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Canon: Keine EOS 6D Mark II, dafür spiegellose Vollformatkamera?

Neue Gerüchte zur Canon EOS 6D Mark II – die möglicherweise gar nicht auf den Markt kommen wird. Canon plant angeblich, sie mit einer spiegellosen Vollformatkamera zu ersetzen.

Kein Nachfolger für die Canon EOS 6D?

In den letzten Monaten und Jahren gab es zahlreiche Gerüchte zur Canon EOS 6D Mark II und eigentlich war man zuletzt davon ausgegangen, dass Canon die neue DSLR irgendwann Anfang oder Mitte 2017 vorstellen wird. Doch nun gibt es neue Gerüchte, die etwas völlig anderes andeuten: Möglicherweise wird die Canon EOS 6D Mark II nämlich gar nicht auf den Markt kommen!

Canon plant angeblich, die Canon EOS 6D Mark II durch eine spiegellose Vollformatkamera zu ersetzen. Auch zu dieser Vollformat-DSLM gibt es schon seit Ewigkeiten Gerüchte, es ist also generell nicht unwahrscheinlich, dass früher oder später eine solche Kamera präsentiert werden wird. Doch warum sollte Canon nun diese spiegellose Vollformatkamera anstatt der EOS 6D Mark II auf den Markt bringen? Warum werden nicht einfach beide Kameras vorgestellt?

Spiegellose Vollformatkamera könnte 6D Mark II ersetzen

Eine mögliche Erklärung wäre es, dass sich die beiden Kameras schlicht und einfach zu ähnlich wären. So munkelt man beispielsweise schon seit einiger Zeit, dass man Canons EF-Objektive an der kommenden spiegellosen Vollformatkamera ohne Adapter nutzen können wird. Damit würde sich ein großer Vorteil der 6D Mark II in Luft auflösen. Außerdem ist es sehr gut vorstellbar, dass Canon mit der Vollformat-DSLM eher auf „Vollformat-Einsteiger“ abzielen wird und sich nicht den absoluten High-End-Bereich vornimmt. Sprich es ist recht wahrscheinlich, dass Canon ein direktes Konkurrenzprodukt zur Sony A7 (II) auf den Markt bringen möchte. Damit würden die Canon EOS 6D Mark II und die Vollformat-DSLM die gleiche Zielgruppe ansprechen.

Insgesamt sollte man dieses Gerücht definitiv mit Vorsicht genießen. Auch sind sich auf Canonwatch 49 Prozent der rund 1.000 Befragten sicher, dass Canon früher oder später beide Kameras auf den Markt bringen wird – die Canon EOS 6D Mark II und die spiegellose Vollformatkamera. 30 Prozent halten es allerdings auch für möglich, dass die DSLM die 6D Mark II ersetzen wird. Warten wir es ab.

Womit rechnet ihr? Wird Canon die 6D Mark II durch die Vollformat-DSLM ersetzen? Oder wird der Marktführer beide Kameras auf den Markt bringen?

Update, 18.01.2017: Was viele bereits vermutet haben scheint sich zu bestätigen: Canon wird einfach beide Kameras vorstellen! Die neusten Infos gibt es in diesem Artikel.

Quelle: Canonwatch

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

27 Kommentare

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  • Für mich ist offensichtlich, dass eine EOS 6D eingeführt wurde, um Vollformat – und damit den ganzen
    EOS-EF-Objektiv-Schatz mehr Menschen günstiger anbieten zu können.
    Wer kann und will denn heute rund 4000€ für eine EOS Vollformatkamera ausgeben?
    Also klafft da eine gewaltige Lücke.
    Und auch wenn alles teurer wird und man eine günstige Vollformat-DSLR für 2000-2500€ anbieten müßte – wäre das doch sehr wichtig für Canon.
    Ich halte eher die ganzen 1300D, 750D und jetzt auch 80D Baureihen mit Halbformat für weitgehend ersetzbar, durch Kameras wie die EOS M5.
    Und sicher muß auch eine spiegelfreie Systemkamera mit Vollformat erscheinen, die alle EOS-Objektive nutzen kann.

