Canon

Canon erwägt, die Produktion günstiger Kameras auszulagern

Canon deutet in einem Interview an, dass die Produktion günstiger Kameras und Drucker ausgelagert werden könnte.

Das japanische Wirtschaftsmagazin Nikkei hat kürzlich ein Interview mit Canons Finanzchef Toshizo Tanaka geführt. In dem Interview deutet Tanaka die Möglichkeit an, die Produktion von günstigeren Canon Kameras und Canon Druckern auszulagern. Mit dieser Maßnahme soll die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, kurz ROE) verbessert werden.

Im Jahr 2025 wird Canon voraussichtlich eine Eigenkapitalrendite von 9,8 Prozent erreichen, ab dem nächsten Geschäftsjahr soll dieser Wert auf 12 Prozent gesteigert werden – das wäre laut Nikkei Canons höchste Eigenkapitalrendite seit 18 Jahren. Investoren und Aktionären würde das sicherlich gefallen, nachdem Canons Aktienkurs in den vergangenen 12 Monaten um rund 20 Prozent gefallen ist.

Welche Kameras von der Auslagerung betroffen sein könnten und wohin die Produktion verlagert werden soll, ist aktuell noch unbekannt. Canonrumors berichtet, dass die Canon EOS R100 nach wie vor in Japan produziert wird – das wäre sicherlich eine Kamera, bei der sich eine Verlagerung der Produktion anbieten würde.

Canon hat in der Vergangenheit bereits in Japan, China, Thailand, Taiwan, Malaysia und anderen Ländern Kameras produziert. Dass das Unternehmen jetzt die Produktionsauslagerung günstiger Kameras und Drucker in Erwägung zieht, ist also kein wirklich neuer Schritt und dürfte im Normalfall nicht zu einem Qualitätsverlust führen. Gleichzeitig könnte die Auslagerung aber dazu führen, dass in den japanischen Fabriken mehr Kapazitäten für die höherpreisigen und somit “wichtigen” Produkte zur Verfügung stehen.

via: DCLife

Mark Göpferich

Gründer von Photografix, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 5.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.