Canon Kameras

Canon EOS Ra: Neue DSLM für Astrofotografie geleakt

Canon wird anscheinend im Jahr 2020 eine neue DSLM für Astrofotografie vorstellen. Die „EOS Ra“ taucht auch schon in offiziellen Dokumenten auf.

Kamera speziell für Astrofotografie

Inzwischen ist es mehr als sieben Jahre her, dass Canon mit der EOS 60Da eine Kamera speziell für Anwendungen in der Astronomie vorgestellt hat. Die 60Da basiert wie es der Name schon vermuten lässt auf der 60D, wurde aber speziell für die Astrofotografie modifiziert. So wird beispielsweise Infrarotlicht deutlich stärker erfasst als bei einer normalen Kamera, sodass sich bestimmte Phänomene wie beispielsweise diffuser Nebel besser einfangen lassen.

Die Astrofotografie mag eine vergleichsweise kleine Nische darstellen, doch es ist eben auch eine Nische, die bedient werden will. Die Canon EOS 60Da ist inzwischen natürlich nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand der Technik, weshalb es in den letzten Monaten schon einige Male Gerüchte gab, dass Canon möglicherweise an einer neuen Kamera für Astrofotografen arbeitet.

Canon EOS Ra gesichtet

Diese Gerüchte scheinen sich nun zu bewahrheiten. Verschiedenen Quellen zufolge befindet sich nämlich eine Canon EOS Ra auf der internen Canon Roadmap für das Jahr 2020. Kurze Zeit nachdem sich diese Quellen zu Wort gemeldet hatten wurde die Canon EOS Ra außerdem auch in offiziellen Dokumenten auf Canons Webseite gesichtet. Damit stehen die Chancen, dass Canon tatsächlich an einer EOS Ra arbeitet und diese früher oder später auf den Markt bringen wird, natürlich ziemlich gut.

Viele technische Details zu der neuen Kamera sind noch nicht bekannt, doch aus dem Namen kann man natürlich schließen, dass die Canon EOS Ra auf der normalen Canon EOS R basieren wird. Hinzu werden dann verschiedene Anpassungen für die Astrofotografie kommen, so soll die Canon EOS Ra beispielsweise vier Mal so viel langwelliges Hα-Licht aufnehmen wie die Canon EOS R.

via: Canonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

18 Kommentare

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  • Ich bin ja erst spät in die Fotografie eingestiegen, deshalb schon mal Verzeihung für die vielleicht dumme Frage. Hat diese bestimmte Empfindlichkeit der Astrokameras auch negative Auswirkungen auf ein normales Tageslichtfoto? Ich könnte mir vorstellen, dass das der Fall ist.

      • Einen Farbstich könnte man zur Not aber korrigieren.
        Ein fehlender IR Filter bzw ein Durchlassen des IR Anteils könnte nach meinem Dafürhalten auch unschärfere Bilder erzeugen wegen der unterschiedlichen Brechung im sichtbaren und IR-Spektrum. Sehe ich das ungefähr richtig?

      • @Ben…auch gut möglich, oder nach Einfallswinkel kann manche Farbe gar nicht vorkommen, es ist eben die Eule unter den Kameras, für die Nacht gedacht.

    • Ich kenne es von herkömmlichen astromodifizierten Spiegelreflexkameras, bei denen der Infrarot-Sperrfilter vor dem Sensor entfernt wurde, dass sie für die Tageslichtfotografie nicht mehr einwandfrei zu gebrauchen sind, da die Bilder durch den erhöhten Anteil infraroten Lichts einen Rotstich erhalten.

  • Eine R-Kamera von Canon nur für die Astrofotografie??? Es ist ja schön für die Astrofotografen unter uns, dass sie so ein Werkzeug für ihre Zwecke zur Verfügung gestellt bekommen und denen gönne ich das natürlich. Angesichts der Baustellen, die Canon momentan noch hat, habe ich aber als ich die Meldung las erst einmal auf den Kalender schauen müssen, ob sich Mark mit uns nicht einen Aprilscherz leistet. Aber nein, die Meldung scheint ernstgemeint zu sein. Ich frage mich aber dann, ob Canon momentan die Prioritäten richtig setzt? Wieviele Exemplare einer VF-R für Astrofotografie und einem Preis von vermutlich 2000 Euro oder mehr wird man wohl absetzen können? Wäre es nicht wirtschaftlich lukrativer in einer Preisklasse etwas darunter, als Gegenspieler der XT-3 oder A6600, eine super ausgestattete APS-C Kamera mit R-Bajonett anzubieten? Naja, Canon wird sich schon etwas dabei gedacht haben, hoffentlich auch etwas Vernünftiges.

