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Sony A7R V im Langzeittest: Warum die Kamera für mich mehr als die Summe ihrer Spezifikationen ist

Die Sony A7r V in der Natur.

In diesem Test soll es nicht um das schnöde Abklappern von Spezifikationen gehen, sondern um echte Eindrücke aus der Praxis. 

Ich habe die Sony A7R V mittlerweile ziemlich genau ein Jahr im Einsatz und so viel vorweg: Ich bin ziemlich zufrieden, auch wenn die Kamera nicht frei von Schwächen ist. 

Die A7R V bietet die derzeit wohl beste (Foto-)Bildqualität aller aktuellen Vollformat-Systemkameras. Der 60,2-Megapixel-Sensor spielt hinsichtlich Auflösung, Detailreichtum und Dynamikumfang ganz vorne mit und lässt selbst Sonys derzeitiges Topmodell – die Sony A1 Mark II – bezüglich der reinen Bildqualität hinter sich. Der Preis dafür ist eine ziemlich langsame Auslesegeschwindigkeit des Sensors, die sich besonders beim Fotografieren mit elektronischem Verschluss in Form eines sichtbaren Rolling-Shutter-Effekts bemerkbar macht. 

Auf der Habenseite stehen neben der Bildqualität unter anderem die hervorragenden Videofunktionen inklusive 8K-Videoaufzeichnung, ein unheimlich zuverlässiger, KI-gestützter Autofokus sowie das neue flexible Touch-Display, das sich in jede erdenkliche Richtung drehen und schwenken lässt. Auch der verbesserte Bildstabilisator, der bis zu acht Belichtungsstufen kompensieren soll, ist eine feine Sache. 

Warum die Sony A7R V für mich jedoch mehr ist als die Summe ihrer Spezifikationen und wie sie sich im Alltag eines professionellen Foto- und Videografen schlägt, schildere ich euch in meinem ausführlichen Testbericht.

Die A7R V ist für mich etwas Besonderes, denn sie besitzt Charakter – dank echter Stärken und Schwächen, deren Gewichtung für jeden Kreativen anders ausfallen dürften. Diese Ecken und Kanten verleihen der Kamera gewissermaßen eine Seele, die heutigen Neuerscheinungen, meinem Empfinden nach, teilweise fehlt. Doch keine Sorge: Im Folgenden geht es nicht um Esoterikgeplauder, sondern um einen handfesten Erfahrungsbericht aus über einem Jahr Arbeitsalltag mit der A7R V. Euch erwartet dabei keine technische Analyse mit ISO-Bildreihen & Co., stattdessen schildere ich meine subjektiven Gedanken und Erfahrungen.

Die Fotos der Brautpaare, die ihr in diesem Artikel seht, wurden übrigens alle mit der Sony A7R V in Kombination mit dem Sony FE 28-70mm f/2 GM fotografiert, zu dem ich bereits einen Erfahrungsbericht veröffentlicht habe.

Diese schicke Braut ließ sich von mir auf ihrer Hochzeit im September 2025 ablichten.

Über meinen fotografischen Hintergrund und Systemwechsel-Schmerzen

Bevor ich mich detailliert der Sony A7R V widme, möchte ich euch für den Kontext zunächst kurz meine fotografische Vorgeschichte näherbringen.

Als leidenschaftlicher, selbständiger Eventfoto- und Videograf fotografiere und filme ich primär Hochzeiten, Kongresse und große Veranstaltungen von Unternehmen. Dabei scheue ich es nicht, über den Tellerrand zu schauen und habe bereits mit verschiedenen Kameras und Objektiven von Sony, Canon und Nikon gearbeitet.

Zuletzt besaß ich als Hauptkamera eine Canon EOS R5 und fotografierte und filmte primär mit dem von mir sehr geschätzten Canon RF 28-70 f/2. Eine tolle Kombination, die kaum Wünsche offen lässt – bis auf ein etwas geringeres Gewicht. Denn als Eventfoto- und Videograf, der nicht selten Veranstaltungen begleitet, die über zehn Stunden dauern, spürte ich nach einer Weile, welches Monstrum ich mir da um die Schulter gehangen hatte. 

Die Canon EOS R5 bringt im Zusammenspiel mit besagtem Objektiv stolze 2,17 kg auf die Waage. Allein das RF 28-70 f/2 wiegt beachtliche 1,43 kg. Das Sony Pendant – das 28-70 f2 GM  – wiegt lediglich 918 g, also rund ein halbes Kilogramm weniger. Im Zusammenspiel mit der Sony A7R V wiegt die Ausrüstung lediglich 1,62 kg. Dieser Gewichtsunterschied von über 700 g ist tatsächlich deutlich spürbar. Ich habe das hohe Gewicht meiner ehemaligen Canon-Ausrüstung in der Vergangenheit zwar gut mit diesem Kameragurt von C-Rope ausgleichen können, dennoch fühlt es sich unbestritten besser an, weniger Gewicht mit sich herumzuschleppen. 

Das Canon RF 28-70 f/2 ist ein brachiales Objektiv – in vielerlei Hinsicht.

Für einige von euch mag es verrückt klingen, aber das neue Sony FE 28-70mm f/2 GM war der Hauptgrund für mich, den Umstieg von Canon auf Sony zu wagen und schließlich die A7R V zu kaufen. Außerdem war ich die restriktive Dritthersteller-Objektiv-Politik von Canon leid. Es gibt im Vollformat-Bereich nach wie vor keine Autofokus-Objektive von Drittherstellern mit RF-Mount.

An dieser Stelle komme ich jedoch nicht umhin, eine kurze Warnung an alle kaufwütigen Kamerafans auszusprechen: Ein Systemwechsel will gut überlegt sein. Denn der Wechsel von einem zum anderen Hersteller kommt einem zwangsläufig teuer zu stehen. Um es ganz deutlich zu formulieren: Beim Verkaufen von altem Equipment und dem Kaufen von neuer Ausrüstung wird jede Menge Zaster verbrannt. 

Das Sony FE 28-70 f/2 GM bietet eine ausgezeichnete Bildqualität sowie einen blitzschnellen Autofokus und ist trotzdem verhältnismäßig kompakt.

Dennoch habe ich den Schritt von Canon auf Sony gewagt und das sogar, obwohl ich echt zufrieden mit meiner bisherigen Canon-Ausrüstung gewesen bin. Kurzer Spoiler: Trotz allem habe ich das Ganze zu keiner Sekunde bereut. 

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Martin

Ich habe die A7rV seit Erscheinen und bin von der A7rIII gekommen.
Ich würde das so unterstreichen, eine tolle Kamera mit den Mankos lautloses Fotografieren wegen Banding und Rollingshutter und eben der Videoperformance in Sachen Power (kein S35 50p)

Stefan Zimmermann

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich kann dir wirklich in jedem Punkt zustimmen. Man merkt sofort, dass hier jemand schreibt, der nicht markenblind ist, sondern offen, neugierig und bereit, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Genau so lernt man dazu und entwickelt sich immer weiter. Offenheit und Ehrlichkeit zu sich selbst sind in der Fotografie sehr wichtig um sich stetig zu verbessern und nicht im Kreis zu drehen. Was das Display betrifft: Ja, da ist noch Luft nach oben. Warum die Kamera-Displays den Smartphones nicht das Wasser reichen können, habe ich auch nie verstanden. Genau deswegen nutze ich das Display nicht mehr zur Bildkontrolle. Der Sucher dagegen zeigt Farben, Kontrast und Sättigung so präzise, dass man ihm absolut vertrauen kann – tagsüber wie nachts. Er gehört zum besten was man aktuell bekommen kann. Im Dunkeln wird das besonders deutlich. Das Display ist selbst auf minimaler Helligkeit deutlich zu hell. Der Sucher hingegen passt sich automatisch perfekt an und wirkt fast so, als würde er sauber kalibriert sein. Er reagiert auf die Umgebungshelligkeit über das Objektiv, sobald der Objektivdeckel abgenommen wird. Das passiert aber nur beim einschalten der Kamera. Deshalb lohnt es sich, den Deckel wirklich immer abzunehmen, vor dem… Weiterlesen »

Stefan Zimmermann

@Gino Giove: Mir ist noch was eingefallen… hast du den Unterschied bei den hinteren Objektivdeckel zwischen Sony und Canon schon bemerkt? 🙂 Viele kleine Details, die den Alltag echt angenehmer machen 😉

austrian

Danke für die ausführliche Beschreibung

Uneternal

Gut als Hochzeitsfotograf zu verstehen, dass man lieber mit 700gr weniger rumrennt. Allerdings kann man bei Canon auch einfach auf nen roten Ring und eine Blendenstufe verzichten. Das RF 28-70 f/2.8 wiegt nämlich lediglich 490gr, womit man dann bei einem noch geringeren Gesamtgewicht von nur 1,23kg ist (ich habe Objektive die mehr wiegen).

