Kameras

Wie viele Megapixel wünscht ihr euch von eurer Kamera?

Wenn es um die benötigte Anzahl von Megapixeln geht, gehen die Meinungen teilweise weit auseinander. Wie viele Megapixel wünscht ihr euch von eurer Kamera?

Die Frage nach den Megapixeln

Megapixel – ein immer wieder heiß diskutiertes Thema. Der eine schwört auf seine neue Kamera mit 40 oder 50 Megapixeln, die jede Menge Details und Schärfe liefert, der andere bevorzugt Kameras wie die Sony A7s mit ihren 12 Megapixeln und den tollen Low-Light-Ergebnissen.

Eines soll gleich zu Beginn erwähnt werden: Dieser Artikel wird keine Antwort auf die Frage liefern, wie viele Megapixel man denn nun wirklich braucht. Vielmehr wollen wir einen Blick auf verschiedene Meinungen werfen und uns anschließend in den Kommentaren austauschen.

Interessante Umfrageergebnisse

Kürzlich bin ich auf eine Umfrage bei Nikonrumors gestoßen, in der die Nutzer gefragt wurden, wie viele Megapixel sie sich denn von ihrer nächsten Nikon Kamera wünschen. Inzwischen haben mehr als 20.000 Menschen an dieser Umfrage teilgenommen, da steckt also durchaus eine gewisse Aussagekraft dahinter.

Von den Ergebnissen war ich ehrlich gesagt etwas überrascht. Natürlich haben viele Kameras wie die Nikon D810 mit ihrer hohen Auflösung schätzen und lieben gelernt, doch dass sich insgesamt 16 Prozent der Befragten eine 46-Megapixel-Kamera wünschen und 20 Prozent sogar MEHR als 46 Megapixel fordern, das hatte ich nicht erwartet. Nimmt man die 21 Prozent dazu, die sich eine 36-Megapixel-Kamera wünschen, sind das insgesamt 57 Prozent, die 36 Megapixel oder sogar noch eine deutlich höhere Auflösung von ihrer nächsten Kamera fordern! 29 Prozent bevorzugen eine 24-Megapixel-Kamera, 7 Prozent eine Kamera mit 20 Megapixeln und nur knapp 5 Prozent würden zu einer Kamera mit weniger als 20 Megapixeln greifen.

In den letzten Monaten und Jahren hat sich der Markt immer mehr in Richtung High-Megapixel entwickelt. Kameras wie die Canon EOS 5DS sind auf den Markt gekommen und in den nächsten Monaten werden wir möglicherweise Kameras mit noch höheren Auflösungen zu Gesicht bekommen – und das scheint bei einigen Nutzern, wenn man einen Blick auf Umfragen wie die von Nikonrumors wirft, alles andere als schlecht anzukommen.

Wann ist eine hohe Auflösung wichtig?

Doch wann profitiert man eigentlich von Kameras, die eine extrem hohe Anzahl an Megapixeln vorweisen können? Nützlich können hohe Megapixel-Zahlen beispielsweise dann sein, wenn man Bilder auf große Poster oder Leinwände drucken möchte, wie beispielsweise bei Anbietern wie www.halloleinwand.de möglich. Oftmals orientiert man sich hier an einer idealen Punktdichte von 300 dpi, sodass auch bei extrem geringem Abstand des Betrachters ein scharfes Bild mit jeder Mengen Details gewährleistet ist. Und wenn eine solche Leinwand eine gewisse Größe haben soll, dann braucht man eben auch eine gewisse Anzahl von Megapixeln, um ein hohe Punktdichte gewährleisten zu können. Auch bei der Landschaftsfotografie, wenn es wirklich primär um Details und Schärfe geht und man vielleicht sogar kleinere Ausschnitte von einem großen Bild auswählen möchte, profitiert man von hohen Auflösungen.

Die Anzahl der Megapixel ist nicht alles

Doch ein Sensor mit einer hohen Auflösung ist natürlich nicht alles, das wird oftmals vergessen. Eine äußerst entscheidende Rolle spielt beispielsweise das angebrachte Objektiv. Wenn man nämlich ein günstiges Kit-Objektiv an seiner Kamera anbringt, das lediglich mit 10 Megapixeln umgehen kann – dann nützt es nur wenig, wenn die Kamera mit 36 Megapixeln arbeitet. Jedoch ist es nicht so, dass ein günstiges Kit-Objektiv nie mehr als 10 Megapixel „erlaubt“. Man kann also nicht von einem 10-Megapixel-Objektiv sprechen, so wie man von einer 36-Megapixel-Kamera spricht. Wenn man das gleiche günstige Objektiv an einer 12-Megapixel-Kamera und einer 36-Megapixel-Kamera anbringt, sind also durchaus Unterschiede in Sachen Details sichtbar, doch diese fallen eben deutlich geringer als bei einem teuren und hochwertigen Objektiv aus.

