Canon Objektive

Canon: Drei neue Objektive im Anflug, so teuer sollen sie werden

Canon wird in wenigen Tagen nicht nur die EOS 90D und die M6 Mark II vorstellen, sondern auch mindestens drei neue Objektive präsentieren.

Große Canon Präsentation in wenigen Tagen

Die Präsentation der Canon EOS 90D und der Canon EOS M6 Mark II rückt immer näher, am 28. August sollen die beiden neuen Kameras offiziell vorgestellt werden. Große Überraschungen sollte es da eigentlich nicht mehr geben, die meisten technischen Daten der beiden Kameras kennen wir nämlich schon.

Was wir bisher noch nicht wussten ist, dass Canon zusammen mit den beiden Kameras wohl auch final drei neue RF-Objektive für die spiegellosen Vollformatkameras EOS R und EOS RP präsentieren möchte – das Canon RF 15-35mm f/2.8L IS USM, das Canon RF 24-70mm f/2.8L IS USM und das Canon RF 70-200mm f/2.8L IS USM.

Preise der drei neuen Objektive

Dass diese Objektive irgendwann kommen würden, war kein Geheimnis. Neu ist jetzt allerdings die Information, wie teuer die neuen Gläser ungefähr werden sollen. Diese Info stammt von einer thailändischen Quellen, die die Preise natürlich auch in der thailändischen Währung THB angegeben hat. Dementsprechend kann es bei der Umrechnung kleinere Schwankungen geben, da Canon die Preise nicht 1:1 nach aktuellem Wechselkurs übernehmen wird. Auch gibt es je nach Land Unterschiede in Sachen Mehrwertsteuer.

Ungefähr sollten die neuen Objektive in Deutschland so teuer werden:

  • Canon RF 15-35mm f/2.8L IS USM: 2.799 Euro
  • Canon RF 24-70mm f/2.8L IS USM: 2.799 Euro
  • Canon RF 70-200mm f/2.8L IS USM: 2.999 Euro

Verfügbar sein werden die Objektive wohl ab Oktober bzw. ab Dezember im Falle des 70-200mm.

Mit Sicherheit wird es sich hier wieder um erstklassige Gläser handeln, allerdings wird auch wieder ein grundlegendes Problem deutlich: Die RF-Objektive sind bisher im Schnitt extrem teuer, sodass das EOS R System bisher für Amateure mit einem begrenzten Budget nur sehr eingeschränkt interessant ist.

Update: Inzwischen wurden die Dollar-Preise des 15-35mm und des 24-70mm geleakt, beide Objektive werden 2.300 Dollar kosten. Man kann also hoffen, dass die Gläser auch bei uns etwas günstiger werden als oben beschrieben.

Quelle: Canonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

44 Kommentare

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  • Bei den Objektiven kleckert Canon nicht, bleibt zu hoffen das sie jetzt eine R bringen die einen Sensor hat der auf Augenhöhe mit Sony konkurrieren kann, dann wären sie eigentlich gar nicht so schlecht aufgestellt bei den Spiegelosen.

  • und wieder kann ich mich nur fragen: für wen macht Canon das eigentlich? Jedes Objektiv für knapp 3000.-€
    Jedenfalls nicht für mich als Hobbyknipser/ Ernsthafteramateur…
    Aber gut, irgendwer wird‘s schon kaufen!

    • Als ernsthafter Amateur ist man mit Spiegel gut aufgehoben, da gibt’s alles was man braucht neu und gebraucht. Bei Sony sind die richtig guten Objektive mit größerer Verbreitung günstiger geworden, von Schnäppchen sind wir da aber auch weit weg. Es muss halt jedes Unternehmen seine Entwicklungskosten reinholen, leichter wird’s je grösser die Verbreitung ist. Aber exzellente Optiken hatten schon immer exzellente Preise, das ist bei jedem Hersteller so.

