Die neue Sony ZV-1F kommt mit einer Festbrennweite, einem 1-Zoll-Sensor und zu einem vergleichsweise günstigen Preis auf den Markt.
Eigentlich hatte man schon am 12. Oktober mit der Präsentation der neuen Sony ZV-1F gerechnet, Sony hat sich am Ende aber doch für eine Vorstellung am 13. Oktober entschieden, was zwischenzeitlich auch über Teaser-Bilder kommuniziert wurde. Vom nicht ganz korrekten Datum der Präsentation mal abgesehen haben sich die meisten Gerüchte zur Sony ZV-1F allerdings bewahrheitet. Sony hat hier eine vergleichsweise günstige und leichte Kompaktkamera mit 1-Zoll-Sensor präsentiert, die sich unterhalb der ZV-1 einordnet und die primär preisbewusste Vlogger ansprechen soll.
“Vergleichsweise günstig” bedeutet im Falle der Sony ZV-1F, dass der Hersteller eine unverbindliche Preisempfehlung von 649 Euro aufruft. Früher oder später dürfte die Kamer also für rund 500 Euro über die Ladentheken gehen.
Da sich die Kamera unterhalb der ZV-1 einordnet, ist klar, dass Sony hier und da den Rotstift angesetzt hat. Das Objektiv beispielsweise ist bei der ZV-1F kein 24-70mm Zoom-Objektiv mehr, sondern eine 20mm Festbrennweite mit einer maximalen Blendenöffnung von f/2. Das Objektiv ist für Selbstaufnahmen aus der Hand – auch dank des flexibel beweglichen Touchscreens – wunderbar geeignet und wird im Test von DPReview für seine Schärfe gelobt. Verzichten muss man bei der ZV-1F auf den schnellen Hybrid-Autofokus der ZV-1, die ZV-1F arbeitet mit einem reinen Kontrastautofokus, der aber selbstverständlich eine Augenerkennung für Menschen und Tiere besitzt.
Auf einen Bildstabilisator verzichtet Sony sowohl beim Sensor als auch im Objektiv, bei Videoaufnahmen kann aber immerhin auf eine elektronische Stabilisierung zurückgegriffen werden. Wermutstropfen für Fotografen: Mit der ZV-1F können keine RAW-Aufnahmen gespeichert werden. In den Genuss der eigentlich recht guten Bildqualität des mit 20 Megapixeln auflösenden 1-Zoll-Sensors kommt man also nur im JPEG-Format. Die integrierten ND-Filter der ZV-1 fehlen ebenfalls, allerdings bietet das Objektiv ein 40,5 mm Filtergewinde.
Videos können maximal in 4K mit 30 fps aufgenommen werden (auch im Hochformat), der Ton wird wahlweise über das interne 3-Kapsel-Mikrofon mit Windschutz oder ein externes Mikrofon aufgezeichnet. Eine zeitliche Begrenzung für Videos gibt es nicht, zudem gibt es viele Möglichkeiten zum Teilen der eigenen Videos, zum Beispiel per App, per USB-C oder via Smartphone über die Streaming-Techniken UVC und UAC. Ein HDMI-Ausgang fehlt allerdings.
Das Gewicht der neuen Sony ZV-1F beläuft sich auf gerade mal 256 Gramm, man hat es hier also mit einer wirklich kleinen und leichten Kamera zu tun. Für Vlogging-Einsteiger könnte die ZV-1F somit durchaus mal einen Blick Wert sein, vor allem, wenn man kein aktuelles Smartphone besitzt.
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Calumet | Foto Koch | Foto Erhardt