Kameras Sony

Was mir an der Sony A9 überhaupt nicht gefällt

In meinen Augen ist die Sony A9 eine hervorragende Kamera, doch eine Sache stört mich ungemein an Sonys neuem Flaggschiff.

Die Sony A9 polarisiert

In den letzten Tagen haben wir viel über die neue Sony A9 berichtet. Wir haben uns alle technischen Daten ausführlich angeschaut, haben die Kamera grob mit der Konkurrenz verglichen und erste Tests und Erfahrungsberichte zusammengefasst. Ich selbst konnte die Sony A9 leider noch nicht ausprobieren, habe mich aber inzwischen viele viele Stunden mit Sonys neustem Flaggschiff beschäftigt und habe mir dementsprechend auch schon eine erste Meinung gebildet.

Rein aus technischer Sicht ist die Sony A9 meiner Meinung nach eine herausragende Kamera. Wie erfolgreich sie letztendlich sein wird, das muss man natürlich abwarten. Sony hat Nachholbedarf im Objektivbereich, einigen Fotografen ist das Gehäuse zu klein, für andere wäre es ein zu großer finanzieller Aufwand, alle Objektive und Kameras zu verkaufen und zur Sony A9 zu wechseln.

Ich bin kein Profifotograf, komme mit den Bodys der A7 Serie gut zurecht und habe nicht tausende von Euro in eine andere Kameramarke investiert – auf diese Punkte will ich also nicht hinaus, wenn ich sage, dass mich etwas an der Sony A9 ungemein stört.

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Wenn Hersteller Potenzial verschenken

Wer die Artikel hier auf Photografix schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass ich generell erwarte, dass ein Hersteller aus einer neuen Kamera das Bestmögliche heraus holt. Deshalb hat mir damals bei der Fujifilm X-Pro2 beispielsweise überhaupt nicht gefallen, dass Fuji einfach 4K-Videos weggelassen hat, auch wenn man sie gewissermaßen mit einem Knopfdruck hätte implementieren können.

Fujifilm hat später selbst erklärt, dass man 4K theoretisch einfach per Firmwareupdate ergänzen könnte. Aber man wollte das nicht. Warum man das nicht wollte, habe ich bis heute nicht so richtig verstanden. Okay, viele X-Pro2 Nutzer brauchen keine 4K-Videos. Einverstanden. Doch einige wenige hätten sich sicherlich darüber gefreut und alle anderen sollten sich ja eigentlich nicht daran stören, wenn die X-Pro2 kostenlos bzw. ohne finanziellen Mehraufwand bessere Videofunktionen zu bieten hätte, selbst wenn man diese Videofunktionen selbst nicht nutzt.

Die Sony A9 ist schlechter als sie es sein könnte

Bei der Sony A9 ist es ganz ähnlich. Sony macht die Kamera ganz bewusst schlechter, als sie es eigentlich sein könnte. Der Hersteller hat nämlich Dinge wie S-Log und Picture Profiles im Videobereich gestrichen. Zahlreiche deutlich günstigere Sony Kameras können mit diesen erstklassigen Funktionen, die zahlreiche Videographen schätzen und lieben gelernt haben, aufwarten. Doch die Sony A9 soll in erster Linie als Fotokamera für Profis verkauft werden. Und mit Dingen wie S-Log wäre sie gleichzeitig eine zu gute Videokamera, sodass Sony (so vermute ich) Einbußen bei den Profi-Videokameras befürchten würde.

Ich weiß ich weiß, einige von euch würden bei ihren Kameras am liebsten komplett auf Videofunktionen verzichten. Braucht doch keiner. Soll man sich doch eine Videokamera kaufen, wenn man Videos aufnehmen will. So läuft das aber im Jahr 2017 nicht mehr. Die Hersteller setzen nicht mehr separat auf Telefone, Radios, mobile Computer, Videokameras, Diktiergeräte, Fotokameras und, und, und – sie verkaufen Smartphones. Man erhält alle Funktionen in einem einzigen Gerät. Genauso kann man mit „Fotokameras“ nun eben auch Videos aufnehmen. Das muss so akzeptiert werden und wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern.

Sony schaltet im Videobereich bewusst einen Gang runter, ähnlich wie Canon das schon seit einiger Zeit macht.