      • @Wolf: Da erzählst du völligen Käse. Ich kenne tatsächlich kaum mehr Berufsfotografen, die im Vollformatbereich noch mit einer DSLR unterwegs sind. Auch ich bin vor drei Jahren umgestiegen!

        @Finny: Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt. Ich denke dass Canon hier einfach davon ausgeht, dass die Kunden mit dem Adapter „ältere“ EF-Objektive nutzen, wenn es denn günstiger sein soll. Anders kann ich mir diese Taktik bislang nicht erklären.

        @m0nk3y4rt: Ich sehe auch, dass die Entwicklungskosten reingeholt werden müssen und diese Objektive wohl schon extrem gut sind. Die Frage ist nur, ob das die Kunden nicht zu sehr abschreckt, wenn für die Kamera inkl. drei Objektive über 10’000 € ausgegeben werden müssen (sofern RF-Objektive). Vor allem in Anbetracht dessen, dass die Kamera nicht mit den Objektiven mithalten kann.

  • Da gehen Nikon und Canon mal zwei gänzlich unterschiedliche Wege. Entweder exzellente Objektive für einen sehr hohen Preis und mit viel Gewicht oder klein, leicht und noch im akzeptablen Preisbereich, dafür lichtschwächer bei Nikon.
    Wenn Nikon noch ein leichtes 24-120mm f4 bzw. 4,5 und ein 100-400 mit nicht allzu viel Gewicht rausbringt, ist das System nicht viel größer und schwerer als mein jetziges MFT Kit mit Panasonic G9, dafür Vollformatsensor. Den Weg finde ich für Amateure deutlich geschickter, die Preise von Canon können sich eigentlich nur Profis leisten.

    • Wer sagt denn das Profis reich sind?
      Profis können meistens rechnen und wenn nicht, sind sie bald keine Profis mehr.
      Profis haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht selten Sigma geleistet und sind mit ollen Kameras auf Bilderfang gegangen oder hatten eine Agentur, die ihnen Super-Teles und Extrem-WW geliehen haben.

      Was kann hör vorstellt ist zumeist für Menschen, deren Haupteinahmequelle oft kaum die Fotografie ist – die wird schlecht meistens bezahlt.

      Canon wird im zweiten Zug mehr f: 4.0 und f:1.8 Objektive vorstellen und Nikon mehr 2.8 und 1.4!
      Sony hat das „alles“ schon und wird bald vieles verbessern.
      Machen wir uns nichts vor, die 10-30 Tsd die heute für Vollformat notwendig sind kann sich nur leisten wer Geld zu viel hat und sonst kaum teure Hobbies.

      Und weiter DSLR und „alte“ Objektive verwenden ist kaum ein ernsthafter Trost.
      Es ist wie GTI anstatt 911 fahren – and Ziel kann man mit beiden kommen, aber eben weniger geil.

      • Aber so viele Menschen, die zu viel Geld haben UND Fotografie als Hobby kann es ja auch nicht geben. Also muss die Profischiene nun mal mit dazu, da Canon andernfalls nie seine Absatzziele erreichen könnte. Dass viele Profis diese Preise nicht rechtfertigen können ist ja klar, für die meisten Kunden spielen die Quäntchen mehr Schärfe, CAs etc. ja auch überhaupt keine Rolle, da Sie es selbst bei direktem Vergleich nicht erkennen würden, ob das jetzt das Sigma oder Canon Objektiv war.
        Und auch wenn Canon nochmal mit lichtschwächeren Objektiven nachlegt, gehen da wieder zwei Jahre ins Land, in denen viele mit begrenztem Budget zu Sony oder Nikon greifen und das nur aufgrund des Preises.

  • Neue Märkte erschließen mit diesen Preisen? Wohl eher nicht. Höchstens eine Marktnische. Da bleibt vielen wohl nur der Adapter. Aber dafür eine neue Kamera anschaffen?

