Radiant Photo 2.2 bringt einen erweiterten Enhance-Regler bis 200 Prozent sowie zahlreiche Verbesserungen bei Cropping und Workflow-Verwaltung.
Der erweiterte Enhance-Regler in Radiant Photo 2.2.0 reicht nun von 0 bis 200 Prozent, bisher lag die Obergrenze bei 100 Prozent. Das soll besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen und starker Gegenlichtbeleuchtung helfen. Werte über 100 Prozent ermöglichen es, Lichter wiederherzustellen, Mitteltöne lesbarer zu machen und Details schärfer erscheinen zu lassen.
Auch Gesichter sollen mit natürlicheren Konturen und realistischeren Hauttönen dargestellt werden. Der Hersteller empfiehlt jedoch, für die meisten Aufnahmen bei Werten bis 100 Prozent zu bleiben, um einen natürlichen, filmähnlichen Look zu bewahren.
Beim Zuschneiden gibt es ebenfalls Verbesserungen. Die Crop-Handles lassen sich nun direkt greifen, ohne dass ihr mühsam nach den richtigen Pixeln suchen müsst. Das Zuschnitt-Raster bleibt auch nach Drehungen um 270 Grad korrekt ausgerichtet. Die Cursor zeigen beim Zuschneiden nun klarer an, in welche Richtung ihr das Bild vergrößern oder verkleinern könnt. Die benutzerdefinierte Seitenverhältnis-Funktion merkt sich Einstellungen nun zuverlässiger und bietet eine neue Swap-Funktion, mit der ihr Breite und Höhe mit einem Klick tauschen könnt.
Bei den Presets hat Radiant ein einheitliches visuelles Raster eingeführt, was störende Sprünge in der Benutzeroberfläche beim Wechseln zwischen Bildern minimiert. Ihr könnt nun außerdem Ordner inklusive Unterordner per Drag-and-drop direkt ins Programm ziehen, wobei nicht unterstützte Dateitypen automatisch übersprungen werden. Die “Perfectly Clear Legacy Look”-Pakete sind nun direkt in der Standardinstallation enthalten und müssen nicht mehr separat heruntergeladen werden.
Weitere Verbesserungen umfassen einen Splash-Screen beim Start, sofortige Reaktion des Exposure-Reglers auf eingegebene Werte und verschiedene Stabilitätsverbesserungen. Das Update ist über den Radiant Manager verfügbar, der automatisch nach Updates sucht.
Das Ende 2024 eingeführte Radiant Photo 2 verwendet KI zur automatischen Bildoptimierung, wobei der Hersteller betont, keine generative KI einzusetzen (wie man es etwa aus der Adobe-Welt gewohnt ist). Die Software erkennt automatisch Motivtypen wie Landschaften oder Menschen und wendet entsprechende Workflows an. Neben den kostenlosen Core-Workflows bietet der Hersteller spezialisierte Workflows für Porträts, Landschaften, Haustiere und Vögel als kostenpflichtige Erweiterungen an. Die Software kostet regulär 169 Euro und kann als Standalone-Anwendung oder als Plugin für Adobe Lightroom und Photoshop verwendet werden.
via: Photoscala