    Deshalb vermute ich, beides wird erscheinen.
    Was Sony kann, kann Canon hoffentlich besser.
    Die Pentax K01 war hässlich wie die Hölle, aber vom Konzept der Welt 4 Jahre voraus.
    Man kann eine spiegelfreie Kamera leichter und kompakter bauen als eine DSLR und sogar ohne Adapter und ohne das sie wie ein Stück verformte Seife in der Hand liegt.
    Nur an ein paar Dinge muß Canon denken:
    – großer Akku, ordentlicher Griff
    – idealerweise Griffstücke zum austauschen auf verschiedene Handgrößen
    – andere Gurtbefestigung – die EOS M war eine gute Idee, aber die Anschlußpunkte müssen von der rechten Seite verschwinden (Pentax LX)
    – endlich einen wirksamen Diebstahlschutz
    – ein Blitz, der gleichzeitig externe Blitze steuern kann, muss dabei sein
    – verschiedene Akku-Griffe für unter die Kamera sind Pflicht
    – Unter 50 MP anzutreten wäre langweilig
    – der Monitor muß voll beweglich sein, mit Touch-Screen
    – Am besten geben sie die Kamera bei der Panasonic GH4 Abteilung in Auftrag, die haben als erster sehr viel richtig gemacht und eine zweite Variante mit der Bedienung der Fuji X-T2 wird sicherlich alle Studio-Fotografen hoch erfreuen.
    Bloss nicht Sony oder Olympus abkupfern oder gar Leica SL.
    – am besten eine Variante nur für Fotografen und eine ganz andere für Filmer – ich will die Trennung – wer Filme drehen will wird wohl auch das Geld für eine spezielle Kamera auftreiben können oder er nimmt sein Handy im Hochformat 🙂

    Die Frage wird nur, was lässt Canon diesmal wieder vermissen, den schnellen AF?

  • Solange Canon keinen mit Sony in Auflösung, Dynamik und Rauschen vergleichbaren Sensor herstellt ist alles was sie auf den Markt bringen uninteressant. Erst recht wenn der Preis zu hoch ist. Da können die Herren von Canon zehnmal meinen der Preis wäre angemessen. Das bestimmt der Markt, nicht mehr Canon.
    Ich habe nach der Photokina angefangen Sony zu kaufen. Zuerst mal zum Test die Alpha 6300 + 3 FE Objektive und ich bin nach einem Trip nach Venedig begeistert. Meine 5D III und L´ s habe ich bewusst zuhause gelassen.
    Wenn man soweit ist wie ich, dann hat man den Absprung bereits geschafft.
    Ich warte jetzt nur noch auf den Nachfolger der 7R III. Ich wüsste nach dem Trauerspiel der letzten Jahre ohnehin nicht mehr, ob ich noch Spaß an Canon hätte. Auch wenn ich vom 8-15, MP-65 bis zum 100-400 viele L-Objektive habe. Mit Metabonce IV klappt es super.
    Warum sollte es Canon jetzt auf einmal gelingen eine vernünftige, innovative, spiegellose Vollformatkamera mit wettbewerbsgerechter zu entwickeln? Zuerst einmal wird Canon die nächsten Jahre kein Geld an mir verdienen.

    • man könnte das Geld kaum schneller vernichten – als mit Sony.
      Aber wenn es spaß macht, noch mehr für Fototechnik zu bezahlen – bitte.
      Der Vergleich Alpha 6300 mit den Sony billig-Linsen gegen eine 5D3 und EOS-Objektive ist ja wohl nicht ernst gemeint.
      Der Sensor ist bestenfalls ein Teil der Miete – ohne guten Fotografen ist auch der beste Sensor nutzlos und ohne Spitzenobjektive sowieso.
      Sicher kann und muss Canon an den Sensoren optimieren, aber die absolute Masse an eindrucksvollen und professionellen Fotos auf der Welt entsteht seit 3 Jahrzehnten mit Canon Kameras und EOS-Objektiven und daran ändert eine neue Sony Kamera erst einmal gar nichts.
      Canon kann auch leicht und teuer bauen – siehe EOS M5 – die ist eher mit der 6300 vergleichbar.

      Metabones? Und wenn es Probleme gibt – die wird es geben – bei wem beschweren Sie sich dann?
      Bei Sony, bei Metabones, bei Canon? Das wird ein lustiger Spießrutenlauf – da ist ja Sigma schon schlimm genug.

