Canon kündigt die Entwicklung der Profi-DSLM Canon EOS R3 an und enthüllt dabei bereits einige spannende technische Details.
Canon lässt die Katze aus dem Sack: Die Antwort auf die Nikon Z9, Sony A1 und Sony A9 II heißt Canon EOS R3 und soll “demnächst” erhältlich sein. Final vorgestellt wurde die neue Vollformatkamera also nicht, es handelt sich hier lediglich um eine Vorankündigung zur Entwicklung der Kamera.
Trotzdem hat Canon bei dieser Vorankündigung schon einige spannende Details enthüllt. So wissen wir beispielsweise bereits, dass die Canon EOS R3 mit einem Stacked-BSI-CMOS-Sensor ausgestattet sein wird, also einem rückwärtig belichteten Sensor, der eine bessere Lichtausbeute und ein schnelleres Auslesen ermöglicht. Die Serienbildgeschwindigkeit beziffert Canon auch schon ganz konkret, die Canon EOS R3 wird nämlich 30 Bilder pro Sekunde aufnehmen können – selbstverständlich inklusive Autofokus. Details zur Auflösung gibt es im Moment noch nicht.
Der Dual-Pixel-Autofokus wurde von Canon für die Canon EOS R3 überarbeitet und nochmal verbessert, er soll auch Motive, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen, innerhalb von Sekundenbruchteilen erfassen können. Zudem wird sich der Autofokus der Canon EOS R3 – und das dürfte eine der spektakulärsten Neuheiten der Kamera sein – mit dem Auge steuern lassen. Einige von euch werden sich erinnern, dass es so eine Funktion schon einmal in der analogen Canon EOS 5 gab. Für die Canon EOS R3 wurde diese Idee nun wiederbelebt und Sensoren im Sucher werden bei der EOS R3 messen, auf welches Bilddetail man als Fotograf blickt um anschließend auf genau dieses Detail zu fokussieren. Wenn das gut umgesetzt ist, könnte das vor allem für Pressefotografen, bei denen es oft hektisch zugeht, eine nützliche Funktion sein.
Das Gehäuse der Canon EOS R3 wird wetterfest konstruiert sein und über einen integrierten vertikalen Griff verfügen. Trotzdem wird die Kamera im Vergleich zur Canon EOS-1D X Mark III kleiner und leichter ausfallen. Ebenfalls angekündigt wurde eine neue Version der Mobile File Transfer App, mit der eine schnelle und unkomplizierte Übertragung von Bildern möglich sein soll. Kompatibel mit der neuen App werden die Canon EOS R3, R5, R6 und EOS-1D X Mark III sein.
Doch warum eigentlich die Bezeichnung EOS R3? War in der Gerüchteküche in den letzten Monaten nicht immer von der Canon EOS R1 die Rede?
Doch, war es, allerdings scheint es sich bei der Canon EOS R3 nicht um die Canon EOS R1 zu handeln. Canon sieht die Canon EOS-1D X Mark III Stand heute nach wie vor als Flaggschiff, da man dort immer noch einige Vorteile sieht, zum Beispiel beim verzögerungsfreien optischen Sucher und der Akkulaufzeit. Mit anderen Worten: Canon lässt bewusst Platz für eine Canon EOS R1, die vermutlich irgendwann in der Zukunft erscheinen wird.
Einen Preis, ein genaues Erscheinungsdatum und weitere Details nennt Canon zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht.
Was haltet ihr von den bisherigen Informationen zur Canon EOS R3?