Leica Inspiration & Praxis

Street-Fotografie-Ikone liefert Leicas Bild des Jahres 2025

Der legendäre Straßenfotograf Joel Meyerowitz hat 1963 ein Foto geschossen, das mehr als 60 Jahre später zu Leicas Picture of the Year ernannt wurde.

Der US-amerikanische Fotograf, geboren 1938, gehört seit den 1960er-Jahren zu den prägenden Vertretern der Straßenfotografie. Sein Motiv “Auf der Puerto Rican Day Parade, Manhattan, New York 1963” ist ab Dezember 2025 als limitierte Edition in allen Leica-Galerien weltweit erhältlich. Dass die Wahl auf Meyerowitz gefallen ist, überrascht mich nicht, da der Fotograf schon im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten in den Fokus gerückt wurde. Von historischer Bedeutung sind auch seine Ground-Zero-Dokumentationen.

Porträt Joel Meyerowitz © Joel Meyerowitz

Die Aufnahme entstand in Meyerowitz’ Anfangszeit als Fotograf. Nachdem er den Fotografen Robert Frank 90 Minuten bei der Arbeit mit einer Leica beobachtet hatte, kündigte er noch am selben Tag seinen Job als Art Director in einer Werbeagentur. Mit einer Leica M2 ausgerüstet, trainierte er täglich auf New Yorks Straßen seinen Blick für den perfekten Moment – so geht jedenfalls die Legende.

Bild: E. Wetzig/Wikipedia

Das ausgewählte Bild zeigt vier Frauen, die sich am Rande der Puerto Rican Day Parade in einem Ladeneingang an der Fifth Avenue treffen und ihr Make-up perfektionieren. Die Parade findet seit 1959 jeden zweiten Sonntag im Juni statt und würdigt die Kultur Puerto Ricos.

Für Meyerowitz waren solche Veranstaltungen ideale Übungsfelder: “Ich nutzte die Paraden als Mittel, um meine Schüchternheit zu überwinden. Da die Menschen in der Menge von der vorbeiziehenden Show auf der Straße eingenommen waren, konnte ich unter ihren Blicken durchschlüpfen wie ein Flugzeug, das zu tief fliegt, um vom Radar erfasst zu werden”, erinnert sich der Fotograf. “Es ging um die Energie des Augenblicks.”

Leica Picture of the Year 2025: Auf der Puerto Rican Day Parade, Manhattan, New York 1963 Leica Picture of the Year 2025 © Joel Meyerowitz

Die Aufnahme ist Teil der Retrospektive “Die Freude am Sehen“, die im Sommer 2025 im Ernst Leitz Museum gezeigt wurde. Über seine Lehrjahre auf der Straße sagt Meyerowitz: “Eines der ersten Dinge, die ich auf der Straße lernte, war, dass wenn der richtige Moment kommt, du genau diesen festhalten musst.”

Die limitierte Edition umfasst 81 nummerierte und signierte Prints im Format 40 × 50 cm auf Canson Infinity Satin-Papier. Jeder Print wird mit Echtheitszertifikat und Schmuckmappe geliefert und kostet 1.250 Euro netto. Meyerowitz ist seit 2016 Mitglied der Leica Hall of Fame. Letztes Jahr ist mit Herlinde Koelbl zum ersten Mal eine Frau in diesen Kreis aufgenommen worden.

Beitragsbild: the blowup

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Henry

Meyerowitz ist natürlich eine Ikone der Straßenfotografie. Bei dem prämierten Bild fehlt mir aber das Gesicht der zweiten Dame von rechts. So ist es zwar ein ganz nettes Bild aber kein perfektes. Nun sind Bilder Geschmackssache. Andere mögen das deshalb anders sehen. Aber als Picture of the Year, denke ich, hätten die Juroren sicher ein besseres Bild von Meyerowitz finden können.