      • Erklären sie mir doch bitte was an Sony G 85mm f1.4, sony zeiss 55mm f1.8, sony 50mm 1.4, sony zeiss 16-35 mm f4, sony 90 mm f2.8 makro,Zeiss batis 85 mm f1.8, sony 70 -200mm f2.8, sony G 70 -300, sony 24 -70mm f2.8 usw BILLIG, schlecht verarbeitet oder von schlechter optischer Leistung sein soll!?
        Bei canon kann ich doch auch günstige und teure Objektive ( mit entsprechender Leistung) kaufen. Das bei Sony die Objektive die Sensorleistung nicht abbilden können ist eine veraltete Argumentation. Der einzige Bereich in dem die Spiegellosen Sonys beim Objektivpark gegen Canon Linsen das Nachsehen haben ist im Moment noch der Supertelebereich lichtstarker Brennweiten im Bereich ab 300mm. Aber auch hier kann man auf die Sensortechnik von Sony setzen und entweder Sony SLT mit a-mount kaufen, oder zum Konkurrenten Nikon gehen, der ebenfalls die wesentlich besseren Sensoren bei Sony kauft.
        Bei aller Überzeugung was die Innovationskraft der Konkurrenzprodukte zu Canon (Fuji X, Sony a/e-mount usw) bieten würde auch ich natürlich nur schweren Herzens bei dem Besitz eines ordentlichen Objektivparks von Canon auf einen anderen Hersteller wechseln. Klar ist aber auch dass die beiden Grossen bei den Spiegellosen nachziehen müssen, wenn sie nicht in der Versenkung verschwinden wollen. Nikon und Canon haben übrigens einen Vorteil bei den spiegellosen: Sie haben zwar wesentliche Marktanteile durch die spiegellose Konkurrenz verloren, die Entwicklungskosten werden bei beiden, zumindest wenn sie es richtig anstellen jedoch geringer ausfallen, weil sie aus den Fehlern der ersten Generationen Kameras von Sony, Fuji und Co lernen können.

  • @Cat:
    „aber die absolute Masse an eindrucksvollen und professionellen Fotos auf der Welt entsteht seit 3 Jahrzehnten mit Canon Kameras und EOS-Objektiven“.
    Mit Verlaub: engstirniges Fanboy-Gehabe 😉
    Nikon haben Sie wohl vergessen?
    Dass so viele Profis in den letzten von Ihnen genannten drei Jahrzehnten so tolle Bilder mit Canon und Nikon schossen, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich die beiden Platzhirsche den Löwenanteil des Marktes teilten. Nicht ohne Grund, gewiss. Leider haben beide verpennt, auf den Spiegellos-Zug aufzuspringen, mit dem Sony vor fast einem Jahrzehnt (!) abgefahren ist.
    Back to Topic:
    Leider! erwarte ich, dass Canon einen halbherzigen Schritt macht und die Spiegellose anstatt der 6D Mk II bringt. Halbherzig mMn deshalb, weil man ja doch iwie am Kuchen der Spiegellosen partizipieren will, aber sich keinen Angriff auf voller Breitseite traut. Nikon auch nicht. Ich meine, dass die Marktriesen in der Lage sein dürften, die oft zugekauften Sensoren mit einem Wettbewerbstauglichen Umfeld zu versehen und etwas auf den Markt zu bringen, dass so gut ist wie eine Alpha 7 wasauchimmer. Aber wofür? Der Consumer kauft doch auch weiter die normalen DSLRs, man kann weiter verdienen, also kein Handlungsbedarf. Ich könnte mir vorstellen, dass entsprechende Kameras schon lange fertig bei Canon und Nikon in den Schubladen liegen und auf den Einsatz warten. Bei den Prozessoren im PC-Bereich konnte man vor zehn Jahren auch gleich was auf den Markt werfen, das 10x schneller gewesen wäre. Aber warum nicht langsam an der Schraube der Entwicklung drehen und an jeder kleinen Stufe verdienen? Der Consumer macht es doch mit. Ich werde mir in den nächsten drei oder vier Jahren keine neue DSLR kaufen, weil ich erst dann mit einer Marktreifen und ernsthaften Lösung von Canon und Nikon im Bereich der Semiptofessionellen Geräte rechne.

