Canon Kameras

Canon: „In Sachen Innovation hinken wir hinterher!“

Canon sagt in einem Interview, dass man in Sachen Innovation derzeit nicht mit anderen Herstellern mithalten kann. Das soll sich aber anscheinend bald ändern.

Was bei einer Kamera wichtig ist

Eine gute Kamera muss nicht immer innovativ sein, vielmehr ist es wichtig, dass man sich auf sein Werkzeug verlassen kann, dass es gut in der Hand liegt, dass sich gut damit arbeiten lässt und dass am Ende die Ergebnisse stimmen. Doch einige Kunden wünschen sich eben auch technische Neuerungen und Kameras, die wirklich auf dem aktuellsten Stand der Technik sind. Spiegellose Kameras mit hochauflösenden elektronischen Suchern ohne Blackouts, die leicht sind, Videos in 4K aufnehmen, rasante Serienbildgeschwindigkeiten, Focus Stacking und weitere technische Raffinessen zu bieten haben.

Weiterführender Artikel: Neue Kameras machen keine besseren Bilder – oder doch?

Aktuelles Interview mit Canon

Canon konnte diese technischen Raffinessen und sonstige Innovationen zuletzt nur teilweise liefern. Das gibt der Hersteller in Person von CEO Fujio Mitarai nun in einem Interview mit Nikkei Asian Review auch offen zu:

„Unser größtes Ziel dieses Jahr ist es, unsere Fühler mehr in Richtung neuster Technologien auszustrecken. In dieser Hinsicht hinken wir hinter anderen Herstellern hinterher. Wir werden ein Forschungs- und Entwicklungszentrum im Silicon Valley eröffnen, wo wir aktiv neue Technologien einführen werden.“

Canon möchte also anscheinend wieder innovativer werden und mit neuen Technologien punkten, was definitiv eine erfreuliche Nachricht ist! Gleichzeitig kann man aus der Aussage von Fujio Mitarai aber auch etwas Negatives herausziehen. Denn wenn Canon erst jetzt ein entsprechendes Forschungszentrum eröffnen möchte, an dem dann an neuen Technologien gearbeitet werden soll, dann wird es womöglich noch einige Jahre dauern, bis wir als Kunden auch etwas von diesen Innovationen zu Gesicht bekommen.

Finanzielle Basis sehr wichtig

Des Weiteren sagt Mitarai in dem Interview, dass es immer schwieriger wird, Produkte zu entwickeln, die besser sind als die der Konkurrenz. Seiner Meinung nach ist es aber wichtig, als Unternehmen stets auf eine gesunde finanzielle Basis zurückgreifen zu können, um langfristig erfolgreich zu sein. Diese finanzielle Basis möchte Canon in den nächsten Jahren unter anderem mit Investitionen in den Bereichen Industrie und Medizin stärken.

Wie bewertet ihr Canons Aussagen?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

24 Kommentare

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  • Anscheinend ist es mittlerweile wichtiger darauf zu achten was nicht gesagt wird. Wenn dem so ist wird es in nächster Zeit nur noch „Sondermodelle“ von bereits bekannten Canon Geräten geben, die Automobilindustrie macht das in Perfektion vor. Dort werden auch keine neuen Innovationen angeboten. Es gibt dann halt digital aufgepeppte Mittelklasse mit NULL Finanzierung und Sonderpreise für die alte Karre des Kunden.

    Ich bin mal gespannt wie lange dieses Muster braucht um im Kameraverkauf Fuß zu fassen.

    Jede Aktien Gesellschaft hat nur die Dividende im Kopf. Innovationen und Forschung kosten Geld und deshalb sind sie sehr unbeliebt. Längerfristig wird nicht gedacht. Mann kann auch mit sinkenden Kursen kurzfristig Geld verdienen.

    Also wird es dieses Jahr auf der großen Kölner Fotomesse von Canon geschnürte Set Angebote für den Wühltisch geben, mehr nicht.

    Also das Zeug schnell bei Ebay verticken und dafür den Objektiv Park meiner Mittelformat vergrößern, und für die kleinen Bilder zur Schwester Fuji X-T2 wechseln.

    • Genau so.