Weitere Faktoren, die sich auf die Qualität eines Bildes auswirken, bespricht beispielsweise Tony Northrup in seinem Video „Megapixels: Do you need more?“, in dem er sich auch allgemein der Thematik widmet. Seine Meinung ganz kurz zusammengefasst: Schärfe und Details sind nicht alles, aber oftmals profitiert man von mehr Megapixeln:

Gleichzeitig wird in Artikeln wie in dem von ThePhoblographer aber auch darauf hingewiesen, dass die meisten Fotografen eigentlich gar nicht mehr als 16 oder sogar nur 8 Megapixel brauchen.

Ihr seht also, es gibt hier viele verschiedene Meinungen und wie eingangs erwähnt soll in diesem Artikel keine Antwort auf die Frage gefunden werden, wie viele Megapixel man denn nun wirklich braucht. Was wir allerdings festhalten können ist, dass die Qualität des Objektivs immer eine ganz entscheidende Rolle spielt und gerade von unerfahrenen Fotografen oftmals vernachlässigt wird.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Mit welcher Kamera fotografiert ihr und welche Auflösung wünscht ihr euch von eurer nächsten Kamera?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

37 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

  • Ich selber habe den Luxus, dass ich gleich mit allen verfügbaren Auflösungen, die Canon im Moment anbietet, arbeiten kann (EOS 1DX MII, EOS 5D MIV und EOS 5 DSR). Das kommt aber daher, dass ich auch auf verschiedenen Gebieten arbeite und möglichst immer das beste Gerät zur Verfügung haben möchte. Wenn sich aber jemand nur ein Gehäuse leisten kann/will, dann muss er sich schon überlegen, was er will und braucht. Als erste empfehle ich die EOS 5 Mark IV, die man als die absolute Allroundkamera bezeichnen kann. Mit den 30 MP kommt man sehr weit, trotzdem hat die Kamera noch eine gute Geschwindigkeit und die Vorzüge, die schon die Vorgängerinnen boten (klein, leicht). Ich nehme dieses Gehäuse zur Hand, wenn ich noch nicht recht weiss, was aus den Fotos werden soll. Damit hat man sicher gute Daten für alle Fälle. Bei Reportagen, Sportanlässen und Liveaufnahmen (Bühne) kommt die EOS 1DX MII zum Einsatz. Wenn jemand auf Geschwindigkeit und hohe Präzision angewiesen ist, kann ich diese Maschine nur empfehlen. Mit den 20 MP kommt man auch schon sehr weit, zumal das Signal sehr sauber ist und Rauschen erst bei sehr hohen ISO störend auftritt. Daraus kann man trotz knapper Auflösung relativ grosse Prints herstellen. Nachteile: schwer und teuer. Aber es ist eine extrem zuverlässige Maschine, ich würde sie nicht mehr hergeben. Wenn es darum geht, möglichst viel Details festzuhalten, kommt die EOS 5 DSR zum Einsatz. Sie ist allerdings eine Diva und will ruhig und langsam behandelt werden. Ich brauche sie nur, wenn ich wirklich grosse Prints (für Austellungen) machen will oder eine Plakatproduktion angesagt ist. Aber dann ist das Resultat (Vorsicht: nur mit den besten Objektiven!) überwältigend für eine normale Kleinbildkamera. Nachteile: Empfindlich auf Erschütterungen (Unschärfe), langsam, braucht Premium Objektive und einen potenten Computer. Ich würde sagen, ein Allroundfotograf ist mit einer EOS 5 (Mark III oder IV) bestens bedient. Landschafts- und Kunstfotografen, die sehr grosse Prints machen wollen, würde ich eine DSR empfehlen (aber eventuell auf das Nachfolgemodell warten, dass dann auch die neue Sensorarchitektur hat). Wenn es schnell gehen soll, dann ist die EOS 1DX MII (oder auch schon das vorherige Modell) etwas vom besten, was es gibt. Bei den APS-C Modellen gibt es ja diese grosse Bandbreite nicht. Hier scheint mir die EOS 80D die beste Wahl zu sein im Moment. Auch eine gute Allroundkamera. Ich kenne den Sensor von der M5 her. Man merkt bei hohen ISO den Unterschied zu den Vollformatsensoren, aber sonst sind es auch sehr vielseitig einsetzbare Geräte mit ihren 24 MP.

