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Warum Dustin Baker seine Nikon D5 gegen eine Fuji X-T2 eingetauscht hat

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Hochzeitsfotograf Dustin Baker hat seine Nikon D5 gegen eine Fuji X-T2 eingetauscht. Wir fassen die Gründe zusammen.

Auf PetaPixel ist kürzlich ein interessanter Artikel erschienen, in dem Hochzeitsfotograf Dustin Baker beschreibt, warum er seine Nikon D5 gegen eine Fuji X-T2 eingetauscht hat. Eine 7.000 Euro teure DSLR gegen eine 1.700 Euro teure DSLM tauschen? Klingt irgendwie verrückt. Doch Baker (dessen Arbeiten man auf seiner Webseite bewundern kann) beschreibt seine Reise von der Nikon D5 zur Fuji X-T2 ziemlich detailliert und erklärt, was für ihn die Gründe für diesen außergewöhnlichen Wechsel waren.

Gründe für den Wechsel von der D5 zur X-T2

Baker beschreibt sich selbst als jemanden, der Kameras und Equipment liebt. Dementsprechend hat er im Laufe der Jahre sehr viele verschiedene Kameras ausprobiert und war stets auf der Suche nach der für ihn perfekten Kamera. Größtenteils hat er dabei Produkte aus dem Hause Nikon genutzt, fühlte sich aber irgendwann auch zu den spiegellosen Systemkameras hingezogen. Hier hatte es ihm die Fuji X-Pro2 besonders angetan. Seiner Meinung nach ist die X-Pro2 zwar eine hervorragende Kamera, doch der Autofokus ist für seine Zwecke einfach nicht zuverlässig genug. Also nahm Baker eine ordentliche Stange Geld in die Hand und kaufte die rund 7.000 Euro teure Nikon D5.

Die Nikon D5 war für ihn nahezu perfekt. Wahnsinnig guter Autofokus, sehr gute Ergebnisse im High-ISO-Bereich, fantastische Farben. Was ihn jedoch gestört hat, waren die schlechten Werte in Sachen Dynamikumfang (hier kann die Nikon D5 im Gegensatz zu anderen Nikon Kameras leider nicht überzeugen) und das extrem hohe Gewicht.

Die Vorteile der Fuji X-T2

Irgendwann hat Fujifilm dann die X-T2 vorgestellt. Baker hat die Kamera bei mehreren Hochzeiten und Shootings ausprobiert – und war sofort verliebt in Fujis neustes Flaggschiff. Der EVF ist der beste, den er persönlich je genutzt hat, er würde ihn auch den elektronischen Suchern von Sony oder Leica vorziehen. Am meisten hat es ihm jedoch der neue Autofokus angetan, der ihn zuvor davon abgehalten hatte, endgültig auf die X-Pro2 umzusteigen. Der Autofokus der X-T2 leistet nun laut Baker fantastische Arbeit. Egal ob sich die Motive bewegen, es dunkel ist – seine Bilder sind stets scharf. Außerdem wären da natürlich noch das geringe Gewicht, die hervorragende Bildqualität (laut Baker lässt die X-T2 die Nikon D5 in Sachen Dynamikumfang wirklich alt aussehen) und der deutlich geringere Preis. All das sind Vorteile, die ihn letztendlich dazu bewogen haben, von der Nikon D5 zur Fuji X-T2 zu wechseln.

Baker scheint mit der Fuji X-T2 also seine perfekt Kamera gefunden zu haben. Und so kommt er zu folgendem Fazit:

Ich habe immer gesagt, dass eine neue Kamera jemanden nicht zu einem besseren Fotografen macht. Aber wisst ihr was? Ich bin wirklich überzeugt davon, dass mich die X-T2 zu einem besseren Fotografen macht. Und zwar zu einem Viertel des Preises der Nikon D5. Ich bin beeindruckt.

Ein interessanter Erfahrungsbericht! Und definitiv ein Grund mehr, sich die Fuji X-T2 mal etwas genauer anzuschauen…

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

12 Kommentare

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  • Bin vor zwei Jahren von der 5D2 und 5D3 zu Fuji gewechselt. Für mich war es aus technischer Sicht erst einmal ein Rückschritt, auch wenn die spiegellose Technik an sich natürlich fortschrittlicher ist. Aber der AF war z. B. spürbar langsamer und auch was das Blitzen betrifft, steht Fuji nach wie vor ganz am Anfang.

    Warum habe ich trotzdem den Wechsel gewagt? Im Vorjahr hatte ich parallel zu den beiden Canon Vollformatkameras die X-E2 im Einsatz. Und erstmals so wirklich, statt die Kamera lieber zuhause zu lassen oder aus Gewichtsgründen nur ein Zoom mitzuschleppen.

    Mit dem Verkauf der beiden 5er zog dann gleichzeitig auch die X-T1 bei mir ein. Ich wollte einfach zwei Bodys mein Eigen nennen, auch als Privat. Anfangs sah ich noch keine großen Vorteile, mittlerweile habe ich das Klappdisplay zu lieben gelernt und auch mit den entsprechenden Objektiven ist er AF speziell an dieser etwas besser geworden.
    Aber ebenso an der Objektivtechnik selbst hat Fuji stark geschraubt, weshalb ich mir wünschen würde, dass man die älteren zeitnah updaten wird. Momentan bringt man ja eher abgespeckte Billigmodelle davon auf den Markt.

