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Canon EOS 6D Mark II: So urteilt die Community über die neue DSLR

Was sagt die Community zur neuen Canon EOS 6D Mark II? Wir werfen einen Blick auf aktuelle Umfrageergebnisse.

Umfrageergebnisse zur 6D Mark II

Nachdem wir uns vor zwei Tagen bereits angeschaut haben, wie drei Profis die neue Canon EOS 6D Mark II einschätzen, wollen wir heute einen Blick darauf werfen, was die Community über die neue DSLR denkt. Dazu ziehen wir die aktuellen Umfrageergebnisse von Canonrumors zurate. Bei der Umfrage haben rund 15.000 Nutzer teilgenommen, man kann sie also durchaus als aussagekräftig bezeichnen. Auch wenn man natürlich im Hinterkopf behalten muss, dass die Community von Canonrumors zu großen Teilen aus Canon Fotografen besteht.

Die Umfrage umfasst insgesamt drei Fragen: Was ist die wichtigste Neuerung der 6D Mark II? Was vermisst ihr am meisten bei der 6D Mark II? Werdet ihr die 6D Mark II kaufen?

Die wichtigste Neuerung der Canon EOS 6D Mark II

  1. 45 Autofokus Messfelder | 42,9%
  2. Beweglicher Touchscreen | 26,6%
  3. Dual-Pixel-Autofokus | 20,0%
  4. Höhere Auflösung des Sensors | 7,1%
  5. Höhere Serienbildgeschwindigkeit | 3,3%

Die meisten Nutzer sind also der Meinung, dass der neue Autofokus die wichtigste Neuerung der 6D Mark II ist. Wenn man hier die Prozentzahl der 45 Autofokus Messfelder mit der des Dual-Pixel-Autofokus addiert, kommt man auf ganze 62,9%. Auch den neuen Touchscreen wissen viele zu schätzen, 26,6% um genau zu sein.

Was der Canon EOS 6D Mark II am meisten fehlt

  1. 4K Video | 37,9%
  2. Bessere Verteilung der AF-Messfelder | 27,4%
  3. Dual-SD-Slots | 23,2%
  4. Pop-Up-Flash | 5,7%
  5. UHS-II oder XQD | 5,7%

Es ist ziemlich eindeutig: 37,9% der Nutzer sind unzufrieden darüber, dass man mit der 6D Mark II keine Videos in 4K aufnehmen kann. Auf Platz 2 folgt eine Beschwerde über den Autofokus – also über das Element, welches zuvor zur wichtigsten Neuerung gewählt wurde. So sind 27,4% der Fotografen nämlich der Meinung, dass die Messfelder zu zentral angeordnet sind.

Die Tatsache, dass die AF-Punkte nur einen vergleichsweise kleinen Bereich abdecken, ist übrigens darauf zurückzuführen, dass Canon den Autofokus einfach von der Canon EOS 80D übernimmt, die ja mit einem kleineren Sensor ausgestattet ist. Legt man den Autofokus auf einen größeren Vollformatsensor, wird logischerweise auch der mit Messfeldern abgedeckte Bildbereich kleiner.

Würdet ihr die Canon EOS 6D Mark II kaufen?

  1. Vielleicht, ich warte erstmal Testberichte ab | 36,3%
  2. Nein, das ist nicht die richtige Kamera für mich | 27,4%
  3. Das wars, ich verlasse Canon! | 14,5%
  4. Würde ich gerne, aber ich kann sie mir nicht leisten | 12,7%
  5. Ja, ich habe sie schon vorbestellt | 9,1%

Ein Großteil der Umfrageteilnehmer möchte erstmal in Ruhe die ersten Testberichte abwarten. Das ist in jedem Fall immer eine gute Entscheidung, auch wenn ich denke, dass man die 6D Mark II schon jetzt recht gut einordnen kann. Den Autofokus kennt man von der 80D und die Bildqualität wird sicherlich deutlich besser sein als die der alten 6D, aber mit den Sony Sensoren wird die 6D Mark II vermutlich nicht ganz mithalten können.