    • Ich habe mit diesen Kameras ebenfalls fotografiert, im Prinzip so weit richtig.
      Eine 1DXII brauchen nur die wenigsten und die haben lieber eine Nikon D5.
      Eine 5DIV scheint ein guter Kompromiss, stellt mich aber in keinem fotografischen Gebiet richtig zufrieden.
      Meine 5DSR verwende ich fast nur mit 4/16-35 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm und Tele-Festbrennweiten. Sie ist für mich keine Diva, aber bei maximal 1000 ISO verkehren sich die Vorteile der 51 MP sofort in nachteiliges Bildrauschen. Die Möglichkeit der deutlichen Bildausschnitte ist sehr verlockend und daher würde ich sie einer 5DIV immer vorziehen. Nur im längeren Telebereich kann sie wegen des Bildrauschens nur selten überzeugen, oft sind kürzeste Zeiten erforderlich und mehr als 1000 ISO. In Indien waren aber Tigeraufnahmen mit 2.8/300 mm freihand bei 800 ISO möglich und starke Bildausschnitte, die tagsüber 500 mm und sogar 600 mm Brennweiten oft überflüssig machten.
      Doch das ist alles Vollformat – und das ist im telebereich sowieso selten ideal – bei allen Herstellern fehlt eine Kamera mit 16 MP und Halbformat, die auch bei 6400 ISO kin Bildrauschen zeigt – Fujifilm ist mit der X-T1 am nächsten dran – aber mit kleinen Akkus und einer letztlich zu fummeligen Bedienung bei zu kleiner Gehäusegröße.
      Nur die 80D ist mit den 24 MP bis 3200 ISO eine gute Kamera für viele Gelegenheiten.

    • Als engagierter Amateurfotograf besitze ich momentan eine Sony A7R2 (42 Megapixel, Vollformat) und eine Sony A6300 (24 Megapixel, APSC) . Vorher habe ich Jahrzehntelang mit diversen Canon gearbeitet.

      Ich kann mich André anschliessen. Kurz formuliert: es kommt auf den Anwendungszweck an. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass eine grössere Auflösung mehr Details auf das Bild bringt (sofern die Objektiv-Qualität stimmt), allerdings auch mit einigen Nachteilen: Tendenziell muss mit einer höherer Auflösung auch exakter aufgenommen werden (Zeit, Schärfe). Verwackelungen oder falscher Fokus werden gnadenlos auf dem Bild sichtbar, das ist wohl mit den Diva-Allüren gemeint, das kann ich auch mit meiner A7R2 bestätigen. Die Bilddateien werden grösser, brauchen mehr Platz auf der Speicherkarte und benötigen mehr Zeit zum Speichern. Wer wie ich grundsätzlich im RAW-Format aufnimmt, merkt das dann auch bei der Nachbearbeitung am PC. Wenn aber alles stimmt, wird man mit detailreichen Bildern belohnt, und auch eine Ausschnittvergrösserung in guter Qualität liegt drin. Es macht also nicht so viel, wenn man gerade das Teleobjektiv nicht dabei hat…
      Mein persönliches Fazit: Die 24 Megapixel der Sony A6300 reichen im Normalfall völlig aus. Diese Kamera kann auch bei Sportanlässen oder Events mit 10 Bildern/s mithalten. Sie ist daher immer dabei. Als Ergänzung nach oben sehe ich die A7R2, wenn es mehr um Qualität geht (ruhende Motive), sie wird bei Bedarf zusätzlich mitgenommen.

  • Die benötigte Anzahl der MegaPixel ist direkt proportional mit der Höhe des Ego eines Fotografen 😉
    Sinnvoller wäre es von Pixeldichte, Rauschverhalten und Dynamik zu sprechen, da es unterschiedlich große Sensoren gibt. Aber das ist weniger aufreizend 😉

  • Ist das nicht ein bisschen so wie bei Autos mit den PS? Die meisten hätten gerne mehr aber die wenigsten können damit richtig umgehen und wann braucht man die überschüssige Kraft wirklich?

    Aber im Ernst. Für Landschaftsfotos hätte ich gerne 50MP+, für den Rest reichen für mich plus/minus 20MP.

