Preis ja durchaus möglich gewesen wäre), ist das ein super Schnäppchen!

      LG, Mark