Manche Filme sind teurer geworden, andere spürbar günstiger. Insgesamt bleiben die Analogfilmpreise aber überraschend stabil.
Ein neuer Marktbericht von Analog Cafe liefert frische Zahlen zur Lage des Analogfilms. Im Schnitt sind die Preise über 37 beobachtete Filme seit Januar 2026 um 2,5 Prozent gestiegen. Das liegt unter einer “gesunden Inflationsrate” von rund drei Prozent, weshalb Betreiber Dmitri von einem stabilen Filmmarkt spricht. In den sechs Monaten davor bewegten sich die Preise kaum.
Spannend wird es beim Blick auf die Regionen. In der EU legten die Durchschnittspreise um 5,7 Prozent zu, in Kanada um 5,6 Prozent. In den USA waren es nur 1,9 Prozent, in Hongkong sanken die Preise sogar um 1,1 Prozent.
Vor einem halben Jahr lag der Abstand zwischen den Regionen bei höchstens fünf Prozent, jetzt sind es fast sieben. Für euch in Europa bedeutet das rund sechs Prozent Aufschlag. Als möglichen Grund nennt der Report unter anderem die Zollpolitik der US-Regierung, die vor allem Kanada trifft.
Günstiger wurden zuletzt etwa Kodak Ektapan (früher T-Max) 400 mit minus 4,9 Prozent sowie UltraMax 400 und Fujifilm Neopan Acros 100. Deutlich teurer sind dagegen Kodak Kodacolor (früher ColorPlus) 200 mit plus 10,5 Prozent und mehrere Ilford-Filme wie XP2 Super 400 und HP5 Plus 400.
Trotz der Umbenennungen und der Rückkehr von Vertrieb und Marke zu Kodak selbst sind die erhofften breiten Preissenkungen ausgeblieben. Immerhin wurde Tri-X 2024 um 30 Prozent günstiger und bleibt es.
Zum Einordnen hilft ein Vergleich mit dem Bericht von 2023. Damals war der Preis einer 35mm-Rolle in fünf Jahren um 70 Prozent gestiegen, und der Markt schien nur eine Richtung zu kennen. Heute wirkt die Lage ruhiger. Ausgerechnet der ColorPlus, 2023 noch der günstigste Farbfilm, zählt inzwischen zu den größten Preistreibern.
via: PetaPixel | Beitragsbild: Andrey Konstantinov