  • Für mich ist der Megapixelhype vergleichbar mit dem PS-Vergleich oder der 0-100km/h Zeit bei Autos, der Taktfrequenz bei PC’s, etc.. Im allermeisten Fall der Fälle irrelevant unnütz und teuer. Einerseits geht es immer um das Gesamtsystem, und andererseits sagen Daten wie Anzahl Megapixel erstmal nichts über die fotographische Bildqualität, den Inhalt, aus. Für mich ist es ein Spiel nach dem Motto höher – weiter – schneller, welches sich vom eigentlichen Zweck entkoppelt hat. Mir reichen 20 MP. 🙂

      • Finny, 6 x 6 fantastisch, aber analog? Macht das noch Spass? Ist das nicht sehr teuer und umständlich? Oder bin ich inzwischen nur zu bequem und verwöhnt?

      • @Jo: umständlich: ja – teuer: nö! Wenn ich den Preis einer analogen MF mit einer guten DSLR vergleiche, dann bleibt da noch ordentlich Geld für Filme und Scanner.
        Kommt halt immer darauf an, was ich fotografieren will! NUR mit 6×6 wäre es natürlich auch nix; eine „kleine“ Digi, gerade für den Urlaub… muss noch drin sein

  • André, Norbert und Joe, haben es eigentlich auf den Punkt gebracht. Im Grunde richtet sich die Megapixel(-Zahl) nach dem Anwendungszweck. Die hohe Anzahl an Megapixeln müssen erst einmal auf die Strasse gebracht werden – das bedingt auch mehr Ausrüstung in Form von Stativ, hochwertigen und damit schweren Objektiven mit sich herumschleppen. Eine schöne Wanderung von ca. 15-20km ist damit kaum möglich, wenn man(n) die Famiele nicht als Sherpas missbraucht :-).
    Wenn mann genauer hinter die Kulisse schaut, dann beschränkt sich die „Plakatwand-Franktion“ und die „Fototapeten-Fraktion“ im -1 bis maximal 2-stelligen Prozentbereich. Das was man evtl. machen kann/könnte wird meistens nicht in dem Umfang/in der Menge umgesetzt, wie es gefordert wird.
    Für mich ist viel wichtiger als Megapixel sind der Dynamikumfang des Sensors, je größer, desto besser, andere Sensortechnologien abseits von Beyer (siehe Fuji). Das erspart einem einige Zeit im Postprocessing. Meistens gehen diese Pixelboligen einher mit mindestens 1 KG Gehäusegewicht und ca. 3-4 Objektiven die auch nochmal ca. 3 KG auf die Wage bringen. Da überlegt man sich schon, ob man das Ganze mitschleppt. Und damit ist in meinen Augen der Zielkonflikt da, was nicht leicht zu transportieren ist, bleibt eher mal zuhause oder im Studio und unterwegs ärgert man sich dann darüber, dass die schöne Landschaft nicht abgelichtet werden kann.
    Ach ja – für mich „reichen“ 24 – 30 Megapixel zugunsten besserem Rauschverhalten.

  • Betrachte ich die Gegenwart wäre es Overkill weil das Mass der Dinge ein FHD Monitor bzw Tablet ist. ABER in der nächsten Zeit wird ein 4k Monitor anstehen und dann sind es schon 8 MP und was wird die Zukunft noch so bringen an Auflösungssteigerungen bei den Wiedergabegeräten? Daneben ist auch das Crop Potential manchmal sehr hilfreich. Andererseits sollten natürlich Objektive das auch auf die Strasse bringen wobei der Trend der letzten Zeit zeigt, dass die Objektive den preislichen Rahmen eines Amateurs immer mehr sprengen.
    Aber ich denke, dass bei 50 MP ein Wert erreicht ist, der bei Vollformat die breite Masse mehr als zufrieden stellen sollte.

  • Wie im richtigen Leben

    sind meist Kompromisse der gangbare Weg. Wie hier mehrfach beschrieben kommt es auf den Verwendungszweck an welche Sensorgröße und wie viele Megapixel gebraucht werden.

    Was noch nicht angesprochen wurde ist die Verfügbarkeit der diversen Gerätschaften bei spontanen Foto Gelegenheiten und welcher Aufwand zum Bildergebnis notwendig ist. Demnach müsste ich ständig mit einem Kleinbus unterwegs sein. Licht, Lampen/Fotostative, Aufheller, Mittelformat, Vollformat und allerhand anderes nützliches Zeug um für jede Gelegenheit optimal ausgerüstet zu sein.