Die 60 Megapixel Fotos für Hochzeiten, wo man hunderte von Fotos schießt, würde ich ehrlich gesagt auch nicht bearbeiten wollen. Ich finde die 45MP der R5 schon Overkill. Dazu dann die RAWs mit über 80MB, da ist ja eine 64 GB Karte so gut wie nix.

Zudem wäre es für mich ein Downgrade, also erstens schon auf Sony-Farben zu wechseln. Und zweitens von 20 Bildern/Sek auf max. 10 Bilder/Sek. Wobei die 10 Bilder bei Sony ja nur unter Idealbedingungen mit compressed RAW und mech. Shutter funktionieren, bei verlustlos komprimiertem RAW und elektronischem Verschluss sinkt das ganze ja auf lächerliche 5 Bilder/Sek.

Stefan Zimmermann

Mir fällt bei solchen Diskussionen immer wieder das gleiche Muster auf. Da wird über wahnsinnig schnelle Serienaufnahmen gesprochen, meist das einzige Gegenargument und im Alltag seien angeblich mindestens zwanzig Fotos pro Sekunde nötig. Gleichzeitig steckt in der Kamera eine mickrig kleine 64-GB-Karte und es wird sich über die Größe der 61-Megapixel-Dateien beschwert. Ein halbwegs moderner PC verarbeitet selbst die 240-Megapixel-RAWs der Sony A7R V problemlos. Die liegen je nach Motiv meist zwischen eineinhalb und zwei Gigabyte und selbst das ist heute kein Thema mehr. Und 1-TB-Speicherkarten kosten inzwischen auch nicht mehr die Welt. Zwei davon reichen mir persönlich ein ganzes Jahr lang und gleichzeitig habe ich damit automatisch ein Backup durch Datenspiegeln. Früher musste man noch externe Festplatten oder SSDs dabeihaben und alles extra kopieren. Heute braucht man das eigentlich nicht mehr. Und ganz ehrlich: Aus noch mehr Bildern werden auch keine ikonischeren Fotos. Wenn jemand lieber auf möglichst viele Frames pro Sekunde setzt, statt sein Auge und sein Timing zu trainieren, dann ist das seine Entscheidung. Mich wundert nur die Forderung nach immer mehr Bildern pro Sekunde, während gleichzeitig eine 64-GB-Karte scheinbar schon zu teuer ist, 61 oder sogar 240 Megapixel viel zu groß und ein älterer PC die… Weiterlesen »

Leonhard

Und F2.8 ist nun mal kein F2.0″

Ach ne, ist das so? Wunderbar! Nehmen wir mal an, meinereiner stellt ein Model an die Wand, stellt sich 3m weg und macht eine Aufnahme mit 2.0. Dann geht das Model einen Meter nach vorne, meinereiner auch und dann macht meinereiner aus einem Meter Entfernung mit 2.8 ein Foto von einem Model, welches einen Abstand von einem Meter zum Hintergrund hat, wie wird dann dieses Buggääääää, oder wie der Quatsch wieder heißt, auf beiden Aufnahmen wohl kommen?

Außerdem bitte nicht immer wieder Äpfel mit Birnen vergleichen! Die Auslesegeschwindigkeit des Sensors hat eher weniger mit der Serienbildgeschwindigkeit zu tun als man annimmt, bzw. die Wirkungen eines pfeilschnellen Sensors. Ob ein GS-Sensor einer A9III 120 B/S bringt oder nicht wird den meisten Besitzern der selbigen Kamera wohl eher am A…. vorbei gehen, was für die viel wichtiger ist: RS kennen die nur aus dem Märchenbuch, da liegt dieser Hase in dem berühmten Pfeffer.

Rolf Carl

Richtig, Leonhard, was du schreibst. Mit dieser Kamera hat ein Hochzeitsfotograf gleich 2 grosse Probleme, nämlich entweder das Auslösegeräusch beim mechanischen Verschluss oder die Auslesegeschwindigkeit beim elektronischen Verschluss. Jetzt bringe ich auch mal ein Beispiel, wieso die Kamera für Hochzeiten nichts taugt: Der Hochzeitstanz! Wenn das Brautpaar einen langsamen Walzer tanzt (English Walz), haben wir kein Problem, das schafft man sogar mit elektronischem Verschluss. Wenn das Paar aber, wie ich damals, einen Rock’n’Roll mit Akrobatik aufs Parkett legt (war damals schon WM-Finalist und als der mit den schnellen Füssen bekannt), dann funktioniert der elektronische Verschluss wegen dem RS-Effekt nicht mehr. Würde gerne mal sehen, wie sowas rauskommt, vorstellen kann ich mir das allerdings gut, habe schon viele Sportfotos und Sportsendungen gesehen, die mit Spiegellosen und elektronischem Verschluss aufgenommen wurden. Okay, dann also auf mechanisch umstellen. Erstens stört dann aber das Auslösegeräusch, und zweitens wäre Pre-Capture noch praktisch, dann würden 10 fps auch reichen, damit man die entscheidenden Augenblicke nicht verpasst. Fazit: Wenn ich Hochzeitsfotograf wäre, würde ich zuerst mal abklären, was für einen Hochzeitstanz das Paar plant. Es gibt mehrere Tänze, bei denen RS-Gefahr besteht. Wer so etwas fotografiert und keine Kamera mit Stacked Sensor oder GS dabei hat, macht… Weiterlesen »

lichtbetrieb

Ich glaube niemand muss mit dem elektronischen Shutter Hochzeitstänze fotografieren. Da man fast immer mit Blitz arbeitet, sind auch keine hohen Serienbilder nötig. Viele Kameras können auch nicht blitzen mit dem elektronischen shutter.

Es geht um die Zeremonie, wo alle Gäste und das Brautpaar der Ansprachen lauschen. Meist hörst du jedes Geraschel und da alle ihre Ohren spitzen, jedes noch so leises klicken.

Rolf Carl

Müssen tut man nicht, aber der elektronische Shutter wäre besser. Vor allem bei einem Hochzeitstanz finde ich den Blitz störend, und zwar als Zuschauer und auch als Tänzer, er macht zudem die Stimmung kaputt. Uns hat jeweils eine Fotografin an die Turniere begleitet, sie hat nie geblitzt, oft war es auch unerwünscht. Gut, damals waren es andere Probleme, RS gab es analog noch nicht, aber bei den verwendeten 800 ASA Filmen war das Korn schon ziemlich gross. Ich finde, heutzutage ist eine Kamera mit Stacked Sensor schon fast Pflicht an einer Hochzeit. Es gibt ja auch nicht nur den Tanz, sondern auch noch andere Spiele und Aktivitäten mit schnellen Bewegungen. Gut, bei den DSLRs hatte man das Auslösegeräusch auch, also könnte man auch eine DSLM einfach auf mechanischen Verschluss umstellen. Aber wenn da nur ein Gast dabei ist, der eine Ahnung hat von Fotografie, würde der das vermutlich bei den heutigen Möglichkeiten nicht gerade professionelles Verhalten nennen, mit nicht geeignetem Gerät aufzutauchen. Ein Hochzeitsfotograf ist ja auch nicht gerade günstig.

lichtbetrieb

Der Unterschied ist, dass bei Hochzeiten das Licht meist schon für die folgende Party stark gedimmt ist und der DJ mit unsäglichen Buntlicht stört. Man braucht also den Blitz zum einen um die Bewegung brauchbar einzufrieren und das Störlicht zu eliminieren. Und wie du richtig erkannt hast, nervt der Blitz, weswegen man eher sparsam mit dem Einsatz ist. Ich habe auch schon mal einen Bräutigam gehabt der Epileptiker war. Da habe ich mit einer Dauerleuchte gearbeitet.. war okay – aber mit Blitz ist es angenehmer und die Ergebnisse besser.

Rolf Carl

Klar, die Situation ist ja jedesmal anders, und man muss verschiedene Methoden anwenden. Ich bin ja kein Hochzeitsfotograf, da kennst du dich sicher sehr viel besser aus. Mir wäre einfach mit einem Stacked Sensor wohler als ohne.

Uneternal

Beim Rolling Shutter kommts immer auf die Auslesegeschwindigkeit ein. Bei vielen Kameras ist es überhaupt kein Problem, wenn dort nicht gerade ein Olympiade-Tanz aufgeführt wird. Die Original R5 hat einen Readout von nur 16ms, die R5II nur 6ms während die A7RV mit gemächlichen 99ms ausliest. Das ist dann natürlich ein Problem und bei Sony bleibt dann wirklich nur die Alternative A1 oder A9.

Rolf Carl

Du würdest noch staunen, wie viele sehr gute Tanzpaare auch heiraten, ich habe selber sehr viele speziell auf den Brauttanz vorbereitet. Die wären dann ziemlich enttäuscht gewesen, wenn die Bilder nichts geworden wären. Die R5 war schon nicht optimal, aber die 99ms der A/R V sind ganz einfach unterirdisch, mit der würde ich niemanden auf die Brautpaare loslassen. Und richtig, bei Sony sehe ich auch nur die A1/9.