      Und das Gleiche gilt für den ehemaligen Platzhirsch Nikon, der mit schöner Regelmäßigkeit kurz vor Messen ein paar obsolete Patente ‚leakt‘ um dann weiter im Tiefschlaf zu versinken, aus dem er irgendwann nicht mehr erwacht….

  • Diese Selbstdastellung vom Canon-Manager ist ehrlich, sie kostet aber etliche Kunden und damit viel viel Umsatz und Gewinn.
    Die Canonnutzer haben hier und heute gehört, das sie auf High-Tec bei Canon Jahre warten werden müssen.
    Da werden etliche wechseln oder mit ihrem System, was ja gut ist !! solange weitermachen bis es geht.
    Nur Neues gibt es nicht.
    Da würde mich sehr ärgern, würde auch wechseln, da doch immer schneller immer besseres kommt, was mir als Anwender das Fotografieren leichter macht. Siehe IBIS bei Olympus und nun bei Panasonic. Vielleicht kommt der auch mal bei Nikon ??

  • Ist es Dummheit, die neue Ehrlichkeit oder einfach ein längerer Winterschlaf. Ganz schwacher Auftritt. Typischer Fall von Peter-Prinzip. Schade.

  • Ich kann nicht so ganz nachvollziehen wo Canon keine Innovation hat. Wenn ich an den Video-Autofocus bei Canon sehe, dann bin ich schon beeindruckt. Was Kann jetzt z.b. Sony besser? Eine A6500 die in 4K nach 15 Minuten Überhitzt? Genau das gleiche bei der A6300? Oder nehmen wir mal die A7RIII. Was hat die den so Innovatives? Einen größeren Akku! Einen Autofokus der endlich mal gescheit ist! Einen Touchscreen, der nicht in allen Bereichen Funktioniert! Eine „PROFI“ Kamera die kein Wasser aushält. Einen 4K Video Modus mit 30 Bildern! Das ist also der neue Heiße Scheiß von 2017!! Oder habe ich was vergessen

    • Ja da ist was dran, die anderen werden gefeiert für die halbgaren Funktionen, Canon und Nikon machen nur das was sie können.
      Sony hat mit 7RIII drei Anläufe gebraucht und sich die Versuche noch von den Kunden bezahlen lassen. Wie die 7RIII letztendlich wirklich einschlägt wird sich nach einem halben Jahr zeigen. Der Preis ist schon enorm.

  • Es kamen gerade auf SAR vor Jahren eine Menge Artikel über ,,Neue Technologien“. Was haben wir dazu in den Kameras gefunden? Da mir nichts einfällt, was davon umgesetzt wurde- Nichts!
    Das Forschungs- und Entwicklungszentrum können die gerne öffnen, dass davon überhaupt etwas in Kameras einfließt erscheint sehr gering.

    Wie wurden denn bisher die Kameras bei Canon entwickelt, wenn erst jetzt ein Forschungs- und Entwicklungszentrum speziell eingerichtet wird?

    Welcher Bereich ist denn überhaupt speziell gemeint? Da in den Interview auch ,,Bereichen Industrie und Medizin ,, genannt wird, ist mir dies nicht eindeutig klar.

    Leider fehlt die Zeit um mir das Interview im Detail durchzulesen. Ältere Interviews waren stets zu weit gefasst und der / die Journalist /in ,,bohrte“ bei unspezifischen Antworten so gut wie nie nochmal nach.
    Angst das Canon später mal ein weiteres Interview ablehnt?

  • Manchmal kommt mir die Kamerabranche vor wie die Aufzugsbranche . Da gibt es das sogenannte Aufzugskartell, ein Finne,ein Schweizer,ein Ami und ein Deutscher die sich den Markt aufteilen und Preise absprechen. ( offiziell nicht mehr da geahndet) Da gibt es CaNikon die bei denen kein Weg im DSLR Sektor vorbei führt und dann gibt es den DSLM Sektor wo sie nichts zu melden haben ….

