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E-M1 II vs. A6500 vs. G81: Wie gut sind die Bildstabilisatoren wirklich?

Olympus E-M1 Mark II, Sony A6500 oder Panasonic G81? Welche dieser drei Kameras kann mit dem besten Bildstabilisator überzeugen?

5-Achsen-Bildstabilisatoren bei aktuellen Kameras

Der Bildstabilisator wird aktuell bei einigen Kameras von den Herstellern als eines der größten Highlights beweroben. Und ganz egal ob man sich nun eher auf Fotos oder Videos spezialisiert hat – so ein 5-Achsen-Bildstabilisator kann durchaus seine Vorteile haben. Vor allem eben wenn man Videos beim Laufen aufzeichnen oder Fotos mit langer Belichtungszeit ohne Stativ aufnehmen möchte. Zudem lassen sich auch (Fremd-)Objektive ohne integrierten Stabilisator wunderbar an einer Kamera nutzen, die über eine sensorbasierte Bildstabilisation verfügt.

Drei aktuelle Kameras, die mit einem erstklassigen Bildstabilisator überzeugen wollen, sind die Olympus E-M1 Mark II, die Sony A6500 und die Panasonic G81. Oftmals werden die Bildstabilisatoren aus dem Hause Olympus als die besten auf dem Markt bezeichnet – doch stimmt das überhaupt? Dieser Frage ist Fotograf Max Yuryev in einem aktuellen Video nachgegangen. Dort vergleicht er die Stabilisatoren der drei genannten Kameras miteinander.

Olympus E-M1 II vs. Sony A6500 vs. Panasonic G81

Laut Yuryev ist der Bildstabilisator der Sony A6500 der schlechteste der drei genannten Kameras. Das kann man wunderbar bei dem direkten Vergleich ab Minute 4:08 im Video erkennen. Während die Bilder der Olympus E-M1 II und der Panasonic G81, die im Video aufgrund der unterschiedlichen Bezeichnungen in anderen Ländern als G85 bezeichnet wird, nur wenige Verwacklungen aufweisen, fällt die Sony A6500 im direkten Vergleich deutlich ab. Das mag aber auch daran liegen, dass die A6500 das kleinste Gehäuse und den größten Sensor der drei Kameras zu bieten hat. Sprich: Hier ist nicht so viel Platz für den Bildstabilisator wie in den anderen Kameras. Dafür punktet die A6500 aber mit der besten Bildqualität.

Bei Fotos sind die Unterschiede zwischen den drei Modellen nicht ganz so deutlich, sodass Yuryev die E-M1 Mark II auch nicht als den klaren Sieger küren würde. Die Unterschiede zur Panasonic G81 sind insgesamt wohl etwas kleiner als gedacht. Lediglich die Sony A6500 liegt recht deutlich abgeschlagen auf dem dritten Platz. Hier könnt ihr euch das komplette Video anschauen:

Welche Kamera seht ihr vorne? Und wie wichtig ist euch ein 5-Achsen-Bildstabilisator beim Kauf einer Kamera?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

6 Kommentare

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  • Im ersten Absatz steht „Dafür punktet die A6500 aber mit der besten Bildqualität.“. Im zweiten die Bildqualität betreffend dann aber: „Lediglich die Sony A6500 liegt recht deutlich abgeschlagen“?

  • Für mich als alter Hase,

    der schon ein Fotografen-Leben lang Stative geschleppt hat wäre die Verlockung groß aus freier Hand zu arbeiten.

    Leider ist es aber immer noch so das weniger ISO und ein gutes Stativ zu besseren Ergebnissen verhelfen.

    Eine Sparte, nämlich die spontane Fotografie, profitiert deutlich von der optischen Stabilisierung und dem besser werdenden Rauschverhalten. Da gelingen lebendige Bilder mit Aussagekraft die sonst nicht machbar sind.

    In einer „immer dabei“ Jacken tauglichen Kamera wie zB. Lumix LX 15 oder der Lumix TZ101 finde ich das außerordentlich gut und ich werde mir eine von den beiden Kameras kaufen.

    Für die Arbeit stehen für mich andere Anforderungen an erster Stelle. Da trenne ich Fotografie und Video voneinander. Beide Aufgabenbereiche mit der jeweils spezialisierten Kamera professionell abarbeiten ist das Thema. Ich möchte nicht jedes mal den Fotoapparat zur Videokamera umbauen müssen (Rig, externe Mikrophone usw.) und damit das Gerät für die jeweils andere Aufgabe blockieren.