Rolf Carl

Spannend, mir ist genau dasselbe aufgefallen, mich hat auch gleich gestört, dass man das Gesicht der hinteren Dame rechts nicht sieht. Zudem stört mich noch, dass der Schuh der Dame links unten angeschnitten ist. Das Foto ist zwar ganz nett, aber Foto of the Year?

Henry

Genau, der Schuh links unten. Vielleicht aus der Hüfte geschossen. Aber interessant ist, dass alle Damen weiße Schuhe tragen.

Turmfalke

Ich dachte jetzt kommt das Jahrtausendfoto, uff, knapp daneben. 😉

Rolf Carl

Ja, sogar ziemlich daneben.

Peter Braczko

Bitte keine Kritik, wenn das Bild mit einer M-Knipse aufgenommen wurde, ist das unstrittig ein “Spitzenfoto” (????)

Carol

Du würdest nichtmal annähernd in die engere Auswahl kommen. Egal welche Marke

Peter Braczko

Bin gespannt auf die Bilder von “Carol” hier in der Photografix-Lesergalerie?

Leonhard

Aber, aber, lieber Peter, nun übertreibe mal nicht, nicht die M-Knipse kann fotografieren, sondern die meisten Leute hinter einer solchen, da liegt der Hase im Pfeffer. Was unterscheidet z.B. einen Salgado von meinereiner? Ganz einfach, wir können beide fotografieren, dummer Weise konnte Salgado aber bewusst fotografieren, was ein künstlerisches Bewusstsein voraussetzt, klar ein Beispiel: Salgado und meinereiner stehen im Regenwald und sollen ein Bild machen, die Kameras dürfen wir wählen! Da keine Canon da ist nimmt meinereiner eine Z8 (schenk Dir die Frage, ob ich mit einer Z8 Bilder machen kann, ich schon, andere eher weniger), Salgado nimmt eine S/W-Knipse von Leica und macht ein Bild. Was passiert nun mit den Bildern: Meinereiner stellt dieses Bild in die Monatsgalerie hier, bekommt ein dickes Lob von deinereiner, da ich es endlich begriffen habe, mit welcher Marke man nur Bilder machen kann. Da tote Brasilianer auch keine Rechnungen mehr bekommen schenkt Salgado sein Bild Unicef, die nutzen das Bild dieses Großmeisters für eine Spendenaktion und nun kommt die Sache mit dem künstlerischen Bewusstsein: Da dieser Mann nicht nur wusste wie es geht, sondern auch wusste, wie man was darstellen muss sieht der Regenwald auf dem S/W Bild genau so trostlos aus wie… Weiterlesen »

Jürgen Saibic

Muss ich das verstehen?

Leonhard

Musst Du nicht, Du heißt ja nicht Peter!

Thomas Nordsee

Die Freiheit einer Jury eben… der Interpretationsrahmen kann in alle Richtungen gedehnt werden. Für mich jedenfalls ist die “Energie des Augenblicks” auf diesem Bild nicht fassbar. An der Kamera lag es aber wohl nicht, oder?

Stefan Zimmermann

Das Foto gefällt mir grundsätzlich. Es hat eine lebendige Gruppendynamik, schöne Farben und eine Szene, die man fast riechen und hören kann. Wenn ich es anschaue, sehe ich sofort den warmen Sommerduft der Straße, eine Mischung aus Parfüm, Asphalt, Essensständen und dem ganz eigenen Geruch einer großen Stadt. Ich höre das gedämpfte Brummen der vorbeifahrenden Autos, Stimmen, Schritte, kleine Gesprächsfetzen. Man läuft an diesen Frauen vorbei und fühlt sich für einen Moment Teil dieser kleinen Welt. Genau das erzählt das Bild und darin liegt auch sein Reiz. Rein fotografisch ist es für mich trotzdem nicht außergewöhnlicher als viele andere gute Dokumentarfotos dieser Zeit. Die Komposition funktioniert, die Farben wirken, die Szene ist authentisch. Aber Licht, Tiefe und technische Umsetzung bleiben eher solide als herausragend. Mein Problem liegt weniger beim Foto selbst als bei der Vermarktung. Ich kann natürlich verstehen warum es Leica für sich auserwählt und für ihre Marke. Wäre die Aufnahme anonym, würde man sie wahrscheinlich als schönes Vintage Streetfoto bezeichnen. Mit dem Namen Meyerowitz wird daraus plötzlich eine Ikone und das Bild des Jahres. Bilder werden nicht allein nach ihrer fotografischen Wirkung bewertet, sondern nach Namen, Geschichten und Marken, die darüber gelegt werden. Der Markt liebt Legenden und… Weiterlesen »

