Nikon Kameras

Wie viele verschiedene Nikon Kameras gibt es eigentlich? Und was sind die groben Unterschiede zwischen den Modellen? Wir erklären dir in diesem Artikel alles, was du über die Welt der Nikon Kameras wissen musst.

Wusstest du, dass Nikon bereits im Jahr 1917 gegründet wurde? Seit mehr als 100 Jahren entwickelt das Unternehmen dementsprechend schon Kameras und Objektive. Da ist es klar, dass im Laufe der Jahre so einige Kameras auf den Markt gekommen sind. Natürlich ist ein Großteil dieser Kameras inzwischen nicht mehr erhältlich, doch auch wenn man einen Blick auf die aktuellen Nikon Kameras wirft, dann kann man schnell mal den Durchblick verlieren.

Preisklassen und Unterschiede

Wir wollen dir in diesem Artikel einen wertfreien Überblick über die verschiedenen Nikon Kameras geben und dir erklären, was die groben Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen sind. Dazu haben wir alle Kameras von Nikon in drei verschiedene Kategorien eingeteilt:

  1. Einsteigerkameras (bis ca. 1.000 Euro)
  2. Mittelklassekameras (ca. 1.000 bis 2.500 Euro)
  3. Profikameras (ab ca. 2.500 Euro)

Nikon hat zwar auch einige Kompaktkameras bzw. Bridgekameras im Angebot, die allermeisten Kameras des Unternehmens fallen allerdings in die Kategorien Spiegelreflexkameras (kurz: DSLRs) und spiegellose Systemkameras (kurz: DSLMs). Auf diese beiden Arten von Kameras werden wir uns auch hier im Artikel konzentrieren.

Wenn du nicht genau weißt, was die Unterschiede zwischen einer DSLR und einer DSLM sind, dann kannst du das in unserem ausführlichen Artikel Systemkamera oder Spiegelreflex nachlesen. Kurz gesagt: Spiegellose Systemkameras sind deutlich neuer und alle großen Kamerahersteller werden sich in den nächsten Jahren fast ausschließlich auf die Entwicklung von neuen DSLMs konzentrieren.

Das sind die unterschiedlichen Nikon Bajonette

Okay, wir wissen jetzt also, dass Nikon zwei verschiedene Kameraarten im Angebot hat, bei denen man die Objektive wechseln kann, nämlich DSLRs und DSLMs.

Spiegelreflexkameras von Nikon arbeiten mit dem sogenannten F-Bajonett, spiegellose Systemkameras mit dem Z-Bajonett. Je nachdem, mit welcher Art von Kamera man es zu tun hat, braucht man also unterschiedliche Objektive (so man denn nicht mit einem Adapter arbeiten möchte). Zu den Nikon Spiegelreflexkameras passen die F-Objektive, zu den Nikon Systemkameras die Z-Objektive.

» Zum ausführlichen Artikel: Nikon Objektive (erscheint in Kürze)

Grundsätzlich bietet Nikon sowohl Spiegelreflexkameras als auch spiegellose Systemkameras mit zwei unterschiedlichen Sensorgrößen an: Vollformatsensoren und APS-C-Sensoren. Vollformatsensoren sind größer und die entsprechenden Kameras teurer, während APS-C-Kameras günstiger und somit für Einsteiger oft etwas interessanter sind.

Wir können also festhalten, dass es von Nikon zwei verschiedene Bajonette gibt. Innerhalb dieser Bajonette werden jeweils Kameras mit zwei unterschiedlichen Sensorgrößen angeboten:

  • Z-Bajonett (= Spiegellose Systemkamera, entweder mit Vollformatsensor oder mit APS-C-Sensor)
  • F-Bajonett (= Spiegelreflexkamera, entweder mit Vollformatsensor oder mit APS-C-Sensor)

Hinweis: Die Zukunft gehört bei Nikon ganz klar dem Z-Bajonett und den spiegellosen Systemkameras. Unter Umständen werden überhaupt keine Neuheiten mit F-Bajonett (weder Kameras noch Objektive) mehr vorgestellt. Deshalb, und auch weil Nikon in den letzten Jahren bereits zahlreiche Spiegelreflexkameras vom Markt genommen hat, nennen wir in unserer Übersicht nur die wichtigsten F-Mount-Kameras. Z-Kameras hingegen werden vollständig aufgelistet.

Suchst du konkrete Kaufempfehlungen?