27,4% der Nutzer werden die Canon EOS 6D Mark II nicht kaufen, 14,5% sind so enttäuscht, dass sie nun zu einem anderen Hersteller wechseln werden. Das sind zusammengenommen 41,9%, die mit der 6D Mark II nicht zufrieden sind – abzüglich einiger Prozente, die vielleicht die 5D Mark IV besitzen und die 6D Mark II deshalb einfach nicht brauchen. Die 14,5%, die Canon nun komplett verlassen möchten, sind vermutlich zu großen Teilen Nutzer, die nicht nur fotografieren, sondern auch filmen wollen und sich eine Kamera wünschen, die beides gut beherrscht. Hier bieten andere Hersteller inzwischen deutlich bessere Produkte an, insofern macht es für solche Nutzer Sinn, nun zu wechseln.

Canon EOS 6D Mark II
Preis: 2.099,00€
Zuletzt aktualisiert am 23.07.2017
Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

22 Kommentare

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  • Viele werten das Display als Inovation, als wenn es eine Neuentwicklung wäre. Dabei gibt es das Display schon so lange und wurde schon bei vielen Canons verbaut. Neu ist „nur“, dass es jetzt an eine VF „montiert“ wurde. So auch der AF… naja, es ist wie es ist.

  • Es ist wie es ist?
    ES IST PEINLICH!
    Wenn man Canon-Fan ist, dann kann man aber auch sowas gut finden, und dieses dann überbezahlen.

  • Anno 2014 kam eine Kamera von Sony auf den Markt:
    diese hatte: Einen Neuen Phasenautofokus mit 79 Messpunkten
    Als erste Alpha Kamera verfügt die Alpha …. über 79 Autofokuspunkte und 15 Kreuzsensoren.
    Schwenkbares Klappdisplay selbstverstandlich, Live View, den ich nie mehr missen möchte, und noch viele
    nützliche Dinge, ich bei bei einer Canon vermisse. Schade, das es so wenige bezahlbare Objektive gibt.
    Aber bei über 2000 Euronen der 6DII hätte ich mehr erwartet……….zB eine Kantenverstärkung?

    • Von welcher Kamera sprichst du?
      „Schwenkbares Klappdisplay selbstverstandlich…“ Ich bin verwirrt das kann ja nur eine DSLR sein?
      Hätte die 6DII 4k wäre das schon sehr nice!
      Vllt wäre dann auch der Preis legitim.
      Ich finde die Konkurrenz von Sony nicht so übel,
      weil man einfach etwas Wettbewerb hat.

      • Sony A77 und 77II oder 99 und 99II
        Wenn man wirklich mal den CANON/NIKON/SONY oder was weich ich für’n Blick vergisst, dann
        kommt doch seit einigen Jahren von Canon und Nikon nicht grafierend neues mehr……Da wird doch schon ein Klappdisply gefeiert………..

  • Ich hatte auch vor, von der 5D MK III auf Sony Alpha 7 R II zu wechseln. Auf Grund der vielen L-Objektive habe ich dann doch zur MK IV gegriffen. Und ich habe es nicht bereut. Mein Kollege hat massive Probleme mit seinen Alpha’s 7. An der 7 R II innehalb von drei Monaten, drei Reparaturen. 1x Verschluss, 2x Displayschäden. An der etwas älteren A7 II jetzt auch der Verschluss defekt. Die Canon 5D MK IV schwächelt zwar auch ein bisschen in der Software, aber man kann sie wenigstens nutzen.

    • Was verstehst du unter Displayschäden?
      Da ist eher geschick gefragt. Händy Displays gehen auch gern mal kaputt beim hinfallen.
      Meinst du sowas wie hotpixel?

      • Sturtzschäden waren es nicht. Beim ersten Defekt war es ein extrem grobkörniges Bild, dass nur auf dem Display zu sehen war. Beim zweiten Defekt war es so, dass das Bild im Display von unten noch oben lief, wie in einer Endlosschleife.

