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Canon EOS M6: Neue Spiegellose präsentiert

Mit der Canon EOS M6 präsentiert Canon eine neue spiegellose Systemkamera, die sich zwischen der EOS M10 und der EOS M5 einordnet.

Neue Canon EOS M6 vorgestellt

Ja, richtig gelesen. Die Canon EOS M6 ist nicht die Nachfolgerin der Canon EOS M5, vielmehr ist die M6 schlechter ausgestattet als die M5. Sie ordnet sich somit zwischen der Einsteiger-DSLM EOS M10 und der im September 2016 vorgestellten EOS M5 ein. Unserer Meinung nach eine schlechte Namenswahl von Canon, die bei unwissenden Kunden hin und wieder für Verwirrung sorgen wird.

Die wichtigsten technischen Daten

Wenn man einen Blick auf die technischen Daten der Canon EOS M6 wirft, dann wird man festststellen, dass es eine ganze Reihe von Gemeinsamkeiten mit der EOS M5 gibt. Dazu gehören beispielsweise der 24-Megapixel-Sensor, der DIGIC 7 Prozessor, der Dual-Pixel-Autofokus mit 49 Messfeldern sowie der von 100 bis 25.600 reichende ISO-Bereich.

In Sachen Serienbildgeschwindigkeit schafft die EOS M6 sieben Bilder pro Sekunde inklusive Autofokus-Nachführung, wenn man einen fixen Fokuspunkt einstellt sind sogar neun Bilder pro Sekunde möglich. Die minimale Verschlusszeit beträgt 1/4.000 Sekunde.

Unterschiede im Vergleich zur EOS M5

Der größte Unterschied zwischen der EOS M6 und der EOS M5 wird deutlich, wenn man einen Blick auf das Gehäuse wirft. Dann erkennt man nämlich, dass die EOS M6 ohne eingebauten elektronischen Sucher daherkommt. Wer sowieso in erster Linie das Display zum Anvisieren nutzt, wird sich darüber natürlich freuen – denn der fehlende Sucher führt zu einem geringeren Preis. Und wer irgendwann doch gerne auf einen EVF zurückgreifen möchte, hat die Möglichkeit, den neu vorgestellten EVF-DC2 (einen externen elektronischen Sucher, siehe Beitragsbild oben) mit einer Bildwiederholrate von 120 Bildern pro Sekunde nachzurüsten.

Da der Sucher bei der EOS M6 fehlt, war es Canon möglich, das Gehäuse etwas kompakter zu gestalten. Das führt auch dazu, dass das Display etwas kleiner als bei der EOS M5 ausfällt. Es ist nun nur noch 3 Zoll und nicht mehr 3,2 Zoll groß. Die Auflösung beträgt 1.040.000 Pixel, außerdem ist die Oberfläche berührungsempfindlich und das Display lässt sich drehen und kippen. Videos nimmt die Canon EOS M6 mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln bei 60 Bildern pro Sekunde auf.

Preis

Der Preis der Canon EOS M6 wird bei 800 Euro für das Gehäuse liegen. Der Preisunterschied zur EOS M5 beträgt also rund 300 Euro. Damit wird die EOS M6 vielleicht für den ein oder anderen auch als Zweitkamera interessant.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

5 Kommentare

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  • Schon wieder eine unerwartene unbrauchbare Kamera.Man sieht,dass Canon Ingenieure nicht in der Lage
    solche Technik wie von Sony zu entwickeln.
    Jetzt hofft man,ob Nikon es schaffen kann.

  • Unbrauchbar ist relativ… Für welche, die von Canon DSLR’s umsteigen möchten, ohne auf ihr Objektiv-Sortiment verzichten zu müssen, ist die Kamera durchaus eine brauchbare Alternative… Natürlich sind die EOS M-Kameras nicht unbedingt auf der technischen Höhe der Zeit, aber ok… kommt halt auch immer darauf an, was jetzt ein „must-have“ ist und was nicht… 4K z.B. mag zwar mittlerweile schon fast zum Standard zu gehören, aber ist es für Fotografen wirklich schon ein „must-have“? Canon wird bis zu dem Zeitpunkt, wo es für alle ein „must-have“ sein wird, sicherlich 4K in allen neuen Modellen unterstützen… Mich stört da em ehesten noch die Tatsache, dass die M-Modelle nicht wetterfest sind, hier sollte Canon in jedem Fall nachbessern. Zudem sollte Canon mehr neue hochwertige M-Objektive schaffen, damit sich der Umstieg auch für Nutzer lohnt, die eben noch keine anderen Canon Objektive besitzen… eine kürzere Verschlusszeit wäre noch wünschenswert… und an der Akkukapazität muss geschraubt werden, hier holen andere Hersteller auch schon deutlich mehr raus… Positiv hervorzuheben ist in jedem Fall der Dual-Pixel AF, hier hat Canon alles richtig gemacht… Andere Hersteller machen sicherlich einiges besser, aber perfekt ist keiner…. Ergonomie und intuitive Bedienung sind für mich bei Canon nach wie vor Vorreiter…

    • Mit Adapter lässt sich von Canon DSLR-Objektiven problemlos auf Fuji oder MFT oder gar Sony umsteigen – ist also kein Argument…

  • Ich sehe, die Konkurrenz ist alarmiert.

    Canon hat die besseren Sensoren als mft und die besseren Objektive als Sony und jetzt ist deren Autofokus nicht nur präziser als bei der Konkurrenz sondern auch noch schnell. Und das EOS-M-System ist nicht so exotisch und überteuert wie Fuji.

    Natürlich werden Neueinsteiger in das spiegellose Segment sich in erster Linie für Canon entscheiden.

    Da steht natürlich die Konkurrenz bereit, um Canon schlecht zu reden.
    Wird denen aber nichts nützen.