    Spontane Fotos überzeugen durch ihre Aussagekraft, durch die Geschichte die sie erzählen und weniger wegen eventueller Megapixel die zur Entstehung beigetragen haben.

    Meine „Wunschkamera“ könnte Fuji jederzeit neu auflegen. Könnt ihr euch an die GS645 Professional Klapp Kamera von Fuji erinnern? Alles so lassen wie es war, den 43.8×32.9mm 51.4MP CMOS Medium Format Sensor mit einem 43mm Objektiv einbauen. Statt eines eigenen Displays (optischer Sucher) einfach das Bild zur Kontrolle auf das Smartphone (jeder hat doch mittlerweile eines) senden. Die Kamera ist klein genug um immer dabei zu sein und die Bildergebnisse sind außer Frage das Beste was man heute kaufen kann. Dafür würde ich ohne zögern sofort 2.500 – 3.000 Euro auf den Tisch legen.

    Meine unwichtige Meinung zum Thema „Wie viele Pixel“ braucht man ist schnell beantwortet. Genau so viele wie ich auf meinem Rechner schnell genug bearbeiten und speichern kann.

  • Hej,

    meine X-T1 hat 16 Megapixel und offen gesagt reicht das für all meine Anwendungen und Jobs dicke aus, ich gehöre also zur zufriedenen unter-20-Megapixeln-Fraktion und wünsche mir auch nicht mehr 😀

    Schon spannend, dass so viele Leute mehr wollen. Meines Erachtens nach ist es wahrscheinlich eher so ein Kopf-Ding als ein wirklicher praktischer Nutzen.

    Greets 🙂

  • Habe eine mit 12 MP und eine mit IR Umbau und 3,5 MP
    Demnach reicht mir vollkommen 8-12MP und dafür starke Lowlight Fähigkeit
    Als weitere Kamera kann ich mir sowas spezielles wie die ME-20FSH vorstellen
    Oder auch eine Ultra Zoom Kamera (besonders für Natur Aufnahmen)

  • Mich dünkt, viele hier haben noch nie mit grossen Prints zu tun gehabt. Und wahrscheinlich auch nicht mit Grafikern einer Werbeagentur, die noch mit (heftigen) Ausschnitten arbeiten wollen. Denn hier wird selbst eine Auflösung, die man mit 50 MP erreicht plötzlich schnell mal knapp. Bei meinen Ausstellungsprints auf der 44 Zoll Rolle (112 cm breit) kommt man auf keine 200 dpi mehr. Und bei den heutigen Printern sieht man, ob da noch mehr ist. Der Vergleich mit PS beim Auto oder dem Gehabe wegen den hohen Zahlen kann ich nicht folgen. Hohe Auflösung KANN man brauchen, sofern sie technisch gut ist. Und: runter kann man immer. Rauf auch, aber mit deutlich mehr Verlust. Natürlich spielen Dinge wie Dynamikumfang und Rauschverhalten auch grosse Rollen, aber da kennen wir ja die Zusammenhänge langsam. Und jetzt reden wir über Auflösung, oder?

    • Yep, tun wir und ich bin komplett bei dir, wechsel, ne nach Anforderung, auch immer zwischen der mk4 und der 5Ds R. So hat man immer das maximum für den Anwendungsfall.
      Was immer auffällt ist das bei Mittelformat niemand 100mp in Frage stellt oder als „sinnlos“ darstellt 😉

    • @André Albrecht. Und wie viel Promille der Fotografen machen solche Prints? Und für diese gibt es Mittelformat bis 100MP – ist bei solch grossen Ausdrucken eh besser. Die hiergestellte Frage lautet hier übrigens:
      „Wie viel MP wünscht Ihr Euch für Euro Kamera“, und das darf man doch wohl noch ohne Bevormundung beantworten, oder?

      • Ich bevormunde doch niemanden. Aber ich lese hier etwas viel, dass hohe Auflösungen quasi sinnlos sind und man sich sowas nur zulegt, um gut dazustehen wie mit einem grossen, starken Auto oder ähnlichem. Ich habe mich auf diese Aussagen bezogen, die sind sehr oberflächlich und solche Leute sind noch nie in Berührung gekommen mit Ansprüchen auf hohe Auflösung. Ich sage ja nicht, dass sich jeder möglichst hochauflösende Kaneras kaufen soll, aber es kann von Nutzen sein. Wenn jemand mit 20 MP zufrieden ist, dann ist doch das tipptopp. Ich fotografiere auch viel mit einer 20 MP Kamera. Aber 50 MP Kameras sind nicht per se sinnlos. Übrigens würde ich mir sofort eine Phase One mit 100 MP zulegen, aber dafür fehlt mir das nötige Kleingeld (rund 35’500 CHF mit dem 80mm).

