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Brightin Star MF 11mm f/2.8 II: Neues Vollformat-Fisheye angekündigt

Der Dritthersteller Brightin Star kündigt die zweite Generation seines lichtstarken Fisheye-Objektivs an und weckt damit große Erwartungen bei allen, die einen günstigen Ultraweitwinkel-Look mit kreativen Effekten suchen.

Auf der vergangenen CP+ hat der Hersteller mit dem APO-M 35 mm f/1.7 ASPH und dem 50 mm f/2 Tri-Sight bereits zwei äußerst spannende Objektive angekündigt. Nun hat der in Hongkong ansässige Objektivhersteller Brightin Star auf Instagram einen Teaser für das MF 11 mm f/2.8 II veröffentlicht und es vielversprechend angekündigt. Das auf Vollformat ausgelegte Objektiv soll einen 182-Grad-Bildkreis abdecken. Das Kürzel “MF” im Namen macht von Anfang an klar, dass manuelles Fokussieren erforderlich ist.

Was die zweite Generation konkret verbessert, lässt sich aus dem Teaser bereits erahnen: Brightin Star verspricht ein überarbeitetes Metallgehäuse, das so gut in der Hand liegen soll wie es performt – “refined in every detail, from its signature metal design to the precision of its optics.” Das klingt nach einer sorgfältig durchdachten Weiterentwicklung, nicht nur einem kosmetischen Refresh.

Für wen lohnt sich das Objektiv?

Der große 182-Grad-Bildwinkel macht das MF 11 mm f/2.8 II besonders interessant für die kreative Köpfe unter euch, die Innenräume, Architektur oder den Sternenhimmel mit einer ungewöhnlichen, verzerrten Perspektive festhalten möchten. Auch für die Streetfotografie oder coole Actionaufnahmen, beispielsweise beim Skateboarden, könnte ich mir dieses Objektiv gut vorstellen.

Die Offenblende von f/2.8 lässt dabei ordentlich Licht auf den Sensor fallen, was sich bei Nachtaufnahmen als klarer Vorteil erweist. Das Vorgängermodell ist für die Bajonettsysteme L-Mount, Sony E, Nikon Z und Canon RF erhältlich und kostet rund 250 Euro, wenn man noch eine Exemplar ergattern kann. Welche Bajonette das neue Modell unterstützt, hat Brightin Star bislang noch nicht offiziell bestätigt.

Den Launch-Termin hat die Marke jedoch bereits verraten: Am 8. April 2026 um 15:00 Uhr (GMT+8) soll das MF 11mm f/2.8 II offiziell vorgestellt werden. Wer einen günstigen Einstieg in die Welt der Fisheye-Fotografie sucht, sollte diesen Termin im Kalender markieren.

Damit tritt das Objektiv in direkte Konkurrenz zum TTArtisan 11 mm f/2.8, das von phillipreeve.net als preiswert (um die 269 bis 299 Euro), kompakt und gut gebaut beschrieben wird und für ein Fisheye dieser Klasse überraschend ordentliche Schärfe bietet. Besonders die Mitte ist stark, die Ränder werden abgeblendet deutlich besser und bei Blendenwerten zwischen f/5.6 und f/8 ist es in der Praxis am überzeugendsten.

Habt ihr bereits Erfahrungen mit Fisheye-Objektiven gesammelt? Wenn ja, für welche Art der Fotografie setzt ihr den extremen Bildwinkel ein?

via: Digitalcameraworld

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Alfred Proksch

Ein sehr spezielles Einsatzgebiet! Vor einigen Jahren waren Panorama Bilder ein MUSS. Wen interessiert das heute noch? Jetzt ist anscheinend Fisheye an der Reihe! Präsentiert werden die Wandbilder in einem Quadrat! Laut KI = Der Begriff Hype beschreibt eine intensive, oft kurzfristige Begeisterung für ein Thema oder Produkt. Dafür Geld ausgeben?

LeipzigerBerliner

Sehr geehrter Herr Alfred,
wer sich intensiv mit der Fotografie beschäftigt, den interessiert auch die Panoramafotografie. In der digitalen Panoramafotografie sind Fisheye-Objektive sowie Tilt-Shift-Objektive sehr gefragt. Mit einem Fisheye kann man schnell ein sphärisches Panorama erstellen und dieses als entzerrtes zylindrisches Panorama ausgeben.
Damit verdiene ich mein Geld. Leider bin ich weiterhin an das Canon 8–15mm Fisheye-Objektiv an einer Sony gebunden, da es von Sony nichts Vergleichbares gibt. Deswegen ist mein Interesse groß, wenn endlich etwas Ähnliches für den Sony E-Mount kommt – das hier angesprochene Objektiv gehört leider nicht dazu.
Das Schöne an Ihrem Kommentar war, dass Sie die Panoramafotografie angesprochen haben. Der Artikel hatte diese in Verbindung mit einem Fisheye überhaupt nicht in Erwägung gezogen, und Sie hatten ein Fisheye-Objektiv anscheinend auch nicht damit assoziiert.

Alfred Proksch

Selbst arbeite ich sehr oft mit Tilt/Shift oder mit der Fachkamera – OBWOHL vieles angeblich „ganz einfach“ per Software gemacht werden kann. Wer den „Mikado Effekt“ bei Landschaftaufnahmen (z.B. von oben in ein bewaldetes enges Tal fotografieren) schon bemerkt hat wird verstehen was ich meine.

Per Software gerechnete Panoramen aus einem Fisheye sind beruflich gesehen eine praktikable oft unvermeidliche Sache! Was wir meistens zu sehen bekommen werden sind befürchte ich die „üblichen kugeligen“ Ergebnisse die der Hype hervorruft.

joe

Interessant, die Bilder würden mich tatsächlich interessieren, da ich bis jetzt nichts mit Fisheye Objektiven anfangen konnte. Die üblichen Fotos, die ich bislang gesehen habe, gefallen mir überhaupt nicht und ich würde deshalb ein Fisheye nicht geschenkt haben wollen.

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