JoergE.

Das ist aber leider das Grundproblem des Kunsthandels. Ein Gemälde oder Foto kann noch so gut sein wie es will, ohne den Namen des Künstlers verkauft es sich leider immer schlechter.

joe

Ich kleines Fotolicht möchte ungern einen Meisterfotografen kritisieren, aber wenn dieser Bildausschnitt original ist, ist das Foto – meiner Meinung nach – missglückt. Schuh abgeschnitten, aber oben sehr viel Luft. Hätte ich das Foto geschossen, hätte ich mich danach geärgert.

Turmfalke

Was ist schon ein Meisterfotograf? Das Marketing Talent ist nicht jedem gegeben, Van Gogh hat ein einziges Bild zu seiner Zeit verkauft, heute sind seine Bilder Millionen Wert. Die Kunstmode war auch eine ganz andre zu seiner Lebzeit. Meist ist auch immer viel Geld dahinter, und es wird dann als “Groß” verkauft, sei dies eine Kameramarke oder Kunst! Moden und Trends kommen und gehen, wichtig ist doch, dass man mit Leidenschaft und Freude fotografiert. 🙂 Das andre ist relativ, wenn man es so betrachtet.

Vincent

Das Foto ist sicher nicht perfekt (abgeschnittener Schuh und die verdeckte Dame), wirkt dafür aber, auf mich wenigstens,
als Momentaufnahme gerade dadurch authentisch. Oder andersherum: Wäre nur das Damentrio, perfekt ins Bild gesetzt, zu sehen, könnte die gezeigte Szene leicht auch gestellt wirken. So aber hat das Bild, wie oben schon jemand schrieb, ein erzählendes Element. Ob das nun ein Bild des Jahres ist, sei dahingestellt.

joe

Also Imperfektion als Zeichen für Authentizität und damit perfekt? Sehe ich anders.

Stefan Zimmermann

Ich versuche einfach mal zu erklären, wie ich das Foto für mich wahrnehme. Ich sehe es eher als Moment aus dem Leben und nicht als etwas, das perfekt aufgebaut sein möchte. Viele seiner Fotos sind so. Für mich wirkt der angeschnittene Schuh deshalb nicht wie ein Fehler, sondern wie ein Teil der Spontanität. Wenn alles zu perfekt wäre, würde man die Szene eher von außen betrachten, mehr wie ein Produkt, und nicht das Gefühl haben, mitten drin zu stehen. Dieses Bild möchte daher gar kein klassisches Foto sein, sondern eher eine kleine Einladung, in die Situation einzutauchen und den Fotografen völlig zu vergessen. Sobald etwas zu sauber und glatt wird, verliert es dieses Gefühl, weil das nicht zum echten Leben passt. So wie es jetzt ist, holt mich das Bild eher hinein in die Stimmung, die Gespräche, die Kleidung, die Geräusche und sogar ein bisschen in den Duft der Straße. Bei anderen Fotothemen ist das natürlich völlig anders, aber hier macht gerade das Unperfekte die Nähe aus. Ob der Anschnitt bewusst entstanden ist oder einfach passiert ist, weiß ich nicht. Aber der Anspruch auf „Meisterwerk“ oder „Foto des Jahres“, und ganz ehrlich dieses ganze Marketinggetöse, das solche Aufnahmen plötzlich zu… Weiterlesen »