Jürgen K.

Moin Stefan,
Der Kollege Uneternal schreibt schon seit Tagen immer das Gleiche.
Glaube, der junge Mann ist etwas sehr einseitig und hat sich ziemlich stark auf das Schlechtreden einiger Hersteller eingeschossen.
Ich für mein Teil werde nicht auf seine Kommentare reagieren.
Gruss Jürgen

Uneternal

Ich werfe hier lediglich gerne ein, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Sony hat schon seit einigen Jahren immer den Ruf technisch das Nonplusultra zu sein, was es halt de facto nunmal nicht ist, wenn man mal genauer hinschaut.
Riesige Auflösung ist nunmal nicht alles, was bei einer Kamera zählt.

lichtbetrieb

Ich kann dir aus meinem Fotografen Alltag sagen, dass ist kein Widerspruch. Wenn ich eine Reportage fotografiere, können über den Tag mehrere 1000 Fotos zusammen kommen. Davon kommen etwa 300-400 aus einer Serienbildreihe von 12-20 fps, je nach verwendeten Verschluss. Speicherplatztechnisch ist das damit durch aus relevant.

Natürlich muss ich sagen, ich würde keine Kaufentscheidung davon abhängig machen, ob jetzt eine Bilddatei 30-40 oder 80 MB groß ist. Zur Not muss halt noch etwas mehr für den Speicherplatz ausgegeben werden. Rechenleistung habe ich auch genug (M4 Max mit 64GB Ram). Dennoch darf man die Performance nicht unterschätzen, Lightroom ist da ziemlich leistungshungig. Wenn ich durch das Bearbeitungsmodul scrolle und ein paar 100 Bilder fertig machen will und ich immer 1-2 Sekunden warten müsste, bis das Bild geladen ist… aber bei einer Handvoll 240 MP Raws geht das auf jeden Fall.

Uneternal

Nun ja, mit 20 fps schießt man ja nicht dauerhaft, sondern nur in bestimmten kritischen Situationen, wie der angesprochene Hochzeitstanz, Einmarsch der Braut oder Ringübergabe. Und egal wie sehr du dir einbildest, das Gespür für das richtige Timing zu haben, mit maximal 10 Bilder/Sek und ohne Pre-capture gehen immer Sekundenbruchteile verloren. Das kann durchaus mal der Unterschied zwischen einem guten Foto und einem dümmlichen Gesichtsausdruck mit halboffenen Augen sein. Da kannst du dein Auge und Timing noch so sehr trainieren.

Zweitens habe ich nirgends gesagt, dass mir eine 64GB Karte zu teuer ist, meine kleinste Karte ist 128GB. Aber irgendwo muss man die Daten auch kopieren und lagern. Und wenn das 1000de von Hochzeitsfotos sind und man im Monat 2-3 dieser Shootings hat, da platzt auch die größte Festplatte nach ein paar Jahren auseinander.

Und F2.8 ist nun mal kein F2.0 😉

Mal ganz ehrlich, den Unterschied sieht bei den Kunden kein Mensch. Eine ISO-Stufe Rauschen kann man heute zuverlässig rausfiltern und für das bisschen mehr Bokeh hat man entweder noch eine Festbrennweite dabei oder man macht bissl Fake Bokeh in Lightroom drüber.

joe

Also ich habe ja alles verkauft was ich von Canon bzw. Canon EF hatte, bevor ich mich letztlich für die R5 und RF entschieden habe. Habe u. a. die A7R4 getestet und die war damals in nahezu allen Punkten schlechter. Und wenn ich die Specs der A7R5 mit der R5 vergleiche, ist auch diese in fast allen Punkten, die für mich als “Alles Fotografierer” relevant sind, schlechter. Nichtsdestotrotz eine tolle Kamera, aber nicht der Überflieger, als der sie hier dargestellt wird.

Leonhard

Also meinereiner wäre diese Kamera geschenkt zu teuer! Wegen dem tollen Bildergebnis? Na prima, dafür kann man dann den elektronischen Verschluss quasi in der Pfeife rauchen, gerade bei Personenfotografie braucht man natürlich 60,5MP zwingend, man gönnt sich ja sonst nichts und wenn man nach einer Hochzeit mehrere Hundert Bilder auf den Rechner lädt, dann hat der faule Hund wenigstens auch was zu tun, ergo jedem gedient. Wenn meinereiner sich noch mal eine Sony zulegen sollte, dann wird es aber mit Sicherheit die A1II! Klar, die wird eine unterirdische BQ haben, weil dies keiner merkt ist die ja auch so teuer, kaufen eh nur Deppen die keine Ahnung haben, dafür weiß meinereiner aber dann auch nur von dieser Seite hier, dass es einen RS gibt, kommt meines Wissens bei der A1II nur im Märchen vor. Natürlich kann man bei dem Flaggschiff von Sony etwas weniger schneiden, gerade bei Menschenfotografie sollte sich aber auch jeder fragen, ob er, wenn er so gerne schneidet nicht doch besser Metzger geworden wäre, außerdem wäre meinereiner bei Portrait eh das 50-150mm 2.0 lieber, steige einem Model nicht so gerne auf die Brüstung, um einen ausreichend großen Kopf auf den Sensor zu bekommen. Deshalb nutzt meinereiner auch,… Weiterlesen »

Carsten Klatt

Naja, ich habe die a7rIII und mal zwischendurch überlegt auf die a7rV zu wechseln. Die Hardware ist an vielen Stellen verbessert worden. Die Bildqualität liegt leider deutlich hinter der alten a7rIII. Ich mache viel im Schummerlicht und das ist die Schwäche der 5er. DXO ist leider auch keine Alternative.

lichtbetrieb

Der (Werbe)Artikel lässt mich eher mit einem Fragezeichen zurück. Für mich völlig unverständlich wie man zu einer Kamera mit unbrauchbaren elektronischen Verschluss umsteigen kann als Hochzeitsfotograf. Während der Zeremonie lautlos zu fotografieren halte ich für eine Pflicht. Am Ende bleibt nachvollziehbar, mehr Auflösung und das geringere Gewicht. Serienbilder lasse ich mal weg, es gibt ein paar Momente, wo ich die Minimum 12 fps brauche. Bin damals zähneknirschend aber auch mit bspw. 7 meiner 5D zurechtgekommen. Aber dafür ein Systemumstieg – puh. Ansonsten reiht sich der Artikel erwartetbar hier bei Photografix ein – also pro Sony natürlich.

Leonhard

Genau hier liegt der Punkt, lieber Gino, genau wegen diesen persönlichen Erfahrungen würde meinereiner diese Kamera nicht für geschenkt nehmen.

Habe einmal meinem Vorsatz, nie nicht für lau zu knipsen zuwider gehandelt, unser Küster (ein Pfundskerl) hatte das Eheweib gebeten, eine Priesterweihe seines Neffen zu fotografieren.

Dabei wäre eine Kamera ohne elektronischen Auslöser (also verwendbar) unbrauchbar gewesen, da hätte unser Herr Pfaffe beim Geklacker uns mal lieb in den Arsch getreten, ob der Bischof das Bein noch so hoch bekommen hätte weiß meinereiner nicht.

Das Eheweib mit der R3 und natürlich ohne Blitz auf leisen Turnsohlen vorne rumm geschlichen, meinereiner mit der R5 und dem 100-500mm von der Empore von oben, keiner hat was gemerkt und die Bilder waren im Kasten. Insbesondere bei der Wandlung und dem päpstlichen Segen, welcher der junge Priester wohl nur einmal in seinem Leben den Gläubigen stiften darf (falls er nicht mal Papst werden sollte, was meinereiner ausschließen möchte), da kann man keine Ratterkiste brauchen, auch Brautpaare sollten gute Nerven haben oder, falls vorhanden, die Hörgeräte draußen lassen.

lichtbetrieb

Kein Problem, ich will dir deine Erfahrung nicht absprechen und in einem offiziellen Artikel zu schreiben, dass man frustriert oder genervt von Canon ist auf eine eher irrationale Weise, kann man natürlich auch nicht schreiben. Die Argumente mit dem Objektiven und der Sensortechnologie ist halt in der Praxis Augenwischerei. Was bringt es dir mit der A7RV, wenn nur die Premium Kameras sich überhaupt im Promillebereich der Konkurrenz absetzen und gerade beim Elektronischen Verschluss irre Kompromisse eingegangen werden. Außerdem fehlt ein 85f1.2 – gerade bei Hochzeiten extrem nützlich. Klar hätte ich gerne Drittanbieter Objektive und ein 50-150f2. Am Ende bin ich aber in der (privilegierten) Situation mir das L Glas leisten zu können und fehlt mir persönlich nichts (bis auf ein 50-150f2)

lichtbetrieb

Naja etwa eine halbe Blende halte ich schon für relevant. Das macht sich auch am Bokeh bemerkbar. Selbst wenn dieser natürlich stark individuell ist und die Wirkung von viel mehr Faktoren beeinflusst wird.