    Mittlerweile nenn ich auch die X-T2 mein Eigen. Sie ist in meinen Augen eher eine X-T1s. Es sind mehr Detailverbesserungen, die das neue Modell mitbringt, als etwas komplett neues. Auch der AF ist nur einen Hauch schneller als zuvor.
    Trotzdem bin ich sehr zufrieden, auch wenn der Sensor (wie schon bei der X-Pro2) Probleme bei bestimmten Lichteinfall („Bildartefakte bei Gegenlichtsituationen“) haben soll. Kein für mich unbedingt notwendiges Update, aber eins was sich trotzdem gelohnt hat. Von zufrieden hab ich mich auf sehr zufrieden gesteigert.

    Was allgemein bei Fuji stimmt ist übrigens die bisherige Update-Politik. Von Canon kenne ich derartige Produktpflege nach dem Release nicht! Auch Nikon soll da nicht anders sein.

    • Hey Marcel! Vielen Dank noch für deinen Erfahrungsbericht. Finde ich interessant, dass du die X-T2 eher als eine X-T1s siehst. Ich hatte rein von der Berichterstattung her den Eindruck, dass es da schon spürbare Unterschiede zwischen X-T1 und X-T2 geben würde. Muss die X-T2 bei Gelegenheit mal ausprobieren 🙂 LG, Mark

  • laut Baker lässt die X-T2 die Nikon D5 in Sachen Dynamikumfang wirklich alt aussehen

    das bezweifel ich ja ganz stark.

    • Die X-T2 hat zwischen 12 und 13 Blenden Dynamikumfang. Wenn ab ISO 800 fotografiert, kann die Kamera die einzelnen Pixel mit unterschiedlichen ISO-Werten (Hardware basierend) ansteuern. Sprich ich mache ein Foto mit ISO 800 und Stelle die Kamera auf Dynamikumfang 400% ein, dann steuer Sie die unterschiedlichen Pixel zwischen ISO100 und ISO12.800 an. Dadurch entsteht in der Tat ein sehr großer Dynamikumfang, wenn man in Lightroom noch die Lichter oder Schatten interpoliert lässt es einen wirklich Staunen…

      ABER… Ich finde die Fotos wirken dann sagen wir mal komisch Flau, es fehlt der Kontrast und wenn man ihn nachträglich reinmacht gefällt es mir immer noch nicht so ganz. Jedoch nur in Lightroom, ich denke weil Lightroom noch nicht so ganz die Datei mit den Unterschiedlichen ISO-Werten auslesen kann. In den von Fuji mitlieferten RAW-Convertor geht es, er ist jedoch meines erachten KÄSE!

      Mit der Nikon D5 habe ich leider kein Vergleich, jedoch mit der 5D Mark III und ich war dort über die XT-2 echt erstaunt!

      • Das ist interessant.
        Gibt’s da eine Quelle dazu (zur ISO-Angleichung auf Pixelebene und welche Software was daraus macht) ?

        Cheers

  • Ich habe meine 5D Mark III mit einiges an Zubehör gegen die X-T2 mit dem Kit eingetauscht. So hatte ich noch etwas Taschengeld und ich muss sagen das ich recht zufrieden bin. Qualitativ musste ich kaum bis gar keine Einbuße wahrnehmen. Dafür bin ich deutlich leichter auf Reisen unterwegs und habe viele Vorteile wie die Bedinung über Smartphone, Peeking beim Manuellenfokusieren, Schwenkdisplay, 4K und und und… Unter dem Strich macht das Fotografieren mit der X-T2 mir auch sehr viel mehr Spaß was für mich die Haupsache ist ob Beruflich oder Privat. Fotografieren ist halt eine Leidenschaft.

  • Also… ich geb weder meine D800 noch meine D5 her…
    Das perfekte Team für Hochzeiten. Nach der Hochzeit genau so tough in Höhlen und Mienen oder anderen LOST PLACES. Dann AF und Akkuleistung… Ausserdem ist es ja nicht nur der Body der zählt….
    Aber jedem was ihm gefällt… Im hohen Alter will ich dann vielleicht auch mal was leichteres.

  • „Warum ich meine … gegen … eingetauscht habe“ im Stil von „Warum ich meinen Porsche 911 gegen einen Mini getauscht habe“ kommt ja als Überschrift immer gut. Mein Kommentar dazu: Schön blöd!

  • Wenn dieser Dustin Baker tatsächlich von einer D5 zu einer X-T2 wechselte und nichts vermisst, dann hätte er eine D5 nie gebraucht, zumindest ihr Potential als Sport- und Action-Kamera nicht, die nicht rasend schnell und treffsicher ist, sondern auch den einen oder anderen kräftigen Stoß abkann und dabei auch bei ISO 51.200 und sogar102.400 noch erstklassige Fotos abliefert.