  • Aus meiner Sicht sollte man das Interview etwas differenzierter einordnen bzw. nicht so negativ sehen. Die Aussage des CEO , daß man bei neusten Technologien hinter der Konkurrenz liegt, ist ein Grundthema/Tenor, den man in diversen Foren z.Z. ständig lesen kann – woran man dieses festmacht, möchte ich hier nicht beleuchten- bei jeder anderen Aussage wäre man über die Aussage hergefallen.
    Aus meiner Sicht sollte man stärker zwischen Evolution und Revolution unterscheiden. Bei der Evolution legt Canon nachweislich ein langsameres Tempo vor – die Gründe weiß Canon alleine, Marketingstrategie, Profit etc. mögen hier eine Rolle spielen – einfaches Beispiel ist die 6DMK2, diese Kamers näher an state of the art zu bringen war nicht das Thema – das Know-how ist vorhanden – Canon hat es nicht getan, aus welchen Gründen auch immer. IN diesem Beriech gilt aber inzwischen grundsätzlich, daß alle Hersteller gute Kameras abliefern. Und dies wir auch bei Canon zukünftig der fall sein.
    Anders sieht es im Bereich der Revolution aus, d.h. ein Quantensprung in der Entwicklung. Dies fehlt derzeit bei Canon , aber auch bei allen anderen Herstellern – aus meiner Sicht. Von daher gut, daß Canon dies erkannt hat.
    Von daher : Canon sollte bei der Evolution der Kameras seine Strategie überlegen und bei Revolution – und das ist der Schwerpunkt eines Forschungszentrums – neue Ansätze/Strategien entwickeln.

    • @ Cheryll
      @ MB Picture
      Von daher : Canon sollte bei der Evolution der Kameras seine Strategie überlegen und bei Revolution – und das ist der Schwerpunkt eines Forschungszentrums – neue Ansätze/Strategien entwickeln.

      Das Eingeständnis von Canon ist schon arg, denn Sony scheint hier Meilenweit voraus zu sein. Denn wenn man nun erst ein Werk bauen muß, hallo, hallo…
      laut einem Bericht von H Schumacher leisten die Sony Chips auf Ihrer ganzen Fläche, Verdrahtung pp liegt unterhalb, während bei der Konkurrenz eben auch Canon !! der Chip sich die Fläche mit Verdrahtung, Verarbeitung pp teilen muß
      Sony könnte bald 1000 Bilder/Sekunde !!! bringen. Dass muß man mal überdenken. Jedoch wird diese Technik zuerst in Handys verbaut, danach in die teueren Kameras nachgereicht !!
      Ein Anfang hat die Sony A9 gezeigt, jedoch erst der Anfang, so H Schumacher.
      Das bedeutet, die gesamt Kamerabranche wird kpl. umgekrempelt werden.
      Sony hat „anscheinend“ an der Kamerasparte weniger Interesse. Bei 1 Milliarde verkauften Handys zu vielleicht 100 Millionen Kameras, die sich zudem noch alle Marken teilen, kann sich jeder seine Meinung be-überdenken.
      Die Zahlen kann ich nicht belegen, hatte sie mal gehört. ich kann sie aber nachvollziehen, wen nich sehe, wie oft sich die Jugend ein neues handy zulegt. Sony verdient hier an den Chips kräftig mit.

      Das Canon hier so “ ehrlich“ zugesteht, sie haben nicht den Anschluß an diese Konkurrenz ( Sony) zeigt, das Sony bald alle dominieren wird. Die Zeit wird es zeigen.
      Wer hätte vor 15/20 Jahren geglaubt, Kodac geht einmal den Bach herunter ??
      Antwort: Niemand !!

      Anbei den Link von Jip aus dem Threat: Kamerabrache geht bergab
      https://www.foto-schuhmacher.de/artikel/hardware/stacked-cmos.html

      Es tut eigentlich weh, wenn man ansieht, wie wenig auch andere hier wohl entwickelt haben.
      mFT hat ja etwas getan, IBIS, klein, ein fast immer dabei, preislich erschwinglich…
      Fuji scheint zu stocken, tut aber auch etwas, der IBIS rutscht stockernd, Video wird besser…
      Der Rest ??

      • @ Volker Missal, trotz des „meilenweiten“ Vorsprungs von Sony, entscheiden sich die Kunden beim Kauf einer Kamera mehrheitlich für den Marktführer Canon. Warum ist das so?