    Mein Fazit: Für den gelegentlichen Allrounder eine feine erstrebenswerte Sache!

  • Ich habe aktuell die E-M1II mit der Nikon D500, der X-T2, der EOS 80D und der GX8 vergleichen können –
    Mein Fazit, es ist absolut erstaunlich, das Olympus auch bei 40 mm (12-40 mm) noch bei 1 Sekunde (Beschreibungen das auch 5 Sekunden scharf seihen – verweise ich ins Reich der unkritischen Fantasie) und bei starker Vergrößerung absolut verwicklungsfreie Fotos schafft, selbst wenn die Kamera nur locker an der Brille aufsitzt.
    Das schafft keines der anderen Systeme bei vergleichbarer Brennweite auch nur annähernd.

    Doch, sobald sich das Motiv nur minimal bewegt, bringt mir das überhaupt nichts – sprich kein scharfes Motiv!
    Toll was mFT hier leisten kann, aber bei mir nur für sehr wenige Gelegenheiten und Motive brauchbar!
    Und es ersetzt keinesfalls ein lichtstarkes Objektiv und auch keine noch wesentlich rauschärmeren Sensoren.
    Denn bei 1600 ISO ist auch mit der neuesten Olympus langsam schluß mit sehr guter BQ.

    Je höher die ISO, desto besser schneiden D500 und X-T2 ab – mit mehr Details und weniger Bildrauschen.
    Für meine Arbeit hat letzteres Priorität.
    Für Filmer sieht das sicher anders aus.

  • Wie sehen die Bilder aus und wie kommen sie in den Kasten; was muß ich dafür bluten und wieviel schwitzen… So betrachtet ist das micro 4/3 System einfach vorn: So hervorragende, wie kleine und leichte Objektive treffen auf ebensolche Kameras. In einer kleinen und leichten Tasche habe ich alles was ich, auch höchsten Ansprüchen genügend, brauche. Alle anderen Systeme sind doppelt oder dreimal so schwer und groß oder bieten die Möglichkeiten erst gar nicht. Den theoretischen Vorteil des etwas größeren Sensors, um beispielsweise Teleaufnahmen in der Dämmerung zu machen, verspielen Sony und Fuji mit nicht vorhandenen Objektiven und Nikon mit viel zu großen Objektiven (sind halt für 35mm Sensoren gerechnet), die zudem gerne einmal doppelt oder dreimal so teuer sind wie ihre Olympus/Panasonic Pendants sind. Das passende und lichtstarke Objektiv hat man im 4/3 System also leicht zur Hand und braucht dann keine hohe Sensorempfindlichkeit zu wählen. Zudem der Stabilisator in der Kamera, welcher auch bei hochlichtstarken Objektiven wirkt. Ein weiterer Schritt ist die zusätzliche Stabilisierung einiger Objektive die mit der kameraseitigen kombiniert ist, wie das neue Olympus 12-100. Mit diesem und der Olympus EM1 Mk2 sind mir 5 Sekunden aus der Hand gelungen. Der Autofokus dieser Kombi ist zudem pfeilschnell: Unser Hund springt über ein Hindernis auf mich zu und alle Fotos dieser Serie sind scharf! Ich hatte einige Jahre die Nikon D7100 mit guten Linsen, deren Bilder richtig gut waren aber nicht besser als die der Olympus. Die APS C Größe ist, wie der 127er Film, nicht Fisch und nicht Fleisch. Keine ( zumindest nennenswerte) Vorteile aber schon fast so groß wie 35mm. Man schleppt also satten Ballast ohne Vorteile zu haben und zahlt richtig drauf…

  • Naja so richtig Sinn macht dieser Vergleich bei einer so lahmen Bewegung wohl eher nicht. Richtig Sinnvoll wäre ein sehr schnelles Objekt welches sich nicht nur in einer Richtung , sondern im Zickzack auf die Kamera hin bewegt. Aber scheint wohl keines der drei Kandidaten gut zu können. Aber für den Preis braucht es das nicht gut zu können, da gibt es mal ein neues Gehäuse Mark…. Aber so lange die Leute dafür das Geld locker machen ist alles gut. Ich gönne jedem seinen Spaß.