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Warum Dustin Baker seine Nikon D5 gegen eine Fuji X-T2 eingetauscht hat

Hochzeitsfotograf Dustin Baker hat seine Nikon D5 gegen eine Fuji X-T2 eingetauscht. Wir fassen die Gründe zusammen.

Auf PetaPixel ist kürzlich ein interessanter Artikel erschienen, in dem Hochzeitsfotograf Dustin Baker beschreibt, warum er seine Nikon D5 gegen eine Fuji X-T2 eingetauscht hat. Eine 7.000 Euro teure DSLR gegen eine 1.700 Euro teure DSLM tauschen? Klingt irgendwie verrückt. Doch Baker (dessen Arbeiten man auf seiner Webseite bewundern kann) beschreibt seine Reise von der Nikon D5 zur Fuji X-T2 ziemlich detailliert und erklärt, was für ihn die Gründe für diesen außergewöhnlichen Wechsel waren.

Gründe für den Wechsel von der D5 zur X-T2

Baker beschreibt sich selbst als jemanden, der Kameras und Equipment liebt. Dementsprechend hat er im Laufe der Jahre sehr viele verschiedene Kameras ausprobiert und war stets auf der Suche nach der für ihn perfekten Kamera. Größtenteils hat er dabei Produkte aus dem Hause Nikon genutzt, fühlte sich aber irgendwann auch zu den spiegellosen Systemkameras hingezogen. Hier hatte es ihm die Fuji X-Pro2 besonders angetan. Seiner Meinung nach ist die X-Pro2 zwar eine hervorragende Kamera, doch der Autofokus ist für seine Zwecke einfach nicht zuverlässig genug. Also nahm Baker eine ordentliche Stange Geld in die Hand und kaufte die rund 7.000 Euro teure Nikon D5.

Die Nikon D5 war für ihn nahezu perfekt. Wahnsinnig guter Autofokus, sehr gute Ergebnisse im High-ISO-Bereich, fantastische Farben. Was ihn jedoch gestört hat, waren die schlechten Werte in Sachen Dynamikumfang (hier kann die Nikon D5 im Gegensatz zu anderen Nikon Kameras leider nicht überzeugen) und das extrem hohe Gewicht.

Die Vorteile der Fuji X-T2

Irgendwann hat Fujifilm dann die X-T2 vorgestellt. Baker hat die Kamera bei mehreren Hochzeiten und Shootings ausprobiert – und war sofort verliebt in Fujis neustes Flaggschiff. Der EVF ist der beste, den er persönlich je genutzt hat, er würde ihn auch den elektronischen Suchern von Sony oder Leica vorziehen. Am meisten hat es ihm jedoch der neue Autofokus angetan, der ihn zuvor davon abgehalten hatte, endgültig auf die X-Pro2 umzusteigen. Der Autofokus der X-T2 leistet nun laut Baker fantastische Arbeit. Egal ob sich die Motive bewegen, es dunkel ist – seine Bilder sind stets scharf. Außerdem wären da natürlich noch das geringe Gewicht, die hervorragende Bildqualität (laut Baker lässt die X-T2 die Nikon D5 in Sachen Dynamikumfang wirklich alt aussehen) und der deutlich geringere Preis. All das sind Vorteile, die ihn letztendlich dazu bewogen haben, von der Nikon D5 zur Fuji X-T2 zu wechseln.

Baker scheint mit der Fuji X-T2 also seine perfekt Kamera gefunden zu haben. Und so kommt er zu folgendem Fazit:

Ich habe immer gesagt, dass eine neue Kamera jemanden nicht zu einem besseren Fotografen macht. Aber wisst ihr was? Ich bin wirklich überzeugt davon, dass mich die X-T2 zu einem besseren Fotografen macht. Und zwar zu einem Viertel des Preises der Nikon D5. Ich bin beeindruckt.