  • Ich frage mich immer, weshalb man solch eine Umfrage nicht vor der Entwicklung einer neuen Kamera macht.
    Oder sind die Bedürfnisse für den europäischen/ deutschen Markt so grundlegend andere?
    Man kann ja in diesem Blog schon erkennen, dass die Wünsche der Ausstattung weit auseinander gehen.
    Es geht mir persönlich auch nicht darum, ob die Hersteller Canon, Nikon, Sony usw. heißen.
    Aber bleiben wir bei der Canon EOS 6DM2.
    Oft ist der Satz zu lesen:“ Es handelt sich um eine VF Einstiegskamera“ das mag ja auch in Teilen zutreffend sein, aber auch wenn ich bereit wäre, mehr Geld z.B. für die EOS 5DM4 auszugeben, wären meine Wünsche nur teilweise erfüllt. Ich hätte kein bewegliches Display und hätte kein Pop-Up- Flash um nur zwei Punkte zu nennen.
    Jetzt braucht auch keiner zu schreiben, dann wechsel doch zu Sony oder andere. Nein, auch da wäre meine Liste nicht kürzer, was alles nicht geht.
    Vieleicht wäre eine Art Baukastensystem die Lösung. Das man in der Lage wäre, sich benötigte Funktionen, per Software freischalten zu lassen.
    Beispiel:
    Wer 4k benötigt, bezahlt 4k und läßt es freischalten.
    Das geht natürlich auch nicht bei allen Funktionen. Wenn kein Klappdisplay verbaut ist, wird wohl per Software nichts zu machen sein.

    • Das sehe ich genau so. Darum schiele ich schon so lange nach Sony, weil die einen App-Markt mit interessanten Funktionen haben. Während Canon seine „4k-Timelapse“ feiert und teuer bezahlen lässt, ist diese Funktion bei Sony für nen zehner im Store erhältlich. Ähnlich sieht es mit Double Exposure und anderen Funktionen aus. Der nächste Schritt wäre da tatsächlich die Hardware. Ein Body mit wechselbarem Griff und Sensor. Das wäre doch Was!

    • genau so macht das Tesla im Autobereich. Wer einen Autopiloten haben will, bezahlt und läßt den freischalten. Ein sehr innovativer Ansatz.

    • Ich hatte das auch schon angeschnitten. Warum es nicht wie beim PC halten?

      Da gibt es Gehäuse, Netzteile, es gibt Mainboards, Festplatten, es gibt CPUs und Grafikkarten. Es gibt Lüfter/Wasserkühler (toll für Astro), Peripheriegeräte etc. pp. Sogar bei Kinokameras kann man sein Gerät nach dem jeweiligen Bedarf zusammenstecken. Die eigentliche Red Kamera im Gegenwert eines Oberklassewagens ist ja nur ein sehr kompakter Würfel ohne alles. Nur ein Sensorgehäuse mit Anschlüssen, mechanisch und elektronisch. Da ist alles ist wie beim Auto oder meinetwegen bei Sanitär und Küche schön durchgenormt. Dafür gibt es nämlich Normen, Industriestandards und Protokolle. Man kann seinen Übersee-Container bei Maersk oder bei OOCL einschiffen und wie durch ein Wunder passen die in beide Schiffstypen. Glaubt man nicht, ist aber so. Man kann Waschbecken und Armaturen X in die Arbeitsplatte Y versenken und man kann an sein Asus- und sogar sein MSI-Mainboard tatsächlich Grafikkarten zweier verschiedener Chip-Hersteller anschließen, jeweils. Fast schon unerhört zu nennen, das.

      Mit dem Kameramarkt verhält es sich dagegen ein bisschen wie mit Apple: „Wenn Du da was anschließt, dann bestimmen wir und nur wir, was das ist und dann wird das ganz sicher – für die halbe Leistung des IBM-Wettbewerbs – trotzdem noch das Vierfache kosten! Weil wir Dich so verachten und Du erpressbar und völlig korrumpiert bist. Wir hatten Dich mit iPads verarscht, deren nicht zu wechselnder Akku nach einem halben Jahr abgeraucht war und wir haben Dich mit unseren iBlöds verarscht, wo man nicht mal eine Speichererweiterung einbauen konnte. Aber Du willst doch ‚hipp‘ sein und dazu gehören und eigentlich ist es Dir wichtiger, dass die Leute sehen, dass Du es Dir auch leisten kannst dazuzugehören, also zahl! Hier hast Du noch ein iPad Midi, ein iPad Mini und ein iPad Maxi! Kannste Dir als Fliese daheim an die Wand klatschen, stehst Du doch drauf“

