Canon Kameras Top

Gerücht: Canon EOS R3 Mark II mit dualer Auflösung – was steckt dahinter?

Unbestätigte Berichte zur Canon EOS R3 Mark II sorgen für Aufsehen. Die Rede ist von einem Sensor mit dualer Auflösung.

Rund um die Olympischen Winterspiele in Mailand kursieren derzeit Gerüchte über eine mögliche Canon EOS R3 Mark II. Auslöser war ein Foto des Olympia-Fotografen Jeff Cable, das er aus dem Canon-CPS-Raum (Canon Professional Services) veröffentlichte und auf dem Regalbeschriftungen zu sehen sind, die Spekulationen über unbekannte Kameramodelle entfachten. Seitdem überschlagen sich die Meldungen – allerdings auf sehr dünner Faktenbasis.

Die neuen Gerüchte im Detail

Die angeblichen Spezifikationen der Canon EOS R3 Mark II stammen von einem Weibo-Account namens „Camera Beta” – einer chinesischen Social-Media-Quelle, die in der Vergangenheit manchmal, aber nicht immer korrekte Informationen zu kommenden Kameras geteilt hat. Laut diesem Account soll die EOS R3 Mark II ein experimentelles Produkt mit einer außergewöhnlichen Technologie werden: einem rückwärtig beleuchteten, gestapelten CMOS-Sensor mit dualer nativer Auflösung.

Konkret werden von Camera Beta folgende Spezifikationen genannt:

  • Duale native Auflösung: Umschaltbar zwischen 54 und 24 Megapixeln
  • Serienbildgeschwindigkeit: 40 Bilder/Sekunde bei 54 MP, 90 Bilder/Sekunde bei 24 MP
  • Lichtempfindlichkeit: Durch ein verbessertes Bayer-Array und Pixel-Binning im 24-MP-Modus soll die ISO-Leistung um ca. 80 % gegenüber der EOS R3 steigen – kombiniert mit einer laut Quelle sogenannten „Triple Native ISO”-Technologie
  • Autofokus: Quad Pixel CMOS AF mit je vier Fotodioden pro Pixel; dualer kreuzförmiger AF auf allen 54 Millionen Pixeln; Phasendetektion horizontal, vertikal und diagonal
  • Video: Kamerainterne Aufzeichnung von 9K 60p und 6K 120p RAW mit vollem Pixel-Autofokus

Canonrumors: „Diese Kamera wird es nie geben”

Die bekannte Canon-Gerüchteseite Canonrumors.com zeigt sich gegenüber diesen Meldungen mehr als skeptisch. Chefredakteur Craig Blair schreibt, er habe mit mehreren Kontakten gesprochen, die in Mailand vor Ort sind – und niemand wisse etwas von einer EOS R3 Mark II. Blair stellt außerdem klar: „Das ist die zweite Welle von Gerüchten über eine Kamera, von der ich nicht glaube, dass sie jemals existieren wird.”

Auch die vieldiskutierten Regalbeschriftungen aus Jeff Cables Fotos, die als vermeintlicher Beweis für ein neues Modell kursierten, haben laut Canonrumors eine deutlich nüchternere Erklärung: Bei der rätselhaften Aufschrift „FV120″ handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach schlicht um einen Hinweis auf die aktuelle Firmware-Version 1.2.0 der EOS R1 – und nicht um einen Codenamen für eine neue Kamera.

Einordnung und Fazit

Die genannten Specs klingen auf dem Papier beeindruckend – und technisch nicht völlig abwegig. So bietet etwa Leica bei der Q3, M11 und SL3 ebenfalls mehrere wählbare native Auflösungen. Dennoch bleibt festzuhalten: Die Angaben stammen aus einer fragwürdigen chinesischen Social-Media-Quelle ohne jede Verifizierung.

Bis handfestere Hinweise zu einem Sensor mit dualer Auflösung auftauchen, sollten diese Gerüchte mit größter Vorsicht genossen werden. Wir behalten die Entwicklungen im Blick und berichten, sobald es neue Informationen gibt.

Quellen: Canonrumors.com | Weibo / Camera Beta

guest
22 Kommentare
älteste
neueste
Feedback
Zeige alle Kommentare
Uneternal

Wäre interessant, allerdings würde ein solcher Sensor an Farbauflösung verlieren, da man statt dem Bayer 2:1:1 Layout nun ein 5:2:2 Layout, ähnlich wie beim Fujifilm X-Trans hat.

joe

Also das habe ich eigentlich von der R1 erwartet Plus den Quadpixel Autofocus, aber offensichtlich waren sie noch nicht so weit mit der Entwicklung.

Marlon

👍

Reinhard Riek

Ich weiß schon, warum ich eine analoge Kamera habe, und diese auch noch eine Weile behalten werde.

joe

Ich weiss, warum ich keine analoge Kamera mehr habe!