Ein interessanter Erfahrungsbericht! Und definitiv ein Grund mehr, sich die Fuji X-T2 mal etwas genauer anzuschauen…

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

22 Kommentare

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  • Bin vor zwei Jahren von der 5D2 und 5D3 zu Fuji gewechselt. Für mich war es aus technischer Sicht erst einmal ein Rückschritt, auch wenn die spiegellose Technik an sich natürlich fortschrittlicher ist. Aber der AF war z. B. spürbar langsamer und auch was das Blitzen betrifft, steht Fuji nach wie vor ganz am Anfang.

    Warum habe ich trotzdem den Wechsel gewagt? Im Vorjahr hatte ich parallel zu den beiden Canon Vollformatkameras die X-E2 im Einsatz. Und erstmals so wirklich, statt die Kamera lieber zuhause zu lassen oder aus Gewichtsgründen nur ein Zoom mitzuschleppen.

    Mit dem Verkauf der beiden 5er zog dann gleichzeitig auch die X-T1 bei mir ein. Ich wollte einfach zwei Bodys mein Eigen nennen, auch als Privat. Anfangs sah ich noch keine großen Vorteile, mittlerweile habe ich das Klappdisplay zu lieben gelernt und auch mit den entsprechenden Objektiven ist er AF speziell an dieser etwas besser geworden.
    Aber ebenso an der Objektivtechnik selbst hat Fuji stark geschraubt, weshalb ich mir wünschen würde, dass man die älteren zeitnah updaten wird. Momentan bringt man ja eher abgespeckte Billigmodelle davon auf den Markt.

    Mittlerweile nenn ich auch die X-T2 mein Eigen. Sie ist in meinen Augen eher eine X-T1s. Es sind mehr Detailverbesserungen, die das neue Modell mitbringt, als etwas komplett neues. Auch der AF ist nur einen Hauch schneller als zuvor.
    Trotzdem bin ich sehr zufrieden, auch wenn der Sensor (wie schon bei der X-Pro2) Probleme bei bestimmten Lichteinfall („Bildartefakte bei Gegenlichtsituationen“) haben soll. Kein für mich unbedingt notwendiges Update, aber eins was sich trotzdem gelohnt hat. Von zufrieden hab ich mich auf sehr zufrieden gesteigert.

    Was allgemein bei Fuji stimmt ist übrigens die bisherige Update-Politik. Von Canon kenne ich derartige Produktpflege nach dem Release nicht! Auch Nikon soll da nicht anders sein.

    • Hey Marcel! Vielen Dank noch für deinen Erfahrungsbericht. Finde ich interessant, dass du die X-T2 eher als eine X-T1s siehst. Ich hatte rein von der Berichterstattung her den Eindruck, dass es da schon spürbare Unterschiede zwischen X-T1 und X-T2 geben würde. Muss die X-T2 bei Gelegenheit mal ausprobieren 🙂 LG, Mark

    • Die X-T2 hat zwischen 12 und 13 Blenden Dynamikumfang. Wenn ab ISO 800 fotografiert, kann die Kamera die einzelnen Pixel mit unterschiedlichen ISO-Werten (Hardware basierend) ansteuern. Sprich ich mache ein Foto mit ISO 800 und Stelle die Kamera auf Dynamikumfang 400% ein, dann steuer Sie die unterschiedlichen Pixel zwischen ISO100 und ISO12.800 an. Dadurch entsteht in der Tat ein sehr großer Dynamikumfang, wenn man in Lightroom noch die Lichter oder Schatten interpoliert lässt es einen wirklich Staunen…

      ABER… Ich finde die Fotos wirken dann sagen wir mal komisch Flau, es fehlt der Kontrast und wenn man ihn nachträglich reinmacht gefällt es mir immer noch nicht so ganz. Jedoch nur in Lightroom, ich denke weil Lightroom noch nicht so ganz die Datei mit den Unterschiedlichen ISO-Werten auslesen kann. In den von Fuji mitlieferten RAW-Convertor geht es, er ist jedoch meines erachten KÄSE!

