Umgerechnet mehrere Hundert Millionen Euro investiert Nikon in eine neue Fabrik, in der sie in ein paar Jahren unter anderem Objektive herstellen wollen.
Erst vor ziemlich genau zwei Jahren hat Nikon bekanntgegeben, wegen des schrumpfenden Marktes zwei Objektivfabriken in Japan zu schließen. Jetzt macht der Hersteller offenbar eine 180-Grad-Wendung – und kündigt die Eröffnung einer neuen Fabrik zu diesem Zweck an.
Die neue Fabrik soll die Produktion von Linsen für Mikroskope, Kameras und Halbleiterausstattung beherbergen und ist am Standort in Tochigi (oben im Bild), nördlich von Tokio, angesiedelt.
Einem Bericht von Yahoo Japan zufolge will Nikon rund 30 Milliarden Yen, umgerechnet mehr als 200 Millionen Euro investieren. Es geht hier um keine kurzfristige Veränderung der Produktionskapazitäten: Die Fabrik sei auf 26 Jahre Betrieb ausgelegt und solle 2026 eröffnen.
Insgesamt gab es in letzter Zeit einiges über das Marktgeschehen der Kameraindustrie zu berichten. Auch Tamron will seine Produktionskapazitäten ausbauen, um der erwarteten langfristigen Steigerung der Nachfrage gerecht werden zu können. Über Sony ist außerdem bekanntgeworden, dass der größte Teil der Kameraproduktion bereits von China nach Thailand verlagert wurde.
Diese Entwicklung könnte auch bald Nikon betreffen und hängt mit Exportbeschränkungen von Maschinen zur Halbleiterproduktion zusammen. Solche Verbote sind beispielsweise schon in den Niederlanden in Bezug auf die ASML Holding NV in Kraft, die Maschinen zur Herstellung bestimmter Chips nicht mehr nach China verkaufen dürfen.
“Dem Bericht zufolge würde Japan ähnliche Beschränkungen für die Nikon Corp. verhängen”, vermeldete Reuters kürzlich. Ein Regierungssprecher zufolge werde Japan “angemessene Schritte” auf Grundlage der Regulierungsmaßnahmen der Vereinigten Staaten und anderer Länder unternehmen.
via: Nikonrumors