Thorsten

Schließe mich an.
obwohl noch eine Nikon F4 und FM2 bei mir im Schrank liegen..

Lehrmann Rudolf

Wenn ein Fuji Provia Diafilm schon 25-30 Euro kostet macht e sicherlich keinen Spaß mehr…

Rolf Carl

Ich hatte auch mal eine und vermisse sie schon lange nicht mehr.

Turmfalke

Nein, Danke, war nette Zeit mit der analogen Kamera, aber digital ist für die Fotografie wie gemacht.:-)

Thomas Müller

Ich habe auch noch eine analoge Kamera, werde sie auch noch lange behalten, aber jetzt kommt´s, ich werde sie zum Fotografieren nicht mehr benutzen. Warum auch und wozu?

Leonhard

Meinereiner hat auch noch eine analoge Kamera, ob die noch funktioniert werde ich nie mehr erfahren, wozu auch!

Nach 45 Ehejahren zieht es keinen mehr in die Dunkelkammer, heute macht man viele Bilder und sucht sich die Besten aus, ohne krumme Finger beim Filmwechseln zu bekommen, geht eine Aufnahme in die Hose braucht man sich nicht mehr vor Wut in den Arsch zu beißen und beim eingelegten Film konnte man nicht mehr mit den ISO spielen.

Meinereiner war früher besser, aber deswegen ist noch lange nicht alles besser gewesen, meinereiner ist veraltet und die Technik der seligen Jugendzeit genau so, nichts wird jünger!

Turmfalke

Toll zusammen gefasst.

tomk

Bei der Leica Q3 gibt es meines Wissens aber kein Pixel-Binning. Es wird einfach nur ein Ausschnitt des Sensor verwendet um verschiedene Brennweiten zu simulieren.

joe

Genau!

Schaschanist

Native 54 und 24mp?
Gab es ja noch nie, dass eine Kamera mit sagen wir mal 45mp auch 20mp aufnehmen kann… Oh wait, runterskalieren kann jede Kamera, was soll also dieser Quark? Wo ist der Nutzen?
Wo wird der Preis enden? 14.000€ für eine DSLM?
Leica ist mit 9000€ für eine Autofokusfreie, Bildschirmlose Kamera schon eine Frechheit, 5500€ für eine Z9 oder vergleichbar auch schon ordentlich ist, aber immernoch weit weg von PhaseOne-Digitalrückteilen für die alten Hassis der V- und 500CM-Baureihen in den 2010er Jahren.

Und für Profis/Berufsfotografen? Ich wage mal zu behaupten die meisten haben eine BackUp-Kamera immer im Koffer, da kann man auch eine mit der geringeren Auflösung nehmen…

Ein.horn

Pixel-Binning ist eine Technik, die die Lichtempfindlichkeit verbessern kann. Dabei werden mehrere benachbarte Pixel zu einem größeren Pixel zusammengefasst. Dies führt zu einer Reduzierung der Bildauflösung, gleichzeitig aber auch zu einer Erhöhung der Lichtempfindlichkeit. Das wäre der Nutzen.

RaniT

@ Schaschanist

“Gab es ja noch nie, dass eine Kamera mit sagen wir mal 45mp auch 20mp aufnehmen kann…”
Doch gab es (mit anderen Auflösungen): Leica M11

“… Oh wait, runterskalieren kann jede Kamera, …”
Ja, bei JPG-Dateien, aber nicht jede Kamera kann es bei RAW-Dateien (Leica M11 kann es).

“… was soll also dieser Quark? Wo ist der Nutzen?”
Höherer Dynamikumfang und weniger Rauschen, weil durch die
Kombination der Sensel eine größere lichtsensible Fläche entsteht.

Conny

Kein Alleinstellungsmerkmal und kein HW Pixelbinning sondern per SW

joe

Du hast es leider nicht verstanden

John

Hier geht es nicht um runterskalieren, denn dabei nutzt du heutzutage nur einen nativen Sensor und das Rauschverhalten z.B. bleibt auch bei niedriger MP-Anzahl unverändert.
Hier geht es um zwei native Sensoren die dann auch ein unterschiedliches Rauschverhalten aufweisen würden.

MFPhoto

was dahinter steckt?
Viel heiße Luft!
Canon soll endlich einen neuen 80 MP Sensor einbauen und dann ist Ruhe und alle sparen für Speicherkarten und Festplatten.

Gabi

Wird bei LEICA “Triple Resolution Technology” genannt.

Photografix Newsletter

In unserem kuratierten Newsletter informieren wir dich regelmäßig über die wichtigsten News und Gerüchte aus der Welt der Fotografie.

Wir senden keinen Spam und teilen niemals deine E-Mail-Adresse.
Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.