      Mit der Nikon D5 habe ich leider kein Vergleich, jedoch mit der 5D Mark III und ich war dort über die XT-2 echt erstaunt!

      • Das ist interessant.
        Gibt’s da eine Quelle dazu (zur ISO-Angleichung auf Pixelebene und welche Software was daraus macht) ?

        Cheers

  • Ich habe meine 5D Mark III mit einiges an Zubehör gegen die X-T2 mit dem Kit eingetauscht. So hatte ich noch etwas Taschengeld und ich muss sagen das ich recht zufrieden bin. Qualitativ musste ich kaum bis gar keine Einbuße wahrnehmen. Dafür bin ich deutlich leichter auf Reisen unterwegs und habe viele Vorteile wie die Bedinung über Smartphone, Peeking beim Manuellenfokusieren, Schwenkdisplay, 4K und und und… Unter dem Strich macht das Fotografieren mit der X-T2 mir auch sehr viel mehr Spaß was für mich die Haupsache ist ob Beruflich oder Privat. Fotografieren ist halt eine Leidenschaft.

  • Also… ich geb weder meine D800 noch meine D5 her…
    Das perfekte Team für Hochzeiten. Nach der Hochzeit genau so tough in Höhlen und Mienen oder anderen LOST PLACES. Dann AF und Akkuleistung… Ausserdem ist es ja nicht nur der Body der zählt….
    Aber jedem was ihm gefällt… Im hohen Alter will ich dann vielleicht auch mal was leichteres.

  • „Warum ich meine … gegen … eingetauscht habe“ im Stil von „Warum ich meinen Porsche 911 gegen einen Mini getauscht habe“ kommt ja als Überschrift immer gut. Mein Kommentar dazu: Schön blöd!

    • Es zeugt nicht unbedingt von Intelligenz, eine Meinung so zu diffamieren. Der Autor wird sich bei seiner Entscheidung etwas gedacht haben. Diese als Blödheit zu bezeichnen, stellt höchstens die eigene Intelligenz in Frage. Ich finde die Entscheidung durchaus bemerkenswert. Im übrigen denke ich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis spiegellose Systeme den Markt erobert haben.

  • Wenn dieser Dustin Baker tatsächlich von einer D5 zu einer X-T2 wechselte und nichts vermisst, dann hätte er eine D5 nie gebraucht, zumindest ihr Potential als Sport- und Action-Kamera nicht, die nicht rasend schnell und treffsicher ist, sondern auch den einen oder anderen kräftigen Stoß abkann und dabei auch bei ISO 51.200 und sogar102.400 noch erstklassige Fotos abliefert.

  • Hallo Mark, mich würden equiqment Details de XT2 siehe Bild oben interssieren.
    Über deine Hilfe wäre ich sehr Dankbar. Mache weiter so 🙂 Lg Ralf

  • Ich bin selber sehr stark am überlegen. Habe sie schon einmal getestet und schon beinahe zweimal gekauft.
    Habe noch die ältere D4 und eine Df, aber am meisten stört mich noch das Akkuproblem.
    Wenn ich Samstag 16 Stunden auf einer Hochzeit bin, bräuchte ich ca. 8-10 Akkus und ich müsste hin und wieder in stressigen Situationen wechseln, was extrem nervt.
    Bei meiner D4 wechsel ich um 22 Uhr das erste Mal trotz „Getting Ready“ um 7 Uhr und die Kamera ist durchgehend an. Das Gewicht und die Optik sind natürlich das Plus der Fuji.