  • € 3.000 für ein popeliges 2.8 Objektiv!?
    Canon hat vollkommen den Kontakt zum Markt verloren.
    Ich hab für den Preis von einem einzigen der Canon Neuerscheinungen ein komplettes System.
    Wer soll denn sowas kaufen?

  • Sportliche Preise. Die entsprechenden Sony G Master sind allerdings auch nicht viel preisgünstiger. Bei den Sensoren ist Sony allerdings gegenüber Canon seit Jahren weit voraus und liefert außerdem die Vollformatkameras gleich in 4 Geschmacksrichtungen: Normal / höchste Auflösung / höchste Geschwindigkeit / höchste Lichtempfindlichkeit. Nur mit der schnellsten (der A9) kann Canon beim Dynamikumfang des Sensors einigermaßen mithalten. Allerdings dann nicht mit der Geschwindigkeit.

    • Nach UVP (2499€, 2699€,2999€) sinds echt nur 400€ die Sony günstiger ist. Da Sony schon länger am Markt ist, bekommt man die Linsen neu inzwischen rund 1500€ günstiger (1900€, 2300€, 2500€) als bei Canon. Gebraucht bekommt man inzwischen auch fast alles. Ist halt der Vorteil, dass Sony schon länger am Markt ist.

  • Die heilige Dreifaltigkeit.
    Warum nicht gleich?
    Der Profi wechselt, wenn sein Wartungsvertrag ausläuft.
    Bei Canon warten die Profis allerdings auf eine Profi DSLM.
    Freiberufler suchen Abschreibungsobjekte.
    Wer rechnet, greift zu mFT oder APS-C.

  • Finde es toll das Canon im R-System richtig Gas gibt. Irgendwann werde ich sicherlich meine 5DIV gegen eine R tauschen und die Objektive weiterverwenden. Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es sicherlich auch bereits einige Alternative von Sigma, Tamron und Co.

    • Verstehe die Aussage nicht. Stellt die Konkurrenz so schlechte Objektive her, dass ein Aufschlag von 600 – 800 gerechtfertigt ist?
      Oder denkst Du, dass jetzt nur noch Profis zugreifen und Amateure außen vor bleiben?

      Für wäre es eher ein Grund, nicht zu Canon zu greifen. Die bringen (übertrieben und böse gesagt) 2 Einsteigerkameras auf den Markt und kombinieren das mit solchen Optiken zu überhöhten Preisen. Da finde ich den Weg von Nikon nachvollziehbarer.

      • Also erstens: das sind nur unverbindliche Preisempfehlungen, die kommen sowieso auf Nikonpreise runter.

        Und zweitens: Ja, ich finde, der Markt sollte bereinigt werden wie früher. Da gab es nur 10 % Topfotografen und und der Rest knipste mit 5 Mark Kameras vom Supermarkt. Das würde heutzutage etwa SP-Knipsern entsprechen. Und wenn man sich die Entwicklung des Fotomarktes anschaut, läuft es genau auf dies hinaus. Das wird zwar einige Kamerahersteller schmerzen, aber ich finde, es läuft in die richtige Richtung.

        Meine Meinung ist: „Top oder Flop“.

      • Seltsame Art der Bereinigung. In dem Fall wären Talent und Enthusiasmus außen vor und nur noch der, der über genug Geld verfügt, kann mit vernünftigen Mitteln fotografieren. Das wird das Niveau ganz schön senken.
        Abgesehen davon ist der Kameramarkt schon da, wo Du ihn haben möchtest. Wahrscheinlich knipsen sogar mehr als 90% mit dem SP.
        Mit dem kleinen Unterschied, dass man auch viel hochwertiges zu sehen bekommt, weil sich viele Menschen eine vernünftige Kamera leisten können.

  • Ich nörgeln jetzt im nächstbesten Automagazin an Porsche rum weil ich mir keinen leisten kann^^
    Wenn man ehrlich zu sich selbst sein kann, wird man feststellen das lichtstarke Optiken bei allen Herstellern teuer und schwer sind das unterscheidet sich in Nuancen, weil Physik mal für alle gleich ist.