      So verhält es sich mit den großen Kameraherstellern. Es ist nur mentale Korruption und Verarsche, für die wir keine Reflexivität und kein geistig-emotionales Immunsystem mehr zu haben scheinen!!! (bitte noch hundert Ausrufungszeichen ergänzen) „Hier hast’e die D500, hier hast’e die D7500! Warum das nicht in einem Aufwasch geht? Weil Du blöd bist!?!“ – „Hier hast’e die lächerlich überteuerte 5D Mk IV und hier schieben wir Dir die neue, fast schon bezahlbare 6er Mk II gleich hinterher. Tröste Dich, die kleine hat für 2000 Öcken weniger wieder nur Center-Only Autofokus und auch nur einen Plastiksucher. Aber warum machst Du es nicht wie die Ver-apple-ten und kaufst einfach gleich jedes unserer Produkte!?!“ Sony kann das auch gut, mit seiner 6000er Serie. „Hier hast’e die 6300er! Die kann schon 4k O.O! Ach so, ein Stabi? Na, dann nimm doch noch die 6500er obendrein! Kostet halt jeweils gleich das Doppelte. Aber He, schau Dir mal die Canon Blöden an, kommst Du bei uns noch gut weg, es sei denn Du brauchst Profiglas!“

      Dieser Kameramarkt ist für mich nur noch ein soziologisches und psychologisches Phänomen. Wie kann es sein, wie ist es soweit gekommen. Das lege ich auf die Politik um, wieso wählen die Leute alle vier Jahre wieder dieses transatlantische neoliberale Apartheidskartell, das ihren Rechtsstaat, ihre Werte, ihren Sozialstaat und ihren Frieden verramscht? Das Pixelgepeepe, alle zwei oder vier Jahre wieder 0,5 Stops mehr an DR und 200 Zeilen mehr an Auflösung kann eigentlich nur frustrieren und auch langweilen, kann allenfalls für Nerds oder Leute ohne eigenes Leben, ohne eigene Ambitionen noch interessant sein. „Oh, der neue BMW hat jetzt wieder 8 PS mehr, kostet in der Basis sogar 300€ weniger, dafür ist das Ablagen- und das Lichtpaket nun je 200 € teurer. Wer es also nicht braucht, der spart… dafür ist die 0-100 Zeit um 0,1 Sekunde besser! Freu Dich!“ So ist es mit Handys, mit Fahrrädern, mit allem! Es ist eine totale Verhausschweinung und Zerstreuung für geistig relativ Arme. Also warum nicht visionär werden?

      Es gibt bis heute keinen ISO-Mount, mit gemeinsamen Anschlüssen, Auflagemaßen und Protokollen für Fokus, Blende und falls immer noch im Objektiv verbaut, den Stabi. Dann könnte man je nach Geldbeutel und Bedarf die jew. Sahnelinsen adaptieren und das Geschäft wäre belebt. Mit Sensoren ginge das auch. Dann käme auch Canon in den Genuss von Nikon oder Fuji IQ, ohne dabei vl. auf die eigenen ‚Colours‘ verzichten zu müssen. Es gibt jetzt von Sony eine lächerlich teure A9 Sportkamera, obwohl das Kunden-Feld mit der A99 II doch eh schon/noch bedient wäre, die zu allem Ärger noch thermische Issues hat. Dabei hätten sie längst an einem Modul-Kasten arbeiten können, wenn sie schon so innovativ sind. Hier denke man an eine A7-artige und man kann je nach Geldbeutel, Bedarf oder Setting einen Normal- einen S- oder R-Sensor mit entsprechender Logik, also Prozessor einklicken und könnte das Ding bei Bedarf auch runtertakten, wie eine CPU, weil man lieber Basisdynamik statt Serienbildgeschwindigkeit gebraucht hätte oder man könnte noch weiterdenken und für Astoleute bestimmte Kühllösungen implementieren. Man könnte hinten verschiedene Monitortypen, je nach Bedarf oder Geldbeutel – welche mit Touch, höherauflösende oder dann halt tiefer bauende Klappmodule –
      festschrauben. Man könnte bei Canon auch mal die Sourcen freigeben, damit nicht erst die Nerds von Magic Lantern die überholten und überteuerten Hartplastikbatzen in vielseitig brauchbare Geräte umbauen, oder soll ich sagen ‚freischalten‘. Sind diese Visionen soweit weg von Realisierbarkeit?

