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Canon EOS 5D Mark IV: Die DxOMark Testergebnisse sind da!

Die DxOMark Testergebnisse für die Canon EOS 5D Mark IV sind da! Kann die neue DSLR der Sony A7r II und der Nikon D810 gefährlich werden?

Canon EOS 5D Mark IV: Test von DxOMark

Vor einigen Tagen haben die ersten Händler die Canon EOS 5D Mark IV erhalten und die ersten Glücklichen halten ihre neue Kamera jetzt vielleicht schon in Händen. Die Jungs von DxOMark haben in jedem Fall ein Modell des neuen Flaggschiffs abbekommen, denn nun wurde bereits der offizielle Testbericht zur Canon EOS 5D Mark IV veröffentlicht!

Die Tests von DxOMark mögen nicht immer ganz praxisnah sein, doch wenn es um eine „wissenschaftliche“ Analyse der Sensoren und somit auch der Bildqualität geht, dann wird man im Netz nur schwer bessere Tests finden.

Beste Kamera von Canon, Sony & Nikon nach wie vor besser

Bringen wir es gleich auf den Punkt: Der Sensor der Canon EOS 5D Mark IV ist der beste, den Canon je gebaut hat! Die neue DSLR schneidet im Test besser als jede andere Kamera des Marktführers ab und das ist in jedem Fall eine gute Nachricht. Insgesamt schafft es die 5D Mark IV auf 91 Punkte.

Canon schafft es mit der Canon EOS 5D Mark IV also, zur Konkurrenz aufzuschließen. Mit den größten Konkurrenten kann man es aber nicht ganz aufnehmen, denn eine Sony A7r II bringt es im DxOMark Test insgesamt auf 98 Punkte, während die Nikon D810 insgesamt 97 Punkte vorzuweisen hat. Mit ihren 91 Punkten liegt die neue Canon in der DxOMark Bestenliste der Vollformatkameras aktuell auf Platz 12.

In Sachen Dynamikumfang bringt es die 5D Mark IV auf 13,6 Blendenstufen, auch hier liegt man nach wie vor leicht hinter der A7r II (13,9 Blendenstufen) und der Nikon D810 (14,8 Blendenstufen):

canon-eos-5d-mark-iv-dxomarkFazit

Der DxOMark Test bestätigt die bisherigen Eindrücke: Canon ist mit der 5D Mark IV in Sachen Sensor und Bildqualität ein großer Schritt nach vorne gelungen. Darüber kann man sich als Canon Nutzer definitiv freuen. Allerdings verpasst es Canon, mit Sony und Nikon gleichzuziehen. Ob das für eine Kaufentscheidung relevant ist, muss jeder für sich selbst entscheiden – denn natürlich werden diese minimalen Unterschiede der Bildqualität in der Praxis oftmals gar nicht sichtbar.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

10 Kommentare

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  • Für Leute die vor allem filmen wollen ist das eine gute Filmkamera. Für Menschen die vor allem fotografieren wollen – so wie ich – zu teuer im Verhältnis zu dem was die Kamera bietet. Ich kann auf viel Schnickschnack verzichten, was ich aber haben will ist ein sehr guter Sensor, wie der in der Nikon und Sony. Die Nikon ist „2014“ erschienen und kostet aktuell nur 2000 EUR. Die Canon ist „2016“ erschienen und kostet – trotz schlechterer Sensorwerte – 4000 EUR.

    • Canon setzt auf eigene Sensoren und zumindest erhöht das die Vielfalt, denn nicht wenige Kamerahersteller hängen an Sony-Sensoren. Das kommt auch nicht von ungefähr, denn Sony ist in dem Bereich innovativ und legt die Latte recht hoch. Canon scheint hier seine liebe Not damit zu haben den Anschluss zu halten.
      Zur Erinnerung: Sony verbaute bereits 2013 in die Alpha 7R einen 36 MP KB-Sensor mit knapp über 13 Stops Dynamik.
      Keine Frage, Canon-Kameras für den Profibereich sind i.d.R. solide Arbeitstiere mit verlässlicher Bildqualität. Canon legt die Prio auf Verarbeitung, Bedienung und Workflow. Gerade letzteres kann für einen Profi der entscheidende Punkt sein. Die neue 5D wird hier keine Ausnahme machen und seinen Herren in vielen Aufnahmesituationen verlässlich dienen. Den Preis halte ich jedoch für überzogen und kaum nachvollziehbar.

      • Die 5er ist für harten Einsatz und unkomplizierte Bedienung konzipiert und nicht für Schönwetterfotografie ala Sony. Bei professionellen Einsatz eines Berufsfotografen würde die Sony nach wenigen Monaten auseinanderfallen. Außerdem bietet Canon das beste Portfolio an hochwertigen Linsen.
        Gut der Preis ist hoch, aber wer etwas warten kann, wird auch die neue 5er zum vernünftigen preis bekommen!

  • DPReview haben die 5D Mark IV mittlerweile auch auf Herz und Nieren getestet https://www.dpreview.com/reviews/canon-eos-5d-mark-iv) . Auch dort kommt der Sensor und der damit verbundene erhöhte Dynamikumfang sehr gut weg (für eine Canon). Was wohl wichtig zu wissen ist, dass man den erhöhten Dynamikumfang nicht direkt auf den Fotos sehen wird, sondern dieser erst bei der Nachbearbeitung deutlich wird, da sich Schatten und Lichter nun wohl mit deutlichen grösserem Spielraum nachbessern lassen. Die Entscheidung zu einem Update ist zwar einfacher geworden, aber so richtig überzeugt bin ich dennoch nicht. Werde auf jeden Fall Testbilder abwarten und sie auch mal durch die Nachbearbeitung laufen lassen.

    • Was mich immer wahnsinnig macht bei all diesen theoretischen Tests, Bloggern und Vergleichen. Nie werden die Objektive erwähnt.
      Was hilft mir denn ein theoretisch von den Daten her „besserer“ Body wenn ich kein gleich gutes 200 2.0, 400 2.8 II, 35 1.4 II, 85 1.2 II, 11-24, 17 und 24 Tilt Shift usw. bei Nikon und Sony habe.
      Ich sehe so viele bescheidene Bilder von diesen Dynamik Wunderkameras. Rausgehen, gutes Glas dran, gescheit fotografieren und glücklich sein.

      • Ja, die beste und neueste Kamera bringt nicht die überragende Bildqualität, wenn man nur mit billigen Objektiven arbeitet! Lieber mal eine Kamerageneration auslassen und in gescheite Linsen investieren, die einem ein ganzes Leben lang begleiten können! Außerdem kommt es auf den Fotografen an, wie er das Motiv im rechten Licht und im rechten Augenblick (frei nach H.C. Bresson) einfängt; das kann auch mit einer ganz billigen Kamera und Linse sein! Viele Labortests sind nicht so praxisrelevant; sagen nicht alles über die Güte eines Objektivs aus.

      • Wenn es um die Beurteilung des Dynamikumfanges geht, ist das Objektiv nicht weiter von belang. Es geht dabei allein um die technischen Fähigkeiten von Sensor + Firmware.

  • Ich für meinen Teil habe kein Problem mit den Linsen von Canon – ich bin sogar sehr zufrieden damit. Ich habe auch kein Problem mit dem neuen Sensor. Der hat deutlich bessere Werte als der meiner aktuellen Canon 5D Mark II. Ich habe ein Problem damit, dass ich für eine Kamera, die mit ihrem Sensor nicht die Werte der Nikon von „2014“ erreicht, das doppelte zahlen soll. Für 2000 EUR würde ich die Kamera sofort kaufen, nicht aber für 4000 EUR.