      • @André Albrecht – da geht es uns ähnlich, ich würde mir auch die Phase one zulegen ohne zu zögern, und ich würde mir auch einen Aston Martin kaufen und ein nettes Häuschen am Mittelmeer….meine Wünsche sind nach oben offen, mein Budget leider nicht.
        Aber nichts destotrotz bin ich der Meinung, dass es im wirklichen Leben wenige Aufnahmesituationen gibt, wo es mehr als 20MP benötigt, dennoch hätte auch ich gerne die Möglichkeit mehr MP auszuprobieren, aber man stelle sich vor man müsste sich für eine Kamera entscheiden und auf eine Kamera beschränken. Dann will ich lieber einen Allrounder als eine Phase One.

    • Hast du Recht Andre, die meisten wollen auch nur Ihre Fotos Stressfrei mit ner schicken Kamera machen, Deshalb der Erfolg des iPhones, das reicht „the Rest of is“! Spezialgeräte wird es immer geben und das ist auch gut so aber der Massenmarkt hat schon viel zu viel MP!

    • Also die Dynamik kann man mit HDR-Technologien erhöhen. Die Auflösung mit Panoramaaufnahmen.

      Bei Schnappschüssen, etwa der Pressefotografie, geht das mit Panoramaaufnahmen nicht. Da muss eine Kamera am besten in einem Schuss zwei Bilder mit unterschiedlicher Belichtung liefern.

      Ich selbst habe die 16Mpx Nikon D 5100, die bezüglich der Dynamik, als sie auf den Markt kam, fast so etwas wie ein Spitzenmodell war, sowie die bezüglich der Dynamik deutlich schlechtere Canon EOS M3.

      Fotografieren tue ich mit der EOS M3, die D5100 bleibt im Schrank.

      Warum?
      Die Kamera ist kleiner, leichter und kann von einem leichten kleinen transportablen Stativ stabil gehalten werden, hat eine Wasserwaage und die preiswerten EF-M-Objektive bieten eine recht ordentliche Qualität bezüglich CAs, Lens Flares, Vignette sowie Schärfe bis an den Rand, die Farben sind auch recht gut.

      Tut mir leid, aber ich habe noch nicht ergründen können wie man mit der EOS M3 und den EF-M Objektiven von 11 bis 55 mm einen Fehlfokus bei Architektur provozieren kann. Ich habe noch nicht einen einzigen mit dieser Technik gehabt.

      Man kann mit der EOS M3 locker über mehrere Belichtungen und HDR-Technik höhere Dynamik erreichen, als es die beste Kamera kann. Und das Rauschen ist dann natürlich in den Schatten letztlich auch deutlich niedriger.

      Da können die Benutzer der Sony APS-C-Kameras mit ihren schlechten Objektiven und dem im ganzen Gegensatz zur Werbung z.B. bei der A6000 nicht sehr treffsicheren Autofokus und deren ins bläuliche gehende Farben nicht mithalten.

      Und die Nikon D5100 ist einfach zu groß und zu schwer (mit den Objektiven, die nicht von weitem an die Canons rankommen).

      Also ich bin für höhere Auflösungen, meine aber, dass die meisten Hersteller dazu ihre Objektive überarbeiten müssten. Canon konnte die 50Mpx Unbezahlbar-Knipsen herausbringen, weil deren Objektive einigermaßen gut sind.

  • Da habe ich Sie gefunden .Tolle Bilder Canon Camera 6 MP .
    Ich habe es nicht geglaubt wunderbare Bilder.

    Ich mach mir allmählich Gedanken über immer mehr Auflösung.Mein I-Phon macht schon tolle Bilder.
    Für Profis ist es toll ein Bild mit 100 Mp und schon hat man die ganze Umgebung.
    10 Bilder und die Festplatte ist voll. Dazu der Focus und andere Bedingungen ,es ist nicht nur die Auflösung
    sonder auch die Objektive . 1000 € für Panasonic Objektiv 20 Mp MFT ???? .10000 € für 100 MP .Nicht für den normalen Knipser.
    Es gibt bestimmt Anwendungen aber bei mir sind 24 MP genug XT 20 Fuji -auch hervorragend.

