8K-Videos mit 60 Bildern, intern, ohne Überhitzungen oder Beschränkungen. Die neue Canon EOS R5 C ist eine R5 auf Video-Steroiden.
Dass die im Jahr 2020 vorgestellte Canon EOS R5 in der Lage ist, Videos in 8K aufzuzeichnen, ist auch heute noch beeindruckend. Trotzdem, ein Werkzeug für wirklich professionelle Videografen war sie – auch wenn Canon zwischenzeitlich versucht hat, sie als solche zu vermarkten – eigentlich nicht.
Was eine Kamera für professionelle Videografen können muss, zeigt Canon nun mit der Canon EOS R5 C. Keine Überhitzungen dank integriertem Lüfter, 8K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde, 4K mit 120 fps, 12 Bit RAW, Time-Code-Anschluss, Dual Native ISO, verschiedene Tonwertkurven, ein neues Benutzerinterface und, und, und. Doch der Reihe nach.
Aus technischer Sicht entspricht die Canon EOS R5 C fast 1:1 der Canon EOS R5. Das bedeutet beispielsweise, dass wir es mit einem Vollformatsensor mit 45 Megapixeln, 20 Serienbildern pro Sekunde, dem Dual-Pixel-CMOS-Autofokus, einem 3,2 Zoll großen Display mit 2,1 Millionen Bildpunkten und einem elektronischen Sucher mit 5,76 Millionen Bildpunkten zu tun haben.
Der größte Unterschied zwischen den beiden Kameras ist das integrierte Lüftungs- und Kühlsystem, das zwischen dem Display und dem Gehäuse untergebracht ist. Die R5 C ist also deutlich dicker als die R5 und so wirklich schick sieht das Ganze auch nicht aus, doch das Aussehen dürfte einen Profi schließlich kaum interessieren. Viel wichtiger ist, dass das Kühlsystem effektiv ist – und das scheint es zu sein. Die Canon EOS R5 C ist nämlich in der Lage, intern 8K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde und mit zusätzlicher externer Stromversorgung sogar 8K-Videos mit 60 fps aufzuzeichnen – und zwar ohne irgendwelche Beschränkungen. Dabei kommt ein spezielles und etwas schlankeres Cinema-RAW-Light-Format zum Einsatz.
Da bei der Canon EOS R5 C eine möglichst effektive Kühlung im Vordergrund steht und professionelle Videografen in der Regel sowieso auf externe Lösungen zur Stabilisierung zurückgreifen, hat Canon bei der R5 C auf einen beweglich gelagerten Sensor verzichtet. So kann der Sensor dauerhaft stabil an der kühlenden Rückwand sitzen. Für Fotografen dürfte somit in den allermeisten Fällen die normale R5 die bessere Wahl sein.
Etwas irritierend ist, dass Canon bei der neuen Kamera lediglich einen Micro-HDMI-Anschluss und keinen vollwertigen HDMI-Ausgang verbaut. Trotzdem, in der Summe scheinen wir es hier mit einem äußerst leistungsfähigen Werkzeug für Videografen zu tun zu haben, welches ab März 2022 zum Preis von knapp 5.000 Euro im Handel erhältlich sein soll. Damit beträgt der Aufpreis im Vergleich zur normalen R5 rund 500 Euro.
Die Canon EOS R5 C ist ab sofort vorbestellbar bei: Calumet | Foto Koch | Foto Erhardt
Zusätzlich zur R5 C hat Canon auch ein neues Firmwareupdate für die EOS C70 angekündigt, das eine zusätzliche Cinema RAW Light LT 4K-Aufnahmeoption sowie eine XF-AVC-Proxy-Aufnahmefunktion mitbringt. Neue Objektive wurden im Rahmen der heutigen Präsentation nicht vorgestellt.