      Wie sähe denn unsere Antikartellkamera aus? Für mich wäre es ein spiegelloser Frame, fürs FF etwas größer und tiefer als ein Ambitionierten-DSLM Body der A7-Reihe, fürs Crop etwas kleiner, der kann je nach Geldbeutel von Plastik über Magnesium nach Faserverbund auch von verschiedenen Zulieferen gekauft werden und der liese mir die Freiheitsgrade Verschluss, Sensor-/Prozessor-/Bus-/Logik Module nach Bedarf zu adaptieren. So verhielte es sich mit der Rückseite, wo man einen besseren oder schlechteren Monitor festklicken kann. Das Ganze wäre in Summe wieder etwas sperriger als die Kompaktlösungen, aber wenn man es richtig macht, nicht so sperrig wie eine DSLR. …und wer könnte sich in 20 Jahren noch einen Profi vorstellen, der eine 1D er oder D5er stemmen und schleppen mag, das sieht doch heute schon grotesk aus, wie ein fotografischer Tumor.

  • Hallo an Alle,

    in den letzten Tage lese ich alle möglichen News zur 6D Mark II und mir fallen immer wieder die äußerst negativen Kommentare zu dieser Kamera auf, bzw. zu Canons Produktpolitik. Es hat den Anschein, als würde nahezu jeder Einzelne ERWARTEN, dass Canon genau DIE Kamera baut, die sich jeder Einzelne von euch für sich selbst wünscht. Ja, Wunschträume… Die Welt sieht anders aus. Das wird so nie funktionieren. Anstatt darüber erbost zu sein, was Canon alles nicht in diese Kamera gesteckt hat, sucht euch Alternativen. Manche scheinen geradezu persönlich beleidigt zu sein, dass Canon nicht das Gewünschte bringt. Liegt es an der langen Bindung/Treue zu Canon, oder am X-tausend Euro teuren Objektivpark? Die freie Marktwirtschaft ermöglicht Alternativen (oder doch nicht?).
    Es gibt aber vielleicht auch viele ambitionierte Einsteiger wie mich, die still mitlesen, sich ihren Teil denken und total auf die 6D Mark II abfahren. Mit dieser Kamera habe ich alles was ich brauche! Von der 650D kommend wünsche ich mir genau das, was die neue 6D zu bieten hat. Das hier keine Meilensteine hingelegt wurden ist mir natürlich klar. Aber es ist eine deutliche Verbesserung zur alten 6D, auf die ich sonst gewechselt wäre. Und wer 4k, schwenkbaren Touchscreen und Dual-SD-Slot will, der muss nunmal zur Konkurrenz wechseln… Oder bietet das sonst niemand?!

    • Das ist doch legitim, wenn die Preis-Leistung einem so taugt und der Funktionsumfangskompromis verschmerzbar ist. Genauso legitim ist es, wenn einem die Preis-Leistung zwar nicht taugt, man aber im Canon Objektivsortiment genau die Sahnestücke haben will oder eben schon hat, die man in Abhängigkeit seiner Bedürfnisse oder seines Anspruches eben braucht und die der Wettbewerb nicht hat, wenn dem denn so ist, je nachdem wie ehrlich man zu sich selbst um im Rahmen narzisstischer Konkurrenz oder Kränkung überhaupt sein kann! Da tun sich Fans jeden Lagers schwer, die eigenen in Kauf genommenen Nachteile anzuerkennen, sie grade nicht zu überspielen, während man sich umso leichter tut, das was für den anderen Hersteller spräche zu verdrängen, aber dessen Nachteile überzubewerten.

      Mir, der ich die letzten Wochen viel in Canon-Bashing investiert hatte und der in seiner Rabulistik genau das getan hat – allerdings sehr bewusst – ging es da um einen anderen Sachverhalt. Nämlich genau solche Muster im Canonlager zu spiegeln und vor allem an diesem Gegenstand auf den die Kunden verhöhnenden Charakter der Produkt-, Ausstattungs- und Modellpolitik der großen Hersteller, insbesondere der großen Zwei hinzuweisen. Man muss sich dazu nicht am fehlenden 4k aufhängen, am fehlenden Kartenschacht, an langsamen Protokollen oder dem Center-Only-Autofokus. Man kann sich einfach nur fasziniert und irgendwie verblüfft wundern, wie Canon scheinbar mutwillig den Body so abgespeckt und in meinen Augen verhunzt zu haben scheint, um nur den Verkauf des wesentlich teureren 5D MkIV Bodies nicht zu gefährden. Das hat für mich, aber auch für viele anderen unsittliche und beleidigende Züge, zumal die attraktiven Änderungen (vom Autofokusmodul mal abgesehen) gar kein Brot gefressen hätten.

