Bildbearbeitung

Luminar Neo: Spannende Details und neue Funktionen enthüllt

Skylum hat erste Details zu Luminar Neo enthüllt und spricht über die neue Engine, neue Funktionen und weitere Details.

Am 9. September 2021 hat Skylum mit Luminar Neo eine neue Bildbearbeitungssoftware angekündigt, die im Winter 2021 auf den Markt kommen soll. Heute haben die Entwickler weitere Details zu Luminar Neo enthüllt und sprechen dabei unter anderem über die neue Engine, neue Funktionen und die Kompatibilität mit Luminar AI und Luminar 4.

Alte Kataloge können importiert werden

Beginnen wir doch gleich mal mit dem letzten Punkt, nämlich der Kompatibilität zu Luminar AI und Luminar 4.

Als im letzten Jahr Luminar AI auf den Markt kam, war es leider nicht möglich, die Bibliothek von Luminar 3 oder Luminar 4 zu übernehmen. Eine Importfunktion war ursprünglich auch für Luminar Neo nicht geplant, doch Skylum will auf die Kritik der Nutzer reagieren und eine Importfunktion mit einem der ersten Updates nachliefern. Das bedeutet, dass man – sobald das Update erschienen ist – seinen Katalog bzw. seine Bibliothek von Luminar AI oder Luminar 4 in Luminar Neo importieren kann. Eine tolle Nachricht, auch wenn es natürlich schade ist, dass die Importfunktion nicht schon von Beginn an zur Verfügung stehen wird.

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Details zur neuen Engine

Luminar Neo wird eine komplett neue Engine erhalten. Das könnte (Achtung, Konjunktiv) die mit Abstand wichtigste Neuerung der Software werden.

In den letzten Jahren gab es bei Luminar in Sachen Performance zwar kontinuierlich kleine Verbesserungen, doch so richtig umfangreich fielen diese nie aus. Ich vermute mal, dass das unter anderem daran lag, dass die letzten Luminar Versionen alle mit der gleichen Engine und gewissermaßen dem gleichen “Grundgerüst” gearbeitet haben.

Luminar Neo wird ein komplett neues Grundgerüst erhalten, womit Skylum eigenen Aussagen zufolge “ein starkes Fundament für die Zukunft” legen möchte. Dabei verfolgen die Entwickler einen hybriden Ansatz und werden erstmals sequenzielles Rendering (das zum Beispiel bei Photoshop genutzt wird) mit parametrischem Rendering (wie man es zum Beispiel von Lightroom kennt) kombinieren. Beim sequenziellen Rendering werden Veränderungen bei jedem Schritt gespeichert, wodurch die Rücknahme von Änderungen erschwert wird. Beim parametrischen Rendering hingegen sieht man immer nur eine Vorschau der Anpassungen, das finale Bild wird dann erst beim Exportieren erstellt. Dadurch dauert der Exportprozess aber deutlich länger, was in der Vergangenheit ein Kritikpunkt an Luminar war.

Mit der hybriden Engine soll Luminar Neo zum einen eine schnellere und stabilere Bildbearbeitung ermöglichen, gleichzeitig soll man aber auch jederzeit Änderungen zurücknehmen können. Es soll auch die Reihenfolge von Bearbeitungsschritten geändert werden können, zudem wird es möglich sein, einen einzelnen Bearbeitungsschritt zu löschen, ohne komplett zu diesem Schritt zurückkehren zu müssen.

Das klingt soweit alles ziemlich interessant, doch natürlich muss man abwarten, wie sich die neue Hybrid-Engine am Ende in der Praxis schlagen wird.

Rückkehr von klassischen Ebenen

Die Kombination aus sequenziellem Rendering und parametrischem Rendering ist noch aus einem weiteren Grund wichtig. Bei Luminar Neo werden nämlich, wie sich das bei der ersten Ankündigung schon angedeutet hat, die klassischen Ebenen zurückkehren. Man wird dementsprechend mehrere Bilder und Dateien (egal ob RAWs oder PNGs) übereinanderlegen und individuell anpassen und bearbeiten können. Skylum möchte außerdem eine eigene Bibliothek für Texturen und Objekte mitliefern, damit man auch als Einsteiger sofort mit der Erstellung von Composings beginnen kann.

Weitere Infos zu einigen neuen Funktionen

Maske AI: Luminar kann automatisch mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Maskierung bestimmter Bildbereiche übernehmen, das kennt man bereits von Luminar AI. Luminar Neo wird aber nochmal einen Schritt weiter gehen und mit “Maske AI” ein neues Tool liefern, mit dem man als Nutzer gezielt auswählen kann, welcher Bildbereich maskiert werden soll. So können zum Beispiel Himmel, Berge, Straßen, Fahrzeuge und Pflanzen auf Knopfdruck automatisch ausgewählt werden. Selbstverständlich kann man dabei auch manuell eingreifen, falls die künstliche Intelligenz doch mal etwas daneben liegt.

Für Maske AI hat Skylum bereits ein Vorschaubild veröffentlicht, die finale Benutzeroberfläche wird aber sicherlich anders aussehen:

Relight AI: Mit “neu belichten” wird ein neues Beleuchtungswerkzeug geliefert, über das dank einer von Luminar Neo erstellen Tiefenkarte die Belichtung von Vorder- und Hintergrund separat angepasst werden kann. Wo genau der Vordergrund endet, kann über einen Regler eingestellt werden. Das Endergebnis von Relight AI könnte dann zum Beispiel so aussehen:

Porträt-Hintergrundentfernung AI: Das Erstellen von Porträt-Montagen wird von Luminar Neo deutlich vereinfacht werden, die Software ist nämlich in der Lage, Personen automatisch vom Hintergrund zu separieren. Anschließend kann ein neuer Hintergrund eingefügt werden, hier kann dann natürlich auch das Arbeiten mit verschiedenen Ebenen nützlich werden.

Angebot für Vorbesteller

Das Early-Bird-Angebot für Luminar Neo ist inzwischen ausgelaufen, trotzdem bietet Skylum die Software für Vorbesteller nach wie vor zu vergünstigten Preisen an. Ein Risiko geht man dabei nicht ein, da ab dem Zeitpunkt der Auslieferung eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie gilt.

Das sind die aktuellen Preise für Luminar Neo:

Für Neukunden:

Für Bestandskunden:

Weitere Informationen findet ihr hier auf der offiziellen Skylum Webseite.

Mark Göpferich

Gründer von Photografix, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 5.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.