Kameras Nikon

Offiziell: Nikon DL Kameras werden nicht auf den Markt kommen

Schlechte Nachrichten aus dem Hause Nikon: Die Produktion bzw. Entwicklung der Nikon DL Kameras wurde komplett eingestellt. Die drei bereits angekündigten Modelle werden nicht auf den Markt kommen.

Geschichte der Nikon DL Kameras

Viele von euch werden die Geschichte rund um die Nikon DL Kameras in den letzten Monaten ein wenig verfolgt haben. Im Februar 2016 hatte Nikon insgesamt drei Premium-Kompaktkameras dieser Serie vorgestellt, die Nikon DL 18-50mm f/1.8-2.8, die Nikon DL 24-85mm f/1.8-2.8 sowie die Nikon DL 24-500mm f/2.8-5.6.

Ursprünglich sollten diese drei Kameras im Juni 2016 auf den Markt kommen, dieses Datum konnte Nikon allerdings nicht einhalten. Viele hatten das Erdbeben von Kumamoto als Grund gesehen, später wurde zudem bekannt, dass es wohl nach wie vor Probleme mit den drei Kameras gebe und dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen sei.

Nikons offizielle Pressemittelung

Heute, ziemlich genau ein Jahr nach der offiziellen Präsentation, kündigt Nikon an, dass die Nikon DL Kameras nicht mehr auf den Markt kommen werden. Die Produktion wurde komplett eingestellt.

In den letzten Monaten traten stetig Probleme mit den integrierten Schaltkreisen für die Bildverarbeitung auf. Diese Probleme konnten bis heute nicht behoben werden, allerdings trieb die andauernde Entwicklung natürlich die Kosten in die Höhe. Nun scheint Nikon an einem Punkt angekommen zu sein, an dem es sich finanziell nicht mehr lohnt, die Kameras fertig zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Der Kameramarkt schrumpft weiter, die Kosten für die DL Kameras steigen – somit sind die Premium-Kompaktkameras für Nikon nicht mehr profitabel. Deshalb kommen sie nicht auf den Markt.

Keine besonders erfreuliche Meldung. Auch die weiteren Pressemittelungen, die heute auf der offiziellen Nikon Seite veröffentlicht wurden, lesen sich nicht besonders positiv. Dort ist nämlich von „außerordentlichen Verlusten“ und einer „grundlegenden unternehmensweiten Umstrukturierung“ die Rede. Nikons Krise scheint sich also vorerst fortzusetzen.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

8 Kommentare

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  • 2017 wir sehr wichtig Nikon wohl überlebenswichtig. Ich bin spannt ob sie nun bald neue Produkte vorstellen werden und ob es eine verbesserung oder eine verschlimmbesserung sein wird

  • Also ich kann das echt nicht verstehen. Nikon stellt seit Jahren Systemkameras mit einem 1Zoll Sensor her und sie schaffen es nicht diesen in eine Kompaktkamera einzubauen. Also für mich ist das echt unverständlich.
    Hoffentlich haben sie noch Alternativen auf Lager, sonst enden sie noch (im besten Fall…) als Nischenanbieter

  • Es liegt sehr wahrscheinlich an dem 1 Zoll Sensor.Es ist nicht mehr Zukunft sicher.Nikon soll lieber
    an DX weiterentwickeln .Ein spiegellose DX Kamera mit der Technik a la D500 wäre ein Hammer
    für 2017.

  • Nikon hat verschlafen. Grauenhaftes Management, grauenhaftes Marketing. Keine Spiegellose Kamera.
    Das einzige was Nikon jetzt noch bringen könnte, dass Sony sie aufkauft…

  • Nikon wird es weiterhin geben! Die größten Fehler waren: Keine spiegellose Profi­kamera, die vielen 3xxx und 5xxx Kameras, der Plunder von Nikon 1-Kameras und viel zu spät, die verspro­chene DL-Serie. Ich fotogra­fiere mit einer D700 und einer D300. Beide sind einfach zu bedienen und sind bei Minus­tem­pe­ra­turen noch arbeits­fähig. Leider ist das Gewicht dieser beiden Arbeits­tiere ein Minus­punkt. Besonders im alpinen Bereich. Deshalb habe ich noch zusätzlich eine Fuji x-E2 für extremere Bergtouren. So etwas hätte Nikon längst schon bauen sollen. Kein Elektro-Schnick-Schnack, sondern Kameras die man einfach bedienen kann. Eine DF im kleineren Format und günstiger wäre ein guter Sprung gewesen.