Wie eingangs bereits erwähnt soll dieser Artikel einen neutralen Überblick über alle Nikon Kameras bieten. Wenn du an konkreten Kaufempfehlungen interessiert bist, dann findest du diese hier:

Erscheint in Kürze

Nikon Einsteigerkameras

Aber jetzt wollen wir endlich mal rein ins Getümmel. Hier sieht du die aktuellen Nikon Einsteigerkameras in der Preisklasse bis ca. 1.000 Euro. Du findest in der Tabelle immer eine Angabe zur Sensorgröße sowie zum Bajonett, mit dem die Kamera arbeitet:

KameramodellVorgestelltBajonettSensorUVPKauflink
Nikon D35002018FAPS-C539 €
Nikon D56002016FAPS-C820 €
Nikon Z302022ZAPS-C799 €
Nikon Z502019ZAPS-C949 €
Nikon Z fc2021ZAPS-C999 €

Nikons Einsteigerkameras arbeiten alle mit einem APS-C-Sensor. Unterschiede bei der Bildqualität gibt es hier kaum, entscheidend ist vielmehr, dass Kameras wie die D3500 und D5600 mit dem F-Bajonett arbeiten (es handelt sich hier also um Spiegelreflexkameras), während die anderen Kameras mit dem neueren Z-Bajonett ausgestattet sind.

Die Nikon Z50 und die Nikon Z fc unterscheiden sich vor allem in Sachen Design voneinander (siehe Artikel: Nikon Z fc vs. Nikon Z50: Das sind die wichtigsten Unterschiede), während die größte Besonderheit der Z30 ist, dass sie auf einen Sucher verzichtet. Das ist auf dem Papier natürlich ein Nachteil, der die Kamera aber auch etwas kompakter und günstiger macht.

Nikon Mittelklassekameras

KameramodellVorgestelltBajonettSensorUVPKauflink
Nikon D75002017FAPS-C1499 €
Nikon D5002016FAPS-C2329 €
Nikon D7802020FVollformat2499 €
Nikon Z52020ZVollformat1599 €
Nikon Z62018ZVollformat2450 €
Nikon Z6 II2020ZVollformat2199 €

In der Mittelklasse bekommen wir es erstmals mit Kameras zu tun, die mit einem Vollformatsensor bestückt sind. Für Vollformat-Einsteiger bieten sich die Nikon Z5 oder die Nikon Z6 bzw. Z6 II an. Diese Kameras sind für Nikon im mittleren Preissegment derzeit die wichtigsten Modelle und auch die Modelle, die von den Kunden am häufigsten nachgefragt werden.

Ansonsten hat man auch hier wieder die Wahl, ob man sich nicht doch eine Spiegelreflexkamera mit F-Bajonett zulegen möchte. Die Produktion der Nikon D500 beispielsweise wurde inzwischen zwar schon eingestellt, trotzdem ist das einstige APS-C-Flaggschiff bei einigen Händlern nach wie vor erhältlich. Auch die D780 ist für all diejenigen, die keine spiegellose Vollformatkamera wie die Z6 kaufen möchten, eine interessante Wahl, da die Kamera erst im Jahr 2020 vorgestellt wurde und dementsprechend noch vergleichsweise neu ist.

Nikon Profikameras

KameramodellVorgestelltBajonettSensorUVPKauflink
Nikon D8502017FVollformat3799 €
Nikon D62020FVollformat7299 €
Nikon Z72018ZVollformat3850 €
Nikon Z7 II2020ZVollformat3399 €
Nikon Z92021ZVollformat5999 €

Im Preisbereich von über 2.500 Euro sind bei Nikon nur noch Kameras mit Vollformatsensoren zu finden. Die Nikon D850 war im Jahr 2017 eine spektakuläre Neuheit und auch heute noch gehört sie zu den besten Spiegelreflexkameras auf dem Markt, auch wenn sie in einigen Punkten natürlich nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik ist. Im Jahr 2021 ist Nikon dann mit der Z9 ein ähnlicher Coup gelungen, sie wurde von zahlreichen Magazinen als beste Kamera Neuheit des Jahres ausgezeichnet.

Die Nikon D6 richtet sich ausschließlich an Profi-Fotografen, die Z7 und Z7 II hingegen sind auch für „normale“ Fotografen interessant und überzeugen unter anderem mit einer hohen Auflösung von 46 Megapixeln. Besonders hohe Geschwindigkeiten darf man von beiden Kameras allerdings nicht erwarten, da muss dann doch zur teureren Z9 gegriffen werden, die hohe Auflösung und hohe Geschwindigkeiten vereint.


Letztes Update: 27. August 2022 | Veröffentlicht am: 05.07.2021