    • Eine kleine Anmerkung.
      Bei den Prozessoren hätte man vor 10 Jahren etwas auf den Mark werfen können, das 10x schneller gewesen wäre, wir reden hier von 2006.
      Ignorieren wir mal, dass aktuelle Prozessoren unter anderem neue Techniken wie AVX bieten und auch Dinge wie Architekturverbesserungsmaßnahmen.
      Ein damaliger Prozessor hatte bei etwa 200mm² etwa 200 Millionen Transistoren.
      Mit aktueller Fertigung bekommt man in die Fläche 2 Milliarden.
      Die heutige Fertigung ist heute nicht einmal ganz einfach technisch zu bewerkstelligen, damals noch nie erreicht.

      Daher hätte der damalige Prozessor 2000m² Fläche und etwa 1500 Watt Verlustleistung haben müssen, um 10 Mal schneller sein zu können.
      Je größer die Fläche, desto niedriger ist die Ausbeute an funktionierenden Prozessoren (Anteil an Defekten steigt stark) nach der Fertigung.
      Daher hätte die Produktion nicht etwa 10 Mal so viel gekostet, sondern weit mehr. 100? 1000?

      Also gut, vermutlich hast du Recht, man hätte was auf den Markt werfen können, das 10 Mal so schnell gewesen wäre 100.000€ gekostet und einen Starkstromanschluss gebraucht hätte.
      Willst du darauf hinaus?

      Es ist eben gerade nicht so, dass die Hersteller in der Schublade das Perfekte Produkt haben, es müssen Jahre Entwicklungszeit und viele Milliarden investiert werden um heutzutage einen Schritt besser zu werden und konkurrenzfähig zu bleiben.
      Es mag sein, dass das Geschäft um die Kameras noch nicht so heftig ist (bei den Prozessoren ist es so, dass die immer weiter steigenden Kosten für die Entwicklung der Fertigung so gigantisch hoch sind, dass dies nur durch einen entsprechend immer stärker werdenden Markt finanzierbar ist. Oder anders gesagt. Wenn hier ein Fertiger nicht exponentiell wächst, wird er schnell unrentabel)

      • „Willst du darauf hinaus?“

        Nein, gerade darauf nicht. Ich glaube eben nicht uneingeschränkt daran, dass es nicht technisch möglich gewesen wäre, sondern behaupte, dass es bereits fertig in der Schubade lag. Um noch einmal auf die heutigen KAmeras zu kommen: es ist je heute möglich (Sony hat ja entsprechendes auf dem Markt) – und ich kann mir eben vorstellen, dass Canon und Nikon ein fertiges Produkt (also eine Spiegellose Vollformat-DSLR) in petto haben, aber sie aus strategischen Erwägungen (noch) nicht auf den Markt werfen/bringen.
        Der Vergleich mit den CPUs mag hinken und wird hoffentlich keinen OT-Diskurs vom Zaun brechen 😉

  • Mir wurscht

    was die Canikosonisten auf den Markt bringen. „Aus Erfahrung wird man klug“ den Spruch habe ich am eigenen Leib bei der Umstellung von analog auf digital teuer erfahren müssen.

    Erst teure Scanner um die Plan- Mittelformat Filme in den PC zu bekommen danach im Halbjahres Rhythmus diverse sündhaft teure digital Boliden bei gleichzeitig sinkender Ertragslage, das war anstrengend.

    Die Erfahrung lehrt mich das es durchaus Sinn macht mindestens eine oder besser zwei „Entwicklungsstufen“ zu überspringen und nicht auf elektronische Spielereien herein zu fallen.

    Für mich hat Canon wie die anderen Hersteller auch ein Orientierungsproblem. Auf welches Pferd sollen sie setzen? Dabei kann es durchaus passieren das der Massen Kunde lieber mit den zukünftigen Smartphones fotografiert oder mit den Video Fotos zufrieden ist.

    Die kleine Nische der beruflichen Fotografen und den echten Hobbyisten wird für das Überleben nicht reichen. Besonders dann nicht wenn im täglichen Werbe Geschäft das gute alte „Messe“ (Großbilder) Plakat durch riesige Bildschirme mit Bewegtbildern ersetzt wird. Statt der üblichen Werbe Prospekten kleben an den Neuheiten QR- Codes für das Kunden Handy.

    Soll Canon in Sensoren mit irrer Auflösung investieren? Oder doch lieber in den heiß umkämpften Spiegellosen Konsum Markt? Die Entscheidung erst mal etwas konservativer den Markt zu beobachten ist auf längere Sicht richtig.

