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Fujifilm X-Half erneut meistverkaufte Kamera in Japan

Die Fujifilm X-Half schreibt weiter Verkaufsrekorde in Japan – und zeigt, dass kleine Kameras mit großem Charme den Markt neu beleben können.

Ein Retro-Hit trotzt den Kritikern

Zum zweiten Mal in Folge stand die Fujifilm X-Half im Juli ganz oben in den Verkaufscharts bei Map Camera in Japan – und das mit deutlichem Vorsprung vor Konkurrenten wie der Sony A7C II, Nikon Z5 II oder Ricoh GR IIIx. Besonders die Variante in Charcoal Gray (Anthrazitgrau) sorgt für Begeisterung. Für diese Farbe gingen mehr Vorbestellungen ein als für alle anderen Farben zusammen, sodass einige Händler derzeit kaum hinterherkommen.

Bemerkenswert ist auch, dass die Fuji X100VI, lange ein Dauerbrenner in den Charts, diesmal komplett fehlt – schlicht, weil die Lager leer sind. Die hohe Nachfrage nach der X-Half verdeutlicht, wie sehr Kameras mit Retro-Charme aktuell gefragt sind. Trotz Kritik am winzigen Sensor oder der minimalistischen Ausstattung beweist die X-Half: Spaß und Kreativität sind oft wichtiger als reine Technikdaten.

Mein Kollege Benjamin hat sich die Kamera gekauft und sie für euch ausgiebig getestet. Seine Gedanken dazu sowie sein ehrliches Urteil könnt ihr hier nachlesen oder auf YouTube bzw. im eingebetteten Video anschauen.

Bedeutung über Japans Grenzen hinaus

Neben der X-Half finden sich in den Verkaufscharts von Map Camera auch andere Fujifilm-Modelle wie die X-M5, X-S20 oder X-T5 – ein klarer Hinweis auf die aktuelle Stärke der Marke. Doch auch Sony, Nikon, Ricoh, OM System und Canon spielen im Ranking mit. Hier die aktuelle Top 10 für Juli 2025:

  1. Fujifilm X-Half
  2. Sony A7C II
  3. Nikon Z5 II
  4. Ricoh GR IIIx
  5. Fujifilm X-M5
  6. Fujifilm X-S20
  7. OM System OM-5 Mark II
  8. Sony A7 IV
  9. Canon EOS R6 Mark II
  10. Fujifilm X-T5 / Nikon Z50 II (geteilter Platz)

Für euch als Fotografen in Deutschland sind diese Zahlen zwar in erster Linie ein Hinweis auf die Marktdynamik in Japan, doch sie lassen auch mögliche Rückschlüsse auf internationale Entwicklungen zu. Der japanische Markt gilt häufig als Indikator für kommende Trends: Modelle, die dort besonders gefragt sind, können auch in Europa und Deutschland auf wachsendes Interesse stoßen.

Ob die X-Half auch hierzulande eine ähnlich starke Nachfrage erlebt, bleibt abzuwarten – doch es ist gut vorstellbar, dass sie sich als stylische Zweitkamera oder kreatives Projekt-Tool auch außerhalb Japans etablieren kann.

Was in den Verkaufszahlen wie üblich fehlt, ist ein genauer Blick auf die Käufergruppen. Wahrscheinlich reicht das Spektrum von jungen Hipstern, die den Retro-Charme schätzen, bis hin zu Analog-Romantikern, die an frühere Fotozeiten erinnert werden.

Was ist eure Meinung dazu? Wer sind die Käufer, die für die starken Verkaufszahlen der X-Half in Japan verantwortlich sind?

via digitalcameraworld.com

Jürgen Wolf

Jürgen Wolf ist seit über zwei Jahrzehnten als Autor von Büchern und Artikeln zum Thema Fotografie tätig. Im Einsatz verwendet er bevorzugt Kameras von Fujifilm und Sony und bietet Fotoreisen in Mexiko an, wo er mittlerweile auch einen Großteil seines Lebens verbringt.