Bildbearbeitung

DxO PureRAW 3 vorgestellt: Die perfekte Lightroom Ergänzung?

DxO hat PureRAW 3 vorgestellt. Die Software verbessert RAW-Dateien vor dem Import in Lightroom & Co. – unter anderem mit Hilfe von DeepPrime XD.

Die zwei großen Stärken von DxO

Wer in den letzten Jahren die Entwicklungen im Bereich der Bildbearbeitungssoftware beobachtet hat, der weiß, dass die Programme aus dem Hause DxO vor allem für zwei Dinge bekannt sind. Das sind zum einen die optischen Korrekturen und zum anderen die erstklassigen Möglichkeiten zur Rauschreduzierung. Die neuste Rauschreduzierung hört auf die Bezeichnung DeepPrime XD, sie soll eine Verbesserung von mehr als 2,5 Blendenstufen ermöglichen und wurde im Oktober 2022 zusammen mit DxO PhotoLab 6 vorgestellt.

PhotoLab 6 ist eine vollwertige Lightroom Alternative mit Bildverwaltung und allem drum und dran. Doch nur wegen der Kamera-Objektiv-Korrekturprofile und der erstklassigen Rauschreduzierung von Lightroom, Capture One & Co. zu DxO PhotoLab 6 wechseln? Das ist es einigen am Ende des Tages dann doch nicht wert, schließlich haben auch diese Programme ihre Stärken.

DxO PureRAW 3 präsentiert

Für diesen Zweck hat DxO vor einigen Jahren die Software PureRAW eingeführt. Sie ist keine Lightroom Alternative, sondern verbessert lediglich die RAW-Dateien vor dem eigentlichen Import in Lightroom und Co. Eine Art Vorverstärker also, wenn man das Ganze in den Audio-Bereich übertragen würde.

Nun haben die Entwickler die neuste Generation der Software vorgestellt – PureRAW 3. Die neue Generation bringt einige entscheidende Neuerungen mit sich. Dazu gehört zunächst einmal die bereits angesprochene DeepPrime XD Entrauschungstechnologie, die mit PhotoLab 6 im letzten Herbst eingeführt wurde. Vor allem die Rekonstruktion von wirklich feinen Texturen soll mit DeepPrime XD gut gelingen. In diesen Genuss kommen mit PureRAW 3 im Übrigen auch Besitzer einer Fujifilm Kamera, da die Software jetzt auch die Daten von X-Trans-Sensoren unterstützt.

So funktioniert PureRAW 3

Die Benutzeroberfläche von PureRAW 3 wurde auf PhotoLab 6 abgestimmt und hier und da etwas angepasst, bleibt im Kern aber sehr übersichtlich. Sobald man die entsprechenden RAW-Dateien ausgewählt hat, kann man sich für die gewünschte Rauschminderungs-Technologie entscheiden, die gewünschten optischen Korrekturen auswählen, sich für ein Ausgabeformat entscheiden und den gewünschten Ordner für den Export festlegen.

So sieht das Ganze aus:

Wer PureRAW 2 kennt, wird hier einige kleine Neuerungen entdecken. So lassen sich die Korrekturen im Bereich “Optische Korrekturen” jetzt beispielsweise detaillierter einstellen, auch die Wahl der genauen Ausgabegröße bei aktivierter Verzeichnungskorrektur ist möglich. Des Weiteren können die Dateien optional als TIFF-Datei gespeichert und in unterschiedlichen Dateiformaten gleichzeitig exportiert werden.

Ebenfalls nachgebessert hat DxO bei der Stapelverarbeitung. Hier wurde ein flexibles Warteschlangen-System integriert, so können beispielsweise Verarbeitungen pausiert oder die Reihenfolge verändert werden.

Verfügbarkeit und Preise

PureRAW 3 ist entweder als Standalone-Software oder als Plugin für Lightroom Classic erhältlich. Zudem kann die Software über die Kontextmenüs im Windows-Explorer oder Mac-Finder angesteuert werden.

DxO PureRAW 3 ist ab sofort zum Preis von 130 Euro erhältlich. Für Besitzer der Vorgängerversion werden für das Upgrade nur 80 Euro fällig. Wer PureRAW 3 vor einem möglichen Kauf erstmal in Ruhe ausprobieren möchte, kann das dank einer kostenlosen 30-Tage-Testversion ohne irgendwelche Funktionseinschränkungen tun.

Mark Göpferich

Gründer von Photografix, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 5.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.