    • Canon wird so oder so hoch auflösende Sensoren weiter entwickeln, sie sind letztendlich nicht (nur) für den Konsumenten-Bereich konzipiert. Industrie, Sicherheit, Forschung, sind Bereiche die weiter bedient werden müssen.

  • Das wäre sehr schön! Ich bin vor Jahren vom APS-C Einsteigermodell 450D auf die ebenfalls „nur“ APS-C-große 7D gewechselt und eigentlich sehr zufrieden. Bildqualität, Händling etc. – das passt alles perfekt. Trotzdem: Vollformat hat mich schon immer gereizt. Das ist aber gleichbedeutend mit dem Verscherbeln aller APS-C Objektive und entsprechenden Neuanschaffungen. Damit ich so viel Investition vor mir selbst rechtfertigen kann, muss der Mehrwert auch wirklich spürbar werden. Ich will nicht nur „etwas bessere“ Bilder haben. Vollformat in einer Kompatkamera wäre ein genau solcher Mehrwert für mich, der bisher nur bei anderen Herstellern verfügbar war. Ich bin mit Canon aber durchweg zufrieden und würde ihnen gerne die Treue halten. Wenn Canon mit so einem Modell also auf den Markt kommen sollte – ich hätte meinen Finger am Kaufen-Button 🙂

  • Ich habe vor einigen Monaten das Gerücht gelesen, dass Canon Finanziell nicht ganz so gut aufgestellt ist, als in der Vergangenheit.
    Wenn ich mich an den Stand von Canon auf der letzten Photokina zurückerinnere könnte da etwas dran sein.
    Außerdem gab es in der letzten Zeit außer die neuen 5er und meiner Meinung die Preislich überzogene 5 MK IV nichts Nennenswertes.
    Selbst bei den Objektiven gab es nur meist nur „Einsteiger-Klasse“
    Ich glaube das Canon Probleme hat etwas Gutes auf die Beine zu stellen und glaube nicht, dass es in den nächsten Monaten eine neue 6er geben wird. Was ich sehr bedauere, da ich darauf schon seit einem Jahr warte um von meiner 70D zum Vollformat wechseln zu können.
    Eine mittelklassige Spiegellose wäre denkbar.

    • Naja, 36Mrd. $ Umsatz und dabei auch noch Gewinn, denn das einzige was eingebroichen ist, wie bei jedem Hersteller, ist der Absatz von Kameras, viel schlimmer hat es da Nikon die haben mal ca. 30% Umsatzverlust, das heisst in Zahlen das nur noch 3Mrd. $ Umsatz erwirtschaftet wurden….das ist dann schon eher sehr schlecht….

  • Mit Interesse habe ich die Kommentare gelesen, da ich selbst vor der Frage stehe, welche Kamera soll ich jetzt kaufen.
    Kurz die Geschichte. Seit 2010 fotografiere ich mit Canon. Als 2016 meine Zwillinge zur Welt kamen, wollte ich etwas kleines dabei haben und kaufte mir Sony A6000 + 35 mm f 1,4… Und ab dann war es vorbei mit der Canon (im Moment habe ich eos 60D).
    Nun war ich reif für eine Vollformatkamera und da ich ein paar Objektive von Canon habe ( 50mm und 85 mm und einen externen Blitz), habe ich die 6D bestellt. Das war ein Schock! Eine sehr langsame Kamera (die Serienaufnahme), mit fürchterlichen Farben (das fand ich am schlimmsten!) und einem toten AF… Es machte überhaupt KEINEN Spaß, mit ihr zu fotografieren! Ich hab sie zurückgeschickt. Dagegen wirkte die 60D mit dem Cropsensor schneller und traf besser die Farben…
    Ich bin am Überlegen, mir die Sony A7 ii zu kaufen. Was mich davon abhält? Systemwechsel ist wie eine Scheidung:))))) ich habe zwar noch nicht viel Kapital wie Profis in Canon investiert, aber ich habe das Vertrauen in die Marke, ich weiss, dass diese Kameras stabil sind… Stabil und spaßfrei (das weiß ich erst, seit ich Sony ausprobiert habe:)))
    Mit Sony zu fotografieren, machtes einfach Spaß und die Fotos bedürfen wenig bis gar keine Bearbitung.
    Und ich glaube einfach nicht, dass die 6D mark 2 so viel besser sein wird, dass ich sie will.
    Was würden Sie an meine Stelle kaufen? Wäre sehr dankbar für die Meinungen.

