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Mobiles Hochleistungslicht: Drohne ersetzt Baustellenstrahler

Diese „Scheinwerfer-Drohne“ kann eine Fläche so groß wie der Gendarmenmarkt in Berlin komplett ausleuchten.

Die Drohne mit dem bezeichnenden Namen Flying Sun 1000 bietet eine stolze Leistung von  3.333 Watt und richtet sich primär an Unternehmen, die möglichst schnell und unkompliziert eine industrielle Beleuchtungslösung benötigen. 

Zeitintensive und sperrige Lichtmasten sollen damit der Vergangenheit angehören. Ob auf Baustellen, bei der Katastrophenhilfe oder in sensiblen Sicherheitszonen – die Drohne liefert laut dem Hersteller genau dort Licht, wo es schnell und zuverlässig benötigt wird.

Wenn ihr eine günstige und kompakte Drohne mit Propellerschutz zum Fotografieren und Filmen sucht, legen wir euch die kürzlich vorgestellte DJI Flip ans Herz.

Flying Sun 1000 | Foto: Freefly Systems

„Fliegende Sonne“ erhellt 12.000 Quadratmeter

Die Drohne wurde von Freefly Systems entwickelt, das sich vor allem mit Hochgeschwindigkeitskameras und dem Movi-Kamerastabilisierungssystem einen Namen gemacht hat.

Die Drohne basiert auf dem bereits erhältlichen Schwerlast-Quadkopter Alta X und kann eine Fläche so groß wie der Berliner Gendarmenmarkt (ca. 12.000 Quadratmeter) mit rund 180 Lux ausleuchten – also hell genug für Filmaufnahmen. Alternativ erhellt sie über 12.000 Quadratmeter, etwa zwei Fußballfelder, mit rund 11 Lux – vergleichbar mit einer gut ausgeleuchteten Straße bei Nacht.

Im Beleuchtungsbetrieb trägt die Flying Sun 1000 vier nach unten gerichtete Panels mit jeweils 72 LEDs. Zusammen liefern sie eine Lichtleistung von 300.000 Lumen.

Foto: Freefly Systems

Der Clou: Die Drohne lässt sich mit einer Stromquelle am Boden verbinden – theoretisch könnte sie also unbegrenzt lange in der Luft bleiben – ohne Akkuwechsel oder Ladepausen. Ohne eine externe Stromquelle kommt die Drohne auf eine Flugzeit von 20 bis 50 Minuten pro Akkuladung (zwei 16-Ah-Lithium-Akkus), je nach Nutzlast.

Die größte Herausforderung ist, dass sich die Lampen der Drohne aufgrund des hohen Strombedarfs stark erhitzen. Freefly gibt jedoch an, dass die Rotoren der Drohne die LED-Panels kühlen. Dank der Luftzirkulation brennen die Bauteile also nicht durch. Laut Hersteller liefert die Flying Sun „tausende Betriebsstunden“ Licht.

Ab 50.000 US-Dollar

Die Auslieferung der Drohne soll im Juni dieses Jahres beginnen, Vorbestellungen sind bereits möglich. Ein Schnäppchen ist das Ganze allerdings nicht: Das Modell Flying Sun 1000 kostet 59.995 US-Dollar, die etwas schwächere Variante Flying Sun 500 liegt bei 49.995 US-Dollar.

Was haltet ihr von der “Flying Sun”? Welche Einsatzszenarien sind für euch denkbar?

via: PetaPixel | Freefly Systems

Gino Giove

Gino Giove ist studierter TV-Journalist und arbeitet vorwiegend als freier Foto- und Videograf auf Events. Darüber hinaus ist Gino schon seit vielen Jahren als freiberuflicher Redakteur für renommierte Medien wie Mit Vergnügen, ICONIST und WELT unterwegs. Seine Leidenschaft für die Fotografie und das geschriebene Wort führte ihn schließlich zu Photografix.