  • als kind und jugendlicher spigelreflex analog, photographierte ich später lang mit ein paar kleinen taschenknipsen mit rund 12 mp und habe mir vor etwa einem jahr dann eine systemkamera mit 16 mp gegönnt. keine diskussion, daß aps-c kein vergleich zu 1/2,3 etc. ist. aber bei tageslichtaufnahmen sind 30x20cm aufnahmen problemlos mit allen kameras ausführbar. bei 16 mp hat man auch noch etwas luft zum croppen. 24 mp finde ich nicht schlecht bei kameras wie der fuji x100f. so kann man auch die anzahl der objektive verringern und ist nicht mehr auf einen zoom angewiesen, wenn man unterwegs ist. größere mp komen für mich auch nicht in frage. diese kosteten letzten endes nur speicherplatz. leider gehen die hohen mp meist zu lasten der iso. So lange iso 6400 so rauscharm ist wie bei der x-t10 und dabei die bildqualität als minimum erhaltenbleibt, ist mir die mp jenseits der 16mp absolut egal. zum croppen ist es praktisch. 😉

  • Die Pixel alleine sagen gar nicht soviel aus. Das ganze System muß passen. Es ist wie beim Auto: 380 PS im alten US Kreuzer versanden irgendwie und schneller als 120 will man damit nicht fahren. Dieselbe Leistung im modernen Auto – wie fliegen… Gut gemacht bringen viele Pixel mehr Dichte, mehr Sattheit – besser kann ich es nicht beschreiben, aber irgendwie kommt da mehr rüber. Und das fängt schon beim Handy an. Ich habe da noch mein „altes“ Nokia 1020 mit 41 Megapixeln und es liefert die besten, mir bekannten, Handybilder. Selbstverständlich nicht zu vergleichen mit meiner Nikon D800, deren Bilder beispielsweise auch mehr haben, als die der D750. Die 100 Megapixel werden kommen, sie werden die Möglichkeiten erweitern und mit guten Linsen werden deren Bilder bestimmt fantastisch! Im Gegensatz zur Politik wird die Technik besser…

    • ich schließe mich den Vorrednern an. Im Grund reichen 16-24 MP aus. ich nutze gerade die D500 mit 21 MP und gehörte zu den wenigen, die regelmäßig 30×45, 40×60 und 50x75cm ausdrucken.
      Manche Motive möchte ich auch mal 100×200 ausdrucken, jedoch scharf. Das werden jedoch auch nicht die Menge sein. bei der D300 mit 12 MP habe ich z T sehr schöne Fotos geschossen. Hin und wieder sehe ich sie mir im Album an, manche werden hier vergrößert bis max 50×75, dann ist hier Schluß. Mal sehen, wie sich die 21 MP machen.
      Die neue D820/D850 wird mich sehr reizen, denn mit 46MP hätte ich für meine Zeit wirklich genug.
      Diese Kamera wäre top mit dem AF der D5/D500 !! und der iso. Das ist vom Feinsten.
      Diesen AF möchte ich nicht mehr missen, deshalb k e i n andere Kamera ohne diesen AF !!

      Allerdings m u ß man sich im Klaren sein, das man sich neue Objektive kaufen muß, die jenseits von 1000 Euro liegen. Das ist ein Grund, der mich sehr ärgert, bzw mein Budget sprengt. Deshalb würde ich hier wie die Vorredner auch nur noch selektieren, für welchen Zweck ich diese gewünschten 46 MP einsetze. Denn je größer, je teuerer und schwerer, hat man die 46-100 MP nämlich nicht mehr immer dabei !!!
      Das „sehen“ die Leute, die sich 46-100 MP wünschen, nämlich nicht. Und hier liegt wieder der Hase im Pfeffer. Viele schöne Situationen bleiben dann erst auf der Strecke.

      Gruß ins Forum
      Volker

    • Genau so mache ich das bei meiner a7 auch, genug Pixel und wenn das Motiv noch „reinpasst“ brauch ich nicht mehr an die Software! Ich denke eh, das Fotografieren mit den Objektiven „gemacht“ wird und nicht mit dem Computer! Computerpower darf mich gerne in der Kamera unterstützen aber ich will meine Zeit „draußen“ und nicht vor dem Computer verbringen 😉

  • *hust* als Amateur würde ich mir zu allererst bezahlbare Objektive wünschen, die mehr als die üblichen 8-10 MPix schaffen (siehe DXO).

