Sony will sich zumindest in Sachen Kameras fast vollständig aus China zurückziehen, damit die Lieferkette durch Politik nicht zusätzlich bedroht wird.
Sony will zum Schutz seiner Lieferkette fast die komplette Produktion seiner Kameras von China nach Thailand verlagern, berichtet Nikkei Asia. Diese werden von da aus nach Japan, Europa und in die USA verkauft. Die innerhalb der Landesgrenzen von China verbleibenden Sony-Fabriken sollen dem Bericht zufolge nur noch Produkte für den chinesischen Markt herstellen.
Das passt auch gut zu den Zahlen: 2022 wurden rund 2,11 Millionen Kameras verkauft, davon aber nur 150.000 in China.
Aufgrund der Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und China und der mit der “Null-Corona”-Politik einhergehenden Abriegelung sei die Verfügbarkeit von Produkten in Gefahr, wenn China Kern der globalen Lieferkette sei. Die Unternehmen würden sich daher rüsten, um Störungen in der Lieferkette zu vermeiden.
Anders sieht es wohl bei den Objektiven aus. Die sollen weiterhin in China produziert und dann auch außerhalb des Landes verkauft werden.
Sony ist damit kein Einzelfall. Letztes Jahr hat auch Canon in China eine Fabrik geschlossen. “Es scheint, dass sich die Kameraproduktion von China wegbewegt. Ich habe den Eindruck, dass das Angebot von Sony in letzter Zeit im Vergleich zur Mitte des letzten Jahres recht stabil war, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Verlagerung in das thailändische Werk zur Verbesserung der Verfügbarkeit beigetragen hat”, schreiben die Kollegen bei Digital Camera Info.
via: Sonyalpharumors | Beitragsbild: Erik Gazi