Hasselblad

Hasselblad X2D II: Erscheinungsdatum ziemlich sicher

Die nächste 100-MP-Hasselblad rückt immer näher. Worauf sich Mittelformat-Fans freuen dürfen, verrät ein neuer Leak.

Vorstellung wohl am 26. August

Hasselblad wird laut dem YouTube-Kanal Hasseled am 26. August 2025 die X2D Mark II vorstellen, wie der singapurische Facebook-Account des Unternehmens verraten haben soll. Das wichtigste neue Feature wird wahrscheinlich ein integriertes LiDAR-System sein, das die Autofokus-Geschwindigkeit deutlich verbessern wird.

Über derartige Gerüchte hatten wir in der Vergangenheit schon berichtet, jetzt erhärtet sich der Verdacht. Kollege Richard von Canonrumors äußert zwar Skepsis an dieser Behauptung, andererseits klingt es durchaus plausibel, dass sich Hasselblad Hilfe von Mutterkonzern DJI in diesem Feld besorgt. Seit einigen Jahren werden auch deren Drohnen mit dieser Fokustechnologie ausgestattet.

Das LiDAR-System mit bis zu 76.800 Messpunkten verspricht laut Hasseled Fokussiergeschwindigkeiten auf dem Niveau moderner Sony-, Canon- oder Nikon-Vollformatkameras. Damit reagiert Hasselblad auf eine der größten Schwächen ihrer bisherigen Kameras. Die drastische Erhöhung der Messpunkte erfordert vermutlich auch eine Prozessoraufwertung, um die zusätzlichen Daten zu verarbeiten, und könnte dadurch einen höheren Stromverbrauch zur Folge haben.

LCD nach unten neigbar

Die Bedienung wird weiterhin angeblich durch einen neuen 5-Wege-Joystick auf der Kamerarückseite und eine zusätzliche programmierbare Taste verbessert. Der Joystick ermöglicht euch direkten Zugriff auf Fokuspunkte und Menüfunktionen. Das LCD erhält nicht nur eine höhere Auflösung, sondern lässt sich erstmals auch nach unten neigen. Bisher konnte der Bildschirm nur nach oben geklappt werden, was Aufnahmen aus erhöhten Positionen erschwerte.

Weitere praktische Verbesserungen umfassen ein überarbeitetes Menüsystem und einen 3,5-mm-Anschluss für Fernauslöser neben dem USB-C-Port. Für die Farbtemperaturmessung musste der Sensor verschoben werden, um Platz für das LiDAR-System zu schaffen. Der AF-Illuminator wandert auf die andere Kameraseite.

Der bewährte 44x33mm-Sensor mit 100 MP bleibt allem Anschein nach unverändert, ebenso die grundlegende Bauform und Batteriekompatibilität. Intern werkelt weiterhin eine M.2-2230-SSD für die Datenspeicherung. Die Abmessungen der Kamera bleiben praktisch identisch zum Vorgänger.

Auch neues Objektive im Anmarsch

Parallel zur Kamera plant Hasselblad voraussichtlich die Vorstellung eines neuen Objektivs. Spekuliert wird über ein 65mm f/2.5 aus der V-Serie oder ein kompaktes 60mm f/4.0 aus der P-Serie. Beide würden die Lücke zwischen dem 55mm und 75mm schließen und entsprächen etwa 50mm im Vollformat. Ein solches Objektiv wäre kompakt genug, um das LiDAR-System nicht zu blockieren, denn bei größeren Objektiven könnte der Tubus die Sicht des Sensors behindern.

Die Preisgestaltung bleibt abzuwarten, es ist aber von einem höheren Startpreis als bei der 2022 erschienenen X2D 100C auszugehen, die damals für 8.699 Euro an den Start ging. Mit dem LiDAR-System und den Bedienverbesserungen adressiert Hasselblad zentrale Kritikpunkte und macht die X2D für professionelle Anwender deutlich attraktiver. Oder was meint ihr?

via: Mirrorlessrumors

Jonathan Kemper

Hat Technikjournalismus studiert, bloggt seit einer gefühlten Ewigkeit vor allem über die neusten Entwicklungen der Mobil-Branche und fotografiert lieber mit kompakten Kameras.