    Erst wenn die Optik mitspielt macht es Sinn über die Auflösung des Sensors zu sprechen.

  • Mir persönlich reichen die Auflösungen meiner Kameras, meine große Sony Alpha 77 II löst mit 24 MP auf und meine beiden „kleinen“ (Olympus OM-D E-M1 & Panasoic Lumix GF6) mit jeweils 16 MP. Da ich bisher nie größer als DIN A4 Drucke davon angefertigt habe reichen diese Auflösungen voll und ganz aus. Tatsächlich hängt die Bildqualität in der Regel stärker vom Objektiv ab als vom Sensor bzw der Auflösung des selbigen.

  • Die hohe Auflösung bedeutet nicht,dass man ein Superfoto bekommt.
    Erfahrung hat gezeigt,dass manche Objektive für Profis enwickelt wurden.
    Farbe,Kontrast,Auflösung sind mit Fremdobjektiven echt unterschiedlich .
    Ein Beispiel dafür z.B Nikon 2,8/70-200 mm VR2 im Test ist nicht so gut
    abgeschnitten aber in der Praxis mit Nikon Gehäusen wie D810,D750,D5,D500
    ist die Bildqualität wirklich traumhaft .Man kann sagen,dass das Objektiv für
    Ewigkeit gebaut wurde.Egal mit welcher Auflösung man heutige Kamera hat.
    Die Auflösung ist je nach Format unterschiedlich,20 bis 30 Mp ist
    völlig genügend.Nikon Sensoren haben hervorragend bewiesen.
    Wenn man ernsthaft fotografieren will,soll man lieber das Geld für gute Objektive investieren
    denn nur dadurch erkennt man den Unterschied.
    Vergiss dieser MEGAPIXELS !

  • Das ist reine Marketing.Die hohe Megapixels wird immer kommen,ob man braucht
    oder nicht.Das Problem mit hohen Datenmengen bekommt man trotzdem.
    Wenn man immer mit Raw und 42 bis … MP Fotos schiesst,dann ärgert man sich erst
    beim Laden der Dateien und arbeiten mit Photoshop.

  • Seit der SLR-Ära mit f1,4-Optiken, sprich 3-4kg Kampfgewicht gab es viele schöne neue DSLR’s und andere Kameras. Wenn man die Vorteile der letzten Jahre zusammenfasst, besserer Autofokus, digitaler Workflow, größerer Posterdruck, höheres digitales Einzoomen, größere Druckmöglichkeiten.
    Für Menschen, die das aber nicht wirklich Weltbewegend wichtig finden gibt es eigentlich erst Einen Nachfolger der 3-4kg SLR-Ära, die Sony A7S/Sii, mit über 12Millionen 80micrometer Pixeln bei den Parametern:
    2-2,5kg Ausrüstungsgewicht, brillanteren Farben, BESSERER Lowlight Performance und guter f1,8/2-Linsen!
    Alles in allem, genau das, was mir mehr Foto und Motivmöglichkeiten bringt und, ich denke wir sind inzwischen im Zeitalter der Pads bzw. Screens angekommen und genießen die backilluminated Vorteile der fertigen Fotos.
    Auf die Frage eingegangen, 8-12MP für KB-Format vielleicht auch gerne 6-8MP für APS-C sind nicht nur für Astrofotografie ein guter Wert sondern ermöglichen auch im Workflow mehr Freiheit und brillantere Farben bei guten Optiken!

  • Wenn ich 40 oder 50 Megapixel auf dem Sensor habe, will ich die auch im Print sehen. Das können derzeit zwar die Kameras, aber die lieferbaren Optiken nur sehr begrenzt. Egal von wem das nun kommt. Also muss der Sensor größer werden. Das wiederum bedeutet aus meiner Sicht mindestens Mittelformat. So habe ich das am Ende nach einigen Enttäuschungen hinsichtlich der Objektivqualität bei Kleinbildsensoren gelöst. Physik ist nun mal Physik und Fertigungstoleranzen sind Fertigungstoleranzen.
    Im Klartext: bei 20-24MP ist bei den kleinen Formaten im Normalfall Schluss. Dann werden es nur mehr Daten ohne echten Qualitätsgewinn.

  • Für den „Otto Normalverbraucher“ genügen wenige Pixel. Ich bevorzuge Nikon D3s / Fuji X100 oder Hasselblad mit Digiback (16MP). Thats it!