    • @Thomas Müller

      Du hast vollkommen Recht, dass bei Canon offensichtlich die Prioritäten nicht richtig gesetzt werden. Allerdings its das Problem, dass Canon momentan noch nicht so weit ist um Sony in allen Punkten Paroli bieten zu können, weshalb es zur Zeit nur „Lückenfüller“ wie z.B. eine M200 geben wird. Was man jedoch so hört und liest wird Canon 2020 einiges raushauen was offensichtlich Sinn macht, aber nur im VF-Bereich. Auch ich halte eine APS-C R für sinnvoll, aber anscheinend ist das (noch) nicht geplant.

    • Der fehlende IR Filter ist halt schon geil für Astro Fotografen. Denn für Tageslichtfotos kann ich mir später immer noch einen davor schrauben und ich halte es für denkbar, dass Canon direkt einen für seinen Adapter mit fiktereinschub raus bringt.
      technologisch sollte es kein Aufwand sein, den Sperrfikter vor dem Sensor zu entfernen /weg zu lassen.
      Somit sehe ich hier keinen Entwicklungsaufwand

  • Der Aufwand für eine AstroCam ist für einen Hersteller z.B. CANON überschaubar.
    Im Prinzip wird der Sensor ohne IR Filter eingebaut.

    Könnte somit die „R ohne IR Filter = Ra“ sein.

    Man kann/konnte schon seit vielen Jahren dies durch Dienstleister sowas für 200-400 € durchführen lassen.

    Hatte selbst mal eine 600D ohne Ir Filter. Zum Nachhimmel zu fotografieren ist sowas ganz gut für DeepSpace mit langen Belichtungsanzeigen aber nicht so. Da fehlt die Kühlung!

    Umbau einer DSLR/DSLM mit Kühlung geht durch Spezialisten auch kostet aber und da macht eine reine AstroCam mehr Sinn.

    Gruß Conny

    • Naja, bevor man sich die DSLR(M) für teuer Geld optimieren lässt, greift man besser gleich zu Spezialisten wie ASI ZWO oder Astrolumina etc.. Die Preise für die Modifizierung hängen von der Art der Modifizierung und dem Kameratyp ab.

      Die fehlende Kühlung ist bei normalen Kameras nicht das Problem sondern das Rauschverhalten, da kann man mit Darkframes und Bias entgegenwirken.
      Bei Milchstraße und Galaxien braucht man eh keine astromod. Kamera.

    • Hallo, ich besitze seit letztem Frühjahr eine gekühlte Canon 700Da. Hatte aber vorher schon mal eine EOS 550D umbauen lassen und in 2007 bereits eine 350D. Ich muss sagen, dass die gekühlte 700D um Längen besser ist als meine beiden anderen umgebauten. Die Kühlung bringt den alles entscheidenden Vorteil. Dunkelbilder hin oder her! Diese gekühlte 700Da habe ich bei eBay erstanden für ca. € 1.500 und damit die bisher besten Astrobilder aufnehmen können, die ich jemals gemacht habe!
      Zudem gesagt, ist eine umgebaute Canon oder Nikon von den einschlägigen Spezialisten immer besser, als eine direkt vom Hersteller angebotene, weil diese ja auch noch für normale Alltagsfotos ausgelegt sind! Die richtig umgebauten sind aber direkt nur für die Astrofotografie optimiert. Man kann aber mit einem manuellen Weißabgleich auch Tageslichtbilder damit machen. Einen automatischen Weißabgleich gibt es aber dabei nicht.

  • Seit September 2017
    warte ich auf solche Nachrichten.
    Lang hat’s gedauert.

    Christian 🦝🌙☁️
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