    • Hallo Svetla, wenn die 6d keine korrekten Farben liefert, machst du definitiv was falsch. Aus den RAW-Aufnahmen bekommst du in der Nachbearbeitung jede Farbstimmung hin. Wenn du JPEG-Fotos machst, wähle die Einstellung „natürlich“, dann kannst du, wenn du willst, noch nach Geschmack nachbearbeiten. Oft sind die Farbgebungen auch eine Modeerscheinung. Ich finde das, was momentan in den Fotozeitschriften und Fotoforen gehypt wird, grauenhaft. Das kriegt aber jeder Anfänger hin, das ist alles Photoshop.
      Wenn du mit der 6d nicht klar kommst, wird dir der Nachfolger auch nicht helfen. Für deine Zwecke braucht man nicht unbedingt eine Vollformat-Kamera. Wenn dir die Sony A6000 gefällt, dann wirst du keine andere brauchen.

      • Hallo Jürgen, danke für Deine Antwort.
        Meine Sony sagt mir, dass ich alles richtig mache und etwas mit der 6 D nicht stimmt 🙂
        Jetzt im ernst, ich fotografiere im jpg+ raw, will aber nicht jedes Mal und nicht alle Fotos im Lightroom entwickeln (im Photoshop sowieso nicht). Es dürfen auch mal direkt schöne Fotos „raus kommen“, die man in einer App im Handy ein wenig nacharbeitet und nicht stundenlang am PC sitzt. Die Art, wie man mit den Canon-Fotos verfahren muss, ist masochistisch. Habe ich leider erst nach dem Kauf von Sony erfahren, dass es auch anders geht.
        P.S.: Für welche Zwecke darf man sich eine FF zulegen? 🙂
        Viele Grüße

      • Hallo Svetla, auf deine Frage würde ich erst mit einer Gegenfrage antworten. Warum meinst du, dass eine Vollformat-Kamera für dich besser sei?
        Wir, d.h. meine Frau und ich, betreiben Reisefotografie, oft auch in der Natur. Wir bereiten gerade eine Tour auf die Falklands vor, um dort Vögel zu fotografieren. Ich filme und fotografiere mit einer Lumix Gh4, eine GH3 in Reserve. Zum Filmen gibt es nichts Besseres, Sie macht auch gute Fotos. Auch für Vogelfotografie ist sie schnell genug. Meine Frau fotografiert nur. Sie hat eine Canon 7dmk2 und eine EOS 6d. Die 7d ist für Flugaufnahmen, sie rauscht aber mehr als die 6d. Wenn du zum Beispiel Hallensport unter Profibedingungen machen willst, musst du eine EOS 1 nehmen. Für uns ist die zu schwer, da wir so schon 20 kg Fotoausrüstung im Gelände schleppen.
        Außerdem habe ich noch eine Sigma Merrill DP1. Die soll angeblich so detaillierte und scharfe Fotos machen wie eine Mittelformat-Kamera. Die ist aber sehr speziell. Ich mache damit Panoramen, manchmal auch mit der 6d. Die Sigma macht dann riesige Dateien, die einen normalen Computer in die Knie zwingen.
        Du siehst, welche Kamera die beste ist, ergibt sich aus dem Einsatzzweck. Und danach, wie deine gewünschte Bildästhetik ist. Ich habe gern bei Musikvideos in dunklen Hallen stärkeres Bildrauschen.
        Nur ein Rat: Ignoriere die sogenannten Expertentipps auf Bildqualität.

      • Zur Farbqualität von Canon: Alle Spitzenfotografen, Lindberg, McCurry, Art Wolfe fotografieren mit der Profi-Canon. Lindberg nimmt am Computer die Schärfe zurück, da er sie unnatürlich findet.

