Viltrox Neuheiten Objektive

Viltrox 35mm und 55mm f/1.8 EVO: Neue APO-Festbrennweiten offiziell vorgestellt

Viltrox erweitert seine EVO-Serie um zwei lichtstarke APO-Festbrennweiten, die eine besonders saubere Abbildungsleistung zu einem vergleichsweise günstigen Preis versprechen.

Viltrox erweitert seine EVO-Reihe um zwei Neuzugänge. Das hat sich in den letzten Wochen bereits mehrfach abgezeichnet, inzwischen fand aber endlich die finale Präsentation statt. Im Gegensatz zum bisher erhältlichen Viltrox 85mm f/2.0 EVO liegt das Besondere der neuen EVO-Festbrennweiten in ihrer apochromatischen Optik (APO). Diese soll Farbsäume und chromatische Aberrationen stark reduzieren und somit für ein sehr sauberes und kontrastreiches Bild sorgen.

Ergänzt wird dies durch ED-, HR- und UA-Elemente, die für Schärfe und Farbtreue sorgen sollen. Beide Objektive verfügen zudem über eine lichtstarke Blende f/1.8, wodurch sie sich auch für Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen oder in Innenräumen eignen. Sie verfügen über ein 58-mm-Filtergewinde, eine Funktionstaste und einen USB-C-Anschluss am Bajonett für Firmware-Updates. Zudem findet ihr einen weiteren Schalter, mit dem ihr den Blendenring von rastend auf stufenlos umschalten könnt.

Zwei Brennweiten, zwei Charaktere

Mit seinem 63-Grad-Bildwinkel richtet sich das Viltrox AF 35mm f/1.8 EVO an alle, die flexibel fotografieren möchten – von der Straßenfotografie über Reiseaufnahmen bis hin zu Umgebungsporträts. Der optische Aufbau umfasst 13 Elemente in 10 Gruppen, die Mindestfokusdistanz liegt bei nur 34 Zentimetern. Mit einem Gewicht von rund 330 Gramm bleibt es trotz Metallgehäuse alltagstauglich leicht.

In einigen Datenbanken und Shops wird das Objektiv als AF 35mm f/1.8 II EVO gelistet. Auch auf dem Objektiv wurde dies damit gekennzeichnet. Das Zusatz “II” soll es vermutlich vom früheren Viltrox 35mm f/1.8 unterscheiden, auch wenn dieses noch keinen EVO-Zusatz trug. In der Praxis reicht jedoch bereits der Zusatz “EVO” zur Abgrenzung.

Das Viltrox AF 55mm f/1.8 EVO hingegen punktet mit einem natürlichen Bildwinkel von 43 Grad, der besonders bei Porträts, Stillleben und Detailaufnahmen überzeugen soll. Es verfügt über 13 Elemente in 9 Gruppen und fokussiert ab 43 Zentimetern. Beide Modelle verfügen über einen leisen STM-Autofokusmotor, ein gummidichtetes Bajonett und eine wasser- und schmutzabweisende Frontlinse. Mit 365 Gramm ist das Gewicht nur geringfügig höher.

Preis und erste Reviews

Der 30. April 2026 ist als Datum für die Auslieferung vorgesehen. Beide Objektive sind für Sony FE und Nikon Z erhältlich und kosten 429 Euro. Das ist meiner Meinung nach ein sehr guter Preis. Während viele günstige Festbrennweiten bei Offenblende sichtbar fehleranfällig sind, sollen diese beiden besonders sauber arbeiten. Deshalb wirken sie für ihre Klasse wie “korrigierte Profi-Objektive” statt wie klassische Budget-Linsen.

Das Viltrox AF 35mm f/1.8 EVO überzeugte in einem Test auf der Website www.radojuva.com vor allem durch eine sehr hohe Schärfe bereits bei Offenblende, ein insgesamt sauberes optisches Verhalten und eine solide Verarbeitung zu einem moderaten Preis. Auch der Autofokus arbeitet leise und zuverlässig, während chromatische Aberrationen gut kontrolliert werden. Insgesamt wird das Objektiv somit als leistungsstarke und preislich attraktive Alternative zu deutlich teureren Markenobjektiven bewertet. 

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Auch der Test des Viltrox AF 55mm f/1.8 EVO auf philip-reeve.net kommt zu einem guten Ergebnis. Das Objektiv bietet eine extrem hohe Schärfe bereits bei Offenblende, sehr gut kontrollierte chromatische Aberrationen dank APO-Design und eine insgesamt starke optische Leistung auf hohem Niveau. Schwächen zeigen sich lediglich in Details wie einer etwas stärkeren Vignettierung bei Blende 1,8, einem leicht sichtbaren Fokus-Breathing bei Videoaufnahmen sowie einer nicht perfekten Kontrolle von Flares. Insgesamt wird das Objektiv als sehr leistungsfähige und preislich attraktive Alternative zu teureren 50-mm-Objektiven eingestuft. 

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Benjamin

Trotz der guten Leistung finde ich den Preis im aktuellen Marktumfeld deutlich zu hoch. Der Sony-E-Mount ist gerade bei 35mm und 50mm so übersättigt, dass das Viltrox es schwer haben wird. Für 499 € bekommt man bereits das Sony-Original, das ältere Samyang AF 1.8 ist für 385 € neu bzgl. Preis-Leistung extrem gut und das neue ‘Prima’ P FE unterbietet mit 299 € alles. Das Viltrox ist weder das lichtstärkste (da greifen Profis eher zu f/1.2 oder f/1.4) noch das kompakteste – hier liegt das Samyang mit nur 210 g klar vorn. Als Kompromiss sicher interessant, aber für mich erst bei einem Preis um die 325 € eine echte Option.

Roland Kohlschütter

Ein APO Objektiv für den Preis findest du woanders???

Benjamin

Mir ist ehrlich gesagt egal ob da APO draufsteht oder nicht, solange die Bilder schön aussehen und das tun sie auch ohne APO

WRDS

Samyang nein danke. Dem fehlt auch der Blendenring. Bei Viltrox hilft etwas warten, wenn man den Preis zu hoch findet.

Benjamin

Samyang ist inzwischen auch deutlich besser geworden. Mit dem AF 24mm F1.8 habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Auf den Blendenring können denke ich die meisten auch verzichten. Ich für meinen Teil habe den Blendenring an meinem 20-70 F4 noch nie angefasst.

WRDS

Samyang kommt mir nicht mehr ins Haus. Viltrox liefert für den Preis Topqualität. Der Blendenring wird von vielen Leuten geschätzt.

Bruno

Bitte Äpfel mit Äpfel und Birnen mit Birnen vergleichen. Ein APO-Objektiv zu dem Preis inkl Blendenring etc. ist der Wahnsinn. Da gibt es nichts vergleichbares. Viltrox rockt es momentan, ohne Frage.

WRDS

Die Tests überzeugen und die CHF Preise sind günstig. 357 Fr. Für das 55er und 382 für das 35er finde ich als Anfangspreis sehr gut.

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