Ich kann verstehen, dass jemand, der absolut keine Videofunktionen braucht, gerne eine reine Fotokamera zum günstigeren Preis kaufen würde. Doch um zurück zur Sony A9 zu kommen: Die A9 ist nicht billiger, weil da jetzt S-Log und Picture Profiles fehlen. Das ist für Sony ein Knopfdruck, es macht finanziell überhaupt keinen Unterschied. Der einzige Unterschied ist der, dass die Sony A9 im Videobereich absichtlich schlechter gemacht wird, als sie es sein könnte, damit man als Videoprofi unter Umständen gezwungen ist, zusätzliche Geräte zu kaufen! Und das ist meiner Meinung nach ein Unding.

Doch der Schuss könnte für Sony nach hinten losgehen. Die A9 wird es in diesem hohen Preissegment sowieso schon nicht einfach haben. Und als professioneller Videograph würde ich persönlich vielleicht schon aus Prinzip einen Bogen um die A9 machen. Ich finde das unmöglich und denke nicht, dass sich Sony das als „Verfolger“ der großen und etablierten Hersteller erlauben kann. Doch vielleicht ist der Aufschrei der Community ja so groß, dass Sony mit einem Firmwareupdate nachbessern wird. Warten wir es ab.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

27 Kommentare

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  • Das kennen wir doch von allen Herstellern – meine Canon 5D Mark IV kann speziell im Videobereich viel weniger als erwartet und möglich wäre. Kein HDMI-Ausgang für 4K, das ist doch Vera……..g. Nach 5D II, III und IV kommt mit Sicherheit keine V mehr.

  • Ich finde, Sony hat nicht nur in besagtem Videofeature gespart.

    Hinzu gesellen sich:
    – keine XQD Karten (obwohl hauseigene Technik)
    – keine Verbesserung des mechanischen Verschlusses (nur 5 B/s)
    – zwar 20 B/s, aber bei entsprechenden Lichtverhältnissen trotzdem Probleme mit Banding aufgrund des elektronischen Verschlusses -> deshalb nicht wirklich ein D5 etc. Killer
    – die A9 hätte auch größer ausfallen müssen, da die Vollformatoptiken eh riesig sind und ein kleines Gehäuse dann wenig Sinn macht

    Die A9 ist sicher ne top Cam, aber nicht für 5300 Tacken!!!! Den elektronischen Verschluss so hoch anzuPREISen ist ne Frechheit! Und das Implementieren von unzähligen AF-Punkten dürfte bei nem neuen Sensor nur minimalste Kosten verursachen.
    Meines Erachtens ist die Bezeichnung A7 III und ein Preis von vielleicht 3000 € deutlich zutreffender!

    • Genauso sieht es aus!
      Wetten es dauert nicht mehr lange und die erweiterten die 9er Reihe durch ein Modell mit Schwerpunkt auf Video? 😀
      Kann man nichts machen. Die könnten aber wollen nicht.
      Das ist Firmenpolitik.

      Bei dem Punkt mit der Größe sehe ich es mittlerweile genauso. Etwas mehr, evtl. so wie Nikon / Canon Flagschiffe es auch besitzen, einen festen Batteriegriff inkl. 2 Akkus. Dann wäre das Konzept mit den GM Linsen wieder ausbalanciert.

      Durch den Sensor ist sie meiner Meinung nach nur die Fortsetzung der normalen 7er Serie. Für eine „richtige“, besser gesagt, Profi-Kamera fehlt mir da die Auflösung der 7R II. Die kleinen Änderungen mit 2 Kartenslots und Joystick gehen aber schon in die richtige Richtung.

      Fazit: Schade Sony. Es war ein guter Versuch. Leider zu teuer da die Zielgruppe nicht abgesprochen wird 😉