    • Ja und ganz sicher wäre jetzt ich Formel 1 Weltmeister wenn mir nur einer einen Porsche zum Preis von einem Golf GTI gegeben hätte.
      Was soll ich sagen: Das Leben ist kein Ponyhof.
      Ein großartiges Foto wird nicht zwangsläufig auf einer teuren Kamera geschossen.

  • Viele scheinen hier zu vergessen, dass Canon deutlich in diversen Interviews verkündet hat, dass, aufgrund des schrumpfenden Marktes der Fokus ganz klar auf Profiequipment in der Zukunft liegt, diesen Plan sehe ich hier konsequent umgesetzt.

  • Hätte Canon jetzt zunächst ausschliesslich günstige etwas lichtschwächere Objektive herausgebracht kämen die gleichen Nörgler und würden sagen, nicht mal Optiken können sie und Sensoren schon gar nicht. Jetzt zeigen sie, wir meinen es ernst und bauen Objektive für die Zukunft, dann ist es wieder nicht Recht. Wie lange hat es gedauert bis Sony halbwegs vernünftige Eigenkreationen hatte und wie schnell geht das alles bei Canon? Dass die Kamera, auf die ich auch warte, noch nicht da ist, hat einen ganz einfachen Grund, Canon war mit den Sensoren und Prozessoren noch nicht so weit und daher musste zunächst alte 5D4 und 6D2 Technik verbauet werden um etwas im DSLM VF anbieten zu können. Ich bin mir sicher, dass die Lücke zu Sony spätestens im Verlauf von 2020 geschlossen wird und wir in diesem Zeitraum mindestens zwei neue VF DSLM sehen werden die „Profi“-Bedürfnisse mehr als befriedigen. Wer jetzt schon günstige Objektive für die R will, der kann EF und EF-S adaptieren und kommt jetzt bitte nicht mit Sony-Vergleichen, denn der Canon-Adapter ist identisch mit dem EF Anschluss und ist voll funktionsfähig und hat exakt die gleichen 8 Kontakte die jede EF-Kamera auch hat, wer etwas anderes erzählt hat es noch nie ausprobiert und offen gesagt keine Ahnung. Die 4 weiteren Anschlüsse die es an den RF Objektive gibt sind ausschliesslich für weitergehende Funktionen an R Kameras, was aber die Funktionsfähigkeit der EF Objektive in keiner Weise einschränkt, weil diese Funktionen dort gar nicht vorgesehen sind. Wer übrigens eine Sony, Nikon, Fuji oder Panasonic sein eigen nennt ist doch bestens bedient, der muss doch nicht wechseln, der kann damit hervorragende Fotos machen und die die jetzt noch Canon Kameras, Optiken und anderes Zubehör haben, haben die Option bei Canon zu bleiben oder zurückzukehren.
    Im Übrigen sehe ich es wie einige andere auch, es ist durchaus noch möglich mit DSLR-Technik klasse Fotos zu machen, und wie sagte es m0nk3y4rt so schön, ein schnelles Auto macht mich noch lange nicht zum Rennfahrer.

    • Nur:
      Canon hat bisher weder:
      den AF
      den IBIS
      den Sensor
      die Objektive
      noch
      die Kompatibilität um jemals bald zu Sony aufzuschließen – die dann wenn Canon so weit wäre, ja wieder 1-2 Generationen weiter sind.
      Fotos klappen mit Canon, nur warum sollte ich zweitbeste Technik kaufen, wenn ich sogar meine Canon-Objektive an erstklassiger Technik einsetzen kann?
      Gewohnheit, Menü, Haptik sind prima – aber reicht das wirklich?
      Wer Spitzen-Technik-Unterstützung will, kauft sicher noch kein ElektroPKW aber sicher eher Fotokameras von Sony, Nikon, Olympus…

      • @Cat
        Schreib ich doch, dass Canon noch nicht so weit ist und jeder der auf Sony, Nikon, Fuji oder Panasonic setzt alles richtig macht!
        Dennoch darf man auch mit dem zweitbesten zufrieden sein – nochmal, wenn man mich in ein Formel 1 Auto setzt und Hamilton in einen VW Golf wird er mich trotzdem auf der Rennstrecke locker stehen lassen. Genauso ist es mit „Zweitbester-Technik!

