Die kompakte, analoge Halbformatkamera von Pentax dürfte bald endlich aus der Gerüchteküche ausbrechen. Jetzt ist klar, wie sie aussieht.
Ich bin ganz ehrlich: Ich warte mit Spannung auf die Vorstellung der anstehenden Analogkamera von Pentax, nicht aus privatem Interesse, sondern damit die Leaks irgendwann auch mal aufhören. Klar, Leaks und Gerüchte sind auch unser Tagesgeschäft und mir bereitet es immer noch große Freude, aus kleinen Informationsschnipseln ein größeres Bild zusammenzusetzen, aber irgendwann stehen Relevanz einer Kamera und Leaks in einem merkwürdigen Missverhältnis.
So viel Vorwort jedenfalls für die Nachricht, dass es jetzt erste, allem Anschein nach echte Fotos der anstehenden analogen Pentax-Kamera gibt. Also nicht aus der Kamera, sondern vom Gehäuse. Das bestätigt zuallererst den Namen “Pentax 17”, der zuvor schon gemutmaßt wurde, und auf die Eigenschaft des verwendeten Halbformats hindeutet. Ebenfalls zu erkennen sind der mittig platzierte Sucher, der Blitz auf der rechten Seite sowie der geriffelte Handgriff, der wohl für bessere Ergonomie sorgen soll.
Außerdem lassen sich die Daten des verbauten Objektivs ablesen, das demnach mit 25mm Brennweite und einer Blende von f/3.5 aufwartet. Das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 40,5 Millimetern. Zwei verschiedene Fokusbereiche deuten auf eine Naheinstellgrenze von 0,25 Zentimetern.
Noch schwebt kein Datum durch den Raum, zu dem die Pentax 17 womöglich vorgestellt werden könnte. Ich gehe aber mal davon aus, dass es sich nur noch um ein paar Wochen handeln dürfte. Ricoh hat kürzlich verlautbart, dass man am 18. Juni ein Update auf dem YouTube-Kanal hochladen werde.
Wir danken Ihnen aufrichtig für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen in die RICOH IMAGING COMPANY. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir am 18. Juni um 5 Uhr morgens (japanische Standardzeit) das neueste Update-Video über unsere Filmkamera-Entwicklung auf unserem YouTube-Kanal veröffentlichen werden.
Bis dahin veröffentlicht Pentax noch fleißig Teaser auf Social Media, so wie schon im Mai. Seitdem sind jedoch viele weitere Inhalte gepostet worden. Designer Takeo Suzuki, auch bekannt als TKO, saß für das Film Camera Project schon mehrfach vor der Kamera, wo er aus dem Entwicklungsalltag berichtet.
Ein besonderes Merkmal der geplanten Kamera ist der Handaufzug-Mechanismus, der typisch für analoge Spiegelreflexkameras ist. Pentax ist davon überzeugt, dass gerade dieser manuelle Filmtransport den besonderen Reiz der Filmfotografie ausmacht. “Wir wollen, dass junge Fotografen die Freude und Befriedigung erleben, die das Aufziehen des Films mit sich bringt”, so das Unternehmen.
Die Entwicklung des Handaufzug-Mechanismus stellte Pentax jedoch vor große Herausforderungen. Die ursprünglichen Pläne lagen nur auf Papier vor und mussten erst in dreidimensionale CAD-Daten übertragen werden. Dieser Prozess nahm viel Zeit in Anspruch und erforderte zahlreiche Fehlerbehebungen.
Neben der Kompaktkamera hat Pentax auch die zukünftige Entwicklung weiterer Produkte im Blick. Der Handaufzug-Mechanismus könnte auch in einer analogen Spiegelreflexkamera zum Einsatz kommen, sollte sich das Unternehmen für die Produktion eines solchen Modells entscheiden. “Er [TKO] bestätigt, dass die erste Kamera eine Kompaktkamera sein wird, obwohl er den Wunsch nach einer SLR-Filmkamera mit austauschbarem Objektiv versteht und zu schätzen weiß”, heißt es in der Beschreibung des Instagram-Videos.
Pentax betont, dass das Ziel des Projekts nicht nur die Herstellung einer neuen Kamera ist, sondern auch der Aufbau eines soliden Umfelds, in dem Filmfotografie-Enthusiasten ihre Ideen, Meinungen und Hoffnungen frei äußern können. Das Unternehmen sieht sich dabei in einer unterstützenden Rolle und ist dankbar für die Angebote von Kooperationen und Unterstützung durch verschiedene Unternehmen.