      • @canik,
        weil vielleicht im DSLR Bereich fast kein Weg an CaNikon vorbei führt,
        allein schon die ganzen preiswerten Modelle die im Handel sind.
        Ich persönlich habe aber mit DSLR abgeschlossen und im DSLM Bereich hat Canon bei mir das 0,0 Will Haben Gefühl ausgelöst.

      • Vielen Dank für den verlinkten Beitrag – war sehr interessant und viele technischen Details für mich neu. Wie schon gesagt, Canon sollte bei der Evolution der Kameramodelle seine Strategie überprüfen -werfe ich aber Nikon genauso vor. Innovationszyklen kleiner 3 Jahren sind meist kleine updates und kein Kaufargument und sorgen nur für Preisverfall.
        Mein Lieblingsthema „Revolution“ bleibt ein spannendes Thema und sollte in den Marketingabteilungen und Entwicklungsabteilungen genau abgewägt werden, z.B. eine immer höhere Bildrate pro Sekunde technisch zu erreichen ist zwar eine tolle technische Leistung, aber für mich mit meinem Schwerpunkt völlig uninteressant, die bereits heute errichten Raten sind für mich ausreichend. Eine Entwicklung mehr in Richtung z.B. variable Schärfentiefe mehr interessant. D.h. es muß genau überlegt werden, was ist technisch machbar und für den Anwender als Photograf auch relevant.

    • Was das (Des-)Interesse von Sony an der Handysparte angeht, kann man daran ablesen, dass Sony im Jahr 2015 nahe dran war, diese Sparte wegen Verlusten abzustossen. Man hat nun die Strategie geändert und bietet fast ausschliesslich noch hochpreisige Handys an, was aber die Stückzahlen an verkauften Handys extrem sinken lies. Im Gegensatz zur Sony-Kamersparte kann ich auch nicht erkennen, dass Sony bei den Handys innovativ wäre oder eine Vorreiterrolle einnimmt. Sony vollzieht im wesentlichen das nach, was Samsung, Apple oder Huawei vorgeben. Vor allem bei den immer stärker werdenden chinesischen Handyanbieter bringt Sony auch seine Chips kaum unter. Ich sehe es deshalb genau umgekehrt wie Sie, für Sony müsste also das Interesse vor allem bei den Kameras liegen, denn hier ist man mit vorne dabei und kann seinen Marktanteil kontinuierlich steigern. Bei den Handys ist das genau nicht der Fall.

  • Ich sehe das Interview, wie auch die gesamte Weiterentwicklung im Markt nicht so kritisch. Eigentlich macht doch heute fast jede neue Kamera exzellente Bilder. Teils sind die Schwerpunkte auf Geschwindigkeit, Größe / Gewicht oder höchstmögliche Auflösung gelegt, aber mir kann keiner erzählen, dass er am Markt keine passende Kamera findet. Auch wenn Canon vielleicht etwas hinterherhinkt, kann man mit den Kameras hervorragende Bilder machen. Das Gesamtproblem bei der Kamerabranche, wie auch bei den Smartphones oder Fernsehern ist: Die Geräte sind eigentlich technisch so weit, dass es für den Käufer nur wenig Gründe gibt, jede Evolutionsstufe mitzumachen. Ich kann auch bei den Iphones zwischen den letzten 3-4 Generationen keine wirkliche Innovation erkennen. Klar: wird alles immer schneller, schärfer und besser, aber teilweise auch unzuverlässiger. Also: Was soll denn eine revolutionäre Kamera noch alles können? Mir reicht es, wenn meine Kameras gute Bilder und Videos machen. Ich brauche damit nicht im Internet surfen, das Garagentor öffnen oder Pizza bestellen zu können. Und auch für 200MP habe ich derzeit keine Verwendung.

      • Es wäre schon schön wenn sie die Bildqualität der Mitbewerber hätten und neue Sensoren in allen Disziplinen hat wären als die alten *6D mark2*…

    • Sehe ich ähnlich..

      Es fehlt den Herstellern auch an Mut!

      Denke ich an Leica und deren Monochrom Kamera oder an das Phase One SW-Rückteil kommt bei mir das haben wollen Gefühl sehr stark auf. Das was mich davon abhält sind die dafür geforderten Preise. Der Vorteil gegenüber von Farbe auf SW gerechneten ist gewaltig. Erstens bei gleicher Pixelzahl eine höhere Auflösung und zweitens kann man mit Filtern bereits bei der Aufnahme den Bildcharakter beeinflussen.

