Knapp viereinhalb Jahre nach dem Marktstart wird die Canon EOS R3 in Japan zum Restposten. Über einen Nachfolger wird seit Monaten spekuliert.
Im hauseigenen Online-Store in Japan kennzeichnet Canon die EOS R3 nur noch als “in begrenzter Stückzahl” (bzw. “auf Lager solange” im Screenshot). Darauf weist das japanische Foto-Blog Asobinet hin. Offiziell eingestellt hat Canon die Kamera bislang nicht.
Das Bild bei den japanischen Händlern ist uneinheitlich. Während Yodobashi Camera den Bestand als “sehr gering” einstuft, verkaufen Kitamura, Map Camera und Bic Camera die Kamera weiter regulär. Deutsche Händler wie Calumet und Foto Erhardt führen die R3 ebenfalls weiter, teils mit Lieferzeiten von ein bis drei Wochen. Von unseren Partnern ist sie lediglich bei Foto Köster nicht mehr verfügbar.
Die Canon EOS R3 ist seit November 2021 im Handel und startete mit einer UVP von 5.999 Euro. Canon brachte sie damals als spiegellose Sportkamera heraus, mit Stacked-Sensor, 30 Bildern pro Sekunde und der wiederbelebten Augensteuerung des Autofokus.
Über eine Canon EOS R3 Mark II wird seit Monaten spekuliert, ohne dass sich daraus belastbare Hinweise ergeben hätten. Die für Anfang Februar 2026 erwartete Entwicklungsankündigung rund um die Olympischen Winterspiele in Mailand blieb aus. Mitte Februar sorgten Bilder aus dem Canon-CPS-Raum mit ungewöhnlichen Regalbeschriftungen kurz für Spekulationen über einen versteckten Prototyp. Canonrumors führte die Beschriftung anschließend auf eine wahrscheinliche Firmware-Version zurück.
Inzwischen hält Canonrumors-Gründer Craig Blair einen Nachfolger sogar für unwahrscheinlich. Ob Canon mit den Restbeständen in Japan einen Generationswechsel vorbereitet oder die R3-Reihe leise auslaufen lässt, bleibt damit offen. Die nächste angekündigte Canon-Vorstellung am 13. Mai 2026 betrifft ohnehin eine andere Kamera, die EOS R6 V.
Beitragsbild: Daniel Hay