Und was hat der Fakt bzgl. Sensortechnologie mit der A7RV zu tun? Es macht die Kamera nicht besser. Und für die genannten Sensoren (A1 / A9iii muss man bei Sony sehr tief in die Tasche greifen. Außerdem hast du das Argument eingebracht bzgl. Sensortechnologie. Klar machen alle modernen Kameras tolle Bilder. Dazu zähle ich z.B. auch noch die guten alten DSLRs wie z.B. die Canon 6D.

Sebastian

“Und was hat der Fakt bzgl. Sensortechnologie mit der A7RV zu tun? Es macht die Kamera nicht besser.”

Man ist mit seinen Objektiven halt schon im richtigen Bajonett/System unterwegs, wenn man sich irgendwann eine zweite/andere Kamera kaufen will. Gino schreibt ja auch, dass er irgendwann vielleicht die A1 II kaufen will.

lichtbetrieb

Das hat er mir nicht geschrieben, dass er sich das überlegt. Es ist wie gesagt ein schwaches Argument, dass hat er selbst vermutlich auch gemerkt. Es ist ja so, dass man bestenfalls widerspruchsfrei Argumentiert. Ich finde es einfach befremdlich, wenn z.B. das Thema Drittanbieter Objektive genannt wird, was ja an sich valide ist, wenn Budget ein Thema ist. Allerdings sieht es dann anders aus, wenn über 20k (Kameras + Objektive) in Sony Equipment investiert, um statt eine R5 (II) eine A1II zu verwenden, wohlgemerkt bei Hochzeiten. Ich hätte sogar verstanden, wenn die A1 (ii) statt die A7RV im Artikel gestanden hätte – da wären ja sensortechnisch weniger Kompromisse nötig.

Und dann schreibt er selbst, alle Hersteller sind auf Topniveau. Da stelle ich mir einfach die Frage, wozu der Wechsel? Oder besser gesagt, wozu der Artikel? Als Supporter hast du da vielleicht eine Antwort drauf.

Sebastian

“Als Supporter hast du da vielleicht eine Antwort drauf.”

Schreibst du immer so, fühlst du dich irgendwie angegriffen? Wirkt ein bisschen so, auch mit deiner Unterstellung von wegen Werbeartikel. Ich fotografiere mit der Z8, die A7RV ist nichts für mich. Trotzdem ist für mich nachvollziehbar geschildert was Gino an der A7RV begeistert. Geringeres Gewicht, Bildqualität, Display – passt doch. Nur weil jemand andere Argumente/Beweggründe/Schwerpunkte hat als du, müssen diese nicht zwangsläufig schwach und ‘befremdlich’ sein. 

lichtbetrieb

Ich habe sachlich argumentiert und erklärt, warum ich den Artikel nicht gut finde. Warum unterstellst du mir, ich wäre persönlich angegriffen? Ich bin auch im Hochzeitsbusiness und für mich ist es überhaupt nicht nachvollziehbar, so ein Kompromiss was RS angeht beim lautlosen Auslösen einzugehen. Und als Argument dagegen – Sony hat ja Kameras wo das nicht so ist. Okay 👍 läuft… Selbst leises klicken in einer stillen Umgebung ist hörbar und kann bei der Zeremonie unnötigerweise die Aufmerksamkeit auf den Fotografen lenken. Was Gewicht und Auflösung angeht habe ich bereits geschrieben, ist nachvollziehbar. Weiß nicht, was du mir damit dann noch sagen willst.

Sebastian

Warum unterstellst du mir, ich wäre persönlich angegriffen?”

Hat auf mich beim Lesen deiner Kommentare ein bisschen so gewirkt. Sorry, wollte dir nichts unterstellen 🙂

Die Probleme mit dem Rolling Shutter werden im Artikel ja explizit angesprochen. Anscheinend haben für Gino die Vorteile bei Gewicht/Bildqualität am Ende überwogen. Wie gesagt, jeder hat andere Schwerpunkte. Für mich wärs auch nichts, deshalb hab ich die Z8. Bin aber auch kein Hochzeitsfotograf. Mit welchem Equipment arbeitest du genau?

lichtbetrieb

Wenn man schwache Argumente benennt und sich wünscht, dass diese vielleicht besser erklärt werden, wird es einfach ignoriert und man wird als emotional oder persönlich angegriffen hingestellt. Wow.

Das 28-70f2 von Sony ist besser, keine Frage. Abgesehen vom Gewicht ist das wirklich in der Praxis relevant – wie du es auch gerne mal bezeichnest? Aber deshalb ein Systemwechsel?? Never. Dann nicht mehr brauchbar lautlos zu fotografieren bei einer Hochzeit?? Sorry kaufe ich dir nicht ab. Wie gesagt, man kann von Canon genervt sein und deren Politik kacke finden. Kann ich voll nachvollziehen, geht mir auch so.

Mark Göpferich

Hi Nils, wirkt auf mich ehrlich gesagt auch so, als wären deine Kommentare emotional etwas aufgeladen. Kann sein, dass du das anders empfindest oder es nicht beabsichtigst. Aber es scheinen beim Lesen ja mehrere so empfunden zu haben. Insofern solltest du das vielleicht mal hinterfragen. Nicht böse gemeint.

“Wenn man schwache Argumente benennt und sich wünscht, dass diese vielleicht besser erklärt werden, wird es einfach ignoriert”

Da oben steht ein Artikel mit 4.000 Wörtern – es ist glaube ich alles mehr als ausreichend erklärt worden, auch mit zusätzlichen Antworten hier in den Kommentaren. Wenn du Ginos subjektive Beweggründe für den Systemwechsel bis jetzt noch nicht verstanden hast, dann werden daran auch zusätzliche Erklärungen nichts ändern.

Du hast offensichtlich andere Anforderungen, vollkommen okay. Für dich wäre der Rolling Shutter der A7R V ein No-Go, Gino konnte sich damit erfolgreich arrangieren und kommt so in den Genuss des 28-70mm f/2 GM mit geringerem Gewicht und der höheren Sensor-Auflösung. Jedem das Seine, so kompliziert ist es nicht 🙂 Ob es da dann wirklich Bemerkungen wie “kaufe ich dir nicht ab”, “wozu der Artikel” oder “(Werbe)Artikel” braucht, musst du wissen.

Uwe Schmitt

Habe ich ebenfalls so wahrgenommen und ist bei Nutzer Lichtbetrieb leider häufiger der Fall.

lichtbetrieb

Danke für dein Feedback. Ich werde darüber nachdenken.

lichtbetrieb

Hallo Mark,
ich habe auf Höflichkeitsfloskeln verzichtet und bin mit einer provokanten These (Werbeartikel) eingestiegen. Ok, hätte nicht sein müssen. Nichtsdestotrotz habe ich versucht das bestmöglich zu begründen und zu argumentieren und darauf wurde so gut wie gar nicht eingegangen. Da Hochzeit auch mein Alltag ist, bohre ich natürlich nach. Sollte es nicht hier in den Kommentaren auch darum gehen, solche Entscheidungen zu hinterfragen? Die Frage ist rhetorisch, wir können hier gerne auch ein Punkt setzen.

Mark Göpferich

Ich glaube manchmal schaden ein paar Höflichkeitsfloskeln nicht 🙂 Wir haben inzwischen fast täglich mit persönlichen Angriffen und Beleidigungen zu tun (nicht auf deine Kommentare bezogen). Man gewöhnt sich daran, das gehört leider dazu. Umso mehr freuen wir uns, wenn der treue Kern unserer Community (da zähle ich dich mit inzwischen genau 2.052 Kommentaren natürlich dazu, danke!) auf provokante Spitzen verzichtet. Ein respektvoller und freundlicher Austausch auf Augenhöhe macht einfach mehr Spaß. Aber alles gut, wollte da kein Fass aufmachen. Ich wusste nur, dass Gino schon im Feierabend ist und dachte, ich meld mich mal. Können da gerne einen Punkt setzen, schönen Abend dir.

Uneternal

Ist die Kommentarfunktion zur neuen Sony jetzt absichtlich gesperrt, damit man keine Kritik oder Spekulationen dran äußern darf?

joe

Also hoffentlich ist nach knapp 5 jähriger Verspätung die Kopie des RF 28-70 leichter als das Original, allerdings wird dies erkauft mit erheblich stärkeren Software Korrekturen als beim Original. Was ich gut finde ist allersdings das FE 50-150/2 0, wobei mir ein 70-200/2.0 allerdins lieber wäre oder das 24-105/2.8z. Dass Sony inzwischen (seit der A7III) sehr gute Kameras baut ist unbestritten, aber für die wirklich guten verlangen sie Apotheken Preise.

