Vom KI-Fortschritt profitieren bald noch viel mehr Smartphone-Nutzer, denn Google integriert sie in Google Fotos – nicht nur bei seinen Pixel-Geräten.
Ab dem 15. Mai wird Google eine Reihe von KI-gestützten Bearbeitungswerkzeugen für alle Nutzer von Google Fotos bereitstellen – ohne dass ein Abonnement oder unbedingt ein Smartphone von Google erforderlich ist. Zu den erweiterten Funktionen gehören Magic Editor, Photo Unblur und Magic Eraser.
Diese Werkzeuge werden auf Android-Smartphones (ab Android 8.0 und 3 GB RAM), iPhones (ab iOS 15) und Chromebooks (ab ChromeOS 118) verfügbar sein. Mit ihnen sollen Nutzer ihre Fotos im Handumdrehen verbessern und verändern können, ohne über professionelle Bearbeitungskenntnisse verfügen zu müssen.
Photo Unblur schärft verschwommene Aufnahmen und eignet sich besonders für die Verbesserung von Bildern, die mit niedrig auflösenden Sensoren aufgenommen wurden. Magic Eraser entfernt unerwünschte Personen oder Objekte aus dem Hintergrund, während Portrait Light die Beleuchtung in Porträtaufnahmen optimiert.
Eine besonders leistungsstarke Funktion ist Magic Editor, der bisher nur auf Pixel 8 und Pixel 8 Pro verfügbar war. Mithilfe von KI ermöglicht dieses Werkzeug komplexe Bildbearbeitungen, wie das Verschieben oder Entfernen von Objekten, das Anpassen von Farben und das Anwenden von Effekten zur Transformation des gesamten Bildes.
Magic Editor wird nun auf allen Pixel-Smartphones mit mindestens 4 GB RAM zugänglich sein. Nutzer anderer Geräte erhalten 10 kostenlose “Magic Editor”-Bearbeitungen pro Monat. Für mehr ist entweder ein Pixel-Smartphone oder ein kostenpflichtiger Google-One-Plan mit mindestens 2 TB Speicherplatz (ab 9,99 Euro pro Monat) erforderlich.
Neben Google hat sich in der Smartphone-Szene bislang vor allem Samsung hervorgetan, derartige Funktionen in seine Galaxy-Geräte zu integrieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Konkurrenz einen Einfluss auf die Entscheidung hatte, die eigenen KI-Fähigkeiten auch auf Smartphones außerhalb der Pixel-Familie unter Beweis zu stellen. Denn auch, wenn Google mit Android das weltweit am weitesten verbreitete Mobile-Betriebssystem entwickelt, spielt das US-Unternehmen als Hersteller eine verschwindend kleine Rolle.