  • Ich verstehe nicht wieso alle so am Mäckern sind? Das sind UVP Preise. Schaut mal bei den anderen Herstellern wie teuer die UVP´s sind.

    Sony G Master 70-200 mm f2.8 UVP 2.999 Euro
    Sony G Master 16-35mm f2.8 UVP 2.699 Euro
    Sony G Master 24-70 mm F2.8 UVP 2.499 Euro

    Die nehmen alle das gleiche. Die sind sich schon einig. Zumindestens mehr als die Nutzer.

      • @Timon

        es gibt nur noch UVP, Festpreise sind verboten!!!!!!!!!!!! Der Händler darf auch mehr oder weniger verlangen!

    • Richtig, nur die Straßenpreise liegen hier inzwischen woanders, was sich auf die Kaufentscheidung auswirken kann.
      Sony G Master 70-200 mm f2.8 UVP 2.999 Euro –>2500€
      Sony G Master 16-35mm f2.8 UVP 2.699 Euro –> 2300€
      Sony G Master 24-70 mm F2.8 UVP 2.499 Euro –>1900€
      Nikon Z 24-70mm F2.8 2499€ –> 2100€

      Damit beträgt der Preisunterschied 1500€ statt 400€ zu den Canon Gläsern. Hier finde ich die Canon Preise im Vergleich ja irgendwo noch halbwegs auf Konkurrenzniveau. Bei den lichtstarken Festbrennweiten, geht die Schere ja weiter auseinander.
      Sony 85mm 1.4 GM 2099€ (1650€ Fachhändler) Canon RF 85mm 1.2 2999€

      • @Markus J.

        ..Sony 85mm 1.4 GM 2099€ (1650€ Fachhändler) Canon RF 85mm 1.2 2999€…

        das Canon EF 85mm 1.4 kostet auch nur 1250.-€ in der Schweiz 1399.-CHF, ja und das entsprechende Samyang gibt’s für schlappe 599.-CHF

      • @Joe

        Es bringt nichts hier Preise vom EF-Bajonett (DSLR) mit E-Mount (DSLM) zu vergleichen. Bei DSLM Objektive sind durch die Bank teurer. Daher ist das Canon RF L das spiegellose Pendant zum Sony GM. Da können wir beide nichts dafür das das Canon fast das doppelte kostet.
        Das neue 85iger Samyang für E-Mount hat bereits auch schon Fans gefunden. Preis/Leistung unschlagbar.

        Hier sind schweizer Preise uninteressant. Davon kann man sich hier genauso wenig kaufen wie von den US-Preisen.

  • Rechen Aufgabe…

    Für die wenigen beruflichen Anwender ist die Anschaffung von „Werkzeug“ eine wichtige Angelegenheit. Da sind Handhabung, Zuverlässigkeit, bereits vorhandene Ausrüstungsteile, Service auf der praktischen Seite, die kaufmännisch gegebenen Zahlen stehen auf der anderen Seite.

    Die kleinen technischen Unterschiede spielen in dieser Klasse kaum eine Rolle, es sei denn die Nische in der man arbeitet erfordert spezialisierte Gerätschaften.

    Als beruflicher Anwender hatte ich immer erst die aktuell beste Bildqualität im Auge gehabt. Daraus ergaben sich „automatisch“ nur digitale Rückteile weil diese vielseitiger verwendbar waren.

