Objektive Sigma

Sigma Objektive werden ab 2017 deutlich teurer

Sigma Objektive photokina 2016

Ab 1. Januar 2017 wird Sigma die Preise für zahlreiche Objektive erhöhen. Wer sich ein bestimmtes Objektiv zulegen möchte, sollte also noch im Jahr 2016 zuschlagen.

Sigma Objektive werden teurer

Es sind dunkle Zeiten für die Kamera-Branche. Zahlreiche Hersteller müssen mit immer weiter sinkenden Verkaufszahlen und schlechten Umsätzen zurechtkommen. Viele Unternehmen reagieren auf diese Entwicklungen mit Preiserhöhungen, so wurden beispielsweise im August 2016 viele Canon Produkte deutlich teurer.

Ab dem 1. Januar 2017 wird nun auch Sigma nachziehen und die Preise für zahlreiche Objektive erhöhen. Das geht aus einem geleakten Dokument hervor. Anscheinend werden wohl die meisten Objektive teurer werden, man muss mit Erhöhungen zwischen 9% und 28% rechnen.

Das heißt: Wer schon jetzt weiß, dass er sich ein bestimmtes Objektiv von Sigma zulegen möchte, sollte noch im Jahr 2016 zuschlagen, um die Preiserhöhung zu umgehen. Eine große Auswahl von Sigma Objektiven gibt es zum Beispiel hier bei Amazon.

sigma-preiserhoehung

via: Nikonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

9 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Seit wann steigen denn bei sinkender Nachfrage die Preise?

    Ganz abgesehen davon, daß dies marktwirtschaftlich widersinnig ist, dürften die Preiserhöhungen den Absatz zusätzlich hemmen.

    Klar ist das alles nicht….

    • das ist absolut richtig. Ich kann diese Entscheidung auch nicht nachvollzhiehen. Eigentlich müsste Sigma die Margen reduzieren wenn die Nachfrage schwächelt. Das kann nicht gut ausgehen.

    • Aufgrund der, schon seit längerem, fallenden Nachfrage, wird inzwischen weniger produziert. Somit müssen die Kosten für Maschinen und Entwicklung auf weniger Einheiten verteilt werden.

      • Das wäre nur dann schlüssig, wenn Sigma noch deutlich weniger produziert, als ohnehin schon wenig nachgefragt wird. Würde die Produktion lediglich an die Nachfrage angepaßt, müßten die Preise gleich bleiben.

        Es ist zwar richtig, daß die Produktionskosten in den Verkaufspreis eingerechnet werden müssen, der Verkaufspreis muß sich aber immer nach der Nachfrage richten. Läßt man diese außer Acht, wird man die Ware nicht los. Sie ist zu teuer.

        Es wird sich ja zeigen, ob sich die Entscheidung rechnet.

  • Welchen Sinn /Nutzen haben denn solch teuere Objektive > 800,00 € (und Kameras) überhaupt für einen Hobbiefotografen ?
    Für einen Profifotograf, der tagtäglich sein Geld damit verdient und sich mit der Konkurrenz vergleichen muss, mag das ja noch angehen. Aber alle anderen, die hauptsächlich im Alltag und im Urlaub fotografieren nehmen ja heutzutage meistens das Smartphone. Wer bessere Fotoqualität sucht, ist mit den Einsteiger SLR etc. meistens gut bedient. Ich hatte es ja an anderer Stelle schon erwähnt, das ich noch viele alte analoge Kameras und Objektive (Canon EOS) besitze sowie eine einfache digitale Einsteiger EOS und auch noch neben digital weiterhin analog fotografiere und mir da eine digitale Kopie auf CD gleich mitbestelle. Die Bildqualität reicht mir da zur Zeit noch völlig aus, um die Fotos auch für Bücher und Kalender zu verwenden (ich will mich mal nach 40 Jahren Fotografie als „Semiprofi“ bezeichnen, da ich mir mit den Büchern etc. ein kleines Taschengeld dazuverdiene). Die Fotoindustrie (siehe auch Ihren Beitrag über Nikon) sollte da auf vernünftige , alltagstaugliche und nicht überteuerte Kameras und Objektive setzen und nicht die Geräte mit allen möglichen Funktionen überladen, die man im Alltag meistens nicht braucht.