joe

Ich kann deine Argumentation sehr gut nachvollziehen und möchte eigentlich nicht widersprechen, aber für mich ist das einfach nur ein altes Foto von jungen Frauen, wie sie damals aussahen, aber eben kein “Kunstwerk”, das den Titel Foto des Jahres verdient, aber das ist nur meine subjektive Meinung. Übrigens, habe das Bild oben optisch abgeschnitten und plötzlich sieht es – meiner Meinung – nach viel stimmiger aus und der abgeschnittene Schuh spielt keine Rolle mehr, sondern passt.

Leonhard

Nun ja, besser ein altes Foto von jungen Frauen als ……., ach, egal!

Johannes Pottfay

Darüber, ob das Bild aus fototechnischer Sicht zu Recht Picture of the Year wurde, kann man sicher diskutieren. In der Streetfotografie zählen vor allem der richtige Moment, die Authentizität und der dokumentarische Charakter. Da spielt es eine geringere Rolle, ob ein Schuh angeschnitten oder ein Gesicht nicht zu sehen ist.

Was ich jedoch nicht verstehe: Warum kürt man ein Foto aus dem Jahr 1963 zum Picture of the Year 2025? Ich würde ein Bild erwarten, das auch tatsächlich 2025 aufgenommen wurde.

Rolf Carl

Das ist eine Art Hall of Fame. Es werden jedes Jahr Ikonen aus dem vergangenen Jahrhundert geehrt mit einem ausgewählten Foto. Ich bin nur etwas enttäuscht von der Qualität der Fotos, ich habe noch kein einziges wirklich gutes gesehen. Da haben mir Bilder von Vivian Maier oder Andreas Feininger einiges besser gefallen, aber die hatten meines Wissens auch nicht unbedingt Leicas.

Peter Braczko

Sehr gute Antwort von Pottfay. Vielleicht liegt es daran, dass in den Sechziger Jahren noch viel mit Leica fotografiert wurde. Das änderte sich schnell, als die japanische Kameraindustrie mit sehr guten Spiegelreflexkameras den Markt komplett veränderten. Vor allem die Nikon F (so schrieb es der ColorFoto-Redakteur Alf Cremers) “nahm den Profis die Leica aus der Hand!” Eine gute Entscheidung, die veröffentlichten Nikon-F-Bilder zeigten mehr Schärfe und Dynamik – und die Fotografinnen und Fotografen freuten sich über die vielseitigen Möglichkeiten: Austauschbare Sucher und Mattscheiben, Motorfotografie, ein umfangreiches Objektivprogramm mit Superweitwinkel, Shift, Fischauge, Micro, Zoom, Extrem-Tele usw. Einfach die bessere Lösung, auch für schnelle (Sportfotografie) und schwierige, fotografische Aufgabenstellungen der Zeitungen und Zeitschriften….

Achim

Der Bezug zum Jahr 2025 liegt darin, dass alle Damen in eine andere Richtung blicken, wenn die Aufnahme in diesem Jahr erfolgt wäre, hätten sicher alle ihr Handy in der Hand.

Ollika

Bild des Jahres, echt jetzt? Schöne Farben ja, aber der Rest? Schlimm wenn ein großer Name reicht um zu gewinnen.
Picasso hat in seiner kubistische Phase auch mal bewusst „Schrott“ gemalt, nur um zu testen was passiert. Die Kenner fanden es trotzdem Klasse. War ja klar.
Vielleicht hatte Meyerowitz ja hier auch gerade so eine Phase. 😉

Rolf Carl

Musste auch gleich an Picasso denken, als ich das Foto sah.

August KLose

Ich frage mich, wenn das Bild von Ben McNoname wäre, wäre das Bild dann auch aufgenommen worden?

