Kameras Sony

Sony will 2018 Sensoren mit 100 und 150 Megapixeln vorstellen

Sony kündigt an, dass im Jahr 2018 neue Sensoren auf den Markt kommen werden. Diese sollen Auflösungen von 100 und sogar 150 Megapixeln zu bieten haben.

Sony: Neue Sensoren mit 100 und 150 MP

Sony kann ohne Zweifel als einer der führenden oder vermutlich DER führende Hersteller bezeichnet werden, wenn es um die Produktion von Sensoren geht. Sony Kameras wissen stets mit erstklassigen Sensoren zu überzeugen und auch Unternehmen wie Nikon greifen bei ihren absoluten Flaggschiffen wie der D500 oder D5 auf Sony Sensoren zurück.

Nun hat Sony angekündigt, dass man plant, im Jahr 2018 neue Sensoren auf den Markt zu bringen. Diese sollen mit Auflösungen von 100 und 150 Megapixeln aufwarten. Das sind beinahe schon absurd hohe Zahlen, doch bevor wilde Diskussionen in den Kommentaren ausbrechen, muss erwähnt werden, dass es sich hierbei um Mittelformatsensoren handeln wird. Sony plant also nicht, in nächster Zeit Vollformatkameras mit solch hohen Auflösungen vorzustellen. Was natürlich nicht bedeutet, dass früher oder später nicht irgendein Hersteller auch eine Vollformatkamera mit mehr als 100 Megapixeln auf den Markt bringen wird – ganz im Gegenteil. Denn Canon hat beispielsweise schon im September 2015 eine DSLR mit 120 Megapixeln angekündigt.

Die Auflösungen steigen weiter

Bei den beiden neuen Mittelformatsensoren von Sony wird es sich um BSI-Sensoren handeln, das mit 100 Megapixeln auflösende Modell soll dabei eine Größe von 44 x 33mm zu bieten haben. Das ist die Größe, die beispielsweise beim Sensor der Fuji GFX 50S genutzt wird. Der 150-Megapixel-Sensor wird noch etwas größer sein, 55 x 41mm nämlich. Damit ist er beispielsweise für die wirklich großen Mittelformatkameras von Phase One und Hasselblad interessant.

Auch im Bereich der Mittelformatkameras kann man also beobachten, dass die Auflösungen weiter steigen werden. Und es würde uns insgesamt nicht wundern, wenn Hersteller wie Canon oder Sony die Megapixel-Zahlen ihrer Vollformatkameras in den nächsten Monaten und Jahren weiter erhöhen werden und bald irgendetwas im Bereich von 70 Megapixeln der neue Standard werden würde. Ob dann wohl auch eine Reihe von neuen Objektiven vorgestellt werden, die mit diesen hohen Auflösungen wirklich gut umgehen können? Das bleibt abzuwarten.

via: PetaPixel

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

13 Kommentare

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  • Viel Spass beim Verarbeiten dieser immensen Datenmengen! Für den Nicht-Profibereich flüssiger als Wasser – nämlich überflüssig.

  • Vorwort zum Mittelformat:

    Schon rein physikalisch ist wegen seinen Abmessungen und der geringeren Pixeldichte ein großer Sensor seinen kleineren Brüdern überlegen. Das erleichtert es außerdem den Objektiven ihre Leistung auf das Bild zu bringen.

    Wer jetzt die anderen Umstände rund um das Bild (Kosten, erzielbare Honorare, Auftragslage, weniger werdende Druckerzeugnisse usw.) mit in Betracht zieht, dem kommen Zweifel über die Notwendigkeit solch hochwertiger Systeme.

    Als Fotograf kann, muss ich wegen der technischen Qualität der Bildergebnisse Freudensprünge machen. Richtig ist auch das das Bessere des Guten Feind ist.

    Zu den geplanten Sensoren:

    Jede Verbesserung wie zum Beispiel die BSI-Sensoren oder ein höherer Dynamikumfang ist wichtig. Die Folgekosten wie neue Rechner zur Bearbeitung der enormen Datenflut sollten aber mit berücksichtigt werden. Die neuen Produkte werden wohl kaum preiswerter werden, ob sich dann ein neues digitales Rückteil für den fotografischen Betrieb rechnet muss jeder selbst entscheiden.