  • Hallo,
    ich muss Dir, ich hoffe ich darf das kurze Du benutzen, hier vollkommen recht geben. Mich persönlich interessiert Video nicht die Bohne, dennoch kann meine a99 das sehr gut. Ich verwende es halt nicht wenn ich es nicht brauche. Sämtliche Funktionen werden heute doch durch die Firmware erzeugt. Die eigentliche Mechanik steuert hier natürlich die grds. Möglichkeit zu, aber der Rest wird durch die Software gesteuert bzw. zur Verfügung gestellt. SONY wird hier, wie Du im Beitrag bereits geschrieben hast, ein grds. Problem bekommen. Klar ist die a9 eine ganz tolle Kamera, aber kein Profi wird seine komplette Ausrüstung verkaufen und zur a9 wechseln. Warum auch? Es gibt bei der a9 kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal oder ko Kriterium! Ja, Sie macht vieles vielleicht ein wenig besser als andere, ist an einigen Punkten vielleicht ein wenig schneller, aber das sind selbst für einen Profi keine ko Kriterien das bisherige Equipment von Heute auf Morgen auszutauschen. Vor allem muss ganz klar festgehalten werden dass die Konkuren ja nicht schläft! Eine Nikon D5 oder Canon 1D oder 5D wird in absehbarer Zukunft einen Nachfolger bekommen welcher technisch zumindest mit der a9 gleichzieht. Und dann? Dann wird eben der neue Body gekauft der zu meinen vorhandenen Gläsern passt. Und sind wir doch mal ehrlich, im Profisegment gibt es bei NIKON und CANON wesentlich mehr Auswahl an hervorragenden Objektiven als bei Sony. Und die aktuellen Objektive im oberen Segment genügen auch den Anforderungen an höhere Auflösungen etc.
    Selbst beim verschwinden, was wir alle nicht hoffen wollen, einer beiden (CANON, NIKON) großen Anbieter werden nicht alle Ihr Eqipment sofort wegwerfen und hurra schreiend zu Sony wechseln.
    Hier steht sich SONY, aus welchen Interessen auch immer, selbst im Weg! Eine Kamera, welche sowohl das Profisegment Photographie als auch Film abdeckt, das wäre ein ko Kriterium das viele zum wechseln bewegen könnte!
    Ein weiteres grds. Problem ist bei SONY auch die beiden Bajonette. Was man sich da dabei gedacht hat verstehe ich bis Heute nicht. Hätte (ich weiß, hätte wenn und aber) man konsequent das Alpha/Minolta Bajonett durch die gesamte Produktpalette verwendet, dann wäre man Heute ein ernstzunehmender Konkurrent für NIKON und CANON, da man dann anstelle von jeweils 2 Gläsern mit dem jeweiligen Anschluss eine ganz große Auswahl an Objektiven hätte, da man nicht jedes Glas doppelt entwickeln müsste.
    Ach ja, und das mit dem kleinen Gehäuse ist natürlich wirklich Geschmacksache! Für mich, wenn ich es mir leisten könnte, wäre es nix. Man hat ein Objektiv das 3x so groß ist wie die Kamera? Nee, wirklich nicht. Dann lieber die a99II, aber selbst die ist mit 3,5k € nur Body für mich nicht erschwinglich.

    • Genauso isses: Ein zentrales Problem sind bei SONY die beiden Bajonette. Für mich ist die Einführung des E-Bajonetts nicht nachvollziehbar, wo liegen welche Vorteile ?!. Hätte SONY das Minolta 𝛂-Bajonett konsequent durch die gesamte Produktpalette verwendet, wäre man heute ein ernstzunehmender Konkurrent für NIKON und CANON !!!!
      „Die 𝛂99 … die konsequente Evolution der MINOLTA 𝛂9 und der SONY 𝛂900, nur als Bezeichnung wäre SONY 𝛂9 die bessere Wahl !!!“ – so auf meiner Facebook-Seite im September 2016 (https://www.facebook.com/klaus.geck)

      „Ach ja, und das mit dem kleinen Gehäuse ist natürlich wirklich Geschmacksache!“ – im Dezember 2014 auf meiner Facebook-Seite: „Hinsichtlich der 𝛂7-Serie sage ich, wer einmal eine „richtige“ SLR in der Hand hatte, und die muß auch was wiegen, der will kein „Spielzeug“ mehr in der Hand halten, nicht immer so Mini-Kameras, … bleibt für mich die Frage, wann ein vernünftiger Nachfolger der 𝛂99 kommt, also die 𝛂99 Mk2. Großes Gehäuse, und der 36Mp Sensor. … oder eine noch bessere Bezeichnung wäre 𝛂9 … und das für alle Zeiten – das wäre doch mal DIE professionell konsequente Linie.“ => und dass hab ich auch auf der SONY-Seite gepostet und die haben mir dazu auch ein positives Feedback gesendet.

  • Einfach die Wichtigtuer Finger davon lassen, es gibt mehr wie genug Leute, ie einer ganz anderen Meinung sind!

    • Was möchtest Du uns damit sagen? Sorry, nicht falsch verstehen, aber ich verstehe die Aussage von Dir nicht!

