Kodak bringt mit der Snapic A1 eine günstige Kleinbild-Kompaktkamera mit Blitz und Zonenfokus auf den Markt, die aber keine Belichtungsanpassung erlaubt.
Der Lizenznehmer Reto setzt bei der neuen Snapic A1 auf radikale Vereinfachung. Die analoge Kompaktkamera arbeitet mit einer festen Verschlusszeit von 1/100 Sekunde und einer unveränderlichen Blende von f/9.5 – mehr “Point-and-Shoot” geht eigentlich kaum. Ihr könnt weder die Belichtung anpassen noch zwischen verschiedenen Modi wählen. Die einzige Möglichkeit, auf unterschiedliche Lichtverhältnisse zu reagieren, besteht darin, Filme mit verschiedenen ISO-Werten einzulegen oder den integrierten Blitz zu aktivieren.








Diese Beschränkung macht die Kamera zwar extrem einfach zu bedienen, schränkt aber die fotografischen Möglichkeiten deutlich ein. Bei Innenaufnahmen werdet ihr vermutlich eher den Blitz verwenden, der immerhin keine roten Augen produzieren soll.
Das 25-mm-Objektiv mit drei Glaselementen verspricht ordentliche Bildqualität. Statt Autofokus bietet die Kamera einen Zwei-Zonen-Fokus, mit dem ihr zwischen Porträt (0,5 bis 1,5 Meter) und Landschaft (1,5 Meter bis unendlich) umschalten könnt. Die kleine Blende sorgt für große Tiefenschärfe, sodass ihr euch ums Fokussieren kaum Gedanken machen müsst.





Mit nur 117 Gramm Gewicht passt die Snapic A1 in jede Jackentasche. Das Kunststoffgehäuse wirkt mit seinem texturierten Handgriff und minimalistischen Design in meinen Augen durchaus ansprechend. Ein kleines Display zeigt Batteriestatus und Filmzähler an. Zwei AAA-Batterien sollen für etwa 240 Aufnahmen reichen. Als Bonbon gibt es eine Doppelbelichtungsfunktion, mit der ihr zwei Motive zu einem Bild kombinieren könnt.


Ab 1. Dezember liefert Reto die Kodak Snapic A1 für 99 US-Dollar aus. Vorbestellungen laufen bereits im Onlineshop des Herstellers, wo ihr aber vermutlich relativ lange Lieferzeiten aus Hongkong in Kauf nehmen müsst. Ein deutscher Release wie bei der Charmera dürfte bald folgen.