  • ….welche Optiken zu welchen Preisen werden dafür notwendig sein…..; welche PC’s sind für diese Dateigrössen geeignet?; da wird sich endlich die Spreu vom Weizen trennen und das ist gut so…

    • @Herr Schmidt. Wer ist denn die Spreu und wer der Weizen? Was unterscheidet die beiden? Wozu gehören Sie denn und weshalb?

      • ……denke, dass die meisten wissen was gemeint ist, da brauch man nix erklären oder kommentieren…

    • @ Herr Schmidt. Habe gehofft es wäre Substanz dahinter, aber nun bleiben Sie – um in Ihrer Sprache zu bleiben – in der „Spreu“ stecken. Das ist Schade, da haben Sie eine Chance verpasst.

      • …es liegt mir fern so persönlich wie Sie zu werden und ob ich eine „Chance“ verpasst habe liegt im „Auge“ des Betrachters….

  • Die Entwicklung geht weiter!So weit so gut-6000X4000 zur Zeit Dann,30 000X20 000.Sind dann die Fotos besser.?
    Ein guter Koch,Kocht auch mit einfachen Töpfen ein leckeres Essen!Mit sicherheit ist es nicht so das jeder mit Super Kochtöpfen auch ein gutes Gericht Zaubert.Oder?Ich schreibe es nochmal-Eine olle Sony SLT A55,mit ein billiges Minolta Zoom 28-100,gibt es für 20 Euro.Daneben Sony SLT a77 MK2,mit Sony 16-50 2,8.Kein Q Unterschied.
    Mitlerweile habe ich gar keine neueren Objektive mehr,sondern ganz alte aus den letzten Jahrhundert.Und es geht auch.Ob 100 oder 150 MPX,warum denn nicht.

  • Vielleicht findet sich ja in der Medizin oder der Astrofotografie das ein oder andere Einsatzgebiet dafür

    • Also ich hoffe doch, dass Sony bevor sie entwickeln schon ein Konzept haben, was sie mit den Sensoren bezwecken, falls nicht, würde mich die aktuelle Misere der Kameraindustrie nicht weiter verwundern.

      • Na ja… es mutet ein wenig wie die Formel 1 an. Das sinnfreie herumgefahre, schwitzender und überbezahlter Jungs wird unter Anderem mit den daraus resultierenden Errungenschaften für die Industrie schön geredet. Ob das als „Konzept“ ausreicht, wissen nur die Großverdiener dieser Zunft und die Fans des F1 Zirkus drumherum.

        Wie sinnvoll es dann ist, die dann entsprechenden Optiken für diese Auflösungsmonster noch von A nach B zu bewegen, wird sich zeigen.

        Einzige Betätigungsfelder würde ich tatsächlich in der Medizin oder der Astrofotografie und falls man ein Cropfan ist, in der professionellen Kinoproduktion sehen. Bei 4K Projektoren, die ua. ja auch von Sony an die Kino verkauft werden, bliebe aber immer noch gewaltig Luft nach oben.

  • Meine alten 6×6 Dias ergeben zusammen mit dem Nikon Scanner LS 9000 dann irgendwelche Dateigrößen von um die 400 MB als Tiff. Mit heutigen Rechnern doch nun wirklich kein Problem. Und meine NEF Dateien aus der Nikon D810 sind auch um die 75 MB klein/groß. Mit einer SSD lassen sich die Sachen doch schnell verarbeiten. Was ich sagen will, ja – ich nehme gern mehr Auflösung als 36 MP bei einer Digitalkamera an. ABER: Wir sehen doch schon heute, das nur wenige Objektive dafür geeignet sind. Und auch diese besten Objektive erbringen auch nur dann beste Ergebnisse, wenn der Fotograf ordentlich arbeitet und das System regelmäßig justiert wird. Ich muss mehrmals im Jahr den NIKON NSP Service in Düsseldorf in Anspruch nehmen, um das System auf diesem hohen Niveau zu halten. Denn, alles was mehr als 24 MP am Kleinbild-Digitalformat (Vollformat) hat, leidet ganz schnell an Qualität wenn etwas nicht stimmt. Und dann können die Ergebnisse schnell schlechter werden, als heutige einfache APS-C Kamerasysteme schaffen. Also, bevor neue hochauflösende Sensoren kommen, dürfen mir gern erst einmal Objektive dafür gezeigt werden. Diese müssten zumindest dann bei „lächerlichen 36 MP“ FEHLERFREI sein. Viel Erfolg den Objektiv-Entwicklern!