Kameras

Pixii braucht noch Geld für seine nächste Messsucherkamera

Die nächste Pixii-Kamera ist im Labor schon weit. Bis zum Verkaufsstart müssen die Franzosen aber noch eine Hürde nehmen.

Der französische Hersteller Pixii hat einen Zwischenstand zu seiner nächsten digitalen Messsucherkamera mit Leica-M-Bajonett veröffentlicht. Die Entwicklung sei im Wesentlichen abgeschlossen, teilt das Unternehmen mit. Auf den Markt kommt das Modell trotzdem später als gedacht. Statt im Sommer 2026 soll es nun erst 2027 erscheinen.

Nächster Schritt ist die Serienfertigung

Den Grund für die Verschiebung nennt Pixii selbst. Bisher habe man wie ein Startup gearbeitet und fast jedes Jahr ein neues Produkt geliefert. Für die nächste Kamera will der Hersteller aber in größerem Maßstab fertigen, und das kostet Zeit und Kapital.

Deshalb sucht Pixii jetzt aktiv nach Investoren und Industriepartnern. Konkret geht es um Auftragsfertiger, die die Produktion hochfahren können, sowie um Gespräche über Technik und Patente mit anderen Akteuren der Branche, darunter Objektivhersteller und Kamerabauer. Die kommende Kamera bezeichnet Pixii als “echten optischen Messsucher für die Fotografen unserer Zeit, des 21. Jahrhunderts”. Wer Interesse hat einzusteigen, kann über dieses Formular Kontakt aufnehmen.

Neue Software bringt vieles schon jetzt auf aktuelle Modelle

Wer schon eine Pixii besitzt, profitiert unterdessen von größeren Software-Updates. Vieles aus der nächsten Generation laufe laut Hersteller bereits auf den aktuellen Modellen Pixii Max und Pixii+.

Dazu zählen ein komplett überarbeitetes Belichtungssystem, das schneller reagieren soll, und eine neue Logik zum Schutz der Lichter, die mehr aus dem Sensor holen soll. Außerdem hat Pixii die App neu gebaut, vor allem für eine bessere Android-Unterstützung, und die Bedienoberfläche überarbeitet. Pixii versteht seine Geräte als softwaredefinierte Kameras, deren Funktionsumfang sich also nachträglich erweitern lässt.

Pixii ist eine der wenigen Firmen, die digitale Messsucherkameras abseits von Leica baut. Die Modelle kommen ohne Display und ohne Speicherkarte aus, die Bilder wandern per Funk aufs Smartphone, und die Hardware lässt sich aufrüsten. Über das M-Bajonett passen Objektive von Leica und von Drittherstellern.

via: Leicarumors

Jonathan Kemper

Hat Technikjournalismus studiert, bloggt seit einer gefühlten Ewigkeit vor allem über die neusten Entwicklungen der Mobil-Branche und fotografiert lieber mit kompakten Kameras.