Rolf Carl

Das ist genau der Punkt: Man braucht als Hochzeitsfotograf eigentlich einen Stacked Sensor oder GS. Bei Sony gibt es nur die beiden sehr teuren Modelle, bei Canon und Nikon aber auch die Mittelklasse mit Z8 und R5II. Wenn man als Hochzeitsfotograf rechnen muss oder will, kommen deshalb nur Canon oder Nikon in Frage, bis Sony es schafft, auch eine ebenbürtige Kamera in der mittleren Preisklasse zu bringen. Die A7R V ist meiner Meinung nach nur sehr bedingt für dieses Genre zu brauchen.

Stefan Zimmermann

Was du da gerade mitmachst, tut mir ehrlich leid – du musst dich mit Leuten herumärgern, die deinen fünfseitigen Erfahrungsbericht offenbar nicht einmal richtig gelesen haben. Und es sind immer dieselben User, die auf sowas anspringen. Schau dir einfach mal die Fotos der Leute an (sofern sie nicht sorgfältig versteckt werden), dann weiß man schnell mehr – und eigentlich ist damit alles gesagt. Worte kann jeder geduldig aneinanderreihen – siehe Trump. Leider scheint genau das immer mehr zur Mode zu werden. Und das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Da wechselt ein professioneller Fotograf zur Sony A7R V, arbeitet damit erfolgreich – und von außen, teilweise von völlig Fachfremden, kommt dann die Behauptung, dass das angeblich ‚nicht geht‘. Das ist, als würde mir jemand nach 30 Jahren erklären wollen, wie Nachtfotografie funktioniert. Ich habe sogar schon ein paar besonders laute Leute eingeladen – inklusive 1000-€-Angebot –, weil sie meinten, alles besser zu können. Und ich stehe immer zu meinen Wort. Aber vom Sofa aus ist das immer herrlich einfach. In der Realität kam dann außer heißer Luft nicht viel. Von daher: Nicht ärgern. Es gibt viele, auch stille Leser, die genau verstehen, worum es wirklich geht –… Weiterlesen »

Leonhard

Also was ist das den nun wieder für ein Stuss? Wer hat Gino den in irgend einer Weise angegriffen, und wer auf Veranstaltungen fotografiert, der merkt auch ganz schnell, dass der leiseste Fotograf die besten Schüsse macht, klar, wenn Leute genervt zu einem rüber schauen, dann kann man auch Portrait machen, ob gute ist die andere Frage. Meinereiner kann auch diese Gewichts Diskussionen nicht so wirklich nachvollziehen, unsereiner waren gerade auf dem Weihnachtsmarkt, meinereiner sind die Kartoffeln im Sack gefroren, vor mir mein altes Mädchen, in den Händen die R1, das 24-105mm davor und gib der Knipse saures. Wenn aber nun eine 66jährige Oma, welche noch nie im Leben die 50kg Marke erreicht hat und die auch niemals in einem Sportverein ihr Unwesen getrieben hat diese 2,5kg Variante problemlos über 2 Stunden bedienen kann und uns eigentlich nur die Kälte nach Hause getrieben hat, dann fragt man sich schon, was diese ewigen Backsteindiskussionen hier dem Leser sagen sollen? Und wer was kann, dies ist eine ganz andere Frage, welche wir aber so genau nun nicht beantworten können, ob alle, die hier zeigen müssen gut sind ist eine ganz andere Frage und man sollte auch nicht immer Menschen erklären wollen, was… Weiterlesen »

Stefan Zimmermann

Dein Text geht hier ein bisschen über die Stränge.
Nur zur Klarstellung: Ich würde das Wort „Kitsch“ nie in den Mund nehmen, das kommt von dir, nicht von mir. Und ich kann sehr gut beurteilen, was jemand fotografisch draufhat – das hängt nicht vom Motiv oder Stil ab.
Und noch etwas: Wer hier andere so überzeugt belehrt, darf ruhig auch mal eigene Fotos zeigen. Warum so schüchtern?
Einfach die Emotionen etwas runterfahren, dann bleibt die Diskussion auf einem normalen Level.

Rolf Carl

Ja, aber es geht um aktuelle Kameras, da dürfen die Hochzeitsgäste schon erwarten, dass der (nicht gerade günstige) Fotograf auch mit entsprechender Ausrüstung auf dem neusten Stand daherkommt. Stacked Sensoren gibt es schon einige Jahre. Als Hochzeitsfotograf würde ich mich deshalb heutzutage nicht mehr getrauen, mit einer A7R V auftauchen.

Stefan Zimmermann

Dass du gar kein Hochzeitsfotograf bist, wurde beim Schreiben vergessen. Aber wie immer willst du andere belehren. Was Leute immer meinen, über andere zu wissen … Kopfschütteln.

Rolf Carl

Da ich sehr vielseitig und unter anderem auch in der schnellen Fotografie unterwegs bin, muss ich gar kein Hochzeitsfotograf sein, um beurteilen zu können. ob eine Kamera dafür geeignet ist oder nicht. Das unterscheidet mich grundsätzlich von dir. Du hast zwar die langsamen Motive im Griff, aber von bewegten keine Ahnung. Das heisst also, wenn hier von uns zweien überhaupt jemand mitreden kann, dann bin das eindeutig ich.

Rene Stämpfli

…”aber von bewegten keine Ahnung”.
Rolf, woher willst Du wissen, dass Stefan keine Ahnung von bewegten Motiven hat. Er ist sehr wohl in der Lage, auch sehr schnelle Motive zu fotografieren. Vielleicht solltest du dich mal mit deinem narzisstischen Verhalten auseinandersetzen.

Rolf Carl

Ganz einfach, ich habe mir seine Gelerie angeschaut und nichts gefunden, was in diese Richtung geht.

Leonhard

Nein, wieso wurde es beim Schreiben vergessen, dass Rolf kein Hochzeitsfotograf ist? Konnte gar nicht vergessen werden, spielt in Beziehung auf das Werkzeug auch rein gar keine Rolle. Wieso hier einige aus der Fotografie immer so eine Zauberwelt machen und wieso man glaubt, jemand der keine Hochgeschwindigkeit ablichtet könnte nicht wissen, was ein Werkzeug kann und wozu man es einsetzt werde ich auch nie verstehen, klar, ein Beispiel: Stell Dir vor, Du sitzt beim Zahnarzt auf dem Stuhl, ein Backenzähnchen muss raus, die großen Ohren der Sprechstundenhilfe interessieren Dich nicht mehr, dann kommt der “Gott in Weiß” mit einer riesigen Wasserrohrzange und möchte sein Werk beginnen. Wieso versteht man in so einem Augenblick sofort, dass der Kerl vielleicht die falsche Zange haben könnte und denkt sich, man sollte wo anders Hilfe suchen und warum beruhigt einem dann der Spruch der Vorbaudame “hat der Herr Dr. Zahnmedizin studiert oder Sie?” nicht so wirklich? Kurz noch zu Deiner Bildanfrage an meinereiner: Sag mal, lieber Stefan, Du hast doch da sicherlich irgendetwas schriftliches, dass Du Bilder auch beurteilen kannst, Dein reiner Glaube, es zu können, der ist da eher ein schwacher Trost. Hier unterscheidet sich die hier oftmals gescholtene Medizin so angenehm von… Weiterlesen »

Rolf Carl

Manche übersehen hier, dass Menschen auch Säugetiere sind. Wer also Tiere in schneller Bewegung fotografieren kann, schafft das auch bei Menschen problemlos. Es ist genau dasselbe; beide Arten haben Extremitäten am Körper und oben einen Kopf mit Augen, die es scharf abzulichten gilt. Nun also meine Frage, wo soll da der Unterschied sein? Oder an einem Beispiel erklärt, das jedem Deutschen sofort einleuchtet: Wenn jemand einen Mercedes fahren kann, geht es auch mit einem BMW.

Leonhard

Lieber Nils, also meinereiner ist ja nur Hobbyist und Hochzeiten fotografiere ich schon gar keine, aber irgendwie kann sich meinereiner nicht so wirklich vorstellen, dass man sich so eine Pixelkuh nimmt und eine A1II dafür fahren lässt.

All die Stärken einer A1/II und dann so eine Rübe, nur wegen 10MP mehr, also da staunt der Laie und es wundert sich der Fachmann, scheint ja eine noch größere Krücke zu sein als eine GFX 100II, da dürfte wenn es keine Akrobatenhochzeit ist kein RS auftreten.

Das Eheweib fotografiert ja hier für lau seit Jahren die Kommunion, bisher mit der R3, jetzt die nächste mit der R1, da hat der bisher noch nie MP gefehlt, wir reden von 24MP! Die BQ der R1 ist m.M.n. über jeden Zweifel erhaben, da können noch so viele hier ihren “zu wenig MP-Schlager” singen, kann meinereiner nicht nachvollziehen, mag auf dem Datenblatt ja so sein, aber in der Realität eher nicht.

