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Viltrox DC-550 Pro II: Heller 5,5-Zoll-Kameramonitor mit 4K60 und Kamerasteuerung

Viltrox hat mit dem DC-550 Pro II einen neuen kompakten 5,5-Zoll-Kameramonitor vorgestellt, der gegenüber der ersten Generation ein paar nützliche Verbesserungen mitbringt.

Der Viltrox DC-550 Pro II nutzt ein 5,5 Zoll großes Full-HD-IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Die Helligkeit steigt im Vergleich zum Vorgänger von 1.200 auf 1.400 Nits, was den Monitor vor allem für Außenaufnahmen interessanter macht. Gerade bei spiegellosen Kameras, kleinen Cinema-Kameras oder kompakten Rig-Setups kann ein heller externer Monitor die Bildkontrolle deutlich angenehmer machen. 

Neu gegenüber dem Vorgänger ist auch HDMI 2.0. Damit unterstützt der Monitor 4K60-Signale über HDMI-In und HDMI-Out. Für moderne Kameras mit 4K-Aufzeichnung bei höheren Bildraten ist das ein wichtiger Punkt, weil das Monitoring flüssiger und kompatibler ausfallen dürfte als bei älteren HDMI-Standards.

Kamerasteuerung, LUTs und Onion Skin für Creator

Spannend ist die neue direkte Kamerasteuerung. Laut Viltrox lassen sich je nach Kameramodell Parameter wie Blende, Verschlusszeit, ISO, Weißabgleich, Fokusmodus und Aufnahmefunktion direkt über den Monitor steuern. Das dürfte besonders praktisch sein, wenn die Kamera auf einem Rig, Gimbal oder Stativ schwer erreichbar ist. Die Steuerung läuft dabei über USB-C oder WLAN.

Für die Praxis bringt der DC-550 Pro II außerdem typische Monitoring-Werkzeuge wie Waveform, Histogramm, Vektorskop, RGB Parade, Zebra, False Color und Fokus-Peaking mit. Eigene 3D-LUTs können über SD-Karte geladen werden, um Log-Material schon beim Dreh mit einem Vorschau-Look zu beurteilen. Ebenfalls neu ist eine Onion-Skin-Funktion, mit der vorherige Frames über das Livebild gelegt werden können. Das ist vor allem für Stop-Motion, VFX-Arbeiten oder präzise Anschlussbilder interessant. 

Der Monitor wiegt rund 254 Gramm und lässt sich per NP-F-Akku, USB-C oder DC-Eingang mit Strom versorgen. In Deutschland wird der Viltrox DC-550 Pro II unter anderem bei Rollei für 278 Euro gelistet. 

Der Monitor ist vor allem wegen seines helleren Displays, der HDMI-2.0-Schnittstelle mit 4K60-Unterstützung und der direkten Kamerasteuerung über USB-C oder WLAN interessant. Wenn ihr allerdings bereits mit einem größeren Atomos-, SmallHD- oder Portkeys-Monitor arbeitet, solltet ihr vor allem prüfen, ob die neue Kamerasteuerung und das kompakte Format in eurem Workflow tatsächlich einen Mehrwert bieten.

Wenn ihr ein iPhone oder iPad mit iOS 18 habt, könnt ihr es mit dem Atomos Ninja Phone auch als externen Monitor/Rekorder für eure Kamera nutzen. Hierzu hat mein Kollege Jonathan einen Artikel geschrieben. Der Preis hierzu beträgt 199 Euro.

Wenn ihr einen größeren Monitor sucht, sollte ihr auch einen Blick auf die 7-Zoll-Modelle von Viltrox werfen. Die beiden Modelle Viltrox DC-A1 und DC-X1 bieten mehr Displayfläche und richten sich ebenfalls an Videografen unter euch, die ein günstiges externes Monitoring-Setup aufbauen möchten.

via Petapixel

Jürgen Wolf

Jürgen Wolf ist seit über zwei Jahrzehnten als Autor von Büchern und Artikeln zum Thema Fotografie tätig. Im Einsatz verwendet er bevorzugt Kameras von Fujifilm und Sony und bietet Fotoreisen in Mexiko an, wo er mittlerweile auch einen Großteil seines Lebens verbringt.