    • Moin Moin,
      das Akkuproblem kann ich unterschreiben. Ich erinnere mich gut an Zeiten, in denen ich so und so viel Akkus dabei haben musste. Mit der D4 plus zweiten Akku bin ich vor ein paar Jahren nach Berlin zu einem shooting geflogen, ohne Ladegeraet. Es gibt bei shootings soviel zu beachten, aber wenn man weiss dass man sich um die Stromversorgung keine Gedanken machen muss, ist das sehr angenehm. Die D5 legt die Messlatte diesbezgl. noch etwas hoeher, obwohl ich zu ihr noch 2 x D4 Akkus als Backup habe.
      Ich stehe erstmals wirklich konkret vor der Ueberlegung, meine Nikon Ausruestung gegen eine Fuji Ausruestung kplt. zu tauschen.
      • Nikon D5
      • AF-S Nikkor 24 – 70 mm / 2,8 G ED (INKL. HB-40)
      • Nikon AF-S Nikkor 80- 400 mm / 4,5-5,6 G ED VR (INKL. HB-65, CL-M2)
      • Nikon AF-S Nikkor 14- 24 mm / 2,8 G ED inkl. eingebauter Gegenlichtblende!
      • Nikon AF-S Nikkor 70- 200 mm / 2,8 G ED VR II (INKL. HB-48)
      • Micro Nikkor 70-180mm f/4.5-5.6D ED inkl. eingebauter Gegenlichtblende!
      • Nikon SB 900
      Gegen
      • Fujifilm X-T2 schwarz plus Power Booster Handgriff VPB-XT2
      • Fujifilm X-Pro2
      • Fujifilm Blitzgerät EF-X500
      • Fujifilm XF 50-140mm / F 2.8 R LM OIS WR
      • Fujifilm XF 100-400mmF4.5-5.6 R LM OIS WR
      • Fujifilm XF 56mm / F 1,2 R APD
      • Fujifilm XF 10-24mm / F 4,0 R OIS
      • Fujifilm XF 23mm / F 2,0 R WR
      • Fujifilm XF 18-135mm / F 3,5-5,6 R LM OIS WR
      • Profoto D2 500 AirTTL Basic Kit 2x Profoto D2 500 Air TTL
      Spielraum gaebe ich mir in diesen Produkten
      • Dem zweiten Profoto D2 500 AirTTL
      • Fujifilm XF 14mm / F 2,8 R
      • Fujifilm XF 16-55mm / F 2,8 R LM

      Dies sind ungefaehre Dinge, die ich gegeneinander tauschen wuerde . Dabei waere ich flexibler, koennte auch mit leichtem Equipment reisen. Aber, ich gebe zu, die Nikon wird mich wohl nie im Stich lassen, was ich von Fuji nicht weiss. Den Dynamikumfang des Fuji Sensors, habe ich in 10 Jahren, taeglich mit der Fuji xpro3 im Studio erfahren (Nikon gefuellt mit Fuji Technologie).
      Hier denke ich gerade darueber nach, und lese mich durch die Erfahrungen anderer hindurch. Aus diesem Grund hab ich mir die Liste zusammengestellt und auch schon an einen Fotoladen meines Vertrauens, angefragt, wie ein Wechsel fuer mich nahtlos vollzogen werden koennte, Ankauf meiner Pordukte und Kauf neuer Fuji und Profot Produkte
      In jedem Fall bedeutete ein Wechsel , folgenden Gewinn,
      • ein Mehr an Flexibilitaet,
      • ein Mehr an weniger  Gewicht
      • weniger Packvolumen
      • lautloses Fotografieren
      aber nachteilig auch
      • digitaler Sucher
      • Akkuverbrauch
      • Evtl. weniger intuitives und selbsterklaerendes Arbeiten
      • Frage nach Kompatibilitaet zu Profoto D2 500 AirTTL
      • Schnellerer Wertverfall des X-T2 bodys
      • Schwaecherer AF
      • Weniger hohen und damit sicheren ISO Bereich

