Kameras Olympus Tests

Olympus E-M1 Mark II im Test von TheCameraStoreTV

Die Jungs von TheCameraStoreTV haben ihren Test zur Olympus E-M1 Mark II veröffentlicht. Es gibt jede Menge Lob für die DSLM – aber auch Kritik.

Die Olympus E-M1 Mark II hat laut DxOMark den besten Sensor aller Micro-Four-Thirds-Kameras zu bieten und schließt zum APS-C-Format auf. Das liest man als Olympus Fan sicherlich gerne – doch ist die Kamera wirklich die 1.999 Euro wert, die der Hersteller als Preis aufruft? Eine schwierige Frage, die Chris und Jordan von TheCameraStoreTV in ihrem aktuellen Testvideo zur E-M1 Mark II beantworten wollen.

Olympus E-M1 Mark II mit vielen Stärken

Chris und Jordan haben viel Lob für die E-M1 Mark II übrig. Das fängt schon beim Gehäuse an, welches sich nach der Meinung von Chris toll anfühlt und gut in der Hand liegt. Zudem kommen auch das Menü und die unzähligen Möglichkeiten zur Individualisierung gut an. Außerdem hebt Chris die außerordentlich lange Akkulaufzeit hervor – damit können nicht alle DSLMs auf dem Markt punkten (hat jemand Sony gesagt?).

Zu den größten Stärken der Kamera zählt unter anderem der 5-Achsen-Bildstabilisator, der sowohl bei Fotos als auch bei Videos nur als herausragend bezeichnet werden kann. Das System leistet erstklassige Arbeit und während man bei anderen Kameras in vielen Situationen ein Stativ bräuchte, kann man bei der E-M1 Mark II Fotos und Videos einfach aus der Hand schießen.

Auch die Video-Qualität und die Video-Funktionen überzeugen, zudem ist Chris begeistert von der enormen Geschwindigkeit der E-M1 Mark II. Kaum eine Kamera kann mit solchen Serienbildgeschwindigkeiten aufwarten, einziger Nachteil ist hier natürlich, dass man unzählige Bilder aussortieren muss. Doch das lässt sich eben nicht vermeiden.

Olympus E‑M1 Mark II Gehäuse
Preis: 1.999,00€
Zuletzt aktualisiert am 17.03.2017

Kritikpunkte & Schwächen

Es gibt auch einige Kritikpunkte. So hinterlässt der Autofokus in vielen Situationen zwar einen hervorragenden Eindruck und er gehört definitiv zu den besten aller Olympus Kameras – doch vor allem beim Continious Autofokus offenbart die Olympus E-M1 Mark II Schwächen. In der Praxis heißt das: Die Motive bleiben nicht immer perfekt im Fokus.

Außerdem ist die Olympus E-M1 Mark II nicht die perfekte Wahl, wenn bei schlechten Lichtverhältnissen gearbeitet werden soll. Im kurzen ISO-Test werden zwar Verbesserungen festgestellt, trotzdem gibt es schlicht und einfach Kameras, die hier ein besseres Bild abgeben.

Die Kamera scheint also perfekt geeignet zu sein für Fotografen, die mobil sein möchten (Travel, Outdoor, Wildlife), die sich eine kompakte Kamera wünschen, die von neuen Technologien begeistert sind und die keinen Wert auf herausragende Low-Light-Ergebnisse legen. Ist die Olympus E-M1 Mark II also ihren Preis wert? Teilweise ja nach der Meinung der Experten, doch insgesamt ist die Kamera zu diesem Preis wohl nicht für jeden geeignet.

Hier könnt ihr euch das komplette Testvideo anschauen:

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

5 Kommentare

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  • Ist auf jeden Fall eine interessante Kamera. Der Bildstabilisator sollte daher gerade zur Nachtfotografie einladen.

  • 4 zu 3 Bildsensor ist out.Nikon D500 wurde besser für die Zukunft entwickelt.Besonders
    Parallel zum Vollformat.So was gibt es beim Olympus immer noch nicht.
    AF von Nikon D500 ist zur Zeit Beste auf dem Markt !

  • Wenn man die Möglichkeit hat, die E-M1II gegen die GH4/GX8 einzusetzen, fällt auf, das der AF weiterhin zu wünschen übrig lässt und Panasonic hier auch weiterhin den am weitesten entwickelten AF aller spiegelfreien Kameras hat und die GH5 kommt ja erst.
    Für Wildlife ist die Olympus letztlich kaum geeignet – der Sensor ist einfach zu klein und zu wenig lichtstark. das ist einfach eine sonnige Reisekamera und eine Streetkamera für unbewegliche Motive.
    Zudem fehlen als Ausgleich zwei sehr wichtige Objektive 2.0/200 mm und 2.8/300 mm – ohne die wird mFT immer im Nachteil bleiben und natürlich ist die D500 haushoch überlegen in allen Disziplinen – das ist der größte/beste KameraCoup den Nikon die letzten 20 Jahre geliefert hat.
    Und Nikon hat die derzeit besten Teleobjektive, da muss sogar der weiße Riese nachlegen.
    Der Bildstabi der Oly ist prima, aber den haben ja die allermeisten anderen auch und kaum schwächer (mal von Video abgesehen).
    Der Akku ist endlich größer und unförmig, aber insgesamt braucht die Kamera auch mehr Strom als die GH4, in gleichen Situationen ist sie jetzt im Winter schneller leer.
    Ich habe weiterhin mehr unscharfe Bilder mit Olympus als mit Panasonic.
    Und 4:3 finde ich bei den weitaus meisten Motiven das viel schönere Bildverhältnis (Porträts, Macro, Tiere etc.) – nur für Filme und Landschaften sind Panorama-Formate wichtiger und 2:3 ist ja nur eine Gewohnheit – eigentlich müßten heute alle Foto-Sensoren in 1:1 produziert werden damit das dämliche Kameradrehen wegfällt und Objektive perfekt genutzt werden. Wem es noch nie aufgefallen ist, im Hochformat wird die Kamera viel leichter verrissen und verwackelt.