Canon Kameras Neuheiten

Canon EOS M5 zum Preis von 1.130 Euro präsentiert

Canon hat die neue EOS M5 vorgestellt und spricht mit der neuen DSLM nun auch verstärkt ambitioniertere Fotografen an. Im Vergleich zur EOS M3 gibt es eine ganze Reihe von Neuerungen.

Canon EOS M5 mit 24-Megapixel-Sensor

Canon hat am heutigen Tag wie erwartet die Canon EOS M5 präsentiert. Das beschert uns natürlich eine neue spiegellose Systemkamera, gleichzeitig stellt Canon mit der neuen DSLM aber auch unter Beweis, dass man den spiegellosen Sektor ernst nimmt. Denn mit der EOS M5 richtet sich das Unternehmen nun auch verstärkt an Fotoenthusiasten, für die die Canon EOS M und teilweise auch die EOS M3 aufgrund fehlender Funktionen nur eingeschränkt interessant waren.

Die Canon EOS M5 kommt mit einem 24-Megapixel-APS-C-Sensor daher, welcher dem Sensor aus der EOS 80 sehr ähnlich sein soll. Der ISO-Bereich der Kamera erstreckt sich von ISO 100 bis ISO 25.600, außerdem ist der leistungsstarke DIGIC 7 Prozessor mit von der Partie.

Neuer Sucher und Dual-Pixel-AF

Die vermutlich wichtigsten Neuerungen der EOS M5 findet man, wenn man einen Blick auf Autofokus und Sucher wirft. Die EOS M5 ist nämlich die erste Spiegellose aus dem Hause Canon, die mit dem hervorragenden Dual-Pixel-Fokus arbeitet! Außerdem hat die Kamera 49 Messfelder zu bieten, die auch über den Touchscreen angewählt werden können – selbst in dem Moment, wenn man gerade durch den Sucher schaut. Praktisch.

Dank des neuen integrierten elektronischen Suchers ist man als Nutzer nun nicht mehr auf das Display angewiesen und steht auch nicht in der Pflicht, zusätzlich zur Kamera einen externen Aufstecksucher zu erwerben. Insgesamt hat der EVF der EOS M5 2,36 Millionen Bildpunkte zu bieten, zudem arbeitet er mit einer Bildwiederholrate von 120 Bildern pro Sekunde. Das liest sich auf dem Papier gut. Auch einen Aufklappblitz bietet Canon an, dieser besitzt eine Leitzahl von 5.

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Serienbildgeschwindigkeit und Display

In Sachen Serienbildgeschwindigkeit schafft die EOS M5 neun Bilder pro Sekunde, bei aktivierter Autofokusnachführung sind es noch sieben Bilder pro Sekunde. Das Display ist derweil 3,2 Zoll groß, arbeitet mit 1.620.000 Pixeln und kann nach oben und unten geklappt werden. Auch „Über-Kopf-Aufnahmen“ stellen mit der DSLM also kein Problem dar. Zudam kann die Kamera dank WLAN, NFC und Bluetooth unkompliziert mit anderen Geräten verbunden werden.

Keine 4K-Videos, dafür neues Design

Videos zeichnet die Canon EOS M5 in Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde auf. 4K-Videos werden hier also nicht angeboten, was vor allem Nutzer enttäuschen wird, die mit ihrer Kamera nicht ausschließlich fotografieren möchten. Immerhin gibt es bei Videoaufnahmen einen digitalen Bildstabilisator, der mit dem Objektiv zusammenarbeitet und so eine erstklassige Stabilisierung ermöglichen soll.

Auch optisch hat sich etwas getan bei der neuen EOS M5. Das liegt zum einen natürlich an dem charakteristischen Sucherbuckel, zum anderen aber auch an dem etwas größeren und markanteren Griff. Die EOS M5 ist also etwas größerer und schwerer als die alte EOS M3, trotzdem ist die neue DSLM aber noch leichter als die EOS 100D, Canons aktuell kleinste Spiegelreflexkamera.

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Preis und Verfügbarkeit

Zusätzlich zur Kamera stellt Canon auch ein neues Objektiv vor, das EF-M 18-150mm f/3.5-6.3 IS STM. Dieses soll mit einem Preis von 499 Euro zu Buche schlagen, während die Canon EOS M5 1.130 Euro kosten soll. Verfügbar sein soll die neue Kamera ab November 2016.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

13 Kommentare

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  • Die Canon EOS M5 soll ernsthaft 1.130 Euro kosten? Und dazu gibt es noch nicht einmal 4k Video. Brauch ich zwar nicht aber für diesen Preis kann man sowas erwarten. Und die Kamerahersteller fragen sich ernsthaft warum ihre Verkäufe zurückgehen? Na klar wir haben ja nun durch Tony mitbekommen das nun verstärkt auf „ambitionierte betuchte Hobbyfotografen“ wert gelegt wird.
    Der Vorgänger, die EOS M3 hat als UVP 599 € gekostet!!! Also zahlt man jetzt für den integrierten Sucher 531 € Aufpreis? Mit einem neuen Sensor und Autofokus kann man schon rechnen. Für unter 600 € bekommt man gerade z.B. die Panasonic GX80 die 4K Video beherrscht einen IBIS besitzt und auch einen hervorragenden Autofokus hat.
    Ich verstehe das nicht mehr. Aber gut Canon (Sony auch) werden bestimmt eine Strategie dahinter haben. Ob diese jedoch aufgeht wage ich zu bezweifeln.

  • Ich habe mir ganz bewusst vor ein paar Wochen die EOS M3 gekauft, obwohl ich wusste, dass ein Nachfolgemodell unmittelbar bevorsteht.
    Aber den zu befürchtenden doppelten Preis wollte ich einfach nicht bezahlen.

  • Ne gebrauchte Fuji X T1 bekommt man (mit wenigen Auslösungen und nem Jahr Gewährleistung vom Händler) derzeit für rund 700 Euro (habe ich die Tage schon 3 gute Angebote gesehen). Das ist für ambitionierte Fotografen vermutlich weit interessanter… 😀

  • Vor geraumer Zeit habe ich hier (an gleicher Stelle) eingeräumt, dass Canon die Spiegellosen sträflich vernachläßigt (und notgedrungen eine EOS 6D erworben, mit der ich nie wirklich bedingungslos zufrieden war), aber damals schon darauf hingewiesen habe, dass Canon in der Lage sein wird diesen Rückstand in der Klasse der Spiegellosen mit Sucher binnen 5 Jahren aufholen kann und ist nun auf dem Weg dorthin. Ich für meinen Teil warte nun noch (nach November 2016) gut 6 Monate ab, um eventuell auftretenden „Kinderkrankheiten“ (die ein gütiger „Gott der Technik“ verhindern möge) aus dem Weg gehen zu können und erwerbe das Gerät in etwa im Juli 2017 (dann wird auch der Straßenpreis gesunken sein). Darauf habe ich lange gewartet. Danke Canon. Meine erste Canon erwarb ich 1980 (eine A-1) und schwankte damals zwischen Canon und Nikon.