  • Das ist leider bei den meisten Kameraherstellern der Fall. Ich fände mich an stelle von Canon an der Ehre verletzt, wenn das, was ich meinem Kunden nicht gönne in Form von Freeware (Magic Lantern) geregelt werden müsste. Der Markt dafür ist groß und aus der Hand von Canon wäre ein derartiges Zusatzmodul ohne Garantieverfall und mit etwas mehr Stabilität vielen Kunden gutes Geld wert. So müssten die puren Fotografen nicht für Videofunktionen zahlen, und Canon würde mehr Kundenzufriedenheit erreichen. Leider habe ich über längere Zeit das Gefühl, dass Canon nicht mehr in der Lage ist, Signale des Marktes für sich zu deuten. Dass Sony jetzt auch einen solchen Weg einschlägt, enttäuscht mich.

  • Sony hat die A9 nicht nach den Wünschen der Profifotografen gebaut.Tolle Technik aber was
    die Profis sich wünschen,hat leider gefehlt.Das muss Sony noch viel von Nikon lernen.
    Ich glaube nicht,daß die A9 die nächste Zeit Erfolgreich sein wird.

  • Ich habe es schon mehrfach geschrieben,

    eine sehr gute Kamera und einige sehr gute Objektive sind noch lange keine professionellen Fotogeräte.

    Für mich gehört zum Beispiel (gerne auch gegen Aufpreis) eine Service Card zum System. Diese ermöglicht mir einen Geräteersatz bei Reparaturen.

    Für selten benutzte teure Objektive bietet der Rent Service Alternativen. Canon, Nikon und Mittelformat kein Problem, alles vorrätig und verfügbar. Sony nur vereinzelt, wenn überhaupt.

    Für Mark noch mal ganz kurz erklärt. Für professionelles Video benötigt man ein feines Schnitt und Tonstudio, das passende Licht und vor allen Dingen Profis die das auch beherrschen. Deswegen gehe ich bei multimedialen Aufträgen gerne Kooperationen ein.

    Deshalb bin ich auch der Meinung das es wenig Sinn macht einen Fotoapparat mit Rigs umständlich zur brauchbaren Videokamera umzubauen, weil sie dann für die jeweilig andere Funktion fast unbrauchbar ist.

    Für den weniger anspruchsvollen Einsatz, wie zum Beispiel einer privaten Hochzeit, Taufe oder ähnliches mag die Videofunktion wichtig sein, in einem Arbeitsgerät für Fotografen kann ich aber locker darauf verzichten, zumal die Bedienung (Menü) durch zusätzliche Funktionen nicht einfacher wird.

    • Ich verstehe nicht was Sie an einer guten Videofunktion bei einer DSLR oder DSLM stört, die die fotografische Leistung der Kamera in keiner Weise beeinflusst, sondern einen Zusatznutzen bringt und extrem einfach zu bedienen ist? Obwohl ich keinen Spielfilm drehen will möchte ich doch auch für den privaten Bereich die bestmögliche Qualität haben und nicht noch immer zusätzlich eine Filmkamera mitschleppen müssen, die übrigens, um qualitativ ähnliche Ergebnisse zu erzielen, fast unbezahlbar ist. Die Vereinigung von verschiedenen Funktionalitäten macht ja das Handy vor und man ist damit so erfolgreich, dass man unter anderem hunderte von Millionen Kompaktkameras überflüssig macht und diese jetzt in der Tonne landen und die Kameraindustrie in die Krise stürzen.

      • Das macht eben den Unterschied zwischen privater und beruflicher Nutzung aus. Für meine Arbeit könnte der Hersteller alle Automatikfunktionen weglassen, Autofokus benötige ich nicht, trotzdem muss ich ihn mit kaufen.

        Der Erfolg der Smartphones ist im privaten Bereich zu suchen. Es ist ein „Schweitzer Taschenmesser“ und ein Spielzeug zugleich. Das Fotos und Videos gemacht werden können ist ein Abfallprodukt und einer der „Zusatznutzen“.

        Das Handy sorgt durch seine Möglichkeit QR Codes zu nutzen zum Beispiel dafür das Druckereien fast keine Prospekte drucken dürfen weil der Endkunde von jedem auf der Messe ausgestellten Objekt den QR Code scannen und die hinterlegten Informationen auf seinem Smartphone speichern kann.

        Ob es sinnvoll ist Arbeitsplätze mutwillig zu vernichten und Ressourcen zu verschwenden wage ich zu bezweifeln.

        Deshalb verstehe ich auch die Überlegungen von Sony nicht alles was möglich ist in ein Gerät zu integrieren sehr gut, schließlich möchte man sich nicht ins eigene Knie schießen.