      Achja, das Fuer und Wider muss jeder subjektiv fuer sich entscheiden. Natuerlich gibt es Menschen, die aus ihrer persoenlichen Wahrnehmung, manche Entscheidungen anderer fuer Dumm halten. Doch ganz gewiss haben diese Menschen andere Bereiche ihres Lebens, in denen sie nicht gerne bewertet werden moechten.
      Es kommt auf den Einsatzbereich an. Eine D5 zu haben, bedeutet nicht zwangslaeufig Sport- oder Landschaftfotograf zu sein. Es kann naemlich auch bedeuten, das man fuer alles gewappnet sein moechte, dass man, wie ich, der meist ohne Assistenten arbeitet, einen zuverlaessigen Body haben moechte, der einen nicht im Stich laesst, zumal ich selten mit einem Backup Body arbeite.
      Ich bin, nach einem Trauma in 2013, welches mich soweit gebracht hat, zu glauben, nie wieder vor Menschen fotografieren zu koennen, dahin gekommen, nachdem ich drei Jahre hart an mir gearbeitet habe, mehr auf eine neue Art des Arbeitens zu schauen. Das bedeute zB weniger Gewicht. Hatte ich doch die Fotografie, als Berufsfotograf, quasi ad Akta gelegt, obwohl ich dennoch weiter gearbeitet habe, allerdings mit starken posttraumatischen Symptomen, so entschied ich mich, einen neuen Weg einzuschlagen, was auch bedeuten kann, im Equipment umzdenken. Gab mir Nikon im Handling bisher Sicherheit, so bin ich soweit, mich auf ein neues Wagnis einzulassen.
      Mal sehen wie ich mich letztlich entscheiden werde.

      Beste Gruesse
      Andreas

      • zum Beitrag von Andreas

        ich war vor einiger Zeit vor der gleichen Entscheidung gestanden.
        Meine Nikon-Ausrüstung entsprach, zumindest was die Objektive betrifft, in etwa der von Andreas (statt 14-24 allerdings das 16-35), zusätzlich das 28-300 sowie das Sigma 50mm 1,4 und das Tamron Makro 90mm 2,8, weiter das SB 910 sowie den Nikon Konverter 1,4.
        Allerdings hatte ich lediglich neben der DX 300, DX 7100 und der D 700 zwei D 610 Gehäuse anstatt der D5, was natürlich noch einen großen Unterschied ausmacht.

        Ich habe mich trotzdem vor einiger Zeit für die XT 1 entschieden (hier zusätzlich auch noch die Silber Edition), zusätzlich die XT 10 und anschließend die XT 2 (mit Batteriegriff) und jetzt die XT 20.
        Ich arbeite nun seit dem Erscheinen der XT 2 intensiv besonders mit diesem Modell und habe vorher sowohl die Nikon-Ausrüstung als auch die XT 1 Ausrüstung teils noch parallel verwendet.

        Inzwischen habe ich meine Nikon-Ausrüstung komplett verkauft und benutze nur noch meine Fuji Ausrüstung.
        Bei Nikon habe ich überwiegend das RAW-Format verwendet, bei Fuji ist es inzwischen umgekehrt. Nur noch in seltenen Fällen(Weiterverwendung der Bilder zum Verkauf bzw. für einzelne Projekte) verwende ich RAW, nachdem der Qualitätsunterschied zwischen dem Fuji RAW und dem JPG m.E. relativ gering ausfällt.
        Für meine Bedürfnisse (überwiegend Landschaftsfotografie) reichte die Nikon 610 vollkommen aus.
        Mit den dazu verwendeten o.g. Objektiven war ich zumindest grds. immer sehr zufrieden.
        Gleichwohl wurde mir die Ausrüstung irgendwann zu schwer,da ich auch viel zu Fuß und mit dem Fahrrad (z.B. für Kalenderaufnahmen) unterwegs war, was meinen Entschluss zum Wechsel sehr beschleunigte.
        Besonders die Qualität der Fuji Objektive gab letztendlich dann den Ausschlug zum endgültigen Wechsel.
        Mit einigen (leider teuren) Nikon-Objektiven war ich nie ganz zufrieden (z.B. das neue100-400, das 16-35 und vor allem der grottenschlechte Konverter). Diese Teile habe ich alle noch relativ neu, leider mit ziemlichen Verlust verkauft.
        Im Vergleich sind es vor allem die Fuji Optiken, die meiner Auffassung nach überwiegend deutlich besser sind, als die Nikon-Teile . Nikon hat leider im APC-Bereich immer noch keine besonders großartigen Objektive, nimmt man einmal das 17-55 außer Acht, welches m.E. allerdings eher für die Street- und Portraitfotografie als für die Landschaftsfotografie geeignet ist.