    • Hi Svetla,

      oki, mal abgesehen davon das die 6D die langsamste Cam im Canon VF-Sektor ist sieht man das aber auch in den Specs….wenn da was von 3.9 Bilder/sec steht sind es einfach nicht mehr….das Canon schnell kann sieht man an einer 1Dx Mk2 mit 14/16fps 😉

      Und was die Farben angeht ist Canon seit eh und je ungeschlagen, speziell bei Hautfarben – und das wird der neue Sensor nicht anders Händeln.
      Wenn der Qualitätsgewinn von der 6D zur 6D Mark2 ähnlich dramatisch ausfällt wie von der 5D III auf die 5D IV, was der neuen Sensortechnologie zu verdanken ist, dann ist es nicht mehr die Cam und die Bilder die du kennst….des Weiteren wird mit Sicherheit auch nicht mehr dieses Lahme AF-Modul zur Verwendung kommen….dafür spricht schon die Lichtempfindlichkeit des mittigen Sensors von -5LV…..das kann auch keine Nikon D5….kann das bisher überhaupt eine….ich glaube nicht 😉

      LG
      René

      • Hallo René! Vielen Danke für den Kommentar.
        Was die Geschwindigkeit von 6D angeht, dachte ich, dass der FF-Sensor das wieder gut macht:) aber nach der Sony A6000… es war wirklich ein Schock. Aber gut, Du machst mir ja Mut bezüglich der 6D ii :))) Ich bin bereit abzuwarten, aber nur wegen des vorhandenen Equipments. Weil Sony sagt mir, dass sie eine
        – nicht zu große (aber auch nicht zu klein) und nicht zu schwere
        – FF Kamera mit dem tollen Dynamikumfang
        – schnellem AF
        – schnellen Serienaufnahmen
        – unter 2.000 € haben :)))
        (mehr will ich nicht! Ist das so schwer zu produzieren, Canon?!)
        Was die berühmten Hauttöne von Canon angeht, finde ich, dass das überholt ist. Es war mal, als Canon 5D rausgebracht hat, aber ist das immernoch so? Hier ist ein Video, in dem vergliechen wird.
        https://www.youtube.com/watch?v=p9uMi3oUsvU
        Canon gefällt mir nur im Kerzenlich besser, ansonsten…. sorry…

        Viele Grüße

  • Hallo Svetla, wenn was so auffällig mit den Farben an der Canon 6d nicht stimmt, dann muss das an den Einstellungen liegen. Schau mal im Menü sowohl unter „Bildstil“ und auch im Weißabgleich nach. Der Bildstil muss „natürlich“ sein, der Weißabgleich automatisch. Wenn dir das Vorgeschlagene nicht gefällt, musst du was anderes ausprobieren. Dann ist die Farbwiedergabe aber nicht mehr korrekt, aber das ist heute in.

    • Hallo Svetla, ich habe mir deinen Link mal angeschaut. Die Bildqualität ist hier bei beiden Kameras ziemlich miserabel. Der Tester kann wohl nicht richtig mit der Farbgestaltung und der Scharfstellung umgehen. Hier ist die Sony kälter, die Canon wärmer eingestellt. Vielleicht gefällt die ja das eine besser als das andere. Korrekt ist aber wohl was anderes.

      • Hallo Jürgen,
        vielen Dank, dass Du dir so viel Mühe machst und antwortest so detailiert.
        Ich möchte eine KB-Kamera in der Portraitfotografie einsetzen.
        1. Stellt sie besser frei
        2. Man muss mit eine Brennweite von 85 mm nicht über ein Feld fotografieren, damit etwas außer Nase ins Bild passt.
        Ich hab nun über das Wochenende meine zwei (Crop) Canon-Kameras und zwei Objektive zum Verkauf ins ebay gestellt.
        Eine Entscheidung, welche Kamera ich kaufen soll, habe ich noch nicht getroffen.
        Viele Grüße

      • Hallo Svetla, Crop-Kameras sind im Outdoor-Einsatz sinnvoller als Vollformat-Kameras, da die Objektive erheblich kleiner sind und man nicht so viel schleppen muss. Wenn du mit Vollformat Porträts machen willst, kannst du durchaus die 6d nehmen, aber auch jede andere. Was du daraus machst, ist dir bei Einstellungen und Nachbearbeitung überlassen. Als Objektiv würde ich dir dann das Sigma 1,4 85 mm empfehlen, ein Objektiv der Extraklasse.
        Vielleicht hast du ja Lust, mal unsere Fotos anzusehen. Einige habe ich bei Facebook unter https://www.facebook.com/juergensaibic/?ref=aymt_homepage_panel
        oder auf unserer Webseite; http://www.beltz-saibic.magix.net Ich würde mich sehr freuen.