        Den zukünftigen Erfolg von Fotografischen Geräten sehe ich eher in der jeweiligen Sparten bezogenen Spezialisierung und nicht in der „Eier legenden Woll- Milch- Sau“, denn die hat jeder schon in Form eines Smartphones in seiner Hosentasche stecken.

      • @Alfred Proksch – Sie sind mir zwar sehr sympathisch und auch ich Ihre Argumentation ist durchaus empathisch, und ich glaube ihnen auch, dass sie manuell auch gute Fotos machen können, aber bitte erzählen Sie mir nicht, dass Sie nie die Automatikfunktionen benutzen – Ich fotografiere auch oft manuell und ohne Autofokus, aber ich bin in vielen Situationen froh, dass es diese Automatikfunktionen gibt. Auch ich bedaure, dass der Druck – auch von Bildern – mehr und mehr verschwindet, aber wir können uns nicht gegen den Trend stellen, wir müssen aus den Veränderungen das Beste machen. Und gerade Berufsfotografen sind übrigens dankbar für eine gute Videofunktion, denn die machen nicht nur Portraits, Standaufnahmen und Stillleben, sondern verdienen vor allem mit Hochzeiten und Betriebsfesten noch einigermassen vernünftiges Geld hinzu. Und online Zeitungen sind froh um jedes Kurz-Video, denn da lässt sich problemlos Werbung vorschalten und Geld verdienen. Und zu den Handys habe ich eine grundsätzlich andere Meinung als Sie, wegen der ganzen Zusatznutzen ist es inzwischen für viele unentbehrlich geworden, so könnte eine gute Kamera, die Foto und Video wirklich gut kann und deren Daten man problemlos auch auf das Handy laden kann, auch für die junge Generation wieder interessant werden.

      • An Joe
        Natürlich benutze ich den Autofokus wo es hilfreich ist. Ich bin sehr experimentierfreudig und fotografiere mit allem was ich in die Hände bekomme, egal ob mit der wieder erweckten Polaroid SX70 in Monochrome oder dem Smartphone. Gegen den Fortschritt bin ich bestimmt nicht. Einen Auftrag mit Film abarbeiten und im Labor abhängen möchte ich nie mehr machen müssen. Video ist eine schöne Sache weil man damit flüssiger Geschichten erzählen kann.

        Das Bessere ist des Guten Feind, so war es schon immer. Wenn ich durch die Stadt schlendere benutze ich meine Edel Kompakte die sowohl Foto als auch Video hervorragend beherrscht. Selbstverständlich weil es oft schnell gehen muss im Automatischen Modus. Das hat dann eher etwas mit Freude an der Fotografie zu tun und weniger mit meiner Arbeit. Deswegen habe ich auch Verständnis für den Wunsch nach Allroundgerätschaften.

        Gerade deshalb bin ich auch für eine striktere Trennung zwischen Werkzeugen und Allrounder Geräten. Denn solche Dinge sind oft mit Kompromissen behaftet, wie zum Beispiel meine Edel Kompakte.

  • Sind wir doch mal ehrlich, diese „Super Kamera“ ist doch nur für Angeber gedacht und die zahlen nunmal jeden Preis! 🙂
    Ich hatte mal eine Sony A7II mit diesem Sony-Gehackstückel an Objektiven und dachte Wunder was… bis Fuji ins Haus kam. Ich stieg auf die Fuji X-Pro2 um, wegen der Objektive, Farben etc.. Fuji hat erstklassige Objektive zu einem anständigen Preis und die Bildqualität der Fuji war besser als die der Vollformat A7II…. schon seltsam, gell?! Die Farben der Fuji sind einfach Klasse und die werden mit einem 50-, 100-, 300- oder 500Mpix-Sensor einer Sony sicher nicht besser!

    Sonys Geschäftsphilosophie ist: Abkassieren so viel wie es geht! Hauptsache der „Dumme Kunde“ merkt es nicht. So einfach ist heuzutage die Geschäftprämisse von Weltkonzernen! Einfältiger geht es sicher nicht mehr.

    Wenn man unbediegt eine „Angeberkamera“ haben möchte, dann würde ich die neue GFX50 von Fuji empfehlen! Die kann bestimmt auch kein Video oder zumindest nicht jetzt… aber die Bildqualität ist dafür einfach Göttlich!