        Bei den Fuji-Obkektiven verwende ich hier besonders gerne das 50-140 sowie das 10-24, aber auch das 16-55 (leider ohne Stabi) und vor allem die Festbrennweiten wie das 23mm 1,4, das 90 mm, 2,0, das 35mm 2,0 usw. Für die Fernaufnahmen benutze ich mit wachsender Begeisterung das 100- 400 mit dem 1,4 Konverter. Bei Radtouren nehme ich das 18-135 wegen des geringen Gewichts mit.
        Der Konverter verursacht übrigens im Gegensatz zum Nikon keine sichtbaren Qualitätseinbußen.

        Mit dem neuen Blitz EF X 500 bin ich ebenfalls zufrieden, wenngleich der Nikon SB 910 schon sehr gut arbeitete und exzellente Aufnahmen ermöglichte.
        Der neue Autofocus der XT 20 arbeitet nunmehr für mich zufriedenstellend schnell sowie treffsicher und stellt einen deutlichen Vorsprung zur XT 1 dar. Er ist meiner Meinung inzwischen durchaus auch für die professionelle Fotografie geeignet.

        Die Gegenüberstellung von Andreas kann ich ansonsten grds. bestätigen.
        deutlich weniger Gewicht sowohl bei Kameras als auch bei den Objektiven
        mehr an Flexibilität
        weniger Packvolumen, das lautlose Fotografieren usw.

        Sehr nachteilig ist systembedingt der hohe Akkuverbrauch (hier ist Nikon – natürlich auch wegen des fehlenden Suchers- um Welten besser), bei der XT 1 auch noch die Bedienung der jeweiligen Einstellräder/knöpfe usw.- was sich mit der XT 2 aber inzwischen deutlich gebessert hat,

        Sicherlich sind auch der schwächere ISO-Bereich, der schon genannt Wertverfall, vielleicht auch der etwas schwächer AF von Nachteil,wenngleich mir der neue AF der XT 2 für meine Zwecke völlig genügt.

        Insgesamt wird es wohl so sein, dass die Profis mit der Nikon-Ausrüstung weiterhin ein gutes Werkzeug haben (hier insbesondere das neue, leider viel teurere 70-200, 2,8) , dies allerdings mit hohem Gewicht erkaufen.
        Letztlich ist schließlich sehr entscheidend, für welchen Zweck man die Ausrüstung benötigt.
        Zumindest für mich und meine fotografischen Bedürfnisse kann ich nur feststellen, dass mir das Fotografieren wieder mehr Spaß macht, seit ich nicht mehr so viel rumschleppen muss.
        Ich finde außerdem, dass die Fuji Objektive insgesamt die besseren oder in jeden Fall aber bei einigen Brennweiten zumindest gleichwertigen Abbildungsleistungen bieten.
        Einige Nikon-Objektive vermisse ich nicht mehr im geringsten.