      Wenn man sich als direkte Konsequenz aus so einer mentalen Korruption jetzt mal die großen drei Player und die verhärteten Fronten der jeweiligen Fanboys, als auch die Preisentwicklung ansieht, dann möchte man nur noch weinen. Es ist wie in der sog. Politik, also der heutigen Scheindemokratie, welche von der besitzenden Klasse einst etabliert wurde, um der biologischen Verfügungsmasse auch noch auf freiwilliger Basis alle vier Jahre wieder eine Einwilligung abzuluchsen, fürderhin beherrscht und unterdrückt werden zu wollen. Da streiten sie dann parteipolitisch abhängig etwa um Homoehen, während ihnen im Kielwasser dieser Belanglosigkeit die Meinungsfreiheit gezwickt wird. Das gleiche mit den sog. Arbeiterfussballvereinen. Die zu vernutzenden Bergbau- und Stahlsklaven hatten damit dann nicht mehr gemeinsam gegen die wenigen Halter aufbegehrt, sondern waren über den jew. werkseigenen Fussballverein sogar noch mit dem Arbeitgeber identifiziert und sie hatten sich lieber gegenseitig die Köpfe wegen gar nix eingeschlagen, als gemeinsam für ein Leben in materieller Würde zu kämpfen. Profitiert hat immer nur die Herrschaft. Es gibt da gute Vorträge zu im Netz, etwa von Rainer Mausfeld und das lässt sich alles 1:1 auf unser japanisches Kamerakartell umlegen. Diese von den jew. Marketingabteilungen und Thinktanks geschaffenen Scheinidentitäten, also die mangels Integrität bei vielen schon hündisch zu nennende Identifikation mit dem eigenen Hersteller, trotz der jeweils riesigen Elefanten im Eck, das macht unsere Schwäche aus, herstellerunabhängig.

      Wenn man Hobbyshooter ist, dann sollte man sich überlegen, ob man den erpressbaren Profis die Fanboystange überhaupt noch länger halten will, denn die legen sich ob ihrer abzuschreibenden Linsenparks ganz sicher quer und ersticken mit ihrem Dummgeschwätz (etwa beim Verreissen der überlegenen EVF) jede wirkliche Innovation, wie es sie heute aber bei Pana, bei Oly, bei Sony und Fuji schon gibt. Ein entspr. Fanboyhabitus kostet am Ende nur foto-& videografische Freiheitsgrade und Geld! Man kann sich ja für Walter Röhrl freuen, dass er mit dem Quattro S1 alle abzieht, aber zu glauben, dass der eigene, überteuerte Consumer Hartplastikbomber mit den vier Ringen dann bis auf die Zylinderzahl und einige Stilelemente irgendwas mit dem Siegerauto gemein haben könnte, ist illusorisch.

      Also wachsam bleiben, erste Raws runterladen, vielleicht im Converter mit den Wettbewerbern vergleichen und überlegen, ob es nicht vielleicht was billigeres, älteres mit einer überzeugenderen Performance gäbe, wenn die Glasfrage noch offen ist!

      • @ Tobi B
        stark, so etwas habe ich noch nicht gehört, aber so ist es. Du sprichst aus, was andere denken.
        Hat man erst einmal viele Linsen, i s t m an abhängig oder schluckt die Kröte und hat viel Verlust beim Verkauf. Wer macht das mit ?
        Aber denken wir mal weiter….
        Hat sich 42-60 MP etabliert gepaart mit einem schnellen AF den es heute ja schon gibt, hoher Iso,
        wer wird sich dann noch das nächste Modell kaufen ??
        Was sollte das denn noch haben, das man schon wieder 2000-3000 Euro ausgibt ??
        Ich glaube, das haben die Kamerahersteller schon längst im Blickfeld. Wie wollen die dann Ihre Margen hereinholen?
        Vielleicht ist Ihre Politik mit diesem Hintergrund so blöd ??