  • Ich muss gestehen, dass ich bislang nie mit Verkaufszahlen befasst habe.

    Aber die Erklärung von User peter.grosse.streuer klingt auf jeden Fall plausibel und verständlich… wenn Sigma weniger produziert, müssen die Kosten für Maschinen und Entwicklung auf weniger Einheiten verteilt werden.

    Und wenn ich mir so die Liste ansehe, dann werden die Objektive auf jeden Fall auch weiterhin ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten.

  • Es ist ein Unterschied

    ob ein Massenhersteller (schließlich werden fast alle Systemkamera Anschlüsse bedient) seine Gewinne über höhere Preise steigern möchte oder ob eine kleine, feine Manufaktur mit einem entsprechenden Qualitäts Image (Leica) Produkte auf Bestellung baut und deswegen etwas höherpreisig sein muss.

    Ich sehe die chinesischen Betriebe (die schon heute für die japanische Industrie fertigen) mit einem breiten Grinsen im den Startlöchern scharren. Ein Schelm ist wer da an Yi Technologies mit ihrer Yi M1 12-40mm f/3.5-5.6 Objektiv: 599 Euro 20 Mio Pixel MFT Kamera denkt. Dieser Preis wird sicher noch sinken.

    Deswegen sehe ich als Kunde der nicht unbedingt kaufen muss völlig entspannt in die Zukunft. Hohe Neupreise sorgen auch auf dem Gebrauchtmarkt für höhere Erlöse bei meiner bisherigen Ausrüstung. Das werde ich nutzen und mein neues Kamerasystem bei einem der übrig gebliebenen preiswerten Foto Gerätehersteller kaufen.

    Das gilt besonders bei dem benötigtem Zubehör wie Objektive, System Blitze und Stativen. Sigma, Tamron, Tokina sind nicht die überragenden Qualitätsmonster, wenn sie edle Teile im Sortiment haben sind diese höchstens ein klein wenig billiger als die Originale.

    Ob sich die Entscheider in der japanischen Fotoindustrie mit diesem Vorgehen nicht ein herrliches Eigentor geschossen haben?

    • Sigma ist ja jetzt schon mit utopischen Preisen unterwegs.

      Die Canon-Preiserhöhung ist bisher nicht im Handel umgesetzt worden – weil sie sich gar nicht umsetzen lässt.

      Wer als Berufsfotograf ordentlich verdient, wird nur dann ein Sigma-Objektiv kaufen, wenn es einen echten Vorteil gegenüber Canon- oder Nikon-Objektiven bietet.
      Und das trifft nur auf sehr wenige Sigma Objektive zu.
      Weder auf 4.0/500 mm, 4.0/12-24 mm, 1.4/35 mm, 1.4/85 mm trifft das wirklich zu.
      Interessant sind da allenfalls 1.4/20 mm, 1.4/50 mm und 6.3/150-600 mm – auf die meisten anderen Objektive trifft das nicht zu, oder der langsamere, unpräzisere AF und die nicht vorhandene Objektivkorrektur führen schnell zur Ernüchterung.

      Preissenkung ist sicher der richtige Weg – Preiserhöhung ist zum Scheitern verurteilt.
      Vielleicht sollte Sigma zuerst einmal üben mit realistischen Preisen zu starten, so daß diese nicht um ⅓ fallen müssen – lustiges Beispiel: 4.0/500 mm für 7000€ – wer soll das kaufen?
      Da kauft ja jeder lieber die ältere Version gebraucht von CaNikon zum günstigeren Preis oder legt noch etwas drauf und bekommt das Original. Realistisch wäre 5500€ gewesen. Und da wird es im Handel auch hin driften.

  • @ Cat: Na ja so kann man das meiner Meinung nach nicht stehen lassen… schon das Vorgänger-Modell vom 85 mm f1.4 Art ist ein sehr gutes Objektiv. Ich nehme an, dass es nun übertroffen worden ist, und von daher erwarte ich mir schon einiges.

    Und generell habe ich mich heute etwas zum Thema herum gelesen und ich gehe nun davon aus, dass die Preispolitik vor allem mit den Wechselkursen Euro-Yen zusammenhängt. Daher schließe ich nicht aus, dass Canon früher oder später auch teurer werden wird…