        Ich kann zudem das Ergebnis meiner Arbeit im Sucher zu realistischen Bedingungen systembedingt schon vor der Entstehung sehen und vor allem noch sichtbar beeinflussen. Ich kann sehr gut manuell bei guter Übersicht meiner Einstellungen am Gehäuse, ohne tief in verschachtelte Menüs eindringen zu müssen, mit den Fuji-Kameras arbeiten.
        Im ISO-Bereich bis 3200 kann ich in jedem Fall sehr gute, hoch auflösende und farblich insbesondere natürliche und ausgeglichene Bildergebnisse erzielen. Für den Druck ist sogar teils auch der Bereich bis ISO 6400 noch verwendbar.
        Das Vollformat geht mir übrigens nicht mehr ab, da meine Bilder i.d.R. keine Postergröße benötigen.
        Die 24 MP reichen vollständig aus.
        Im Nachhinein bereue ich deshalb den Wechsel nicht, insbesondere jetzt mit der XT 2 und XT 20.
        Gerade die XT 20 in Kombi mit dem XF 35mm bzw. XF 23 mm eignet sich hervorragend für die Street-fotografie, da sie noch relativ unauffällig ist.
        Nikon hat für mich leider die Entwicklung bei den spiegellosen Kameras zumindest bis jetzt komplett verschlafen. Zudem hat Nikon leider das hervorragende (RAW) Hausprogramm Capture NX 2 nicht mehr weiter entwickelt, was ein weiterer Grund für meinen Wechsel war. Inzwischen arbeite ich mit Lightroom 6 und CNX 2 sowie mit den Nik-Programmen.

        Andreas hat vollkommen recht; für das Für und Wider muss jeder subjektiv für sich entscheiden und es kommt wirklich hauptsächlich auf den Einsatzzweck an.

        Allerdings hilft letztlich die beste Kamera nichts, wenn man keinen Blick für das Wesentliche hat.
        Daher ist der Ausrüstungsfetischismus schon sehr relativ.
        Wichtig für mich ist das Werkzeug, mit dem ich meine Bildideen entsprechend umsetzen kann.
        Ich verdiene mit meinen Bildern immer noch gutes Geld und kann dieses in die für mich passende Ausrüstung refinanzieren. Das jetzige Niveau reicht mir dabei vollkommen aus.
        Ich wage zu behaupten, dass man dies mit der XT 2 z.B. inzwischen schon sehr gut und professionell fotografieren kann, dass es aber trotzdem unabhängig davon schon noch einige Bereiche geben wird, bei denen die Spiegelreflexausrüstung u. U. immer noch die besser Wahl ist, vor allem, wenn es sich um seine solche Kamera wie die F 5 handelt.
        Meines Erachtens könnten sich beide Systeme auch für Profis, je nach Verwendungszweck sogar ergänzen.

  • Man sollte fairerweise ergänzen, dass Dustin Baker seinen Schritt bereut hat und wieder zu seiner Nikon D5 zurückgekehrt ist. Er hat auch ein Video darüber gepostet.

    Ohne Zweifel, die XT2, insbesondere in Kombnation mit den Lichtstarken Festbrennweiten, ist eine beeindruckende Kamera mit einem starken „haben wollen“ Effekt. Ich finde jedoch, dass Sie etwas groß ist, im Vergleich mit spiegellosen Vollformatern. Da stellt sich mir persönlich die Frage, warum nicht gleich eine Vollformat von Sony (z.B. a7ii) wenn es denn unbedingt was kompakteres als eine DSLR sein muss? Die Anwort für mich: Wenn ich diese tollen Kameras mit lichtstarken Festbrennweiten benutzen will und nicht mit relativ lichtschwachen Zooms, dann ist die Antwort ganz klar eine Fuji XT2 oder XT20. Annähernd vergleichbar kompaktes und preiswertes zu den Fuji XF Objektiven wie z.B. 23 mm f1.4 oder 56 mm f1.2 sucht man bei Sony vergebens.

  • …und er verkaufte die xt-2 nach 2 Monaten u kaufte sich wieder eine D5. Er entschuldigt sich für den Artikel;-) siehe seine Homepage.