    • Ich bin seinerzeit von der 600D auf die 6d umgestiegen und habe mir noch ein paar Festbrennweiten zugelegt. Ich habe das nie bereut. Der Klappbildschirm ist das praxisrelevanteste Feature, wenn auch technologisch uninteressanteste. Den gabs auch an der 600D, hab ich echt vermisst. Der neue Phasenautofokus ist auch gut. Da nutzt man Liveview vermutlich öfter.

    • Hallo bartlomiej

      Ich sehe das eigentlich genau so !!! Zum einen, die Leute, die eine Kamera zum Filmen haben wollen, die sollen
      auch eine Filmkamera kaufen, und kein DSLR. Oder sehen wir Fotografen mit einer Filmkamera, bzw. Filmcam???
      NEIN, und das hat auch seinen GRUND. Und dann ist auch das meckern nach 4K vorbei, Punkt. Für den einen
      oder anderen Clip, den man macht, reicht auch Full HD füllig aus. Die DSLRs sind für Fotografie gemacht, um gute, und brillante Fotos zumachen, und nicht zum Filmen.
      Zum anderen, finde ich aber schon, eine Bosshaftigkeit, und Vera…., von Canon das sie so ein schlechten
      Autofokus einbauen, was bringen 45 AF-Punkte wenn sie alle in der mitte angeornet sind ???, bzw.
      Wenn dieser Autofokus Kopiert worden ist von einer APS-C Kamera (EOS 80D) ???
      APS-C Sensoren sind kleiner, und auch dort liegen sie ziemlich mittig, und nun kommt der Autofokus,
      auf ein GRÖßEREN Senor, und tadaa fertig. HALLLLOOO, gehts noch???

      Das heiß, alles was Außerhalb des Autofokus liegt, muss man mit der Blende/Einstellungen/Objektiv usw.
      Scharfstellen…. Das ist doch nicht Sinn der Sache, und auch nicht Sinn der Kamera, und Autofokus….

      Also das hätten sie wenigstens BESSER machen MÜSSEN, und auch können!!!!
      Aber dies war ABSICHTLICH nicht gewollt, und somit ein VERA……

      Das ist eine große Macke, und schwäche der Kamera, dies hätte sie sich Sparen können,
      wenn dies gescheid gewesen wäre, hätte sie ein besseren Ruf gehabt, und eine gute chance, denke ich.
      Aber so. NO GO

      Den Preis lass ich nun mal dahin gestellt…

  • Habe die 6 D und werde mir auch die 6 D ii zulegen. War bisher zufrieden und werde in Zukunft mit der 2er auch zufrieden sein, da bin ich mir sicher, denn ich würde behaupten, dass ich fotografieren kann. Denn es ist wichtig, dass man mit seinen Geräten richtig umgehen kann! Kauft Euch eine Nikon ,Sony ,Panasonic ,Leica ,Pentax ,Fuji ,Olympus ,Sigma ,Kodak und nicht vergessen eine 100 Megapixel von Phase One. Dann habt ihr fast alle was man so braucht. Überlege mir, ob ich auch diese Kameras zusätzlich zulege, dann werde ich auch zum Profifotograf. Denn die Kamera macht’s aus, denn sie macht schließlich das Foto. Dadurch bin für jede Situation gerüstet!!!!!!!!! Viel Spaß beim Geld ausgeben.
    P.S. : Sollte irgendwann eine Kamera mit 8K oder vielleicht sogar 20 erscheinen, bin ich der erste der zuschlägt!

    • Nicht immer so pessimistisch… Ich frage mich mehr warum die alten optiken (festbrennweiten)
      so klein im vergleich zu jetzt waren? Technischer Fortschritt? Innovative Ideen (wie zb. das zeiss objektiv mit display)?
      Wird das so trend werden? Warum baut Samyang so schön kleine objektive? Klar fast alle Hersteller bauen ja mit Autofokus.

      Aber warum nicht selber Fokussieren und Geld sparen?

      Und zu deiner Phase One, die großen Hersteller testen/bauen schon Kameras mit 120 mp (wenn ich das noch richtig verstanden habe)