      Jeder Hersteller könnte ein bereits vorhandenes Gehäuse mit einem reinen SW Sensor ausstatten und zu einem vernünftigen Preis an die Kundschaft bringen. Einen Versuch wäre das wert. Also ich würde mir ein reines SW-Gehäuse sofort kaufen. Würde ich eine Werkstätte kennen die so etwas machen kann hätte ich schon lange ein älteres Gehäuse umbauen lassen.

      Meine Hoffnung setzt auf rührige, aufstrebende kleine chinesische Firmen die sich einen Scheiß um Aktionäre kümmern müssen und ihre Ideen auf den Markt bringen.

      Mir sind die heute gebauten multifunktionalen Geräte viel zu überfrachtet um damit einfach und zuverlässig zu fotografieren. Wenn ich Bilder/Videos teilen möchte benutze ich mein Smartphone. Termine planen und Auftragsabwicklung macht mein Büro und nicht das Smartphone. Wenn ich unkompliziert schnell wo hin muss fahre ich Taxi und nicht mit einem Carsharing Fahrzeug oder plage mich mit dem eigenen Fahrzeug durch die Stadt.

      Ich finde eine Entflechtung von Funktionen auf den Grundnutzen als sinnvoll. Nicht alles was machbar ist ist auch sinnvoll.

      Wenn wir professionelle Videos möchten benutzen wir ein extra dafür gebautes System. Wenn es technische und fotografische Spitzenqualität sein soll eine Spiegellose Mittelformat. Niemand von uns würde auf die Idee kommen einen Fotoapparat mit Ricks und sonstigem Zubehör umständlich zur Videokamera umzubauen und damit zusätzlich auch noch die Fotofunktionen zu behindern. Das ist nicht produktiv.

      Ich kann verstehen das es Nutzer gibt die mit nur einem Gerät beides machen wollen oder müssen. Verstehen kann ich nicht das man sich dabei auf eine Marke beschränkt, sich selbst kastriert. Erst wird ein Anforderungskatalog erstellt und dann wird nach dem passenden Werkzeug gesucht. Wer es baut bekommt den Zuschlag egal wie die Marke heißt.

    • @ Canik
      …@ Volker Missal, trotz des „meilenweiten“ Vorsprungs von Sony, entscheiden sich die Kunden beim Kauf einer Kamera mehrheitlich für den Marktführer Canon. Warum ist das so?…

      Weil Canon heute n o c h die größte Vertriebssparte weltweit hat.
      Wenn jedoch immer mehr Fotografen immer mehr begreifen, das bei Canon nichts mehr zu holen ist, also keine tollen Techn. Features, dann fangen die immer schneller das Überlegen an, verstehen Sie, was ich meine ?

      Mabo:
      …Also: Was soll denn eine revolutionäre Kamera noch alles können? Mir reicht es, wenn meine Kameras gute Bilder und V…
      hallo Mabo, ich dachte auch mal so wie Sie und konnte das nciht verstehen, was noch kommen soll auf so hohem Niveau.
      Jedoch, wenn Sie sich mal Olympus-Videos EM-Mark1oder 5 ansehen, nur als Beispiel, verstehen Sie, wo Sie aus 10-20 Fotos bei Bewegung !!
      sich das Beste herausholen können, und zwar mit Ihren wackeligen !! Händen, dann imponiert mir das.
      Also ohne Stativ. Ich sah mir ebenso ein Weitsprung mit Nikon an, ich glaube D500 mit dem 300/4 VR !!
      Eine tolle Kombi !! jedoch hier sind Sie mit ca 2×1800 Euro und mehr Größe dabei. Das können Sie mit Olympus kleiner und preiswerter lösen.
      Und nun denken Sie mal an Sony, selbst wenn die mit „nur“ 100 Bilder/Sek kommen, das bedeutet, Sie können, während Sie fotografieren, sich mit Ihrem Nachbarn unterhalten. Verstehen Sie, was ich zum Ausdruck bringen möchte ?? Zum einen bringen die ca 50 MP, später noch mehr, zum anderen können Sie hier schießen, wie mit einer Uzzi. Und die Ergebnisse sind immer toll. Das ist es, was mir dann mit meiner teueren Nikon Lösung Bauchschmerzen bereitet.