    Mittlerweile haben sich die Grenzen zwischen den Sensorgrößen neu definiert. Selbst ein preiswerter APS-C Sensor liefert ausreichende Leistung für jeden Anwendungszweck. Nach wie vor spielt die Physik bei der Bilddatengewinnung eine entscheidende Rolle.

    Aus diesem Grund und weil die „Superboliden“ im VF inklusive der dringend benötigten neuen Objektiven in den Anschaffungskosten nach oben gerutscht sind ist der Gedanke an das nicht wesentlich teurere Mittelformat naheliegend.

    Für den Foto begeisterten, solventen Hobbyisten entfallen betriebswirtschaftliche Überlegungen. Er möchte DIE Kamera schlechthin erwerben. Sie darf keinen Spiegel haben, sie muss mit allen möglichen elektronischen Funktionen vollgestopft sein, sie muss Video vom Feinsten bieten und wenn es geht bitte von einem renommierten Hersteller sein, nur dann ist es gut.

    An die vielen Fotografen die nicht so viel ausgeben können oder wollen: Lasst euch nicht kirre machen !! Kauft euch eine Kamera mit der ihr gut klar kommt, denkt daran das gute Objektive bessere Bilder ergeben und besonders wichtig ist eine überlegte Arbeitsweise. Kreativität hat Gott sei Dank nichts mit dem Geldbeutel zu tun.

    • Genau deshalb nutze ich meine PENTAX K5II mit dem genialen 1.8/50 mm (ca. 140 Euro) und dem 100er Makro, sowie einem sehr in die Jahre gekommenen 28er. Eine SONY RX100 taugt für kleine Ausflüge (manchmal bin ich sehr von der erzeugbaren Bildqualität begeistert (das habe ich früher mit einer MF-Kamera nicht erreicht), manchmal bin ich sehr enttäuscht). Andererseits plane auch ich ein Upgrade oder besser ein Sidegrade. Aber ich lasse mir Zeit, da ich mein nächstes System (evtl. NIKON Z) auch wieder sehr lange verwenden möchte. Vielleicht warte ich noch auf den Global Shuter, da hiermit dann eine echte Veränderung der Fototechnik einzug hält. Leider wird dieser immer noch künstlich vermieden (böswillige Vermutung).

    • DIE Kamera schlechthin darf aber auch (und gerade) als Hobby keine utopischen Summen kosten.

      Solvent hin oder her; verarschen lassen mag sich niemand.
      Canons Marketing kündigt dauernd tolle Kameras und Objektive an.
      Und was kommt dabei raus? Jedesmal weniger als das, was andere Hersteller für günstigeres Geld schon längst haben.

      Die Ankündigung dieser Objektive wird wieder einen Reihe entäuschter Canonianer in die Hände von SONY, FUJI und evtl. sogar NIKON treiben. Für SONY gibts inzwischen auch eine ganze Reihe preiswerte Objetive von Drittanbietern. Und Bodys, die den technischen Standard und die Spitzenklasse definieren.

      DIE Kamera bekommt man derzeit am wenigsten bei Canon.

  • Canon bedient ohnehin alle möglichen Schichten, handlichere Reiseknipsen, einfache SLR´s oder schlanke M. Und R scheint langsam ihre Edelabteilung zu werden, ähnlich Leica. Die Objektive wurden moderner ohne billiger zu wirken, schon ein Genuss deren Finish. Das da Tragbarkeit, Grösse oder Preis nebensächlich werden ist klar, es geht um solide Handwerkskunst und Feindetails, für Leute die sichs leisten können und wollen.
    Scheinbar wurde nicht vergessen was Objektive für einen Anteil am Bild und seinem Charakter haben, obwohl dass aktuell gerne untergeht, solange der Zeitgeist lieber dreht und wischt. Nachdem man sonst eher dem Leichtbau folgt, was teils leider auch danach wirkt, ist dass ein anderer Weg, keine weitere Kopie. Originale die sich sowas kaufen juckt es ohnehin nicht was das Volk gerade trällert. Wird weiter interessant, schön sind sie wirklich.