Und wer keine Fremdoptiken kauft, der zahlt bei Sony genau so reichlich wie bei Canon, 4.500 Ucken für das 50-150mm 2.0 sind ja auch eine Hausnummer.

lichtbetrieb

Man darf nicht vergessen, für 2 A7rv bekommt man quasi eine A1ii. Das ist sicherlich wohl überlegt. Betriebswirtschaftlich ist so ein move wahnwitzig. Aber es ist ja meist so, dass man manchmal an einen Punkt kommt, wo man so ein Schritt macht, egal wie irrational und schlecht begründet er ist.

Leonhard

Das ist schon richtig, lieber Nils, aber man muss auch Freude bei der Arbeit haben. Du bist ja auch trotz der sehr hohen Qualität Deiner Bilder noch recht preiswert, außerdem, betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte gibt es bei einem Hobbyisten wie meinereiner nicht, so gerechnet ist bereits der erste Euro für unsereiner ein Verlustgeschäft.

Als Hobbyist muss man Freud und Leid in die Welt tragen, bestellt man eine A1II und eine A9III, dazu dann ein 28-70mm 2.0, ein 50-150mm 2.0 und noch das kommende 16-28mm 2.0 dazu, dann hat die mitfühlende Seele doppelten Genuss: Die Verkäuferin freut sich wie Bolle, die Erbschleicher beißen sich vor Wut in den Arsch und dann braucht man nur noch Sonnenschein für gute Bilder, was braucht die Welt mehr?

Für meine Art, Bilder zu machen ist die Knipse eh vollkommen Banane, könnte auch eine “Messsucherknipse”, also das rote Tuch des gelben Barden sein, ginge genau so, da Foto eher irrelevant.

Mark

Ich nutze die Kamera seit 3 Jahren. Für sind ein Highlight die wirklich guten m-raws, die identisch zu der Auflösung im Crop-Modus sind (26MP). Bei den runterskalierten m-raws muss Sony auch den De-Bayering Algorithmus angepasst haben, denn es gibt weniger Farbfehler, wenn man dann mal in die richtig hohen ISO Bereiche kommen sollte (ab ISO 12800 merkt man das). Da ich lieber mit einer Festbrennweite unterwegs bin, nutze ich den crop-Modus schon häufiger. Natürlich gibt es auch Situationen in denen die sehr hohe Auflösung gewünscht ist und ich schätze die Option. Was mich nervt, dass man zwar in dem sogenannten ‘Clear-Image-Zoom’ auch Zwischenwerte zum 1.5-fach Crop-Modus verwenden kann, aber dann keine Speicherung im RAW-Format mehr möglich ist. Genauso würde ich mich freuen, wenn man noch weitere Bildverhältnisse im EVF darstellen könnte – z.B. 6×7. Ich meine hier sind andere Hersteller flexibler. Es würde ja reichen, wenn dies in den Meta-Daten hinterlegt wird. Hier hatte ich schon mal überlegt, mir die ‘custom grid lines’ Lizenz zu holen, dennoch ärgert es mich für sowas extra zahlen zu müssen. Ein weiteres Feature, das mir an der Kamera echt gut gefällt, ist der EVF mit der 0.9-fach Vergrößerung und sehr hohen Auflösung. Ich nutze… Weiterlesen »

Silvio

Für Events ungeeignet – starkes Rauschen!

Vorab, danke für den ausführlichen Bericht.
Ich hatte die A7RV selbst seit ihrer VÖ im Einsatz und finde sie als Allrounder ok. Landschaften, Portraits (wer die hohe Auflösung braucht) und Architektur sind gute Anwendungsgebiete hierfür. Bei Events würde ich immer auf Canon setzen. Sicherlich kann ich falsch liegen, jedoch ist mein Praxisbezug zu beiden Systemen intensiv und langjährig – Das Rauschen der R5 ist deutlich besser und nicht Sony typisch (digital) sondern angenehm „analog“ und im Bildstil für meinen Geschmack passabler. Wildlife oder schnell bewegende Motive sind ebenso ein Problem, aufgrund der absurden Auslesegeschwindigkeit des Sensors (durfte ich bei den Puffins schmerzlich sehen).

Aus diesem Grund nutzte und nutze ich Canon für alles was Aufträge betrifft ONLY.

Versteht mich nicht falsch – diese Kamera ist in Summe dessen eher Nischenkamera, als eine in Summe „über alles“ Kamera. Es hat seinen Grund, weshalb die Mehrheit bspw. auf 24-45MP Sensoren setzt und benutzt.

Viel Spaß euch bei eurer Fotografie 🙂

Rene Stämpfli

Was fotografierst Du denn so? Ich würde gerne mal so ein Bild mit einem angenehmen analogen digitalen Rauschen von dir sehen. Wäre sicher interessanter als nur warme Luft.

Silvio

Was genau meinst du mit warmer Luft? Kannst du das näher beschreiben?
Die Sony Sensoren zeigen feinkörniges Rauschen was eben dadurch technisch wirkt. Canon hingegen zeigt ein eher „organisches“ Rauschen was eine gröbere Struktur aufweist.
Bei SW Material sieht für mich das Rauschen bei Canon damit angenehmer aus.

Rene Stämpfli

Silvio, es mag durchaus sein, dass das Rauschen für dich bei Canon “organischer, analoger” aussieht. Ist aber kein allgemeines Qualitätsmerkmal. Nach über 50 Jahren analoger Fotografie im MF und KB Format weiss ich wie Rauschen bei den verschiedenen Filmen in etwa aussieht. Ob ich das als organischer, verglichen mit digitalem Rauschen, bezeichnen würde? Deshalb hätte ich ja auch gerne ein Beispiele dieses “organischen analogen” Rauschen. Sollte doch nicht allzu schwierig sein, oder.
Warme Luft ist übrigens gleichbedeutend wie nichtssagendem Geschwätz.

Stefan Zimmermann

@Gino Giove Du musst ein absoluter Fach-Guru sein – schließlich kann man mit dieser Kamera ja eigentlich gar nicht fotografieren. Wie du damit überhaupt ein Bild hinbekommst, ist ein technisches Wunder. Vor zehn Jahren war fotografieren ja sowieso komplett unmöglich, da mussten wir alle noch Bilder malen.
Immerhin sehe ich bei dir echte Fotos – im Gegensatz zu denen, die ständig epische Romane schreiben, aber nie ein einziges Bild zeigen. 😂

chris XX

Hallo Gino,

du hast die Nikon Zf vergessen: Denn die Welt will schöne Bilder sehen. Oder so ähnlich. )(;:-))

Gruß Chris

lichtbetrieb

Eigentlich am Thema vorbei. Niemand sagt, dass die A7RV eine Gurke ist. Niemand. Sie hat nur Schwächen in dem Bereich, wo der Autor sie einsetzt, obwohl andere Kameras diese Schwächen nicht haben. Das ist alles was in Frage gestellt wird.

Rolf Carl

Ja, genau, ich finde es auch ziemlich unglücklich, dass diese Kamera gerade bei der Hochzeitsfotografie getestet wurde. Da gibt es eindeutig geeigneteres und besseres. Bei der Landschaftsfotografie wären alle begeistert gewesen, dafür ist diese Kamera nämlich super geeignet..

Rene Stämpfli

Sie hat aber auch Stärken, die andere Kameras in diesem Bereich nicht haben. Solange eine A7III für Hochzeitsfotografie ausreicht, wird sicher auch eine A7RV ausreichen. Gino hat ja lediglich über seine Langzeit Erfahrungen mit der A7RV am Beispiel der Hochzeitsfotografie berichtet. Und die waren für ihn durchaus positiv und für mich interessant. Auch wenn einige, die noch nie mit dieser Kamera fotografiert haben, diese für total ungeeignet halten.

Rolf Carl

Sorry, aber lichtbetrieb hat vollkommen recht, die Kamera ist für dieses Genre nur bedingt geeignet. Um das zu sehen, muss man sie auch nie in der Hand gehalten haben, die technischen Daten sprechen für sich, und was ein Non-Stacked Sensor kann und eben auch nicht kann, weiss hier auch fast jeder. Mit Kompromissen kann man sicher eine Hochzeit fotografieren mit einer A7R V, aber es ist eben nicht die geeignetste Kamera dafür, und Canon sowie Nikon haben eben die perfekten Alternativen im mittleren Preissegment. Und genau das ist der springende Punkt.

Rene Stämpfli

Rolf, Gino hat ja auch nicht behauptet, dass die A7RV die geeignetste Kamera für die Hochzeitsfotografie ist. Er hat ja auch ausführlich erklärt. weshalb er diese Kamera gewählt hatte. Wenn BQ für jemanden wichtiger ist als fps, dann wählt man eben BQ.Ihm aber erklären zu wollen, dass das nicht die geeignetste Kamera für Hochzeitsfotografie ist, finde ich ziemlich arrogant.