Leonhard

Komische Frage, ein McNoname würde doch niemals eine Leica kaufen, kann also gar nicht sein.

Meinereiner hat aber jetzt keine Zeit mehr zu schreiben, da ich genau so tolle Bilder mit abgeschnittenen Füßen und einem Weibe im Hintergrund (bevorzugt das Eheweib) schieße ist meinereiner wohl auch ein Genital, oder wie der Quatsch wieder heißt und muss mich beeilen, dass ich noch eine Leica erwische, weil meinereiner in 60 Jahren auch das Bild des Jahres sein Eigen nennen möchte und dieses Foto für 2085 muss ja anscheinend reifen wie guter Käse, womit meinereiner jetzt nicht sagen will, dass er dieses Bild für Käse hält, wirklich nicht!

August Klose

Wieso kann McNoname keine Leica besitzen?

Leonhard

Weil dann aus McNoname automatisch Mr. Leica wird, steht doch auf dem Namensschild um den Hals!

ali

Oh Mann, echt jetzt 🤮

Leonhard

Mal eine dumme Frage vom alten Forumsstänkerer in die Runde, zum Thema “was wäre wenn?” Wir schreiben und lesen hier immer wieder “nicht die Kamera macht das Bild sondern der Fotograf!”. Was wäre nun, wenn die wahre Kunst weder von der Kamera noch vom Fotografen kommen würde, sondern getreu dem Spruch “Einbildung ist auch eine Bildung” in den Köpfen der Kunstverständigen entstehen würde, klar, ein Beispiel, was sonst: Da hat einmal ein Super-Mario einen Titanen namens Enrico gespielt, toller Film, was haben wir geflennt als es so ausging, wie wir vorher wussten. War dieser Mario nun ein toller Darsteller oder eher ein toller Selbstdarsteller und wie war dieser Darsteller eigentlich als Sänger? Zum Sänger könnten uns die Besucher der großen Opernhäuser der damaligen Zeit wohl wenig sagen, dort glänzte er lieber mit Abwesenheit, warum auch immer. Eine Frage, ob es das Gleiche ist, wenn ein Enrico in einem Stadion mit 30.000 Menschen gesungen hat oder ein Mario in einem Studio vor einem Mikro, wieder so eine Sache! Da sich meinereiner aber selbst disziplinieren muss und hier über Kameras reden soll noch eine Frage, ausnahmsweise zum Thema: “Welchen Job hat diese Ikone doch noch gleich in welchem Gewerk, wie der Alfred… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Leonhard, da ist überall was wahres dran.

Es gibt Künstler die phantastische fotografische Werke gestalten die jeder Ausstellung gut zu Gesicht stehen würden. Leider können sie sich mangels Studium bei Prof. – sowieso, bekannter Kunstakademie XY nie im Leben einen Namen machen. Buchhaltung beziehungsweise Zahlen ist nicht ihr Ding und daher sind Verkäufe eher selten. Honorar zahlende Agenturen sind gestorben seit Hinz und Kunz ihre Bilder Millionen fach kostenlos ins Netz stellen. Printmedien mit großem Bildbedarf gehen den Bach runter. Zur Zeit gestaltet zunehmend KI-Software Logos und andere grafische Produkte. CGI rendert aus dem Konstruktionsrechner realistisch „fotografierte“ Bilder nach Bedarf. Was bleibt für den Fotografen übrig? Events wie Hochzeiten oder Sportereignisse. Davon eine Familie vernünftig am Laufen halten?

Fotografieren ist etwas für solvente Herrschaften geworden die sich über den Erwerb des dafür notwendigen Equipments keine Gedanken machen müssen.

Der Rest der Menschen freut sich wenn das unerlässliche heute lebenswichtige multimediale Smartphone gute bunte Bilder/Videos liefert – separat teure DSLM Systeme kaufen ist nicht drin.