  • Ich habe als Arbeitswerkzeug einer Nikon d600 und d750 zu verdanken, dass ich heute von meiner Fotografie leben kann. Einige meiner Kollegen, könnten hier natürlich genauso die Marke Canon nennen.

    Seit langer Zeit frage ich mich, was an dem unglaublichen Sony Hype so dran ist. Auch aus Neugierde habe ich mir eine Sony a7r III gekauft. Die angeblich beste Fotokamera (Kleinbild) der Welt. Und ich muss sagen, ja ganz nett. Tolle Kamera. Besonders die 10 Bilder pro Sekunde lautlos … wow.

    Heute habe ich nach längerer Zeit das erste Mal wieder mit einer d750 gearbeitet und da wurde mir ein bisschen was klar. Für viele ist nicht nur die Fotografie ein Hobby, sondern auch sich auf Seiten wie dieser über die kleinsten Kleinigkeiten zu streiten.

    Als Profi sehe ich keinen bahnbrechenden Unterschied zwischen der d750 und der 7r III. Beides tolle Kameras, die aber bei Inkompetenz schlechte Bilder machen. Hier könnte man natürlich auch die 1dx oder 5D III oder IV einsätzen.

    Jeder der eine Sony braucht, einen Bildstabi braucht, 1000 Bilder die Sekunde braucht um tolle Bilder zu machen, kann nicht fotografieren. Das ist meine persönliche Meinung.

    Natürlich ist der Druck enorm und natürlich müssen die Hersteller mit der Zeit gehen. Aber unterm Strich geht es doch nur um eins … Momente festzuhalten. Und das konnte meine Pentax 645N eigentlich auch schon ganz gut.

    Oft bin ich so froh ein Nikon System zu haben. Oft bin ich neidisch auf so manche Canon Linse. Oft wünschte ich mir eine Fuji wegen dem tollen Retro-Look. Und dann bin ich wieder super dankbar für die tollen Video Funktionen von Sony.

    Sich in seinem Kopf nur auf eine einzige Marke einzulassen, ist dämlich (außer man arbeitet für diese Firma).

  • Ein CEO der so etwas äußert gehört gefeuert. Im Elektronik-Markt ist Innovation ein notwendiges Übel um vorne mitzuspielen. Und der Markt gibt die Taktzahl vor, ansonsten verlieren Hersteller und Kunden. Letztere, weil das gekaufte Zeugs weniger wert wird. Und was besser oder schlechter angeht… das kann jeder für sich selbst entscheiden, letztendlich landen wir wieder bei der Kohle. Ich behalte meine Canon-Ausrüstung zuerst mal und baue meine Sony-Ausrüstung weiter aus. In 2-3 Jahren weiß ich ob es richtig war.

  • Oh weia, so viele negative Menschen hier.
    Canon is doomed .. ist klar, wie immer, wie schon seit Jahren.
    First-World Probleme in technisch orientierten Hobbyforen.

    Ich für meinen Teil bin als Kunde zufrieden, wenn ein Hersteller ausgereifte Technik auf den Markt schmeist, die funktioniert, robust ist, keine Kinderkrankheiten hat und verlässlich ist. Das tut Canon. Und man kann Canon Innovationsträgheit vorwerfen, aber wenn die was Neues auf den Markt schmeisßen funktioniert das in der Regel und der Kunde ist kein Beta-Tester. Soll ja bei anderen technisch Hippen Kameraherstellern schon mal anders sein 😉

    • Zustimmung; einer der Gründe, was ich bei Canon schätze: Als Käufer komme ich mir nicht als Beta-Tester vor und wenn ich ein Produkt kaufen will, ist es auch verfügbar.
      Meine Anmerkungen zur Marketingstrategie halte ich aber noch immer für gerechtfertigt, evtl. sollten die „Innovationszyklen“ hochgesetzt werden, z.B. warum alle 3 Jahre ein Kamera-update – warum nicht alle 5 Jahre und dann mit mehr Innovationen und mit der bewährten abgesicherter funktionalen Fähigkeit.