    Ist nunmal alles Ansichtssache. 🙂

    • @Wilhelm – Ich finde auch, dass Fuji gute Arbeit leistet, aber was soll das? Ich kenne keine Angeberkameras, was soll das sein? Nur weil Sie sich etwas nicht leisten können oder wollen sind die, die es tun können Angeber? Typisch Deutsche Neidkultur. Das erinnert mich an die Fabel vom Fuchs der sich vergeblich müht an die reifen Trauben heran zukommen, sie aber nicht erreichen kann und sich dann lässig abwendet und meint, die sind sowie so sauer.

      • Es war Klar das wieder so ein einfältiger Kommentar kommt… Die typische Deutsche Kultur, das Land der Wichtigtuer und Klugscheisser… gell Joe…

        …einfach Lesen, Nachdenken, Verstehen und dann kommt kein dummer Kommentar zustande…

      • @Wilhelm. Da habe ich ja voll ins Schwarze getroffen. Betroffene Hunde bellen.

        Und hier noch etwas zum Thema einfältig. Ich zitiere Wilhelm:
        – Angeberkamera
        – Klugscheisser
        – Wichtigtuer

        Und lesen Sie Ihren Text einfach nochmal durch bevor Sie ihn abschicken!

      • @ Banana Joe, die anderen Kommentarschreiber lachen sich sicher schon Kaputt über Dich und deine einfältigen Kommentare, aber ein Klugscheisser merkt sowas natürlich nicht… 🙂

        Trotzdem gute Besserung.

        …einfach Lesen, Nachdenken und Verstehen… 🙂

      • @ Wilhelm – erstens sind wir nicht per Du und zweitens hätte ich nicht gedacht, dass Sie Ihr schon sehr tiefes Niveau noch weiter unterbieten können. Aber Sie haben mich eines besseren belehrt. Egal welche Absonderung Sie noch dazu schreiben ich werde es nicht mehr kommentieren, denn Ihre Posts sprechen für sich.

      • @ Joe… ok, einigen Wir uns auf ein Unentschieden, unsere Kommentare sind einfach Spitze und durch Nichts und Niemanden zu übertreffen. Gut, meine sind zwar Besser, aber Heute waren Ihre auch nicht Schlecht… also ein glattes Unentschieden! 🙂 So können Wir uns wieder wichtigeren Dingen zuwenden und die anderen Kommentarlesen nicht mehr langweilen… 🙂

        Gute Zeit.

  • Daaaanke das du hier genau das schreibst was viele denken. Deine Gedankengänge treffen so ziemlich auf jeden Bereich zu, vom Fernseher bis zur Mikrowelle und nicht nur bei Kameras. Sony ist ein Hersteller der es gewöhnt ist bei jeder Messe etwas neues und noch besseres zu präsentieren und so wird oft noch viel zurückgehalten für die nächste Messe. Dabei ist der profibereich völlig anders denkend und lange Zeit mit einem super Modell zufrieden (Olympus E-3 fast 6 Jahre ohne große Veränderungen) nur kann ein Hersteller wie Sony das nicht wissen wenn sie in dem Bereich komplett unerfahren sind.

  • Mark, danke für deine Meinung. Meine Meinung: ich bin doch mehr als nur enttäuscht darüber, dass das Feature der 2. Karte mit über 5.000€ zu Buche schlägt. Was soll denn das? Ich benötige keine 30, keine 40 oder 50MP. Jedoch ein Backup-System. So kann ich keine Auftragsarbeiten erledigen. Mit 1 Karte geht das, ja… aber wenn die Karte sich verabschiedet, habe ich den Salat.

    Sony säumt das Pferd von hinten auf! Fuji jedoch hört auf seine Kunden. Fuji ist toll, aber ich möchte einfach „Vollformat“. Langsam nervt es.

    BTW: kauft man sich ne „hässliche“ D750, hat man auch 2 Karten! Nur, dass man für den Preis 1. A9 ca. 2 D750 inkl. Glas bekommt. Und wer fotografieren kann, der macht damit GLEICH GUTE Fotos 😀

  • Noch was vergessen…
    nutze die A7 II eigentlich nur, da ich hier super mit Altglas arbeiten kann. Vielleicht verkaufe ich den ganzen Krempel (inkl. Sonnar 55mm) & meine geliebte Leica Q Titangrau (Angeberkamera^^), um mir die Fuji GFX zu kaufen.
    Wünsche einen schönen Tag!

    • @Rainer – Da haben Sie Recht! Aber wer würde denn schon einen Rolls Royce mit einem BMW vergleichen? Und preislich liegt die Leica einfach ausser Reichweite für die Meisten von uns.