Leonhard

Lieber Alfred, Dir als alten Fuhrmann braucht man ja auch nicht zu erzählen, wie die Sache läuft, gerade bei der Kunst, welche oft verhunzt: Auf der Bühne steht ein Neuling, kann mehr als er abrufen kann, hat die Hose voll und ist stets bemüht! Die Kunst bei der Kunst ist nun, die richtigen Leute zu kennen, also die sagen wir 4 Bauern im Theater, auf die die ganzen anderen Rindviecher schauen. Nun ist das Elend zu Ende und die 4 Kerle klatschen, eine Hand wäscht nun mal die andere und was passiert dann? Genau, der Rest bricht in wahnsinnigen Beifall aus, wieso wissen die selber nicht, aber wer gegen die Meinung der 4 Bauern verstößt wird eben von den anderen Rindviechern für ein Rindvieh gehalten und so was will ja keiner. Was muss ein Weltklasse-Sänger können, klar, singen schadet auch nichts, aber wichtiger ist etwas anderes: Singt der “denn, diese eine, diese Kleine, die hat Beine” dann muss er sich die Eine vorstellen, dabei aber die Augen vom Hirn entkoppeln und die Augen so schweifen lassen, dass jede im Saal meint, er singt von ihr. Klatschen die Weibersleut, dann müssen die Knechte auch klatschen, ergo ist dem Beifall keine Grenze… Weiterlesen »

Stefan Zimmermann

Schaut euch mal die Geschichte von Wolfgang Beltracchi an. Der Typ hat die komplette Kunstwelt über Jahrzehnte veralbert und keiner hat es gemerkt. https://youtu.be/zloeWu6tXXA?si=s8ljuWNsGt5eSGKI Er hat einfach verschollene Bilder berühmter Künstler genommen, von denen es nicht einmal Fotos gab, und sie neu gemalt. Ganz entspannt, als wären sie plötzlich wieder aufgetaucht. Und weil niemand wusste, wie die Originale einmal ausgesehen hatten, hat das perfekt funktioniert. Er hat den Stil aus anderen Werken studiert, Farbe, Strich, alles. Und zack war ein neues altes Meisterwerk geboren. Das Absurde daran, alle haben es geschluckt. Auktionshäuser, Experten, Museen, Sammler und alle waren komplett überzeugt. Seine Werke hingen in Ausstellungen und wurden gefeiert. Und jetzt kommt der Teil, bei dem ich sehr schmunzeln muss. Beltracchi hat seine frisch gemalten Bilder ins Labor geschickt, damit geprüft wird, ob die es glaubwürdig alt wirken. Und manchmal kam dann vom Labor die Rückmeldung: Das Bild ist 200 Jahre zu alt. Stell euch das mal vor. Du malst das Ding im Jahr 2008 und das Labor erklärt dir ganz trocken, das Material passe eher ins Jahr 1700. Das hat schon etwas herrlich Absurdes. Nach seiner Verurteilung hat man nur einen Teil seiner Fälschungen gefunden. Viele hängen heute noch irgendwo,… Weiterlesen »

Jeoren

Ob das jetzt DAS Bild des Jahres ist, darüber lässt sich streiten.

pedro

Der Schuh unten abgeschnitten, Gesicht einer der Damen verdeckt, …und die Säule rechts im Bild völlig schief. Regeln in der Fotografie können und sollen gebrochen werden, keine Frage. …aber: es muss dabei ein Bild raus kommen, das dich fesselt. Tut es nicht. Wenn ich dieses Bild gemacht hätte, ich hätte es sofort gelöscht. Das ist die Meinung eines Hobby-Fotografen, der absolut keinen “Namen” hat.

chris XX

… damals gabs noch kein Photoshop o.ä. um die Säule grade zu rücken; sowas passiert halt wenn ein WW verwendet wird. Aber das interessanteste an dem Bild ist die Dame die zur Camera schaut: Ich hab dich ertappt, mach das nicht wieder!

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