Die ersten Testergebnisse zum Dynamikumfang der Nikon Z6 III sind da. Die neue Kamera ordnet sich hinter der sechs Jahre alten Z6 ein.
Die Nikon Z6 III ist die weltweit erste Kamera, die mit einem teilweise gestapelten Sensor ausgestattet ist. Von herkömmlichen Stacked-Sensoren weiß man bereits, dass die gestapelte Bauweise im Vergleich zu einem “normalen” Sensor große Vorteile mit sich bringt (zum Beispiel in Sachen Auslesegeschwindigkeit), gleichzeitig müssen aber auch kleine Kompromisse bei Bildqualität bzw. Dynamikumfang in Kauf genommen werden. Ist das bei einem teilweise gestapelten Sensor ebenso der Fall?
Kurz gesagt: Ja. Darauf deuten jetzt zumindest die ersten Testergebnisse zum Nikon Z6 III Dynamikumfang hin. William J. Claff von photonstophotos.net hat die Z6 III kürzlich in die eigene Datenbank aufgenommen und die Testergebnisse zeigen, dass sich die Z6 III in Bezug auf den Dynamikumfang hinter der alten Z6 einordnet. Vor allem in den niedrigen ISO-Bereichen treten deutliche Unterschiede zutage (Nikon Z6 III = blau):
Relevante Unterschiede zwischen der Z6 und der Z6 II gibt es im Übrigen nicht – beide Kameras arbeiten mit dem gleichen Sensor. Einen Vergleich des Dynamikumfangs zwischen der Z6 III und Z6 in Videoform findet ihr hier:
Die Unterschiede zwischen Nikon Z6 III und Nikon Z8 sind schon weniger deutlich, im Gegensatz zur Z6 besitzt die Z8 aber einen Stacked-Sensor. In den niedrigsten ISO-Bereichen hat die Z8 die Nase vorne, ebenso im Bereich zwischen ISO 400 und ISO 800. Erst ab ISO 800 schiebt sich die Z6 III dann minimal vor die Z8:
Vergleicht man die Nikon Z6 III mit der Konkurrenz in Form der Canon EOS R6 Mark II und der Sony A7 IV, wird auch hier deutlich, dass ein (teilweise) gestapelter Sensor in Sachen Dynamikumfang nicht mit einem “normalen” Sensor mithalten kann.
Ob solche Testergebnisse aus dem “Labor” in die eigene Kaufentscheidung einfließen sollten oder nicht, darf jeder für sich selbst entscheiden. In der Praxis dürften die in den Tests aufgezeigten Unterschiede beim Dynamikumfang in vielen Fällen keine Rolle spielen. Festhalten kann man jedoch, dass es mit (teilweise) gestapelten Sensoren aktuell noch nicht möglich zu sein scheint, neue Rekorde in Sachen Dynamikumfang und Bildqualität aufzustellen.