Rolf Carl

Rene, ja, das hat er oben geschrieben. Und genau deshalb finde ich es überhaupt nicht optimal, dass er diese Kamera mit der Hochzeitsfotografie testet. Das macht ganz einfach keinen Sinn. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, damit Motorsport oder Tierfotografie zu testen, weil es dafür auch bei Sony die geeigneteren Kameras gibt. Ich weiss jetzt nicht mehr, ob du die A1 oder A9 hast, aber es wäre dasselbe, wenn man die A7R V beim Motorsport testen und dann sagen würde, naja, sie ist eigentlich ganz gut mit einigen Abstrichen, aber ein paar gute Fotos würde man damit schon hinkriegen. Jetzt mal ehrlich, du würdest doch mit dieser Kamera mit der oberlausigen Auslesegeschwindigkeit nicht auf Motorsport los wollen, oder??? Und dann zur BQ:Wer wegen ungefähr 5 MP mehr so ein Geschrei macht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Bei Hochzeitsfotos geht es oft schnell zu und her, aber es geht nicht wirklich um fps, sondern um die lautlose Fotografie und vor allem um das Vermeiden von Rolling Shutter, und beides geht bei dieser Kamera eben nicht, weil sie keinen Stacked Sensor hat. Dasselbe haben übrigens hier in diesem Strang schon einige geschrieben, vielleicht sollte man als Sony-Fotograf einfach… Weiterlesen »

Philly B

Hab ich das richtig verstanden? Es gibt hier einen hauptberuflichen Hochzeitsfotografen, der seit einem Jahr (!!!!!) scheinbar ziemlich erfolgreich mit der A7RV in seinem echten Berufsalltag arbeitet. Und dann gibt es Rolf Carl mit seiner Nikon Kamera aus der Steinzeit, der ab und zu mal ein paar Naturbildchen knipst, keine Ahnung von Hochzeiten hat, dem hauptberuflichen Hochzeitsfotografen aber erzählen will, dass man mit der A7R V keine Hochzeiten fotografieren kann 😂😂😂

Also das ist an Lächerlichkeit wirklich kaum noch zu überbieten 🤡

Leonhard

Versteht meinereiner nun nicht! Wenn ein Mann, der in seinem Leben bei der Weltklasse mitgetanzt hat Zweifel anmeldet, ob ein Werkzeug für gewisse Ereignisse das Richtige sein dürfte und diese Meinung von einem anderen Profi-Hochzeitsfotografen genau so bestätigt wird, was soll denn daran nun lächerlich sein? Bei der einzigen Hochzeit, welche mein Hobbyisten-Eheweib für einen unser Freunde abgelichtet hat, da ist genau das passiert, was Rolf hier anspricht, obwohl es hätte eigentlich gar nicht passieren können. Unser Freund war mit einem flappsigen Antrag 40 Jahre vorher gescheitert, hatte als das Fräulein Braut schwanger war mit “na dann heiraten wir eben” geantwortet, was sie brüskiert ablehnte. 40 Jahre später kam er vom Arzt und machte einen zweiten Antrag: “Entweder Du heiratest mich jetzt oder nie mehr”, diesmal hat sie angenommen, zumal ihr sonst ihre gemeinsame Tochter die all die Jahre bei Papa und Mama in der gemeinsamen Wohnung aufgewachsen war wohl lieb in den A…. getreten hätte. Da meinereiner schon immer ein vorsichtiges Kerlchen war hat der Brave dem Eheweib geraten, alle Knipsen mit zu nehmen, zumal die Trauung ja keine 30m entfernt stattfand. Nun gab es natürlich keinen Hochzeitstanz, wie man sich denken kann. Nur, verdammte Tat, der Bruder der… Weiterlesen »

Rolf Carl

Danke, Leonhard, damit ist alles gesagt.

Uwe Schmitt

Den Tonfall von Nutzer Philly B möchte ich kritisieren, dem Inhalt seines Kommentars muss ich dennoch zustimmen. Die Art und Weise, wie dem Autor Gino Giove hier indirekt Unwissenheit und Unvermögen unterstellt werden, ist schlichtweg unangebracht. Zudem wurde nicht verstanden, dass ein allgemeiner Test der Kamera A7RV nicht Ziel des Beitrags war. Genauso wenig wird die A7RV als beste Kamera für Hochzeiten empfohlen. Ein Hochzeitsfotograf teilt seine persönlichen Erfahrungen, die er mit der etwas außergewöhnlichen Wahl der A7RV gemacht hat. Ich von meiner Seite bedanke mich herzlich für den gelungenen Bericht und kann die Argumentationskette bestens nachvollziehen.

Rene Stämpfli

Rolf, zu deiner Erinnerung, ich habe die A9III, A1, A9, A7RII und A7S. Nach mehr als 10 Jahren fotografieren mit SONY Kameras, lernt man mit den Stärken und Schwächen dieser Werkzeuge umzugehen. Mit all diesen Kameras habe ich sowohl Sport, Konzerte, BIF und vieles mehr fotografiert. Natürlich sind je nach Genre, einige aus heutiger Sicht besser geeignet als andere. Jeder erfahrene Fotograf weiss, wie man mit den Schwächen umgehen muss. Das war schon zu analogen Zeiten so. Da gab es noch keinen AF-C bei der Sport- und Konzertfotografie, und keine ISO 12800 und höher. Ging aber auch, wenn auch mit Einschränkungen. Und genau so geht auch Hochzeitsfotografie mit der A7RV.
Apropos RS, wie auch der DR, wird aus meiner Erfahrung bei den meisten Genres überbewertet. RS ist vor allem in der Konzertfotografie bei den vielfältigen, und zum Teil schlechten LED Leuchten ein Problem. Gegen Banding hilft zuverlässig nur ein GS. Und der DR ist ab ISO 800 bei allen neueren Kameras praktisch irrelevant. Wenn es schnell gehen muss, ist ein zuverlässiger AF-C bei offenblendiger Fotografie wesentlich wichtiger. Und das kann die A7RV. Also, und nun schauen wir mal was die A7V kann.

Rolf Carl

Ja, schauen wir mal, was die A7V kann. Auf dem Papier ist sie mit dem teilgestackten Sensor mit viel kürzeren Auslesegeschwindigkeiten besser geeignet für die Hochzeitsfotografie als die A7RV. Ich würde jene Kamera also jederzeit vorziehen, zumal man bei Hochzeiten nicht unbedingt 60 MP braucht. Und wenn man ein Foto des Brautpaares für ein Poster machen möchte, kann man die A7RV immer noch als 2.-Kamera dabeihaben. Aber nur auf dieses Kameramodell setzen käme für mich nicht in Frage.

Stefan Zimmermann

@Rene: Sie hören nur das, was sie hören wollen. Es ist sinnlos.

Uwe Schmitt

Ich teile diesen Eindruck.

lichtbetrieb

Rene, die Argumentationskette von dir finde ich spannend. “Ausreichend” aus deinem Mund, ist für dich “das Beste” nicht gerade gut genug? 😉

Ich kenne einige die mit einer (bzw. zwei) A7iii unterwegs sind (oder waren). Die Kamera ist von 2018 und hat ein Readout von ca. 60ms, fotografiert man mit 12Bit “nur” 30ms. Das sind schon ganz andere Werte. Aber selbst da fotografieren nicht alle elektronisch, da der RS zu deutlich ist. Ich habe auch meine R mal getestet vorhin. Die hat ein Readout von angeblichen 80ms. Das sieht man schon deutlich RS, wenn man es provoziert. Klar gibt es bei der Zeremonie eher weniger Bewegung. Aber was ich beobachtet habe, dass die auch leichten Verzerrungen zu Unschärfe führen kann. Extrem ist mir das bei meiner ehemaligen Fuji GFX 50s aufgefallen. Die hat z.B. 300ms Readout. Damit konnte man nur mit Stativ verzerrungsfreie Fotos machen, wenn man den elektronischen Verschluss verwendet hat.

Die einzige Stärke in meinem Augen ist die Auflösung ggü. anderen Kameras. Wenn man nicht gerade 60MP an den Kunden ausliefern will, erhält man allerdings nur Crop-Potenzial. Sicherlich auch ein paar mehr Details in der 100% Ansicht. Nur sollte man aufpassen, dass die Bilder auch scharf werden. 😉

joe

Stefan, es geht doch gar nicht darum ob der Gino fotografieren kann oder nicht, die Diskussion geht doch darum, ob sie wirklich das beste Werkzeug für eine Hochzeit ist. Und diese Diskussion darf man meiner Meinung nach führen.

Rolf Carl

Genau! 👍

Guido Engels

Ich habe die Kamera jetzt seit ca. 2 Jahren im Einsatz und kann deine Begeisterung teilen. Da ich die volle Auflösung nicht so oft brauche nutze ich die MRAW Einstellung und finde das Rauschverhalten ist dann noch besser. Ich kann problemlos bis ISO 12800 gehen und habe immer noch 26MP einfach super!

