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Sony A9: Neue High-End-Kamera offiziell präsentiert

Die Gerüchte haben ein Ende: Sony präsentiert mit der Sony A9 ein neues Flaggschiff und die bisher beste Kamera des Unternehmens.

Sony A9 offiziell präsentiert

Da ist sie also, die Sony A9! Nach all den Monaten haben sich die Gerüchte endlich bewahrheitet. Sony präsentiert mit der A9 eine neue High-End-Kamera, die mit beeindruckenden technischen Daten aufwarten kann und Ende Mai zum Preis von 4.500 Dollar (Update: 5.300 Euro) auf den Markt kommen wird. Es handelt sich hier also ohne Frage um die bisher beste Kamera von Sony, die es mit Profi-Modellen wie der Nikon D5 oder der Canon EOS-1D X Mark II aufnehmen soll.

24,2 MP, Fokus auf Geschwindigkeit

Werfen wir direkt einen Blick auf die technischen Daten: Die neue Sony A9 ist mit einem 24,2-Megapixel-Vollformatsensor ausgestattet, der ungefähr doppelt so schnell arbeiten soll wie die bisherigen Vollformatkameras von Sony. Überhaupt ist die Sony A9 voll auf Geschwindigkeit getrimmt: Ganze 20 Bilder pro Sekunde kann man mit der High-End-Kamera (ohne Blackouts im Sucher) aufnehmen, diese Geschwindigkeit kann über 241 RAWs und 362 JPEGs gehalten werden. Das ist definitiv beeindruckend. Die minimale Verschlusszeit der Kamera liegt bei 1/32.000 Sekunde, der ISO-Bereich erstreckt sich von 100 – 51.200 und kann auf 50 – 204.800 erweitert werden.

Autofokus mit 693 Messfeldern

Eine solch hohe Serienbildgeschwindigkeit verlangt natürlich nach einem erstklassigen Autofokus – und den liefert Sony, zumindest auf dem Papier. Der Autofokus arbeitet mit 693 Messfeldern, die nahezu 93 Prozent des Bildfeldes abdecken sollen. Außerdem steht auch ein Joystick zur Verfügung, der bei der Wahl des gewünschten Autofokus-Messfeldes helfen soll. Des Weiteren gibt Sony an, dass die Belichtungsmessung und Autofokusmessung bis zu 60 Mal pro Sekunde durchgeführt wird.

4K-Videos, Sucher und Display

Selbstverständlich können mit der Sony A9 auch Videos in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden und die Kamera verfügt auch über einen 5-Achsen-Bildstabilisator. Videographen werden sich während der Präsentation der Kamera mit Sicherheit über zwei Schlagworte gefreut haben: “Full Pixel Readout” und “No Pixel Binning”. Full-HD-Videos werden mit bis zu 120 fps bei 100 Mbps aufgezeichnet.

Der elektronische Sucher ist derweil der schärfste, den Sony jemals verbaut hat. Er löst mit insgesamt 3,6 Millionen Bildpunkten auf und man kann auswählen, ob er mit 60 oder 120 fps arbeiten soll. Außerdem soll er rund doppelt so hell sein wie der Sucher der Sony A7r II. Das Display löst mit 1,44 Millionen Bildpunkten auf, ist berührungsempfindlich und kann nach oben und unten geklappt werden.

Längere Akkulaufzeit und Silent Mode

Ein großer Kritikpunkt bei den spiegellosen Vollformatkameras von Sony war stets die zu kurze Akkulaufzeit. Das hat sich Sony zu Herzen genommen: Die Kapazität des Sony A9 Akkus soll ungefähr 2,2x höher sein als bei den bisherigen A7 Kameras. Außerdem soll es auch einen Batteriegriff geben, der die Akkulaufzeit nochmal verdoppeln wird.

Ebenfalls sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die A9 – so man denn den elektronischen Verschluss nutzt – laut Sony absolut leise und ohne irgendwelche Vibrationen arbeiten soll. Zu den weiteren technischen Daten gehören ein Dual-SD-Slot (ein Slot untersützt UHS-II), WLAN, Bluetooth 4.1, NFC sowie ein Ethernet-Port. Außerdem soll via “My Menu” ein eigenes Menü zusammengestellt werden können.

Neues Sony FE 100-400mm GM Objektiv

Zusätzlich zur Sony A9, die wie eingangs bereits erwähnt Ende Mai zum Preis von 5.300 Euro auf den Markt kommen soll, wurde auch ein neues FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS Objektiv präsentiert. Der Preis wird hier wohl bei etwa 2.500 Dollar liegen, verfügbar sein soll es ab Juli 2017.

Abschließend noch ein offizielles Video zur Sony A9, welches die wichtigsten Merkmale und Neuerungen vorstellt:

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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