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Pentax KP: Neue DSLR mit ISO 819.200 vorgestellt

Pentax hat mit der Pentax KP eine neue APS-C-DSLR vorgestellt, welche unter anderem mit ISO 819.200 überzeugen soll. Die Kamera kommt im wetterfesten Retro-Gehäuse daher und kostet 1.300 Euro.

Pentax KP für 1.300 Euro präsentiert

Nachdem in der vergangenen Woche der Hersteller Fujifilm einige interessante Neuheiten präsentiert hat zieht nun auch Pentax nach und präsentiert mit der Pentax KP eine neue Spiegelreflexkamera. Diese KP gehört zu den teuersten APS-C-Kameras aus dem Hause Pentax, denn der Hersteller ruft einen Preis von 1.300 Euro auf. Was man hier als Kunde für sein Geld erhält, wollen wir in den folgenden Zeilen durchgehen.

24-Megapixel-Sensor mit einigen Highlights

Zunächst einmal kommt die Pentax KP mit einem neuen 24-Megapixel-Sensor (APS-C) daher, welcher ohne Tiefpassfilter auskommt. Der Sensor besticht mit einigen tollen Merkmalen und Funktionen, so ist er beispielsweise beweglich in einem Elektromagnetfeld gelagert. So wird zunächst einmal der 5-Achsen-Bildstabilisator realisiert, gleichzeitig werden aber auch eine Tiefpassfiltersimulation und die Pixel-Shift-Resolution-Funktion möglich. Bei letzterer werden vier Aufnahmen um jeweils einen Pixel verschoben und anschließend zusammengesetzt. So entstehen eine höhere Farbauflösung und mehr Details bei geringerem Rauschen.

Des Weiteren bietet Pentax bei der KP in Kombination mit dem optionalen Aufsteck-GPS O-GPS1 auch eine Astrotracerfunktion an. Heißt: Bei langen Belichtungen von Sternen wird die Erdrotation ausgeglichen. Und wenn wir schon bei der Belichtung von Sternen und somit dem Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen sind, dann können wir auch gleich erwähnen, dass die Pentax KP eine beeindruckende Lichtempfindlichkeit vorweisen kann. Konkret sind bis zu ISO 819.200 möglich! Auch ein eingebauter Blitz ist mit von der Partie.

Autofokus, Videos & Gehäuse

Den Autofokus will Pentax in Bezug auf Geschwindigkeit und Genauigkeit verbessert haben, grundsätzlich stehen hier 27 Messfelder zur Verfügung, 25 davon sind Kreuzsensoren. Ein elektronischer Verschluss ermöglicht außerdem Verschlusszeiten von bis zu 1/24.000 Sekunde. Der mechanische Verschluss schafft 1/6.000 Sekunde. Videos nimmt die Pentax KP in Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde auf, ein externes Mikrofon kann angeschlossen werden. Zudem kann die Kamera kurze 4K-Videos aus einer Intervallaufnahmesequenz erstellen.

Das ziemlich kompakte Gehäuse der Pentax KP erinnert an alte Kameras aus den 1980er Jahren – „Retro“ ist hier also das Stichwort. Dem einen gefällt das, dem anderen nicht. Allerdings kann man nicht abstreiten, dass es sich hier um ein extrem hochwertiges Gehäuse handelt. Wie bei Pentax üblich sorgen nämlich zahlreiche Dichtungen (im Falle der KP sind es 67) dafür, dass Staub und Feuchtigkeit sowie extreme Temperaturen der Kamera nichts anhaben können.

Praktisch: Griff kann vom Fotografen ausgewählt werden

Eine Innovation der Pentax KP ist das modulare Griffkonzept. Hier hat man als Fotograf die Möglichkeit, sich für einen von drei Griffen zu entscheiden, sodass dieser perfekt zu Form und Größe der eigenen Hand passt. Eine tolle Idee – auch wenn das Konzept zur Folge hat, dass die Akkulaufzeit schrumpft. Mit 400 Bildern ist die Petax KP hier aber trotzdem nicht allzu schlecht aufgestellt.

Zu den weiteren technischen Daten der Kamera gehören:

  • 3 Zoll großer Touchscreen mit 920.000 Pixeln, der sich nach oben und unten kippen lässt
  • Hochwertiger Pentaprismensucher (100 Prozent Bildfeldabdeckung, Suchermattscheiben können ausgetauscht werden)
  • Zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung (Funktionsrad der K-1 wird übernommen)
  • Integriertes WLAN

Ab Februar 2017 soll die Pentax KP in den Farben Schwarz und Silber erhältlich sein. Der Preis wird bei 1.300 Euro liegen.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

4 Kommentare

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  • Natürlich werde ich mir als EOS M3 Besitzer nicht wieder eine klobige Vorschaubild- und Vorschauhistogramm-freie DSLR kaufen.
    DSLR ist veraltete Technik, auch wenn Vertreter des Handels die weiterhin loben werden, solange die Lager noch nicht leer sind.

    Aber ISO 819.200 ist doch mal ein Lebenszeichen aus der Sensorentwicklung, nachdem in den letzten Jahren nichts neues mehr kam.

    Jetzt muss man mal sehen, was nach seriösen Tests von dieser frohen Botschaft übrig bleibt.

  • Ich kann mir nicht mal im Ansatz vorstellen, zu was eine ISO 819.200 gut sein sollte. Ausser natürlich, um in so called Testberichten zu punkten.

    • für Probebilder bei Nachtaufnahmen. Mit hohen ISO Werten lassen sich dann schnelle Bilder schießen, um z.B. den Fokus zu überprüfen und nicht erst nach 30 Sekunden Belichtungszeit zu merken, dass er daneben saß