Conny

Hallo zusammen…. Ich finde was hier abgeht nur oberpeinlich, eigentlich zum Fremdschämen !!! Gino schreibt einen Artikel über seine Sony Ausrüstung, legt ganz klar dar, worauf seine Entscheidung basiert und da zitiere ich Ihn mal. Teilzitat: “Die A7R V bietet die derzeit wohl beste (Foto-)Bildqualität aller aktuellen Vollformat-Systemkameras. Der 60,2-Megapixel-Sensor spielt hinsichtlich Auflösung, Detailreichtum und Dynamikumfang ganz vorne mit und lässt selbst Sonys derzeitiges Topmodell – die Sony A1 Mark II – bezüglich der reinen Bildqualität hinter sich” Das war seine Entscheidungsgrundlage, und er beweist mit seiner Arbeit als Hochzeitsfotograf, dass es funktioniert.  Auch mit elektronischem Verschluss. Punkt! So, und jetzt kommt hier einer um die Ecke, schreibt hier was über 99ms Auslesezeit für die A7RV und schon geht die Diskussion los ohne dass sich nur eine/einer mal die Mühe macht dies zu überprüfen. Das hat sich der Typ doch aus dem System mit dem riesigen fetten “K” und dem winzigen schmächtigen kaum sichtbar “i” gezogen und überprüft es nicht mal!!! Fakt ist: Nein, die A7RV braucht niemals nie 99ms, nicht mal die Hälfte. Belastbare Messungen (Jim Kasson) liegen für die A7R IV mit identischem IMX455-Sensor bei ca. 30–40 ms.  Das ist für einen hochauflösenden BSI-Sensor völlig normal. Die 99 ms stammen… Weiterlesen »

lichtbetrieb

Hallo lieber Conny,

wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, zeigen 3 Finger auf sich selbst. Wie wäre es also sich etwas zu zügeln und sich nicht so persönlich angegriffen zu fühlen?

Fakt ist, Gino hat selber 99 ms im Artikel geschrieben. Fakt ist die A7rv braucht im Fotomodus 99-100ms. Die Quelle Kasson schreibt selbst nach seinen Messungen Zitat:

“There are about 12 cycles. If each cycle is 1/120 second, that means the silent shutter takes 12/120, or 0.1 seconds to scan the whole frame. That’s 100 milliseconds, or 1/10 second. The a7RIII takes about 1/15 second to do the scan, so we’re going backwards here, thanks to the higher pixel count of the a7RIV.”

Und an vielen anderen Messungen im Internet kann man diese Werte finden.

Jeder kann mit jeder Kamera fotografieren. Für mich macht diese Entscheidung, wenn man alle Pro unds Cons abwiegt, keinen Sinn – zumindest auf Basis der Argumente, die genannt wurden. Aber es ist für mich okay und ich wollte nicht das es derartig eskaliert.

Liebe Grüße
Nils

Conny

Lieber Lichtbetrieb

ich fühl mich ganz sicher nicht angegriffen, geht mich ja prinzipiell überhaupt nichts an, es ist weder meine Kamera noch mein Objektiv oder die Einsatzgebiete solch einer Kombination!

Aber Ich finde den Thread leider halt nur sehr unschön, das musste nicht sein!

Bzgl. Auslesezeit, mit komprimierten RAW’s im Serienmodus sinkt die Auslesezeit laut Jim auf 50ms und im APS-C Serienmodus auf 30ms, Pixel hat sie ja mehr als genug.
D.h. man hat einen funktionierenden Weg damit zurecht zukommen wenn man Situationen hat wo es wirklich nicht anders gehen sollte.
Ja die 12/120 mit unkomprimierten RAW’s hab ich tatsächlich übersehen !

Leonhard

Da hat unser Techniker noch was übersehen, lieber Conny!

Welche Probleme die Kamera mit RS hat hat Gino in seinem sehr guten Artikel ja beschrieben, vollkommen Banane, welche Auslesezeit sie nun hat oder nicht.

Bei Farbfilmablichtern kommt es auch mal zu einer farbenfrohen Ausdrucksweise, glaube nicht, dass hier einer meint, Gino könnte nicht fotografieren, wäre nach einem Studium und Jahren mit Berufserfahrung auch kaum vorstellbar. Deshalb kann ich dieses “unschöne” nicht wirklich lesen, liest eben auch jeder anders.

Wo sollte meinereiner auch den Antrieb her haben, einen Profi für irgend etwas zu kritisieren, womit ich gar nichts zu tun habe, seinen Kunden müssen die Bilder gefallen, mir nicht. Was anderes ist es, wenn gleich mein Fachmann für Gas, Wasser, Scheiße kommt und nach dem Heizkörper und seinen Geräuschen schaut. Wenn der mir sagen würde “eh. Leo, hast Du mal geeignetes Werkzeug”, dann würde der schneller mit einem Arschtritt vor der Tür landen wie er schauen könnte.

NurEinKleinesLicht

Wenn ich das hier alles lese, kann ich nur im Strahl kotzen >:-( Lieber Gino, danke für DEINE Meinung und Erfahrung mit der Kamera. Habe den Artikel gerne gelesen und etwas draus gelernt. zum Rest der Bagage: IHR SOLLTET EUCH SCHÄMEN!!! Ich werde zukünftig die Leserkommentare in den Artikeln meiden! Ich bin Hobbyist und erweitere meinen Horizont auch gern durch Erfahrungen anderer. Anfangs habe ich hier gern gelesen, verschiedene PRO’s und Contra’s aufgelesen und stet’s immer im Hinterkopf behalten – JEDER arbeitet anders, hat unterschiedliche Bedürfnisse und kommt aus anderen Stilecken. Zudem ist die Fotografie KUNST. Das eine Bild hat ordentlich Bildrauschen, so what(!?) Wenn das Bild letztlich gefällt – wen juckt es?!! Hier jedoch spiegelt sich wunderbar der Abgrund des deutschen Besserwissertums. Ich bin schlauer, ich hab die geilerere Kamera, ICH ICH ICH… Warum geht es dem Land so schlecht?! Wegen so verbohrten Leuten wie Euch *pfft* Ich wisst sicherlich viel, könnt einiges aber ob ihr damit was verkaufen könntet – anderes Blatt. Der egoistische, arrogante Deutsche Einfach mal wieder locker durch die Hose atmen, akzeptieren, anerkennen, gönnen und sich selbst einfach mal nicht so wichtig zu nehmen. Ich bin nur Hobbyist, habe verschiedene APS-C-Kameras sogar eine MicroFourThird *oh… Weiterlesen »

lichtbetrieb

Das war doch noch gar nichts. Normalerweise geht es in den Kommentaren noch viel mehr ab 🙂 schau mal z.B. zu den Artikel(n) der R5ii. Holladiewaldfee.

Übrigens geht es im englischsprachigen Foren oder Kommentaren nicht wirklich besser zu (leider)

joe

Gino wurde doch nicht als Fotograf angegriffen. So wie ich das gelesen habe, ging es darum, dass die A7R5 für Hochzeitsfotografie nicht unbedingt die erste und schon gar nicht die beste Wahl ist. Darüber darf man diskutieren. Da muss sich Niemand angegriffen fühlen.

Leonhard

So wie meinereiner das hier liest habe ich eher den Eindruck, da wollte uns der Eine oder Andere genau in diese Ecke stellen, von einem persönlichen Angriff auf Gino kann meinereiner beim besten Willen nichts lesen. Bilder eines Fotografen würde meinereiner nicht mal bei einem Profi kritisieren, jedenfalls solange ich nicht der Auftraggeber bin und sie bezahlen soll, geht Omas Wollpullimodel ja nichts an. Jeder Bildermacher hat so oder so seine Sicht der Dinge, meinereiner sieht die Welt wie eine Klobrille, genau so rund und genau so beschissen. Deshalb sieht man in meinen Bildern eben genau diese beschissene Welt und die meisten Menschen werden verstehen, was ich meine, ihre Welt sieht auch so aus. Wieso meinereiner keine Pixelkuh haben möchte ist auch einfach erklärt: Möchte die Welt in etwa so darstellen, wie sie tatsächlich ist, Bilder von einer Welt, welche man so nicht sieht, abgesehen vielleicht ein Spanner mit einem extrem guten Fernglas von Leica, die will ich im Leben nicht machen und was meinereiner nicht machen will, dafür brauche ich auch kein Werkzeug. Über die spaßigen Kommentare, wenn dann einer dem Rolf unterstellt, er hätte keine Ahnung, also da regt sich keiner auf. Wer bei einer Mauerschwalbe auf das… Weiterlesen »

Dirk

Der Link zum Erfahrungsbericht des 28-70 funktioniert nicht.

Mark Göpferich

Danke für den Hinweis! Ist jetzt korrigiert, das ist der korrekte Link: https://www.photografix-magazin.de/sony-28-70mm-f-2-im-test/

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